MEASHA BRUEGGERGOSMAN Night and Dreams 4778101

The voice itself is fascinating, all shifting colours and contours, and she luxuriates in the sound here . . . this delicately attuned soprano and her ever-wakeful pianist drift wherever Morpheus calls most beguilingly. The lullabies, serenades, evocations of moonlight and invocations to sleep are sweetly voiced . . .

Melodies from Mozart to Debussy unroll like bolts of velvet and silk, plush sound that transforms songs vastly different in style into variations on a theme called "beauty." Pianist Justus Zeyen's accompaniment lightly envelops the voice in a resonant haze that is richly pedalled, barely articulated. Brueggergosman, in turn, smoothes the songs' topographies, gentling the vocal inflections that quicken text, character and conflict, ensuring that Night and Dreams is the long and luscious lullaby its title promises.

With German-born pianist Justus Zeyen providing a sensitive musical partnership, this is a wonderfully varied program indeed! . . . Brueggergosman effortlessly captures the varying moods of each song. Her interpretation of Debussy¿s Beau Soir -- the opening track -- is magically lyrical, while Duparc¿s Phidylé soars with joyous intensity. In all, this is a most satisfying recording and further proof (if any were needed) of this soprano¿s enormous talents.

Musically Brueggergosman's legato and breath-control are admirable, interpretatively she brings out the antithesis between wholehearted rejoicing in the fulfilment of youth and awareness of death by skilful handling of dynamics and tone-colour. The two Duparc pieces are well contrasted. The two artists choose a tempo for "Chanson triste" which keeps the song moving without sacrificing any of its melancholy . . . [In "Phidylé"] the expansive spread of the voice is an advantage in the swelling erotic anticipation as that song moves towards its climax. Brueggergosman is equally successful in the weightless opening. The fast-moving word-setting of "Notre amour" taxes the singer, who is more at home in the quasi-improvisatory lines given to the voice in "Clair de lune", where her partnership with the essential melody contained in the accompaniment is impressive . . . The partnership of soprano and pianist is creative and fruitful throughout. The recording is suitably wide-ranging and catches all sides of the singer's personality.

. . . Measha Brueggergosman applies her profoundly communicative instrument to nocturnal-minded art songs. The intimate medium suits her perfectly, and her choice of French, German, and Spanish literature is both diverse and intriguing. Her Schubert is simply to die for.

. . . the Canadian soprano's irrepressible temperament keeps things lively, unpredictable . . .

Schon beim Mozart . . . brodelt es gewaltig unter der samtigen Oberfläche . . . [die intensiv gestalteten Schubert-Lieder beschwören] mit voller Inbrunst die dunklen Geister der Romantik herauf . . . [Brueggergosman vertraut] keineswegs allein auf ihre üppigen stimmlichen Mittel, sondern entwickelt alle Lieder zuerst aus dem Text, wodurch sie auch auf inhaltlicher Ebene eigene Akzente zu setzen vermag . . . dass die barfüßige Diva das Publikum trotz der meist melancholisch angehauchten Stimmung am Ende dennoch mit einem kollektiven Lächeln in die Münchner Nacht entlässt, spricht nicht nur für ihre Kunstfertigkeit als Gestalterin, sondern ebenso für die Sogkraft einer Stimme, von der man wohl noch einiges erwarten darf.

Der Sinn für Atmosphäre, Farbe, Stimmungen, den Brueggergosman in bemerkenswerter Weise hat, entfaltet sich in langen Bögen, ganzen Liedern. Eine Reise in das Herz der Nacht. Bei Mozart nimmt sie ihren Anfang, und die wunderbare "Abendempfindung an Laura" . . . gerät zum ersten Höhepunkt. Auch Schubert ist damit schon bestens vorbereitet, Brueggergosmans fahle Tongebung im "Nachtstück" überzeugt. Dort, wo die Dunkelheit mediterraner wird und schwer nach Blumen duftet, fühlt sich diese Sängerin aber noch wohler. In den "Mélodies" Henri Duparcs etwa . . . Und bei Joaquín Turina darf die Sopranistin sein, was sie am liebsten wäre: ein Vulkan, der Liebe speit . . . Auch ihr großes theatralisches Talent kann sie hier ausspielen . . . Brueggergosman [bringt] die Sopran-Lieder von Richard Strauss zum Flirren, Glitzern, Luxurieren . . .

