ZANDONAI Francesca da Rimini DVD-VIDEO 0734313

Scotto, rail thin and extremely graceful, handles the role in a sort of balletic fashion. The formalization of her movements goes well with the music . . . She is, as always, expressive and insightful, and the overall effect is quite positive . . . [Domingo]: one cannot think of another tenor of that time better suited to the assignment, and he looks splendid . . . the orchestra produces gorgeous colors for him. This DVD makes a good case for this opera.

Scott's imposing, realistic scenery handsomely frames del Monaco's taut staging. Presiding over an impressive cast headed by Plácido Domingo, James Levine leads a . . . precise reading of the then-new performing edition of Verdi's opera . . . The televised performance found the Spanish tenor in noble form. Much of Stiffelio's music lies in the middle range, where Domingo's voice sounds burnished and full-toned . . . Domingo fashions a nuanced portrayal of Verdi's tortured hero . . . Sharon Sweet and Vladimir Chernov provide strong . . . support. The soprano's big voice rings out impressively in the high climaxes and soars through cantilena . . . As Levine deftly characterizes the spectral orchestral introduction to Lina's cemetery aria, Sweet strolls serenely onstage. Chernov's compact, caramel-colored baritone flows effortlessly through Stankar's music . . . Levine takes command of Verdi's music from the opening bars of the overture. Shaping the haunting trumpet cantilena expressively, he draws lithe playing from the strings and elegant solo work from the woodwinds. Levine does not let the musical tension sag. Neither does the director, who focuses the action keenly and makes effective use of Scott's severe castle interior and brooding cemetery.

In brief, strongly recommended, for the opera, sound, production, and performances.

Was wäre Stiffelio ohne den stimmlichen Glanz von Placido Domingo, der mit prägnanter Deklamation alle rhetorischen Substanzen der Rolle fabelhaft ausschöpft? Mit Momenten subtiler Lyrik und verführerischer Kantabilität (Friedhofsakt) wartet Sharon Sweet als Lina auf. Da rücken Aida, Maskenball und Simon Boccanegra in greifbare Nähe. Bewegend die Intensität des Ausdrucks, vor allem in der mit großer Leidenschaft geführten Auseinandersetzung mit Stiffelio, der eindringlich lapidar zum Schluss seine Predigt formt. Die Rolle des eifernden, rachsüchtigen Schwiegervaters Stankar gibt kraftvoll Vladimir Chernov. Als Bewahrer des protestantischen Gewissens agiert Paul Plishka. Mit viel Gefühl für dramatische Wirkungen hält James Levine am Pult des exzellenten Orchesters der MET den Apparat zusammen und disponiert die musikalischen Charaktere mit hinreißendem Schwung. Die modifizierte Originalversion von Giancarlo del Monaco liefert ein Zeugnis dafür, wie ein dichtes Regiekonzept und gespannte Leidenschaft der Protagonisten einem arg gescholtenen Werk zu einem glänzenden Comeback verhelfen können. Der Surround Sound transferiert prickelnde live Atmosphäre aus der Metropolitan Opera New York.

Plácido Domingo . . . gab den schönen Paolo . . . mit viel Schmelz, Kraft und dem ihm eigenen Charisma . . . Den Intentionen des Komponisten wurde er dank seines ausdrucksstarken, zugleich mit lyrischer Sensibilität grundierten Vortrags von allen Protagonisten am ehesten gerecht. Domingos baritonal gefärbter Tenor paarte heldische Attacke mit der bewundernswerten Schönheit es Tons . . . James Levine, . . . Garant für glutvolle Einstudierungen des italienischen Repertoires, fächerte die Partitur mit gutem Gespür für Rhythmik und dramatischen Furor in seiner impressionistischen Farbigkeit auf. Das kompetente Met-Orchester folgte ihm mit technischer Brillanz. Für alle, die Zandonais Meisterwerk bisher nur vom Hörensagen kennen, sei der in guter technischer Qualität bei Deutsche Grammophon nun auf DVD neu erschienene Mitschnitt schon wegen Domingos feuriger Bühnenpräsenz ans Herz gelegt.

. . . James Levine lässt am Pult des Metropolitan Opera Orchestra New York das schwülstige, voller Grellheiten steckende bombastische Klanggeschehen dramatisch glühen, ohne die impressionistisch durchschimmernden lyrischen Oasen zu unterdrücken . . . Renata Scotto folgt ganz der italienischen Tradition. Wie sie die Exaltationen vokal durchlebt, große Bögen spannt, und selbst in den Fortissimi große Stimmkultur vorführt, nötigt großen Respekt ab. Auch ihre Mitstreiter setzten Ausgewogenes entgegen, so der Paolo von Plácido Domingo, der die Liebesekstasen mit sicherer Höhe intelligent meistert. Prägnantes Profil gibt William Lewis dem Finsterling Malatestino Malatesta, genannt der Einäugige, der seine lüsternen Begehrlichkeiten mit heftigen Attacken vom Stapel lässt. Ihm stand Cornell Macneil als Giovanni (Gianciotto), der Invalide, kaum etwas nach. Ein vielköpfiges Ensemble agiert mit Leidenschaft in diesem schwülen Stück, das eine lebensechte Atmosphäre des Fin de Siècle suggeriert. Im bombastischen Klanggeschehen nisten auch impressionistisch verfeinerte Oasen, die sich in 5.1. DTS Surround Sound überaus plastisch abbilden lassen.

Diese Rarität dirigierte 1984 an der New Yorker Metropolitan Opera ein bestens aufgelegter James Levine. Die kurzatmige Melodik des Werkes wird zum Blühen gebracht, seine bunte Kintopp-Dramatik voll ausgekostet . . . Renata Scotto barmt mit leuchtender Sopran-Emphase, Plácido Domingo lässt seinen bronzierten Tenor glühen . . .

. . . c'est d'une bien curieuse partition qu'il s'agit là . . . atteignant, dans les troisième et quatrième actes, des sommets d'émotion. On devine que Levine est comme un poisson dans l'eau face à une orchestration aussi brillamment élaborée. Le vétéran Cornell McNeil a encore de l'allure et une forte présence . . . Domingo, en bonne forme . . . compte sur son charisme . . . Celui de Francesca . . . est d'une richesse infinie. Renata Scotto y est tout simplement admirable de science vocale, de maîtrise du souffle, du phrasé et des couleurs. A connaître pour l'oeuvre, pour Levine, mais avant tout pour elle, dont la lecon de chant est inappréciable.