Water

Hélène Grimaud ergründet die Kraft und die Schönheit des Wassers in einer atmosphärischen, experimentellen und zutiefst persönlichen neuen Aufnahme für Deutsche Grammophon – Erscheinungsdatum: 29. Januar 2016

Hélène Grimauds neuestes Album für Deutsche Grammophon, das von Nitin Sawhney produziert wurde, ist inspiriert von ihrer Faszination für die kostbarste Gabe der Natur. Water, das weltweit am 29. Januar 2016 erscheinen wird, bietet eine schöpferische Auseinandersetzung mit den Manifestationen des Wassers, von gewaltigen Ozeanen und großen Seen bis zu Regentropfen und Schneeflocken. Und es regt die Zuhörer an, die wachsende Gefährdung von Qualität und Verfügbarkeit dieses lebenswichtigen Elements wahrzunehmen.

»Die Idee, dieses Album aufzunehmen, entstand wirklich durch die Faszination, die das Wasser offenbar auf so viele Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts ausübte«, erklärt Grimaud. Dies war nicht nur die Keimzelle einer neuen Aufnahme, sondern entwickelte sich auch zu einem Projekt der Pianistin mit dem Turnerpreisträger Douglas Gordon. Sie schufen ihre ortsgebundene Installation tears become… streams become… für die Wade Thompson Drill Hall in der New Yorker Park Avenue Armory im Dezember 2014. Das in der New York Times als »ein packendes Werk von kühner Originalität« beschriebene Projekt verband Elemente von bildender Kunst, Musik und Architektur, wobei Grimauds dem Wasser gewidmetes Programm im Mittelpunkt stand. Gordon verwandelte die gewaltige Drill Hall, indem er den riesigen Fußboden allmählich flutete und so den Eindruck einer, wie er es nannte, endlosen »Wasserfläche« schuf, die den Flügel, auf dem Grimaud spielte, völlig einschloss.

Das Album bietet Werke von neun Komponisten: Es beginnt mit Berios Wasserklavier, dann folgen Takemitsus Rain Tree Sketch II, Faurés Barcarolle Nr. 5, Ravels Jeux d’eau, »Almería« aus Albéniz’ Iberia, Liszts Les Jeux d’eau à la Villa d’Este sowie der erste Satz von Janáčeks In den Nebeln, bevor Debussys La cathédrale engloutie den Abschluss bildet. Die zahllosen Reflexionen über die Eigenschaften des Wassers wurden live während der Installation in der Armory eingespielt. Sieben »Überleitungen«, die von Sawhney neu komponiert, aufgenommen und produziert wurden, verbinden die einzelnen Stücke und fügen sie in das Gesamtkonzept des Albums ein. Grimaud zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten Komponisten, DJ und vielseitigen Instrumentalisten. Sie rühmte seine Fähigkeit, die »universelle Abhängigkeit des Menschen vom kostbarsten Rohstoff unseres Planeten« deutlich zu machen und »kontrastierende poetische und philosophische Aspekte in ein einziges zusammenhängendes musikalisches Ökosystem« zu verweben.

Jedes Stück auf diesem Album entfaltet sich als Teil eines klanglichen »Stroms«, der als Mischung von klassischen und zeitgenössischen Kompositionen aufgebaut ist, in seiner Gesamtästhetik aber experimentellen Charakter hat.

Hélène Grimaud ist nicht nur eine der gefeiertsten Pianistinnen der Welt, sondern auch eine unermüdliche Kämpferin für ökologische Anliegen. So hat sie beispielsweise das Wolf Conservation Center gegründet, das auf die Bedeutung und den Stellenwert dieser großen Raubtiere in unserem Ökosystem aufmerksam macht. In Water hat die kenntnisreiche Pianistin ihre Liebe zur Musik und ihr Engagement für die Natur auf einzigartige Weise vereint.