Die Sängerin hat eine ungewöhnlich schöne Stimme und reiche Ausstrahlung . . . ihr "Nacht und Träume" überschriebenes Programm . . . [hat Brueggergosman] romantisch getönt und hingebungsvoll gesungen. Auch zu Schubert kommt sie . . . durch den schönen, weichen Klang ihres Organs. Das war schon sehr suggestiv, wie sie die Farben und Töne formt, sie sublim aufquellen lässt. Wie sie Stimmungen und Empfindungen mit der Klangfarbe gestaltet. Eher spätromantisch ließ sie drei Schubert-Lieder strömen, eingehüllt in einen Klang von großer farblicher Verführungskraft. Eine Stimme von großer Reinheit und Schmiegsamkeit. Das französische Idiom liegt ihr ausgezeichnet, dazu passt der samtig warme Klang ihrer Stimme bestens . . . Farbenstark fließende Hymnik und weit strömende Emphase brachte die Sopranistin dabei mit unerhört weichem Legatostrom in Schwingung. Dabei wusste sie die Stille und das Geheimnisvolle dieser nächtlichen Lieder ganz bezwingend einzufangen mit betörend weichen Pianissimi, neben glutvollen Aufschwüngen. Das dunkle Timbre ihrer Stimme war ideal, um den glühenden Klang von Joaquín Turinas "Tres sonetos" authentisch zu gestalten, um das ornamentreiche spanische Feuer von "A unos ojos" zu entzünden. Mit der hedonistischen Melodienwelt von Richard Strauss hat ihre Stimme eine ganz besonders glückliche Beziehung. In sanft durchflutetem Wohlklang erfüllte sie ausgewählte Strauss-Lieder . . . Große Suggestivkraft gab Measha Brueggergosman dem Regungslosen und Geheimnisvollen dieser Lieder, gab ihnen visionäre Weite und Ruhe. Große Sehnsüchte ließ sie dabei aufglühen . . .

Measha Brueggergosman ist eine der prominentesten musikalischen Botschafterinnen Kanadas. Ihre große Anhängerschaft liebt sie nicht nur wegen ihres glamourösen Auftretens, sondern vor allem wegen ihrer begnadeten Stimme.

Measha Brueggergosman ist auf dem besten Wege, die Nachfolgerin von Jessye Norman zu werden. Sie teilt mit ihr nicht nur das Temperament, die Stimmgewalt und die eiserne Disziplin -- sie hat auch eine Leidenschaft fürs Lied . . . Man glaubt es Measha Brueggergosman auf Anhieb, dass die knapp viereinhalb Minuten der "Abendempfindung an Laura" sie so viel Blut, Schweiß und Tränen gekostet haben wie kein anderes Lied auf ihrem neuen Album "Night and Dreams" . . . Brueggergosman kann eben nicht nur die zarten, silbernen Töne für Mozart und Strauss, sondern auch die dunkleren und manchmal abgründigen Gefühle der Romantik.

Stimmungsvoll und überwiegend kontemplativ ist die Liederauswahl, und die Stimme Brueggergosmans mit ihrer dunkel-samtenen Farbe sorgt für eine überaus stimmungsvolle Interpretation. Debussys "Beau soir" singt sie mit fließendem Klang und abgedunkelten Tönen, für Strauss' "Die Nacht" bringt sie ein exemplarisches Legato und die Fähigkeit zur Expansion großer Bögen mit, Duparcs "Chanson triste" gestaltet sie mit poetisch durchdrungenem Vortrag, in Schuberts "Nachtstück" fasst sie die Grundstimmung des Textes in einen wunderbar düster-schmerzlichen Klang, und Francis Hilmes "Anoiteceu" interpretiert sie höchst individuell, fast onomatopoetisch. Besonders liegen ihr die französischen Mélodies, die ideal zu ihrem sehr klangsinnlichen Gesang passen, zudem bei bravouröser Bewältigung der heiklen Nasallaute . . . Exzellente Unterstützung erfährt sie von Justus Zeyen am Klavier, der ebenfalls in dunklem Farben auf der Tastatur malt . . . [das] Klangbild passt . . . wunderbar zur intimen Atmosphäre der Platte.

