ANNA PROHASKA Enchanted Forest

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ANNA PROHASKA
Enchanted Forest

Francesco Cavalli
Georg Friedrich Handel
Claudio Monteverdi
Henry Purcell
Antonio Vivaldi
Arcangelo
Jonathan Cohen
Int. Release 15 Mar. 2013
1 CD / Download
0289 479 0077 1 CD DDD AH
ARCHIV Produktion
Enchanting Baroque Arias –
Beguiling, Bewitching Young Soprano


Track List

Antonio Vivaldi (1678 - 1741)
La Fida Ninfa

Act 1 Scene 9

1.
4:59

George Frideric Handel (1685 - 1759)
Giove in Argo, HWV A14

Giova in Argo

Act 3

Anna Prohaska, Arcangelo, Jonathan Cohen

Henry Purcell (1659 - 1695)
The Fairy Queen, Z.629

Arcangelo, Jonathan Cohen

Raise The Voice, Z 334

Movement 4

Anna Prohaska, Sam Boden, Ashley Riches, Arcangelo, Jonathan Cohen

George Frideric Handel (1685 - 1759)
Apollo e Dafne, HWV 122

Apollo e Dafne, HWV 122

Anna Prohaska, Arcangelo, Jonathan Cohen

Henry Purcell (1659 - 1695)
Timon of Athens, Z.632

The Masque

Arcangelo, Jonathan Cohen

George Frideric Handel (1685 - 1759)
Rinaldo, HWV 7a

8.
1:49

Alcina, HWV 34

Act 1

Anna Prohaska, Arcangelo, Jonathan Cohen

Henry Purcell (1659 - 1695)
The Fairy Queen, Z.629

Arcangelo, Jonathan Cohen

Act 5

Epithalamium - Thrice happy Lovers

Act 2

Francesco Cavalli (1602 - 1676)
La Calisto

Act 3

Scene 2

Gli Amori d'Apollo e di Dafne

Act 1

Scene 4

Anna Prohaska, Arcangelo, Jonathan Cohen

Total Playing Time 1:02:24

Anna Prohaska may not yet be a household name in the UK, but I think she may became one . . . [her voice] has a seductive softness right from top to bottom. And her technique is absolutely rock-solid, however many leaps and trills the composer flings at her . . . Though Prohaska dominated the stage in her spreading Burgundy-coloured gown, she didn't dominate the music-making. This was a real partnership of equals, the band's contribution every bit as colourful and expressive as the soloist's.

Sensitively accompanied by Jonathan Cohen's ensemble Arcangelo . . . Prohaska attacks the songs with elegant daring, employing an unusual swaying delivery for Cavalli's "O Più d'ogni Ricchezza"; but she's most powerfully showcased on Vivaldi's "Alma Oppressa", a warning against combatting melancholy with love.

. . . superlative backing from Jonathan Cohen's instrumental group Arcangelo . . . delicate tone, exuberant ornamentation and echo effects in a wonderful Cavalli aria . . .

She's wonderful in 17th-century music, spinning out the lines of a Purcell chaconne and negotiating Cavalli's recitatives-cum-ariosos with impeccable understanding and style . . . Arcangelo under Jonathan Cohen are breathtaking throughout.

Arcangelo's instrumental playing is reliably interesting . . . neatly executed . . . Prohaska's real talent is for the earthy, wordy, rhythmically and emotionally multivalent declamations of Cavalli and Monteverdi. The first hint of this is in an unusually emphatic reading of 'The Plaint' [by Purcell] . . . There is tremendous expressive vitality in the excerpts from Cavalli's "Calisto" and "Gli amori d'Apollo e di Dafne" . . . Monteverdi's "Lamento della ninfa" is the standout performance, brilliantly characterized by Prohaska, tenors Thomas Walker and Samuel Boden, bass Ashley Riches and Cohen's continuo team.

. . . she certainly acquits herself well, with a sympathetic melding of her vocal line with the music's emotional trajectory . . . her flamboyant attack brings a breathless excitement . . . She's at her best in the two Cavalli items . . . and the "Lamento della ninfa" from Monteverdi's 1638 madrigal collection . . . her delivery of the text-based lines is charming and apposite . . . She laments very prettily in the Monteverdi, closely observed by the tenors Thomas Walker and Samuel Boden and the bass Ashley Riches. Throughout, the period-instrument players of Arcangelo provide fluent, vital accompaniments under Jonathan Cohen.

. . . a fascinating program from Anna Prohaska . . . the program flows beautifully with carefully thought-out musical segues and a logical progression of moods. The superb period-instrument ensemble Arcangelo, led by Jonathan Cohen, brings vigor and energy to the storm-tossed arias without ever sounding driven or manic . . . Prohaska navigates repeated notes, violin-type figuration, coloratura runs and staccatos with a clear, buoyant sound that generates excitement without pressing. Ornamentation is wonderfully inventive and informal throughout the recital, and Prohaska responds to each piece with kaleidoscopic vocal colors and accents. Handel's "Tornami a vagheggiar" in particular showcases the soprano's lithe and easy, text-based phrasing. Purcell's bouncy instrumental hornpipes from "The Fairy Queen" set off Prohaska's sweet, supple reading of the same composer's gently chromatic "Mark how readily each pliant string" and her touching, expressive handling of "The Plaint." Monteverdi's "Lamento della ninfa" sounds especially pungent here, with fine contributions from tenors Thomas Walker and Samuel Boden and baritone Ashley Riches . . . Best of all are two Cavalli excerpts, Calisto's "Restino imbalsamate" and the low-lying "O più d'ogni ricchezza," from "Gli Amori d'Apollo e di Dafne", in which Arcangelo's flexible, colorful continuo team and Prohaska's freshness and natural delivery are highlighted.

