ELINA GARANCA Bel Canto 4777460

Beautiful singing indeed from the Latvian mezzo in mainly rare, operatic extracts in which the purity and breadth of her tone are superbly displayed. The aria "Al mio core" from Donizetti's "L'Assedio di Calais" is an example of her ability to float phrases without any suggestion of effort. Her dramatic power is heard in Elisabetta's aria "Ah! Quando allara scorgemi" from "Maria Stuarda", and in an extract from "Tancredi". Accompaniments are conducted by Roberto Abbado with style and temperament.

How Rossini would have fallen for the Latvian Elina Garanca! Her voice, with its creamy mezzo middle and purposeful drop into the chest register suggests a perfect Rosina; part passionate young woman but mostly knowing minx . . . no recent artist, including the magnificent Marilyn Horne, has recorded a more affecting rendition of Tancredi's recitative and cavatina. 'O patria . . . Di tanti palpiti': every world articulated, every musical phrase properly shaped and a seemingly effortless legato. Garanca's Bellini and Donizetti are equally admirable. As Elisabetta she vividly portrays the queen's indecisiveness as she is urged on to sign Maria Stuarda's death warrant, then becoming agonised in the cabaletta 'Ah! Dal ciel discenda un raggio' stretching the voice right up to its top (Ildebrando d'Arcangelo is a handsome Talbot here). And Garanca's two helping of "L'assedio di Calais" -- in particular Aurelio's Act I aria 'Al mio core' -- makes you yearn to see her sing the role on stage. As Romeo in Bellini's "I Capuleti e i Montecchi" Garanca is exactly the honeyed lyric mezzo the role requires. This is a deeply satisfying CD from a great artist in the making.

The selection of arias by Bellini, Donizetti and Rossini is refreshingly unhackneyed . . . Garanca is joined by Ekaterina Siurina in the spectacular duet from "L'assedio di Calais" -- it's worth hearing the disc just for this -- and they are aided here by Matthew Polenzani as well as in the trio from "Maometto Secondo". Roberto Abbado and the Bologna orchestra provide the always sympathetic accompaniment . . .

Her new CD of Donizetti, Rossini and Bellini excerpts should appeal to all those cheering her big-screen triumph. It confirms that she possesses a lushly rounded voice, with an attractive femininity often missing from classic interpreters of this repertoire. The term "velvety" has been aptly used to describe her voice. Familiar solos from such operas as "Lucrezia Borgia" and "Tancredi" are lovely . . . These selections are the incentives for purchasing this disc, as they are the most engaging as well as the most unusual. The haunting harmonies in the "Maometto II" trio, the joyous sparkle of the "l'assedio di Calais" duet, and the regal power of the "Maria Stuarda" scene command the listener's attention, enhanced by conductor Roberto Abbado's knowing support.

There's nothing Latvian mezzo Elina Garanca can't do in the bel canto repertoire, as far as I can tell -- her hauntingly dark voice, her amazing range and vocal agility, as well as a musical intelligence that comes across blazingly clear in her interpretations, makes her ideal for just about anything Rossini, Donizetti and Bellini can throw at her. This album for Deutsche Grammophon digs deeper into the early 19th century repertoire for exquisitely lovely and unfamiliar pieces from Rossini's "Maometto II," where Garanca is joined in the superb trio by soprano Ekaterina Siurina and tenor Matthew Polenzani. The most heart-stopping track is the romanza from Bellini's "Adelson e Salvini," which the notes say was performed from the original manuscript. Roberto Abbado's conducting of the Bologna opera orchestra is exceptionally sensitive, to the point where it seems the singer is leading the orchestra with each breath and gesture.

. . . she is well supported by Ekaterina Siurina and Matthew Polenzani. I have to agree with O'Connor, who commented in his review on "the spectacular duet from L'assedio di Calais -- it's worth hearing the disc just for this" . . . Garanca is a good singer, and the supporting singers, Polenziani, Siurina and D'Arcangelo, are all very fine . . . this disc is recommendable.

