WAGNER Parsifal / Thielemann

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RICHARD WAGNER

Parsifal
Johan Botha · Michaela Schuster
Wolfgang Koch · Stephen Milling
Staatskapelle Dresden
Christian Thielemann

Stage Director: Michael Schulz
Video Director: Brian Large
Int. Release 24 Jul. 2013
2 DVD-Videos
0440 073 4939 7 2 DVD-VIDEOs NTSC GH2
STEREO: PCM / SURROUND: DTS-HD Master Audio 5.0
Picture Format: 1080i High Definition / 16:9
Filmed live in High Definition
Subtitles: German/English/French/Spanish/Chinese
Korean/Japanese
A co-production of ORF, 3SAT and UNITEL in
cooperation with Osterfestspiele Salzburg and CLASSICA


Tracklisting

DVD 1: Wagner: Parsifal

Richard Wagner (1813 - 1883)
Parsifal

1.
1:25

Act 1

2.
10:09

Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Derek Welton, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Annika Sophie Ritlewski, Michaela Schuster, Carolin Neukamm, Thomas Ebenstein, Derek Welton, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Wolfgang Koch, Derek Welton, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Mauro Peter, Attilio Glaser, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Annika Sophie Ritlewski, Carolin Neukamm, Mauro Peter, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Annika Sophie Ritlewski, Carolin Neukamm, Mauro Peter, Attilio Glaser, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Annika Sophie Ritlewski, Carolin Neukamm, Johan Botha, Thomas Ebenstein, Mauro Peter, Attilio Glaser, Derek Welton, Stephen Milling, Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Johan Botha, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Johan Botha, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Milcho Borovinov, Stephen Milling, Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Milcho Borovinov, Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Rachel Frenkel, Stephen Milling, Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Gesamtspielzeit: 1:35:06

DVD 2: Wagner: Parsifal

Richard Wagner (1813 - 1883)
Parsifal

Act 2

Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Wolfgang Koch, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Wolfgang Koch, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Wolfgang Koch, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Eva Liebau, Annika Sophie Ritlewski, Theresa Holzhauser, Bele Kumberger, Chiara Skerath, Carolin Neukamm, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Eva Liebau, Annika Sophie Ritlewski, Theresa Holzhauser, Bele Kumberger, Chiara Skerath, Michaela Schuster, Carolin Neukamm, Johan Botha, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Johan Botha, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Johan Botha, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Johan Botha, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Johan Botha, Wolfgang Koch, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Act 3

13.
4:36

Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Michaela Schuster, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Johan Botha, Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Stephen Milling, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Wolfgang Koch, Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Johan Botha, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Sächsischer Staatsopernchor, Chor der Bayerischen Staatsoper München, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

24.
2:06

Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann

Gesamtspielzeit: 2:26:08

. . . [the Dresdeners] have the flexibility, the fleetness and the modesty to breathe with the singers, and to step back when necessary. Thielemann makes the most of this . . . his Parsifal is definitive. Every detail is superlatively controlled, sober and transparent. Every word of the text is clearly audible . . . it is beautiful, and as close to perfection as humans can get . . . Thielemann and his orchestra received enthusiastic cheers . . .

. . . [die Staatskapelle überzeugte] mit schönsten Klangmischungen . . . Die Staatskapelle und Thielemann haben die Feuertaufe ohne jede Frage bestanden . . .

Frenetischer Jubel für Christian Thielemann, enthusiastischer Applaus für alle Mitwirkenden. Wagners umstrittenes Bühnenweihfestspiel 'Parsifal' wird unter dem Dirigat Christian Thielemanns, der Regie von Michael Schulz in Kooperation mit den surrealen Bühnenbildern und symbolischen Kostümen Alexander Polzins, der verfremdenden Lichtkonzeption Urs Schönebaums und der tänzerischen Visualisierung menschlichen Unterbewusstseins (Choreographie Annett Göhre) zum Gesamtkunstwerk, das . . . in der konzeptionellen Umsetzung viel Tiefgang beweist und einiges Einfühlungsvermögens bedarf . . . Unter dem Dirigat von Christian Thielemann entwickelt sich das statisch majestätische Weihespiel zur flirrenden Klangkomposition mit glasklaren Tonstrukturen. Aus hauchzartem Pianissimo entfachen sich geradezu kosmische Klangexplosionen, durchdrungen von klaren Bläserlinien und vibrierenden Streichern. Die exakte Dramaturgie der Generalpausen dynamisiert würdevolle Festlichkeit, erst recht die Leidenschaftlichkeit der Klangwogen. Die Chöre (Pablo Assange) entführen in himmlische Sphären, aus dem Off in akkadische Ferne. Den Blumenmädchen gelingt stimmliche Verführung pur. Ausnahmslos Weltklasse sind die Sänger. Überragend Johan Botha in der Titelrolle als Fels in der Brandung. Wolfgang Koch sowohl als Klingor als auch als Amfortas mit durchdringender Stimmgewalt, kein bisschen siechend. Stephen Milling als Gurnemanz phrasiert mit wohltönenden Basstimbre. Michaela Schuster entschädigt als Kundry mit zirzensischer Höhe fehlende Expression in der Tiefe.

