Anna Netrebko / In the Still of Night

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ANNA NETREBKO
IN THE STILL OF NIGHT

Songs by · Lieder von
Nicolai Rimsky-Korsakov
Peter Tchaikovsky
Antonín Dvorák
Richard Strauss
Daniel Barenboim
Int. Release 26 Mar. 2010
1 CD / Download
0289 477 8589 7 CD DDD GH
Limited hardcover edition:
CD DDD GH
In the Still of Night
Two Stars – Netrebko and Barenboim – Blaze Bright!


Tracklisting

Nicolai Rimsky-Korsakov (1844 - 1908)
Four Songs, Op.40

Four Songs, Op.27

Vesnoy, Op.43

Vesnoy, Op.43

Four Songs, Op.3

Six Songs, Op.8

Four Songs, Op.26

Four Songs, Op.6

Four Songs, Op.2

Four Songs, Op.42

Two Songs, Op.56

Two Songs, Op.56

Peter Ilyich Tchaikovsky (1840 - 1893)
Shest' romansov (Six Romances), Op.57

Dvenadtsat' romansov (Twelve Romances), Op.60

Shest' romansov (Six Romances), Op.6

15.
0:00
3:09

Shest' romansov (Six Romances), Op.63

Shest' romansov (Six Romances), Op.16

Sem' romansov (Seven Romances), Op.47

Shest' romansov (Six Romances), Op. 73

Shest' romansov

Sem' romansov (Seven Romances), Op.47

Antonín Dvorák (1841 - 1904)
Ciganské melodie (Gypsy Melodies), Op.55

sung in German

Richard Strauss (1864 - 1949)
Vier Lieder, Op.27

Anna Netrebko, Daniel Barenboim

Gesamtspielzeit: 1:08:56

. . . the touching way in which she internalizes the last line of Tchaikovsky's "To forget so soon" shows what she is capable of.

. . . [Barenboim] presents the accompaniments subtly, and with selfless generosity . . . these superstars work very well as a team: the Salzburg show was a true joint recital, with emotions, mostly of a melancholy disposition, weaving back and forth. Netrebko¿s voice, fuller in tone than it has been before, dapples these miseries of love with nicely varied colours and intoxicating shots of high drama. Heady stuff, this Russian gloom; so is her final encore, Strauss¿s Cäcilie, given a very torrid reading.

She has this music in her bones, making it a delightful recital, with agreeable Dvorák and Strauss encores.

The scores themselves, settings of romantic poetry, are evocative little treasures. Netrebko's voice, the medium, is a lustrous powerhouse. Last but not least comes Daniel Barenboim, whose work at the piano is nothing short of exquisite.

Netrebko is in lovely voice for the whole program . . .

She does of course have a wonderfully full, firm and creamy voice, and she effectively varies the emotional pressure from one song to the next, encompassing humour and ecstasy as well as warmth and sympathy. All this can be thrilling.

Barenboim shapes the piano interludes with great sensitivity; of course, he is no mere "accompanist" . . . the adjectives I jotted down while listening were "dramatic" and "ravishing" . . . Netrebko goes from strength to strength; only a handful of singers have offered as compelling and vocally beautiful Tchaikovsky song performances . . . Barenboim, of course, is an exemplary partner. Even if you don't think you like Russian romances, I bet you'll love this recital. This is a rare treat.

The fabulous evening of music-making features glowing performances that stand with those of the young Vishnevskaya and Rostropovich.

The basic mezzo colour, the fullness of tone in the chest register and an upper extension make a formidable combination . . . Her intrinsic vocal timbre fits the mood of many of these songs, while the Tchaikovsky group in particular profits from a positive tension in the high register . . . Netrebko offers an immaculate diminuendo and some controlled "piano" phrases . . . an absorbing performance . . . Daniel Barenboim's touch is exceptional . . . [this recital] brings us closer to the singer's true personality . . .

. . . deutlich zeigte sich dem begeisterten Auditorium die fortschreitende Reifung der Netrebko-Stimme, die in den vergangenen drei Jahren nochmals an Tiefe gewonnen hat . . . [die Sopranistin führte] ihr scheinbar müheloses Changieren zwischen den Tiefen des russisch-dunklen Timbres und den brillanten Höhen vor. Voluminöse Kraft folgte auf ein gehauchtes Piano, einen frappanten Variantenreichtum offenbarend. Netrebko verzichtete auf den schieren Effekt, ordnete sich selbst den Texten, den Geschichten unter . . . Sie setzte dabei als souveräne Interpretin stets auf ihre große Präsenz, ihre darstellerischen Qualitäten, den überschaubaren Raum der Bühne gänzlich auskostend.

