DONIZETTI Roberto Devereux Haider DVD-VI

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GAETANO DONIZETTI

Roberto Devereux
Edita Gruberova · Albert Schagidullin
Jeanne Piland · Robert Aronica
Der Chor der Bayerischen Staatsoper
Das Bayerische Staatsorchester
Friedrich Haider
Staged by Christof Loy · Directed by Brian Large
Int. Release 02 Jun. 2006
1 DVD-Video
DVD-VIDEO NTSC 0440 073 4185 8 GH
STEREO: PCM / SURROUND: DTS 5.1 · Picture Format: 16:9
Subtitles: Italian/German/English/French/Spanish/Chinese
A HDTV-Coproduction of Unitel/Bayerischer Rundfunk/
Classica
Edita Gruberova stars in Christof Loy's innovative staging of Donizetti's Roberto Devereux


Tracklisting

Gaetano Donizetti (1797 - 1848)
Roberto Devereux

2.
6:20

Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Act 1

Jeanne Piland, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Jeanne Piland, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Edita Gruberova, Jeanne Piland, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Edita Gruberova, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Manolito Mario Franz, Jeanne Piland, Edita Gruberova, Nikolay Borchev, Steven Humes, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Edita Gruberova, Jeanne Piland, Manolito Mario Franz, Steven Humes, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Roberto Aronica, Edita Gruberova, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Edita Gruberova, Roberto Aronica, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Albert Schagidullin, Roberto Aronica, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Albert Schagidullin, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Manolito Mario Franz, Albert Schagidullin, Roberto Aronica, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Albert Schagidullin, Roberto Aronica, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Jeanne Piland, Roberto Aronica, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Act 2

Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Edita Gruberova, Manolito Mario Franz, Steven Humes, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Albert Schagidullin, Edita Gruberova, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

24.
4:17

Edita Gruberova, Roberto Aronica, Albert Schagidullin, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Albert Schagidullin, Roberto Aronica, Edita Gruberova, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Friedrich Haider, Andrés Máspero, Bayerisches Staatsorchester

Edita Gruberova, Roberto Aronica, Albert Schagidullin, Manolito Mario Franz, Steven Humes, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Act 3

Jeanne Piland, Albert Schagidullin, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Albert Schagidullin, Jeanne Piland, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

29.
3:14

Jeanne Piland, Albert Schagidullin, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Roberto Aronica, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Roberto Aronica, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Edita Gruberova, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Edita Gruberova, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider

Edita Gruberova, Manolito Mario Franz, Jeanne Piland, Albert Schagidullin, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Edita Gruberova, Bayerisches Staatsorchester, Friedrich Haider, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Andrés Máspero

Gesamtspielzeit: 2:07:36

Die im Winter 2004 entstandene Inszenierung zählt heute unbestritten zu den größten Erfolgen der Staatsoper in den letzten Jahren und darf als Musterbeispiel für gelungenes, zeitgemäßes Musiktheater gelten . . . In Sachen Belcanto hat sich Friedrich Haider inzwischen viel Kompetenz erworben. Die ist hörbar und vor allem in der Begleitung der Gesangsstars von unschätzbarem Wert. Doch bereits in der Ouvertüre kündigt sich an, dass sein Selbstverständnis darüber hinaus reicht: Delikat und schlank hält er das Bayerische Staatsorchester und den Staatsopernchor zu immer wieder von belebendem Brio angeheizten Leistungen an . . . Mit Albert Schagidullin ist der Nottingham ebenfalls alternativ, aber umso attraktiver besetzt. Er fasziniert durch einen natürlichen, schlank geführten, im Timbre kernigen Bariton mit leuchtfähiger Höhe- und überzeugende Bühnenpräsenz. In jeder Hinsicht Respekt gebietet die Leistung von Jeanne Piland. Mit warmem, über die Register sauber verblendetem Mezzo bildet sie stimmlich einen schönen Kontrast zur Gruberova. Die Rolle der Sara eröffnet ihr eine breite Palette der Emotionen, die sie auch musikalisch beeindruckend für sich zu nutzen weiß. Brian Large hat das alles mit gewohnter Meisterschaft für die DVD eingefangen. Die Bildregie gewinnt gerade in einer mit derartiger Detailschärfe inszenierten Oper wie dem Münchner ¿Roberto Devereux¿ zentrale Bedeutung. Insofern kommen viele Einzelaspekte letzten Endes vielleicht noch beeindruckender über die Rampe, als es in der Bühnentotale im Theater ohnehin schon war. Mit welcher Hingabe Edita Gruberova jede einzelne Phrase ihres Vortrags zum Ereignis macht, verdient Bewunderung. Nuancen der Intonation, berückend schöne Piani und ihr geradezu singuläres Messa di voce erfüllen stets eine lebendige stimmgestalterische Funktion. Mit der Erfahrung der Jahre weiß sie das Basisvokabular des Belcanto mit Seele und Persönlichkeit zur Erfüllung zu bringen . . . Edita Gruberovas Königin von England gehört zu diesen zutiefst bewegenden Bühnenerlebnissen, die ein Haus zum Kochen bringen: sie ist schlichtweg hinreißend.

. . . Donizettis "Roberto Devereux" (Universal) steht ganz im Zeichen Edita Gruberovas kühner Analyse einer alternden Frau -- verblüffend die Melange aus Spiel und Gesang.

