ALICE SARA OTT Pictures

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ALICE SARA OTT
Pictures

MODEST MUSSORGSKY
Bilder einer Ausstellung
Pictures at an Exhibition
FRANZ SCHUBERT
Klaviersonate · Piano Sonata
D 850
Live Recording from the
White Nights Festival in St. Petersburg
Int. Release 21 Jan. 2013
1 CD / Download
0289 479 0088 7 CD DDD GH
For One Night Only…
Alice Sara Ott from the White Nights Festival
"Pictures"


Tracklisting

Modest Petrovich Mussorgsky (1839 - 1881)
Pictures At An Exhibition

2.
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1:37

Franz Schubert (1797 - 1828)
Piano Sonata No.17 In D, D.850

Alice Sara Ott

Gesamtspielzeit: 1:12:24

Alice Sara Ott's reputation, as well as her artistic voice, is growing.

Alice Sara Ott's 2010 recording of Tchaikovsky's Piano Concerto No 1 in B flat demonstrated how capably she could handle the Russian temperament; but even so, recording Mussorgsky's "Pictures at an Exhibition" live in St Petersburg must have taken great courage and self-belief. Which was not misplaced: she negotiates the various pictures' stylistic twists and turns with confidence and expressive brio, from the mesmerically melancholy, mist-shrouded depiction of "The Old Castle" to the coyly tiptoeing chatter of the "Ballet of the Unhatched Chicks".

Alice Sara Ott's interpretation of Mussorgsky's "Pictures at an Exhibition" captures almost an entire orchestra's worth of musical colour and emotion in this live album . . . each movement, representing different moments on a journey round a gallery, is full of personality -- and Mussorgsky's well-known tunes are second to none . . . [the exuberant Schubert sonata]: a wide range of musical moments . . . the music shows off the best of Schubert's compositional talents, captured by a brilliant young pianist. Alice Sara Ott's effortless characterisation ensures this musical roller coaster of an album is thrilling at every turn.

. . . [Schubert]: Alice Sara Ott initially brings athletic vitality . . . her muscularity is certainly bracing and suggesting of Beethovenian tempest and heroism given with a heady sense of impulse and direction that is certainly exciting and brought off with conviction . . . Ott brings her own insights and validity to a very fine work . . . [Mussorgsky]: Ott gives a suitably painterly account of Mussorgsky's piano score . . . there is nothing monochrome about Ott's vibrant and imaginative account, sultry, bustling and powerful as required. Of the closing two tableaux, 'The hut on fowl's legs' is vehement and 'Great Gate of Kiev' solemn and stirring . . . Ott brings it alive true to Mussorgsky's original and singular vision.

. . . a commanding and atmospheric performance of Mussorgsky's "Pictures" . . . the music unfolds at a pace that is often mesmerising and hypnotic. There are lots of subtle imaginative touches that catch the ear, but this is not an effete rendition; the big moments are executed with unflinching power and rich sonority. The live recordings sound smooth and natural, with a deceptively wide dynamic range.

Herrlich verspielt und witzig spielt sie das "Ballett der unausgeschlüpften Küken", munter und rhythmisch pointiert den "Markt von Limoges", mit dem nötigen Kontrast zwischen erhabener Größe und volkliedhafter Schlichtheit das "Heldentor" . . . Ott [ist] den "Bildern einer Ausstellung" technisch bestens gewachsen. Ihre technische Brillanz stellt sie auch in der D-Dur-Sonate op. 53 von Franz Schubert unter Beweis, die sie klar artikuliert und sehr transparent spielt . . . eine CD, die neugierig macht auf die nächsten Projekte von Alice Sara Ott.

Man muss nicht erst den Beifall des enthusiastischen Petersburger Publikums abwarten, um zu hören, dass ihr . . . eine bemerkenswerte Einspielung "ihrer" Bilder gelungen ist.

. . . Mussorgskis Evergreen "Bilder einer Ausstellung" ist natürlich fulminant, wenn sie ihn live spielt. Volles Risiko. Voller emotionaler Einsatz. Sehr gut. Aber wie die junge Alice Sara Ott Schuberts selten gespielte Sonate D-Dur (D 850) interpretiert, ist noch irrsinniger. Das Allegro fegt über uns hinweg wie ein Hurrikan -- hochvirtuos, rhythmisch federnd mit den typischen scharfen Schubert-Punktierungen. Spätestens mit diesem Album beweist Ott, dass sie schon jetzt zu den Pianistinnen zählt, mit denen auch in Zukunft zu rechnen ist. Sie interpretiert ungeheuer lebendig, reif, ja: und gleichzeitig natürlich! Sie hält mit ihrer Anschlagskultur auch selten anzutreffende klangliche Nuancen parat.

Alice Sara Ott neigt nicht zu bravourösen und selbstverliebten Exzessen, aber sie unterspielt die Kontraste zwischen mächtigen Entladungen und lyrischen Episoden keineswegs. Ihre Darstellung der "Bilder" [besticht] . . . durch gut ausgehorchte und klar gestaltete Details voll klanglicher Raffinesse . . . [Schuberts längste Klaviersonate D 850]: Auch hier hält sie die einzelnen Charaktere sicher im Griff, als möchte sie Robert Schumanns Begeisterung ("Schlag auf Schlag, packend und fortreissend") ganz direkt umsetzten . . . die Konzerthalle des Mariinsky-Theaters scheint akustisch gut geeignet . . .