Anna Netrebko und Daniel Barenboim verzauberten das Publikum . . . Interpretationen brauchen Zeit zum Reifen. Also konnte man im Musikverein aufs Schönste miterleben, wie sich die gemeinsame Sicht von Daniel Barenboim und Anna Netrebko auf die Stimmungsbilder vertieft hat . . . Opernszenen, um genau zu sein. Denn was immer Netrebko singt, wird zu vokalem Theater, unterstützt durch ihr Mienenspiel und große Bühnengesten . . . eine 360-Grad-Diva eben . . . dass sie es zuwege bringt, solche histrionischen Übertreibungen bruchlos ins Ganze ihres Vortrags einzufügen, fasziniert fast mehr als ihr differenzierter Gesang. Sie schmeichelt und kokettiert, kann ihren vollreifen, besonders in der Mittellage nachgedunkelten Sopran üppig aufblühen lassen, trotzdem auch feine Pianophrasen formen; sie trifft den Klang der Verwunderung ("So schnell vergessen") ebenso wie das innere Glühen ("Verrückte Nächte") . . . Barenboim erwies sich als dienender Genießer und grandioser Klangregisseur zugleich, schlüsselte seinen Part ohne Sentimentalität, aber mit poetischer Versenkung und vollendeter Zartheit auf . . . Der Jubel hätte für ein Dutzend Zugaben gereicht . . . ein Fest.

Selten genug kann man heutzutage von außergewöhnlichen Liederabenden berichten . . . Was am Sonntag in Wien auffiel, war die fortgeschrittene Reife und Perfektion, mit der die Lieder ausgeführt wurden . . . fürs russische Repertoire -- selbst für die folkloristisch angehauchten Lieder Rimsky-Korsakoffs -- ist ihre schwerer und reifer gewordene Stimme allemal leicht und beweglich, flexibel und auf wunderbare Weise ausdrucksstark . . . Das alles scheint Anna Netrebko ein Gefühl von Leichtigkeit und -- im positiven Sinn gemeint -- Über-Mut verliehen zu haben . . . Da kann sie stimmlich ganz aus sich herausgehen, aber auch spielen, kokettieren, ihr ganzes Repertoire an Gesten spielen lassen und das unterstreichen, was sie jedem Wort, ja jeder einzelnen Silbe, an Gewicht zuteilen möchte . . . [Dies gab] auch Barenboim Gelegenheit, am Piano mit einer gleichsam zweiten, sensiblen Stimme zu sprechen und sich als Meister des Bis-ins-Unhörbare-Verhauchens zu präsentieren . . . Das war einfach perfekt gemacht . . . Barenboims Begleitspiel war superb auf jede Nuance der Stimme abgestimmt, aber eben -- und das ist das Schöne an solch einer Kombination -- nie als subalterner Nur-Begleiter, sondern als gleichberechtigter und durchaus eigenständiger Partner.

. . . [sie] besitzt einen außergewöhnlichen Sopran von großer Klangschönheit, der über die komplette dynamische Skala und den großen Umfang ausgeglichen ist. Dunkel getönt mit gutem Volumen für eine lyrische Stimme . . . im Soundtrack zum "Bohème"-Film [passt] die Farbe der Stimme wunderbar zur Rolle . . . in den letzten Jahren ist Anna Netrebko gereift . . . Bereits mit ihrem russischen Arienalbum hat Anna Netrebko bewiesen, dass gerade die Musik ihrer Landsleute ihr besonders am Herzen liegt. Hier ruht sie ganz bei sich, erreicht schon durch den Vorteil der Muttersprachlerin eine Authentizität . . . In Rimskij-Korsakows "Was in der Stille der Nacht" dunkelt sie die Stimme ab und schafft damit viel Atmosphäre, in "Nicht der Wind, von der Höhe wehend" spannt sie weite melancholische Bögen und evoziert in "Auf den Höhen Georgiens" ein klingendes Landschaftsgemälde. Auch das exotische "Gefangen von der Rose, singt die Nachtigall" hüllt sie in einen schmerzlich-schönen Gesang von berührender Schlichtheit -- mit einer ergreifenden Vokalise am Ende. Barenboim steuert viel impressionistische Stimmung bei . . .