. . . ein in der Auswahl berückend schönes, von Justus Zeyen zartfühlend begleitetes Liedalbum . . .


Brueggergosmans große Gesangskunst entfaltet sich besonders in den atmosphärisch-ruhigen Stücken. Wie eine Hypnotiseurin fesselt die Sängerin ihre Zuhörer und beschwört nächtliche Welten herauf -- mit allem, was eine hervorragende Liedinterpretin ausmacht: mit Stimmfarben, Laut-leise-Effekten und subtilem Phrasieren der Melodiebögen. Einer der Höhepunkte auf dieser CD ist Mozarts "Abendempfindung" . . . Insgesamt ist diese Aufnahme der beste Beweis dafür, wie kurzweilig und ergiebig thematisch konzipierte CD-Programme sein können. Bitte mehr davon!

Die Vieldeutigkeit, Ungreifbarkeit der Nacht erfüllt sie mit prallem, warmem [Ton] . . . ein interessantes Album, das eine eigenwillige und entwicklungsfähige künstlerische Persönlichkeit fernab ausgetretener Pfade zeigt.

Dieses Album verdient Respekt: Ein Programm mit Liedern in sechs Sprachen und einer stilistischen Bandbreite vorzulegen, die von Mozart und Schubert über Fauré und Wolf bis zu Poulenc und Strauss reicht, ist kein bequemer Weg, um sich als Sängerin zu profilieren. Und er ist auch dann nicht bequem, wenn man eine so schöne Stimme besitzt wie Measha Brueggergosman: einen farbenreichen Sopran mit satter Tiefe und natürlichem Vibrato, das die Töne auch bei großer Lautstärke blühen lässt . . . De Fallas "Nana" und Montsalvatges "Cancion de Cuna" singt Brueggergosman einlullend schön . . . Am besten geraten erwartungsgemäß die größer angelegten Stücke wie Liszts "Oh! Quand je dors" und Duparcs "Phidylé" . . .

Eindringlich gelingen der Sopranistin die leisen, vertraulichen Lieder, für die Justus Zeyen am Flügel der ideale Partner ist.

Kaum tippt die Stimme den ersten Ton an, schon spielt sie mit Farbe und Licht, eben hat sie ein fein angerautes Mittelregister in Reynaldo Hahns "L'Heure exquies" vorgestellt, da fliegt sie bereits in überwältigende Höhen aus. Kurioserweise ist es Mozarts "Abendempfindung an Laura", mit der sich Brueggergosmans Stimme gleichsam nach innen wendet; sie überdreht nicht, sie lässt vor allem Randschwingungen hören . . .

Stimmungsvoll und überwiegend kontemplativ ist die Liederauswahl, und die Stimme Brueggergosmans mit ihrer dunkel-samtenen Farbe sorgt für eine überaus stimmungsvolle Interpretation. Debussys "Beau soir" singt sie mit fließendem Klang und abgedunkelten Tönen, für Strauss' "Die Nacht" bringt sie ein exemplarisches Legato und die Fähigkeit zur Expansion großer Bögen mit, Duparcs "Chanson triste" gestaltet sie mit poetisch durchdrungenem Vortrag, in Schuberts "Nachtstück" fasst sie die Grundstimmung des Textes in einen wunderbar düster-schmerzlichen Klang, und Francis Himes "Anoiteceu" interpretiert sie höchst individuell, fast onomatopoetisch. Besonders liegen ihr die französischen Mélodies, die ideal zu ihrem sehr klangsinnlichen Gesang passen, zudem bei bravouröser Bewältigung der heiklen Nasallaute . . . Exzellente Unterstützung erfährt sie von Justus Zeyen am Klavier, der ebenfalls in dunklen Farben auf der Tastatur malt . . . [das Klangbild passt] wunderbar zur intimen Atmosphäre der Platte.