Jeanne Piland gibt der Sara di Nottingham ruhige Gefasstheit -- eine starke Frau, die einer stärkeren unterliegt. Als Devereux stellt Roberto Aronica die Premierenbesetzung Zoran Todorovich zumindest vokal deutlich in den Schatten; überzeugend auch Albert Schagidullin als Duke of Nottingham . . . Friedrich Haider am Pult des schlank besetzten und ebenso musizierenden Bayerischen Staatsorchesters entledigt sich seiner Aufgaben mit bester kapellmeisterlicher Akribie, vermittelt darüber hinaus vor allem in der Begleitung seiner Gattin Edita Gruberova aber auch die der Partitur doch innewohnende Doppelbödigkeit.

Ein Erlebnis für Freunde des Belcanto, nicht zuletzt wegen der im virtuosen Ziergesang brillierenden Edita Gruberova (Elisabeth).

. . . "Roberto Devereux" bietet mehr als ein reines Stimmenfest ¿ die Produktion . . . geht auch szenisch unter die Haut. Seine Spannung bezieht Christof Loys Regiekonzept daraus, dass es ein Kammerspiel, zuletzt gar ein Seelendrama in einem "öffentlichen" Raum stattfinden lässt . . . Mag Roberto Aronica der Titelrolle einen verlässlichen Tenor leihen, mögen sich Albert Schagidullin (Nottingham) mit präzise fokussiertem Bariton und Jeanne Piland (Sara) mit dunklem Mezzosopran gut in die vokal-dramaturgische Konstellation einfügen ¿ es ist doch Edita Gruberova als Elisabetta vorbehalten, zu demonstrieren, was höchste Belcanto-Kunst bedeutet: expressiv gestaltete Verzierungen, eine den Klang differenzierende Phrasierung und scheinbar unerschöpfliche dynamische Nuancen. Das alles versteht sie, unterstützt vom einfühlsam begleitenden Dirigenten Friedrich Haider und hervorragend ins Bild gesetzt von der TV-Regie (Brian Large), mit darstellerischer Intensität zu vereinen.

Bayerns Staatsoper hob einen Schatz aus dem Belcanto-Tresor: die in Gaetano Donizettis tiefster Lebenskrise entstandene Oper `Roberto Devereux¿, ein Meisterwerk, nicht nur was den dramaturgischen Aufbau, sondern auch den Formenreichtum der Musik betrifft . . . Was Edita Gruberova in der Rolle der Elisabetta in der Aufführungsserie (Mai 2005) der Neuproduktion im Nationaltheater vorführte, war dramatisches spannendes Musiktheater, Belcanto im wahrsten Sinne des Wortes. Staunenswert die Vitalität der Sopranistin und ihre immer noch fabelhafte gesangstechnische Virtuosität. Immer steht die Belcanto-Brillanz, der hochvirtuose Ziergesang im Dienste des dramatischen Ausdrucks. Ein Glanzstück der Oper ist das Duett mit Roberto. Mit welcher Differenziertheit im Ausdruck verstand Donizetti doch musikalisch die unechte Liebesbeziehung zu charakterisieren. Faszinierend Elisabeths große Finalszene, das von der Gruberova fabelhaft artikulierte a-Moll-Lamento der Kavatine samt den unterbrochenen melodischen Fortführungen und weiten Sprüngen der Intervalle. Eine innerlich erstarrte zwischen Liebe und Staatsraison hin und hergerissene Königin ist am Ende ihrer Karriere dem Wahnsinn nahe. Den musikalischen Rang der Münchner Inszenierung unterstreicht auch die für Donizettis so eminent wichtige Balance aller musikalischen Charaktere. Niveauvoll die Besetzung mit dem atemstark strahlenden Tenor von Roberto Aronica als untreuer Liebhaber Roberto und dem prägnant artikulierenden Albert Schagidullin als rachsüchtiger Herzog von Nottingham. Jeanne Piland als Sara, die unglückliche Gattin Nottinghams, kostet das Melos in allen Nuancen aus. Gaetano Donizettis klassisch gearbeitete Partitur, das wechselvolle Nebeneinander von Strenge, Leidenschaft und melodienseligen Abschnitten, ging dem Dirigenten Friedrich Haider am Pult des Bayerischen Staatsorchesters glänzend von den Händen. Christof Loy (zum Regisseur des Jahres 2003 gekürt) bringt den Fall der Königin Elisabeth wie ein psychologisch-musikalisches Kammerspiel auf die Bühne, das mit analytisch geschärftem Blick das Gefühlsleben der Figuren kontrastscharf beleuchtet. Die Bühne von Herbert Murauer kommt mit einem sachlich funktionell anmutenden Einheitsbild aus: strenge Räumlichkeit als parlamentarisches Foyer, in dem sich die im Business Look kostümierten Figuren sehr natürlich bewegen. Die Konzentration auf das Wesentliche, das agile Spiel von Bewegungen, Blicken und Gesten im Beziehungsgeflecht der beiden Paare korrespondiert mit der von Donizetti beabsichtigten Verdichtung des musikalisch-szenischen Zusammenhangs . . . Christof Loy hält mit seiner psychologisch motivierten Sicht die Produktion aus jeglicher historisch verstaubten Schwerfälligkeit heraus. Brian Large Bildregie hält sich fern von penetranter Hinweishaftigkeit. Was er in Ausschnitten optisch anbietet, macht Sinn, wirkt selten aufgesetzt. Die klanglichen Fieberkurven der Gruberova werden szenisch wie musikalisch faszinierend festgehalten. Optisch in jedem Fall ein Vergnügen, nicht zuletzt durch die farbtreue Kontraste garantierende HDTV Koproduktion von Unitel, Bayerischem Rundfunk und Classica (Premiere).

. . . la aportación sensacional de Edita Gruberova.