Akrobatin der Stimme -- schööön . . . Auf ihrer neuen Belcanto-CD zelebriert Elina Garanca Arien und Romanzen . . . auf der Basis ihres angenehm dunklen, fast verhangenen Timbres geschmackvoll und unprätentiös. Geschmeidiger Wohlklang scheint für sie im Vordergrund zu stehen, sie gibt sich ganz der Musik hin und lässt sich von den Kantilenen führen. Auch Chopin hätte womöglich seine Freude an solchem Gesang gehabt.

Die Mezzosopranistin Elina Garanca bringt nicht nur die ideale Stimme mit für die melodramatischen Belanto-Arien ihres neuen Albums. Sie hat außerdem Intelligenz, Carisma und Fleiß.

Bei der DG hat Elina Garanca . . . eine zweite Solo-CD vorgelegt, die ihr und ihren Möglichkeiten . . . gerecht wird. Zurecht bekommt sie dafür jetzt einen Echo als "Sängerin des Jahres" . . . Es ist ein schönes Rezital geworden . . . Sie nutzt die ihr perfekt liegenden Tricks der romantischen Opern, um mit Portamenti, zarten Legati, Pianorückungen -- immer eingebunden in weich federnden Vibrato-Fluss -- auf sicherer Technik fußende Charaktere zu gestalten. Jeden ein wenig anders. Schließlich ist ihr immer schon das Schauspielerische wichtig. Garancas Stimme hat nicht die wuchtig-machohafte Contraalttiefe einer Marilyn Horne oder Ewa Podles . . . ihr fein auf Linie singender Rossini-Tancredi ist denen in Punkto Stil und Raffinement überlegen. Garanca ist ein zerbrechlich-sehniger, aber sich nicht verströmender Bellini-Romeo, und sie ist angemessen hochfahrend als Donizettis Queen Elizabeth I. in "Maria Stuarda" . . .

Elina Garanca betätigte sich als Forscherin und stell auf der rundum gelungenen Aufnahme innerhalb der 20 Tracks auch rare, aber "maßgeschneiderte" Arien (auch Duette und Ensembles) vor . . . Die sorgsame Begleitung durch Roberto Abbado veredelt den samten kultivierten, atmosphärisch dichten Schöngesang von Elina Garanca.

[Donizetti - "Dom Sébastien, roi de Portugal"]: . . . eine Paraderolle für die Mezzosopranistin Garanca . . . Es muss natürlich technisch perfekt sein und Elina bringt dafür einfach alles mit . . . Und eine solche Weltklasse-Sängerin ist Garanca ohne jeden Zweifel . . . kaum eine kann ihr das Wasser reichen, wenn es um Schönheit und Noblesse geht. Und dass das auch auf Dauer alles andere als langweilig ist, beweist die neue CD "Bel Canto".

Lettin Lovely . . . Das Album der lettischen Mezzosopranistin hätte keinen besseren Titel tragen können. Herrlich, wie die Ausnahmekünstlerin hier mit ihrer perfekt ausbalancierten Stimme reich verzierte italienische Opernarien von Donizetti, Bellini und Rossini darbietet.

Sie wolle sich in Zukunft viel mehr dem Belcanto widmen, sagt Elina Garanca . . . Ja, bitte, bitte! Denn Garanca hat die ideale Mezzo-Stimme für Rossini, Bellini und Donizetti. Schöner und stilsicherer kann man diese Arien wohl kaum singen. Dazu formt Garanca stets wahrhaftige Charaktere. Sehr fein: Neben eher bekannten Arien sind kostbare Raritäten (Donizetti) auf der "Belcanto"-Kompilation (DG) vertreten. Sicher: Dirigent Roberto Abbado sowie das Orchester aus Bologna.

Als Mezzosopranistin wird sie so hoch gehandelt wie Anna Netrebko im Sopran-Lager. Elina Garanca verfügt in der Tat über eine der ausgeglichensten, wärmsten und sinnlichsten Stimmen unserer Zeit, gepaart mit einer nahezu idealen Technik. Beste Voraussetzungen für ein Recital reinsten Belcanto-Wassers mit Szenen aus überwiegend weniger bekannten Opern der Genre-Fürsten Bellini, Donizetti und Rossini. Wer sich 64 Minuten lang an perfekt geformten Legato-Linien von ungetrübter Schönheit berauschen will, ist mit der neuen CD der lettischen Schönheit bestens bedient . . . ein eindrucksvolles Zeugnis puren vokalen Wohllauts.