Unter dem Titel "Night and Dreams" legte sie eine Hitsammlung verträumter Lieder von Schubert, Debussy und Strauss bis hin zu Warlock vor, bei der sie ihren farbenprächtigen Sopran wortdeutlich und hochmusikalisch einsetzt . . .

"Night And Dreams" verspricht Measha Brueggergosman auf ihrem neuen Album, und die Lieder darauf bieten tatsächlich eine traumhafte Reise zu selten angesteuerten Arealen . . . was zählt, ist der individuelle Ausdruck. Selbst Liedgesang-Verächter könnte das überzeugen . . . Darstellerisch überzeugt die Kanadierin ebenso wie stimmlich . . . Mit ihrem Pianisten Justus Zeyen hat sie einen feinnervigen Sekundanten gefunden.

Üppig, schillernd, zart und ungemein verführerisch ist ihre Stimme, mit der sie nun Nacht- und Traumstücke präsentiert . . . Die Stilwechsel sind immer wieder ein Schock- und ein Vergnügen: Weil man in diesem Gemischtwarenladen hört, wie sie mit ihrer Stimme zu spielen versteht. Weil ihre Persönlichkeit eben doch über all die Brücken hinwegführt . . . Wenn es eine Stimme verdient, ganz groß herauszukommen, dann diese.

Die Stimme der 32-Jährigen ist enorm -- sie kann zeitvergessen träumen (Debussys »Beau Soir«) und in vollsatten Fortissimo-Höhen schwelgen (Liszts »Oh! Quand je dors«). Das Beste ist aber »Canción de cuna para dormir« des 2002 verstorbenen Spaniers Xavier Montsalvatge -- Brueggergosman macht daraus eine leise, schräge, bluesige, sinnlich pulsierende Habanera. Stark!

Sie vereinen scheinbar vollkommen gegensätzliche Klangwelten durch ihre pure zu jeder Zeit unverstellte Musikalität. Von Künstlichkeit und hochtrabendem Konzept ist nichts zu spüren, der Hörer wird gleichsam Reisender auf einem bewegenden Gang durch Ton und Zeit. Das klingt seltsam entrückt und abgehoben, passt aber zur starken Sängerpersönlichkeit von Brueggergosman. Das Programm ihrer CD "Night and Dreams" scheint ihr viel zu bedeuten, ist liebevoll ausgewählt -- das hört man in jeder Note. Diese Authentizität nimmt für sich ein . . . Brueggergosman ist eine Meisterin der Farben. Das kommt ihr besonders in den französischen Liedern zu Gute. Mit Debussys "Beau Soir", Faurés "Claire de lune", Duparcs "Phidylé" und Hahns "L'Heure exquise" kann sie lautmalerisch tätig werden, zieht sie sämtliche Register vom zarten Wispern bis zum vollen Ton. Ein Höhepunkt der Zusammenstellung ist auch Montsalvatges "Canción de cuna parar dormir a un negrito". Den liebevoll fließenden Grundton dieses Wiegenliedes stützt die Sopranistin mit einer Art "stummem Swing". Mit Justus Zeyen steht Brueggergosman ein kongenialer Partner am Klavier zu Seite, der es versteht, sich dezent zurückzuhalten und dann im richtigen Moment durch den Gesang hindurch zu leuchten. Die beiden Künstler musizieren einfühlsam miteinander, geben, nehmen und fordern im Sekundentakt. Die Brillanz von Zeyens Spiel strahlt besonders in Richard Strauss' "Wiegenlied" durch: Die Läufe perlen mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit und bereiten einen Klangteppich, auf dem sich Brueggergosman nach Herzenslust räkeln kann . . . "Anoiteceu" des brasilianischen Komponisten Francis Hime ist purer Klangzauber und mit Peter Warlocks "Sleep" setzt die Sopranistin ein klares Statement an das Ende ihres zweiten Albums bei der Deutschen Grammophon.