Hier hatten sich . . . zwei Musiker zusammengetan, die der hohe künstlerische Anspruch eint. Klangschön, technisch souverän und ausdrucksstark zugleich -- und dabei ganz ohne außermusikalische Mätzchen -- präsentierten sie diesen Streifzug durch das russische Liedgut des späten 19. Jahrhunderts, boten gut eine Stunde Musik voll sinnlicher Schönheit und -- wo gefordert -- auch voll zarter Melancholie. Dass diese Musikstücke oft Opern en miniature entsprechen, kam beider Temperament sicher entgegen, erweist sich jedoch in keinem Moment als störend . . . Die runde Fülle ihrer Mittellage, sowie die zunehmende dramatische Kraft der Stimme machen neugierig auf neue Aufgaben im lyrischen Fach . . .

Netrebkos Stimme war an diesem Abend eher größer als kleiner, eher vielfältiger als eindimensionaler, eher durchdringender als flacher . . . schlank und unaufgeregt begleitete Barenboim die Diva, bewies, wie schattig, wie licht, wie zutiefst romantisch die russischen Lieder tönen. Ganz unaufgeregt.

Das Ergebnis überzeugt. Netrebko . . . ist auch hier ganz Künstlerin, stellt sich in den Dienst der Miniaturen und entzückt mit kleinen Dingen. Die Primadonna wurde in der Garderobe gelassen . . . das samtigdunkle Timbre des breiter gewordenen Anna-Soprans ist hier sehr zu Hause. Barenboim lenkt bewusst, aber zurückhaltend.

. . . sie selbst wirbt auf diesem Live-Album für sich -- als Künstlerin, nicht als Star. Keine pompöse Operninszenierung, sondern ein ganz inniger Abend. Nur eine Frau, ihre Stimme und der charmante Kavalier am Klavier.

Es ist Netrebkos bisher beste Aufnahme. Dabei singt sie anders als ihre russischen Kolleginnen. Ohne die Opernsängerin zu verleugnen, vor allem in manchen laut angesetzten Hochtönen, sind Stimmführung und Klang italienisch: hell, konzentriert, in der Linie fokussiert, beherrscht im Vibrato. Dazu gesellt sich ihre Natürlichkeit im Umgang mit dem Russischen, das unbeschwert leicht auf dem Atem liegt und Abgründe eher andeutet, denn realistisch ausmalt. Das zeigt sich klar im zentralen Stück dieser Sammlung, in "Ich war doch wie das Gras auf dem Feld" von Tschaikowsky, der Klage einer jungen Frau, Hätschelkind der Eltern, dann aber an einen alten Griesgram verheiratet. Zerbrechlich, romantische Sehnsucht, Naturbilder -- all das kann Netrebko ergreifend schön.

Anna Netrebko, wirklich subtil und mit spürbarer Lust an Farbgebung und Stimmungsmalerei begleitet, nein: auf Händen getragen von Daniel Barenboim . . .

Was will man mehr: ein in unseren Breiten noch gänzlich unverbrauchtes Lied-Repertoire, gesungen von der unumstrittenen (Medien-)Königin der Opernwelt dieser Tage, und das so intim, als fände die Musik bei uns im Schlaf- oder meinetwegen im Wohnzimmer statt. Denn anstelle eines Opernorchesters begleitet sie nur der immens farbenreiche und subtile Pianist Daniel Barenboim. Und dazu noch die prickelnde Atmosphäre eines Live-Auftritts. Doch gleißendes Rampenlicht blitzt nur ausnahmsweise auf. Das neue Album der Anna Netrebko "In The Still of Night" empfiehlt sich auch in den opernnahen, dramatischen Augenblicken für Abende bei Kerzenschein. Die russische Sopranistin mit dem starken Faible zum Mezzo bietet ein klug komponiertes Programm . . . Und die Netrebko verkörpert diese Lieder mit der phonetischen und kulturellen Selbstverständlichkeit, die Landsleuten der beiden Komponisten und der Textdichter vorbehalten bleibt. Man spürt, dass sie beim Singen nicht nachdenken muss. Sie bewegt sich in diesem Terrain mit der wundersamen Hellsicht der Somnambulen, und sie lädt die Musik mit einer Grundschwingung aus Power und Süße auf -- zwei gleichermaßen nützliche Gefährten für die Nacht . . . Das Publikum war spürbar hoch konzentriert, und die Sängerin und ihr diskreter Zauberbegleiter am Flügel musizieren derart innig miteinander, dass man von einer Sternstunde sprechen muss.

Wohltuend Unglamouröses . . . ist auf diesem Album zu vernehmen . . . Die Muttersprachlerin Netrebko nimmt mit samtigem Sopran und großer Natürlichkeit des Ausdrucks gefangen. Manchmal würzt sie die schlichte Innigkeit mit einem opernhaft kräftigen Spitzenton und einem gleitenden Portamento, manchmal hört man auf der sehr authentisch anmutenden Aufnahme auch den Atem der Sängerin. Dezent wie unverwechselbar ist das Klavierspiel von Daniel Barenboim, der nie wie ein übertrainierter Tastensportler klingt und mit seinem freien Timing die erzromantische Grundlage für Netrebkos Gesangsbögen bietet.