. . . natürliche Eleganz und gutgelaunten Ehrgeiz, vor allem aber bemerkenswerte Zielgerichtetheit und punktgenaue Professionalität . . . Es ist ein schönes Rezital geworden . . . Sie nutzt die ihr perfekt liegenden Tricks der romantischen Opern, um mit Portamenti, zarten Legati, Pianorückungen -- immer eingebunden in weich federnden Vibrato-Fluss -- auf sicherer Technik fußende Charaktere zu gestalten. Jeden ein wenig anders. Schließlich ist ihr immer schon das Schauspielerische wichtig . . . Garanca ist ein zerbrechlich-sehniger, aber sich nicht verströmender Bellini-Romeo, und sie ist angemessen hochfahrend als Donizettis Queen Elizabeth I. in "Maria Stuarda" . . .

. . . die wunderbare Gestalterin agiert darin mit vokaler Geschmeidigkeit und Ausdrucksvielfalt . . .

Was Garanca auszeichnet, ist eine schwer zu erreichende Balance aus Wärme und Samt im Ton einerseits und aus einer kristallenen Klarheit im Klangbild . . . ihre wohldosierte Gestaltung, gerade auch in herausfordernden Koloraturen, [bleibt] ein Genuss für alle, die es musikalische gerne etwas schlanker haben. Bei aller gelassen funkelnder Höhe scheint sie am prachtvollsten in melancholischen, tief gesetzten Kompositionen: Sie lässt in "Al mio core" aus Donizettis "L'Assedio di Calais" Aurelios Tränen des Abschieds hören. In "O patria" aus Rossinis "Tancredi" besingt sie als Tankred eine schmerzliche und doch hoffnungsfrohe Liebe so innig, als ginge es um den Angebeteten -- und nicht ums Vaterland. Roberto Abbado als Leiter der Filarmonica del Teatro Comunale di Bologna und die Sänger . . . tragen Garanca dezent auf Händen. Die Gala bestreitet allein sie. Diese künstlerischen Qualitäten rechtfertigen allemal Garancas Traumkarriere.

. . . [der Titel "Bel Canto"] bezieht sich natürlich auf das Programm, das ausschließlich Szenen und Arien aus Opern von Rossini, Donizetti und Bellini beinhaltet. Zum anderen aber steht er auch für die Leistung der lettischen Mezzosopranistin, die hier wirklich Schöngesang bietet. Das Timbre klingt in allen Lagen gleich rund und voll, die Alt-Tiefen des Tancredi stehen der Sängerin ebenso zur Verfügung wie die ins Sopranregister weisenden Höhen der Elisabetta in "Maria Stuarda". Die Register sind bestens verblendet, die Koloraturen perlen leicht und unangestrengt, und bei langen Legatophrasen begeistert die perfekte Atemtechnik. Das heiß nun aber nicht, dass Elina Garanca zu Gunsten des Wohllauts auf Gestaltung oder Charakterisierung der interpretierten Figuren verzichten würde. Nur tut sie es ohne jeden Manierismus und -- ganz im Sinne des Belcanto -- allein mit stimmlichen Mitteln, das heißt mit farblichen und dynamischen Schattierungen sowie einem sorgsamen Umgang mit dem Text. So vermittelt sie gleichermaßen die angespannte Nervosität des Tancredi und den jugendlichen Leichtsinn des Maffio Orsini ("Lucrezia Borgia"), überzeugt als selbstbewusste Elisabetta und als leidende Sara ("Roberto Devereux") ebenso wie als hitzköpfiger Romeo ("I Capuleti e i Montecchi"). Seinen besonderen Reiz gewinnt das Album darüber hinaus durch die Programmauswahl, beinhaltet es doch neben den genannten Stücken auch Ausschnitte aus kaum bekannten Werken wie "L'assedio di Calais", "Dom Sébastien" und "Adelson e Salvini". Und auch die sekundierenden Partner können sich hören lassen: Adrian Sâmpetrian, Ildebrando d'Arcangelo, Matthew Polenzani sowie die süßstimmige Ekaterina Siurina, die in einem Duett aus "L'assedio di Calais" ihre vokalen Vorzüge am besten ausspielen kann.