Fast immer kommt die Qualität der Sänger zur Geltung, wobei hier Stephen Milling (Gurnemanz) als glanzvolle Fusion aller Vokalqualitäten besondere Erwähnung finden muss. Auch leisten die -- links und rechts vom Publikum postierten -- Chöre der Bayerischen und Sächsischen Staatsoper so intensive wie subtile doppelchörige Arbeit.

. . . ein warmer, seidiger, sehr oft überraschend wunderzart-leiser Opernton. Thielemanns "Parsifal" trumpft nicht auf, sondern forscht in die Tiefe des Klangs. Was er zutage fördert, sind mannigfache Details an "unerhörten" Klangwirkungen, Farbmischungen, Nuancierungen oft einer einzelnen Linie oder subtilster Wechselspiele, die die Raffinessen der Wagner¿schen Instrumentierungskunst sagenhaft leuchten lassen. Das Orchester versteht sich, so gesehen, als Diener am Werk und am Willen seines Chefs -- und rückt gerade dadurch in den Fokus feinnerviger Höraufmerksamkeit . . . Der majestätische Aufmarsch der Gralsgesellschaft hat in allem Würde und Energie, nie blockhafte Wucht. Alles lebt und pulsiert.

Das Orchester, von Wagner selbst einst als seine "Wunderharfe" bezeichnet, ist ideal für dieses Repertoire. Fast immer präzise, farbenprächtig, nuanciert, ausgefeilt in der Balance und klanglich geradezu vollendet ertönt "Parsifal" im Großen Salzburger Festspielhaus . . . Dieser Klangkörper mit den samtenen Streichern und den fabelhaften Bläsern zählt zu den besten der Welt . . . Die Musiker lesen ihrem Chefdirigenten jeden Wunsch von den Fingern ab . . . Thielemann [zelebriert] die Schönheiten dieser Oper, ohne dabei je an Substanz, an Tiefgang zu verlieren. Da gibt es sie wieder, seine berühmten Generalpausen, etwa vor dem Karfreitagszauber, die Fermaten, die er auskostet, die Rubati. Beeindruckend sind auch immer wieder seine Pianissimi und die Versuche, mit den Sängern die schwierigsten Passagen wie zarte Lieder zu gestalten. Hier atmen Dirigent, Musiker und alle Beteiligten auf der Bühne gemeinsam . . . Die Besetzung ist gut . . . Johan Botha singt den Parsifal klar, sicher in der Höhe, ganz linear und mit der nötigen heldischen Durchschlagskraft. Stephen Milling ist ein mächtiger Gurnemanz mit exzellenter Tiefe . . . Der Chor (aus Dresden und aus München) singt beeindruckend.

Christian Thielemann eröffnet mit einer fulminanten Interpretation von Richard Wagners "Parsifal" seine ersten Osterfestspiele in Salzburg . . . Seine Erfahrungen mit dem gedeckten Orchestergraben in Bayreuth, für den Wagner seinen "Parsifal" komponiert hatte, setzte Thielemann in Salzburg souverän um. Auch hier zielte er auf den für Bayreuth typischen homogenen Mischklang, führte er die Staatskapelle Dresden zu subtilen Klangverschmelzungen und geradezu impressionistischen Farbmischungen. Nicht zuletzt nutzte er die akustischen Vorzüge des Großen Festspielhauses, um mit den Sachsen einen betörenden Pianozauber zu entfalten. Sein "Parsifal" klang über weite Strecken wie ein Konversationsstück, bei dem die Sänger kaum je forcieren mussten. Stephen Milling konnte als wortdeutlicher Gurnemanz einen natürlichen Erzählerton ohne salbungsvolles Pathos anschlagen. Johan Botha glänzte als Titelheld mit strahlendem Tenor. Michaela Schuster, die ihre erste Kundry 2003 in Graz gesungen hatte, gestaltet ihren Part mit größter Eindringlichkeit . . . Phänomenal klang die Vereinigung der Chöre der Dresdner und Münchner Staatsoper.

Mit Richard Wagners "Parsifal" gab er . . . einen überzeugenden Einstand . . . Musiziert wurde auf höchstem Niveau. Diesen süffig-seidenen Streichersound macht der Staatskapelle unter ihrem neuen Chef so leicht keiner nach. Und Thielemann, vielleicht der größte Wagner-Dirigent unserer Tage, kostete alle Schönheiten der sphärischen, ins Ungefähre ausgreifenden Klangsprache dieses "Bühnenweihfestspiels" voll aus . . . Am überzeugendsten, auch darstellerisch, agierte Wolfgang Koch als Amfortas.