Erstaunlich, was ihr prächtiger Opernsopran auf diesem Salzburger Live-Mitschnitt 2009 für zarte, vorwiegend leise Nuancen entwickelt . . . generös, souverän und mit Verve begleitet von . . . Daniel Barenboim. Ein Album fürs Herz.

. . . man hört, dass es der Netrebko wohl war auf dieser Bühne in Salzburg . . . Barenboim spielt locker, und ebenso entspannt wirkt Anna Netrebko . . . Der runde Klang der Texte, das dunkle Timbre von Netrebkos Sopran, die fließenden Melodien von Rimsky-Korsakow, die manchmal fast orientalisch anmutenden Kantilenen: Das gehört zusammen . . . in diesen Liedern hört man eine Sängerin, die singen muss . . . aus einem ureigenen Bedürfnis. Man wäre sehr gern dabei gewesen bei diesem Konzert.

. . . mit dieser dicken Dosis Gefühl [scheint sie] wieder einmal alles genau richtig gemacht zu haben.

Hier ruht sie ganz bei sich, erreicht schon durch den Vorteil der Muttersprachlerin [Authentizität] . . . In Rimskij-Korsakows "Was in der Stille der Nacht" dunkelt sie die Stimme ab und schafft damit viel Atmosphäre, in "Nicht der Wind, von der Höhe wehend" spannt sie weite melancholische Bögen und evoziert in "Auf den Höhen Georgiens" ein klingendes Landschaftsgemälde. Auch das exotische "Gefangen von der Rose, singt die Nachtigall" hüllt sie in einen schmerzlich-schönen Gesang von berührender Schlichtheit. Barenboim steuert viel impressionistische Stimmung bei . . .

. . . das bernsteinfarbene Timbre hat an Farbe gewonnen.

. . . die Aufnahme verdient das Prädikat "außergewöhnlich" . . . stets trifft Anna Netrebko den rechten Ton und erzählt mit ihrer dunklen, aber farbenreichen Stimme von verführerischen, liebenden, träumenden, verlassenen und sich in Sehnsucht verzehrenden Frauen . . . Die Kunst der feinen Nuancierung, mit der Anna Netrebko diese Lieder zum Leben erweckt, findet in Daniel Barenboims subtilem Klavierspiel ein kongeniales Pendant. Wie er mit wenigen Tönen -- einige Akkorde hier, ein Arpeggio dort -- atmosphärisch dichte Stimmungen aufbaut, ist meisterhaft. Ein großer Salzburger Abend -- und ein wichtiges Tondokument!

Dunkler, wärmer, blühender ist ihre Stimme geworden. Anna Netrebkos gewachsene Reife ist einem Salzburger Lied-Recital-Mitschnitt deutlich anzuhören. . . In Miniaturen von Rimsky-Korssakow und Tschaikowsky ist der russische Star hörbar zu Hause, zaubert mit den originalsprachigen Texten und tief melancholischen Melodien. Und Daniel Barenboim legt dafür am Klavier den roten Samtteppich aus.

Die Mutterschaft tut Anna Netrebko offensichtlich gut . . . Schwerer, dunkler, körperreicher, erwachsener ist ihr Sopran geworden . . . eine Diva auf dem Gipfel, dem Scheitelpunkt ihrer Kunst . . . Die russische Romanze ist ein Genre für sich, mal balladesker, mal opernhafter, tief mit dem Volksliedhaften verwurzelt -- und per se von einem spezifischen Klagelaut erfüllt, ja beseelt . . . Netrebko [singt] die Lieder ausgesprochen idiomatisch, und wie Barenboim begleitet, mit wie viel musikantischem Fingerspitzengefühl und Atmosphäre, welcher Zärtlichkeit, das ist schon ein Erlebnis . . .

Es spricht für (und keineswegs gegen) Anna Netrebko, dass ihre neue CD nicht nur ihretwegen Beachtung verdient . . . Man hört einen gereiften Sopran: Das Timbre erscheint deutlich nachgedunkelt, die Mittellage ist breiter geworden, doch noch immer strahlen die Höhen, wobei die Beimischung des Brustregisters bis in diese Gefilde für eine charakteristische erdige Grundierung sorgt. Eine leicht gutturale Färbung, typisch für die slawische Tradition des Singens, evoziert Schwermut. Die Diktion der Sängerin klingt so lebhaft-deutlich, dass die Texte selbst zu Hörern, die des Russischen nicht mächtig sind, zu "sprechen" beginnen. Unter diesen Prämissen erstaunt es nicht, dass sich Anna Netrebko besonders auf jene Stücke versteht, die sie als Monodrama zeichnen kann . . . Dass sie in Daniel Barenboim einen Begleiter am Klavier hat, der einen zupackenden Stil pflegt, ist da von Vorteil.

