DONIZETTI Lucia di Lammermoor Netrebko 0734526

The phrasing is thoughtful, the tone often limpid, and the accuti are accurate, plus Netrebko manages to emote but not overact . . . she's on fine form. Piotr Beczala sounds stylish as Edgardo . . . Markus Kwiecien is a thrilling Enrico, and Ildar Abdrazakov a sonorous Raimondo. Marco Armiliato's conducting is exemplary . . .

. . . [Netrebko] has the most beautiful tone . . . [Beczala is] ardent, musically and dramatically alert, with easy top notes and intelligent phrasing, he impresses throughout . . . Marco Armiliato leads the superb Met forces with verve and sensitivity . . .

You need special singers to portray opera convincingly when the cameras are closing in on your face. The stars need to be able to act. They need to look into each other's eyes, not stare in panic at the conductor's baton. Ideally, they should also not sweat too much. All these special needs of the Metropolitan Opera's HD broadcasts were met last February when Russian soprano Anna Netrebko and Polish tenor Piotr Beczala . . . took on the lead roles in Gaetano Donizetti's Lucia di Lammermoor. The rest of the cast and chorus is equally golden, as is the Met's orchestra, conducted by Marco Armiliato . . . The sets are plush, the staging straightforward and masterfully integrated with the music . . . this turned out as well as anyone could imagine.

Anna Netrebko vermittelt bereits in ihrer ersten Arie eindringliche Präsenz . . . Beeindruckend, wie sie die Spannungskurve gestaltet -- die Auseinandersetzung mit ihrem Bruder zeigt diese Lucia von einer nachgerade emanzipatorischen Seite.

Stilistisch fein, herrlich ausgeglichen in den Verblendungen der Register, mit lichter Höhe und schimmernden Legatobögen, so präsentiert der bereits in schwereren Rollen vorsichtig sich vorantastende Pole [Beczala] sich als perfekte Belcanto-Wahl . . . Anna Netrebko kennt alle Tricks, wartet mit Ausdruck und dunkler Melancholie auf . . . Ein kluges Sängerinnenkunststück einer großen Künstlerin . . .

. . . Piotr Beczala singt Edgardo mit Schmelz und sauberer Linienführung, Mariusz Kwiecien ist mit schlankem und zugleich durchschlagskräftigem Bariton ein erstklassiger Enrico, Ildar Abdrazakov macht bassgewaltig aus der . . . Partie des Raimondo eine Hauptrolle und kassiert für seine Erzählung von Lucias Wahnsinn sogar Szenenapplaus. Arturo Colin Lee ist ein gesanglich wie darstellerisch ungewöhnlicher Arturo. Marco Armiliato hält die Szene mit einem feurigen, dramatisch pulsierenden Dirigat in Schwung.

Anna Netrebko ist eine eindrückliche Lucia. Von Beginn weg glüht sie in dieser Rolle nicht als fragile Schwindsüchtige, sondern mit satter Mittellage und Power in der Stimme, ohne dass sie sich ständig in den Vordergrund singen und spielen muss. Dafür prägt sie die Wahnsinnsszene mit atemberaubender Präsenz . . . Aber Netrebko ist nicht allein, auch die Männer singen beeindruckend: Dem glühend leidenschaftlichen Edgardo von Piotr Beczala steht ein rabenschwarzer Enrico von Mariusz Kwiecien als starker Widerpart gegenüber.

Stilistisch fein, herrlich ausgeglichen in den Verblendungen der Register, mit lichter Höhe und schimmernden Legatobögen, so präsentiert sich der Pole, der sich bereits an schwerere Rollen vorsichtig herantastet, als perfekte Belcanto-Wahl . . . Ein kluges Sängerinnen-Kunststück einer großen Künstlerin . . .

. . . on ne peut que rendre les armes devant les couleurs si particulières du timbre, sombre mais brillant, et succomber au charisme de l'interprète, à cette spontanéité qui, derrière la jeunesse de l'héroïne, laisse percevoir des traces de l'enfant qu'elle était encore il n'y a guère. La progression vers la folie est conduite avec art et la scène du même nom spectaculaire . . . Magnifique, comme d'habitude, l'orchestre du Met trouve en Marco Armiliato un musicien raffiné, qui donne à la partition éclat et émotion.

Écrire que Netrebko est parfaite, serait une banalité, puisqu'elle joue et chante à merveille. Sa sonorité est puissante et trouve les couleurs sombres pour exprimer la tragédie . . . Piotr Beczala assure avec ardeur et émotion le rôle délicat d'Edgardo . . . Une représentation qui a fait date dans l'histoire édifiant du Met.