Das Vermächtnis von Claudio Abbado auf Deutsche Grammophon


Während die Welt um Claudio Abbado trauert, einen der größten Dirigenten und eine der inspirierendsten musikalischen Persönlichkeiten unserer Zeit, kann Deutsche Grammophon als angemessenen Tribut an diesen unersetzbaren Künstler die lange geplante Veröffentlichung seiner letzten Aufnahme im Februar 2014 ankündigen. Beim Lucerne Festival 2013 tat sich Claudio Abbado mit Martha Argerich und seinem handverlesenen Ensemble, dem Orchestra Mozart, zusammen, um zwei der schönsten Klavierkonzerte von Mozart, Nr. 25 in C-dur und Nr. 20 in d-moll, aufzuführen und aufzunehmen.

Mit dieser Veröffentlichung schließt sich gewissermaßen ein Kreis. Seine erste Aufnahme für Deutsche Grammophon machte der junge Claudio Abbado vor fast einem halben Jahrhundert ebenfalls mit Martha Argerich. Jene Einspielung von Klavierkonzerten Prokofjews und Ravels mit den Berliner Philharmonikern war das erste Konzertprojekt der Pianistin bei Deutsche Grammophon und wurde sofort zum Maßstab für die beiden Werke. Das blieb sie bis heute und war nie vergriffen. Jetzt verspricht das neue Mozart-Album der beiden Künstler ein weiteres Juwel des DG-Katalogs zu werden.

Im Namen von Deutsche Grammophon erklärt der Produzent Sid McLauchlan, der in den letzten 25 Jahren eng mit Abbado zusammengearbeitet hat und nicht nur die musikalische Vision und den Enthusiasmus des Dirigenten schätzte, sondern auch dessen Wärme und Menschlichkeit und die Beständigkeit ihrer Freundschaft: »Als Hüter von Claudios Vermächtnis an Aufnahmen, das zu den umfangreichsten und vielfältigsten aller Dirigenten bisher zählt, sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Wir werden alles tun, um dem Vertrauen Genüge zu tun, das Abbado in unsere Zusammenarbeit setzte. Die Aufnahme der Mozart-Konzerte, die er vorigen März mit Martha Argerich und seinem Orchestra Mozart aufführte, ist die letzte, aber noch nicht die abschließende musikalische Aussage dieses einzigartigen Dirigenten. Abbado hatte den Blick stets auf die Zukunft gerichtet, plante neue Projekte, entdeckte oder wiederentdeckte neue Werke. Und so stehen noch mehrere Aufführungen zur Veröffentlichung an. Wir trauern um ihm und freuen uns dennoch darauf, das Werk dieses unvergleichlichen Musikers zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.«

Diese neue Arbeit beginnt sofort:

Ende Januar kehrt das zwei CDs umfassende Berlin Album in den Katalog zurück, das erstmals 2002 erschien (und zurzeit vergriffen ist). In einem breiten Spektrum beliebter Werke spiegelt es die lange Partnerschaft des Dirigenten mit den Berliner Philharmonikern und ist eine der wenigen autorisierten Abbado-Kompilationen.

Im Juni erscheinen vier Boxen, gewidmet jeweils einem Komponisten aus Abbados Symphony Edition, die anlässlich seines 80. Geburtstags 2013 veröffentlicht wurde. Die aus acht CDs bestehende Mozart-Box bietet erstmals gemeinsam seine Aufnahmen von Symphonien, Violinkonzerten und Bläserkonzerten mit dem Orchestra Mozart. Die Bruckner-Box enthält die aufschlussreiche Aufnahme der Ersten Symphonie aus Luzern, darüber hinaus kommt erstmals der Mahler-Zyklus mit den Berliner Philharmonikern in einer einzigen Box heraus. Die Brahms-Aufnahmen wiederum bleiben die erste Wahl der Kritiker, wenn es um den Gesamtzyklus der vier Symphonien geht.

Die folgenden Monate werden weitere Schätze bringen, darunter ein bislang unveröffentlichtes Konzert. Nähere Informationen zu diesen Veröffentlichungen folgen in Kürze.


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