Das Orchester enttäuschte die hohen Salzburger Erwartungen nirgendwo. Nicht nur einzelne markante Stellen kristallisieren sich effektvoll heraus, die dynamische Spannung lässt unter Thielemann in Wagners elendslangem Weihefestspiel nie nach. Der Mittelakt in Klingsors Zaubergarten wird sogar recht zügig, doch am meisten verblüffen die zärtlichen, ja geheimnisvoll leisen Töne, zumal Thielemann die teuflische Akustik des riesengroßen Festspielhauses souverän im Griff hat. Die Sänger, niemals zugedeckt, erscheinen liebevoll begleitet und lassen keine Wünsche offen. Michaela Schuster wechselt souverän die Stimmlagen, Johan Botha ist konventionell als Wagnertenor, Stephan Milling ein wortdeutlicher warmer Gurnemanz, Wolfgang Koch überzeugt in der Doppelrolle des leidenden Gralskönigs Amfortas und des bösen Zauberers Klingsor.

. . . [Milcho Borovinov als Titurel] überzeugte mit Präzision und stimmlicher Sauberkeit . . . Vom ersten Ton an sprudelten Kostbarkeiten aus dem Graben -- ein samtiger Streicherklang, Präzision und Ausgewogenheit bei den Bläsern, wohlklingendes Holz, bestens abgemischtes Blech . . . das Schlagwerk geradezu dezent eingebunden bis hin zum dann alles überbordenden Glockenklang. Überhaupt die Dynamik, die Übergänge -- als wäre es für Thielemann gerade in dieser Entsagungsoper die größte Lust gewesen, mit Charme ohne Ende zu punkten. Wie nebenher legte er mit feinem Gespür noch den Boden für beinahe ausnahmslos gute Textverständlichkeit . . . Dank und Zuspruch gab es freilich auch vom Publikum, dem hier ordentlich was geboten wurde fürs Geld. Applaus schon nach dem ersten Aufzug . . . [Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle] wurden enthusiastisch gefeiert. Der Wagnerianer aus Berlin, der mit einem Großteil seiner Musiker auch in Bayreuth wie zu Hause ist, er wurde vom durchaus verwöhnten Osterpublikum in Salzburg willkommen geheißen.

Am beglückendsten bei Stephen Milling, dessen Gurnemanz-Erzählung nicht nur unangestrengt wirkt, sondern auch von einer Klangkultur beseelt ist, die . . . noch auf den letzten Metern dieser gewaltigen Gralsritter-Partie blüht. Johan Botha ist als Parsifal weiterhin eine sichere Bank . . . mit durchschlagender Klangkraft gesegnet. Und ein dringlicher Ton imponiert auch, wenn der sieche Titurel (Milcho Borovinov) den Gral zu sehen wünscht . . . Jubel für Thielemann . . .

Musikalisch wurde dieser "Parsifal" freilich zu einer überwältigenden Erfahrung . . . Die Sächsische Staatskapelle Dresden, Wagners "Wunderharfe", ist das Orchester Christian Thielemanns, das war nicht zu überhören. Mit ihm vermag er jenen Dunst, auch jenen Rausch zu erzeugen, der für ihn zu Wagner gehört . . . Die Dresdener spielen sehr dunkel und sehr weich, weshalb sich der Klang mit einer geradezu lasziven Geschmeidigkeit ins Ohr fügt. Wenn Thielemann loslässt, seine bisweilen extrem langsamen Tempi anvisiert und die Takte wagemutig dehnt, dann betritt er jenes Reich des Feierlichen, Erhabenen, das ihm allein gehört . . . Johan Botha gab einen unangestrengt leuchtenden, von jeder Schärfe befreiten Parsifal, Wolfgang Koch war Amfortas und Klingsor in einem und in beiden Fällen zuverlässig, Stephen Milling ein würdiger Gurnemanz und Michaela Schuster eine schön eingemittete [Kundry].

Ein genuines deutsches Opernorchester vom Feinsten, mit ungebrochener Tradition und endlich auch mit dem Chef, der zu ihm passt . . . Vor allem der Parsifal Johan Botha ist mit seinem imponierenden XL-Heldentenor die vokale Dominanz in Person . . . [Michaela Schuster ist eine] nach wie vor packend gestaltende Kundry. Wolfgang Koch stemmt sowohl den Amfortas als auch den Klingsor . . . Das gesamte Ensemble, die exzellenten Chöre und das Orchester füllen so das akustisch immer problematische Große Festspielhaus in Salzburg tatsächlich aus. Was hier keineswegs selbstverständlich ist . . . Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle Dresden werden für ihren Einstand bei den Osterfestspielen gefeiert und sind in ihrer neuen Nebenwirkungsstätte wirklich angekommen.

. . . [Wolfgang Koch]: le baryton allemand impressionne par l'ampleur de son timbre, par sa science de la diction, et par son investissement dramatique . . . Manuela Schuster compose une séduisante Kundry, avec un récit du deuxième acte parfaitement maîtrisé . . . c'est surtout la lecture du chef qu'on retiendra, qui donne l'impression d'entendre l'oeuvre pour la première fois, par sa limpidité analytique, son soin des détails et sa transparence. Pour Thielemann, l'enregistrement s'imposait . . .