Auf Händen trug der Pianist Daniel Barenboim die Sopranistin Anna Netrebko voriges Jahr bei einem russischen Liederabend in Salzburg . . . Exquisit ist diese Aufnahme nicht nur, weil sie die elektrisch aufgeladene Atmosphäre des Konzertabends wiedergibt, das gespannte Lauschen eines eben nicht muttersprachlichen Publikums, das von Netrebko mit Innigkeit und Seriosität durch die russische Liedliteratur der letzten drei Dezennien des neunzehnten Jahrhunderts geleitet wird. Auch das rare Repertoire nimmt für sich ein . . . Netrebko girrt und gurrt, die Stimme weich in die Höhe schnipsend.

Quelle voix ! Anna Netrebko possède incontestablement l¿une des plus belles voix de soprano actuelle . . . la dimension vocale de la soprano russe est aujourd¿hui inégalée . . . Le récital avec piano met la voix à nu. Dans cet exercice, Anna Netrebko se révèle à l¿égale des plus grandes interprètes lyriques. Dans ce récital composé de mélodies russes dont la progression vocale est choisie avec intelligence, elle démontre une maturité qui, jusqu¿alors n¿était certainement pas flagrante, sa beauté physique occultant souvent des interprétations sans âme. Dans ce concert enregistré en direct, après une première mélodie pour asseoir la voix dans l¿acoustique de la salle, pour contrôler si l¿instrument est correctement accordé, elle se lance dans une démonstration sans retenue de son extraordinaire vocalité . . . la soprano laisse libre cours à l¿interprétation. Le répertoire qu¿elle choisit ici semble lui convenir à merveille. Comme dans son précédent recueil de mélodies et d¿airs d¿opéra russes, chanter dans sa langue maternelle lui permet d¿exprimer les textes dont naturellement elle perçoit toutes les subtilités . . . elle livre ici un récital d¿une grande teneur artistique. Et quelle santé ! Dans ces soixante-dix minutes de chant, la soprano russe ne montre aucun signe de relâchement ou de fatigue. Elle conduit sa voix avec un aplomb désarmant, lançant ses magnifiques aigus en toute puissance sans stridence aucune, sans que jamais le vibrato ne s¿élargisse, ni que les couleurs vocales ne faiblissent ou que les harmoniques de sa voix ne se ternissent.

Nuit d'été lyrique, exceptionnelle . . . : voici le grand retour d'Anna Netrebko . . . quelle opulente sensualité, la cantatrice sait dire et colorer, en amoureuse blessée, alanguie, pleine d'une tendre et angélique espérance . . . tristesse et mélancolie, angélisme blessé, l'art de "La Netrebko" subjugue par son miel vocal, divinement slave et oriental tout à la fois, d'une puissante sensualité éloquente. Puissante et claire, la voix s'embrase, dans des aigus timbrés d'une caresse souvent irrésistible, à l'éclat brûlé propre aux grandes tragédiennes. Moins âpre ou tendue, la voix s'équilibre, medium ample à l'appui, et rayonne par cette brillance toujours ronde et chaleureuse . . . une diseuse magicienne qui approche l'ensemble de ce programme avec une cohérence de couleurs, une unité de timbre exceptionnel (ses aigus sont sidérants de sincérité et jamais tirés) . . . des Tchaïkovski, les plus délicats -- et qu'elle chante pour la première fois --, la diva développe un art magistral de la ligne, richesse harmonique naturelle du timbre, avec un souci de la langue, -- "sa" langue --, absolument remarquable: tendresse (Berceuse de Tchaïkovski, 1872: "Kolïbel'naya pesnya"), simplicité (aucun maniérisme ni effet d'aucune sorte), style intimiste, mais intensité permanente (articulation habitée de Nimfa opus 56 (1898, de Rimsky), ivresse extatique ("Sred' mracnïkh dney" opus 73 de Tchaïkovski) font les délices de ce récital miraculeux à Salzbourg: le plus mémorable de ces dernières années . . . L'écoute du disque laisse sans voix: l'album prolonge notre enthousiasme vécu à l'écoute de son précédent récital discographique Anna Netrebko.