Alice Sara Otts Live-Aufnahme vom St. Petersburger "Weiße Nächte"-Sommerfestival zeichnet . . . gerade der Verzicht auf "Besonderes" oder zumindest besonders Aufdringliches aus. Genau darin liegt die Qualität der Einspielung, die kein Horowitz-Virtuosen Feuerwerk zündet, wohl aber mit sensiblem Fingerspitzengefühl der musikalischen Imagination Klang und Farbe gibt. Trefflich realisiert Ott den sinnierenden Ton der Promenaden, die Kraft der Bilder lädt sie geradezu szenisch auf. Gebührend schwergängige Motorik treibt den Ochsenkarren ("Bydlo") durch die Mühen der Ebene, im "Castello" betont sie den unruhigen Puls des Dauer-Gis unter der elegisch ausgesungenen Melodie. Die "Tuileries" versprühen Prä-Ravel'sches Flair, den Limoges-Teil trimmt sie akzentdynamisch auf vorweggenommenen Strawinsky . . . Die Apotheose im finalen "Heldentor" legt sie dann aber in souveräner dynamischer Disposition an. Otts Interpretation ist uneitel, stringent und betont die Modernität des "Bilder"-Zyklus . . . [Schubert: Piano Sonata D 850] der zweite Satz gerät . . . zur packend unsentimentalen Klangreise.

Wer als Pianist die Originalfassung von Mussorgskys berühmtem Zyklus "Bilder einer Ausstellung" spielt, steht immer vor dem Problem, dass seine Zuhörer die kongeniale und extrem farbenreiche Orchestrierung von Maurice Ravel im Ohr haben könnten. Der daraus möglicherweise erwachsenden Hörerwartung wirksam zu begegnen, ist eine echte Herausforderung. Zum erlauchten Kreis derer, die es brillant schaffen, gehört auch die junge Deutsch-Japanerin Alice Sara Ott . . . Ott setzt auf ein hohes Maß an klanglicher Transparenz, ihr Interpretationsstil ist angesichts dieses spätromantischen Klavierzyklus erstaunlich trocken und arm an auffälligem Pedalgebrauch. Über eine sehr nuancenreiche Anschlagskultur vermag sie eben jene Farbigkeit zu erreichen, derer Mussorgskys Übersetzung visueller Eindrücke in Musik so dringend bedarf. Otts Spielweise ist außerdem sehr ökonomisch hinsichtlich der rein physischen Kräfte, die man für die "Bilder" benötigt. So bleibt ihr nach über einer halben Stunde hochvirtuosen Tastenzaubers auch noch die Energie, im "Großen Tor von Kiew" ein furioses Finale abzuliefern.

. . . faszinierende und von der Tontechnik rundum famos eingefangene Klavierklänge. Zweierlei beeindruckt auf Anhieb die Klarheit der Artikulation, in Mussorgskys "Bildern" bekanntlich nur sehr schwer zu realisieren, und der kernige, sehr präsente Klavierklang. Das ermöglicht der Pianistin, die einzelnen Bilder pointiert zu charakterisieren, manchmal mit durchaus schroffen Akzenten, die dieser Musik ja eingeschrieben sind. Sie hat auch den weiten Atem für große Steigerungen (und auch die nötige Kraft und Energie dazu), pflegt aber ebenso sehr ein kantables Legatospiel, welches im Entfernten an russische Choralmusik erinnern mag. Kurz: aus neuerer Zeit eine der klarsichtigsten, jederzeit durchdachten und pianistisch großartig bewältigten Einspielungen der "Bilder einer Ausstellung". Ähnlich vollgriffig brillant und virtuos legt Alice Sara Ott Schuberts D-Dur-Sonate D 850 an, was dem Werkcharakter durchaus entspricht. Auch hier fehlen aber die feinen Töne nicht. Alles in allem vielleicht die bislang überzeugendste CD-Veröffentlichung dieser Pianistin.

. . . der Mut, ausgerechnet ein klingendes Nationalheiligtum wie Mussorgskis "Bilder" in der Höhle des russischen Löwen zu spielen, [verdient Bewunderung] . . . mehr auf Zehenspitzen als in gedankenschweren Schritten flaniert der Betrachter durch die Ausstellung.

. . . weil Ott nicht klassisch ausgewogen, mit schönem Ton, sondern subjektiv, rau und rhythmisch schroff agiert, fasziniert sie. Schuberts D-Dur Sonate kommt ihrer Art entgegen, denn sie steckt voller klanglicher Effekte und spielerischer Überraschungen . . . [Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung"]: Auch bei diesem Klassiker überzeugt Ott durch packende Virtuosität und Klangsinnlichkeit -- alles in allem eine persönliche Ausdeutung, die Mussorgsky gut ansteht.

. . . [die CD vermittelt] eine samtpfötige Leichtigkeit . . . [Ott fesselt] mit einer federnden Dynamik und quecksilbrigem Nuancierungsgeschick . . .