Garanca demonstriert ihre glänzende Kunst nicht nur in Arien, sondern auch in kompletten Ensembleszenen. Mit ihrer leicht ansprechenden, tragfähigen Stimme bewegt sie sich elegant durch den Koloratur-Parcours des Trinklieds aus "Lucrezia Borgia", verleiht der machtbewussten englischen Königin Elisabetta aus "Maria Stuarda" härtere Konturen, schwärmt im empfindsamen Romanzenton aus Bellinis Erstling "Adelson e Salvini" und verziert die zweite Strophe der Cabaletta des Romeo aus "I Capuleti" geschmackvoll im Stil der Zeit . . . Der Dirigent Roberto Abbado ist Garanca ein aufmerksamer Partner . . .

Belcanto-Glück! . . . die zahlreichen Raritäten des Programms [geben] Elina Garanca Gelegenheit zu einem bravourösen Singen, das eine grosse Spannweite vokaler Anforderungen souverän durchmisst. Für die Ballata des Orsini aus "Lucrezia Borgia" hält die Künstlerin funkelnden Glanz und wiegende Geschmeidigkeit ebenso bereit, wie sie das Leiden der Sara ("Roberto Devereux") oder das der Zaida ("Dom Sébastien") mit Legato-Bögen von grosser Ruhe zu vermitteln vermag. Den Romeo ("I Capuleti e i Montecchi") dagegen stattet sie mit der vokalen Energie und natürlichen Frische eines verliebten Adoleszenten aus. Als Elisabetta ("Maria Stuarda") wiederum entfaltet sie Primadonnen-Virtuosität . . . wunderbar, wie leicht sie die Spitzentöne erreicht. Überhaupt gehört die Ebenmässigkeit der Tongebung in allen Lagen zu den besonderen Qualitäten dieser Stimme, die ein klares klangliches Profil . . . aufweist.

Sie singt anders, setzt nicht auf Schluchz-Posen und Schrei-Dramatik. Elina Garanca, der neue Stern am Mezzo-Himmel, bietet berührende Charakterstudien mit einer warmen, farbenreich leuchtenden Stimme. Die 32-Jährige aus Riga, elegant begleitet von Roberto Abbado, lässt Rossinis und Donizettis Belcanto fließen, strömen und fluten. Man nehme "Dopo l'oscuro nembo" aus Bellinis Erstling "Adelson e Salvini": absolut tonschön, keine Mätzchen. Nur Ruhe, Ernst und ein Pianissimo, das zu Herzen geht.

Tatsächlich führt die gerade mal 32-jährige Lettin auf der Bühne eine Vielseitigkeit vor, die verblüfft: Wer so Verschiedenes singt, kann doch nichts davon richtig singen. Oder? Oder! Bei jedem Auftritt, jeder Aufnahme zeigt sich die Sängerin perfekt vorbereitet. Dass dabei selbst bei ihrem CDRecital kein leicht verkäufliches Wunschkonzert herausgekommen ist, spricht für die Ernsthaftigkeit, mit der sie ihren Weg geht . . . Auf "Belcanto" klingt ihre Stimme goldrichtig. Eine Überraschung, die bisher für jede CD-Aufnahme der Lettin zutrifft . . . was für eine erstaunliche Höhe Elina Garanca zur Verfügung steht, weiß man seit ihrer herrlichen Adalgisa neben Edita Gruberovas "Norma". Das Orchester des Teatro Comunale di Bologna liefert unter Roberto Abbado dazu viel mehr als nur die Begleitmusik. "Belcanto" ist offenbar ein Produkt langfristiger Planung und gründlicher Vorbereitung.

. . . rien n'est forcé ou crié, tout est soigné, musical, élégant, lisse. Et rien n'est jamais "dit" non plus.