Ein Triumph! . . . Nun gab sie einen Arienabend im Prinzregententheater, und das Publikum war schon zur Pause völlig begeistert. Hinterher erst recht . . . ihre Technik ist makellos, ihre Stimme extrem gut geführt. Damit kann sie Pianissimi wunderbar farbig gestalten, muss aus Koloraturen keine große Sache machen, sie ereignen sich einfach . . .

Fast lässig schwingen sich die Koloraturen frei aus, entspannt entfaltet sich die Stimme nahezu vibratolos.

. . . [Purcell]: in diesen Gesängen von erlesener Künstlichkeit punktet Prohaska mit dem unverstellt natürlichen Einsatz ihrer zierlichen, manchmal fragil wirkenden Person. Dass sie mit ihrem schlanken, klaren Sopran die halsbrecherischsten Koloraturen lupenrein präsentiert, ruft immer wieder rasenden Beifall hervor. Doch Prohaska hat es nicht nötig, mit Technik zu blenden. Alles an ihr ist Ausdruck . . .

. . . eine fantasievolle Reise in die gleichermaßen faszinierende wie unheimliche Welt zwischen Mythologie und Sommernachtstraum . . . Es ist kein ausschließlicher Wirbelsturm, mit dem sie durch Vivaldis "Alma oppressa" aus der Oper "La fida ninfa" oder durch Armidas "Furie terribili!" aus Händels "Rinaldo" fegt, sondern eher ein lauerndes Beobachten, das im richtigen Moment zuschlägt und Attacke reitet. Dabei schmiegt sich ihr warm funkelnder Sopran geschmeidig um das Emotionsventil der Koloraturen, werden die Höhen entspannt angesetzt um dann nadelspitz zu treffen und bereiten sanfte Töne auf unmissverständlich markant angesetzte Effekte vor. Der Frische ihres entwaffnenden Stimmorgans kann man sich da kaum entziehen . . . [Purcells "Mark how readily each pliant string" gerät] zu einem geschmeidigen Flirt, das "Tornami a vagheggiar" von Händels Morgana bezaubert mit dem Charme der lachenden Verführung . . . Für die Bilder, die beim Hören im Kopf entstehen, ist nicht nur die Gestaltungsvielfalt der Sopranistin verantwortlich, sondern auch das beherzt mitreißende und direkte Spiel des Barockensembles Arcangelo unter der Leitung von Jonathan Cohen. Hier haben sich zwei Klangkörper gesucht und gefunden, die sich auf Augenhöhe die Bälle zuwerfen mit der unbändigen Lust am gemeinsamen Musizieren und dem traumwandlerisch sicheren Wissen um eine sich gegenseitig inspirierende Interpretation.

. . . mit ihrem leichten und hellen Sopran, der makellos geführt, weniger auf mediterane Hysterie . . . und schon gar nicht auf popmusikartige Überzeichnung [abzielt]. Stattdessen punktet Anna Prohaska mit blitzsauberer Intonation, schlankem Ton, vibratoarmen Strahlklängen -- und vor allem mit dem Unschuldsschmelz ihrer blutjung wirkenden Stimme. Unterstützt wird sie dabei von den 15 Musikern des britischen Originalklang-Ensembles Arcangelo . . . An der Spitze des Ensembles steht der Cembalist, Pianist und Cellist Jonathan Cohen, der konsequent auf subtil kammermusikalischen Klang setzt. Auf ihrer gemeinsamen Tournee durch Deutschland im Januar haben Anna Prohaska und das Ensemble damit bereits Begeisterungsstürme entfacht.

. . . [Prohaska ist eine] düster-somnambule Waldnymphe, die unter der souveränen Leitung von Jonathan Cohen und seinem Arcangelo-Ensemble im Dickicht schnell wechselnder Musikstimmungen einzutauchen versteht. Prohaskas Stärken, das zeigt sich auch live immer mehr, sind das Barocke und die Moderne . . . in den schön kontrastiven Opernarien von Händel und Purcell, Vivaldi und Monteverdi wandelt sie traumsicher auf tönend verwachsenem Pfade . . . jede Menge Potenzial, bei dessen Entfaltung man unbedingt dabei sein möchte.

. . . [Prohaska besitzt eine ihr] eigene Ausdruckskraft und [eine] glockenklare, exakt kontrollierte, auratische Jungmädchenstimme, die ihr Alleinstellungsmerkmal ist. An diesem berückenden Timbre wird man die Prohaska auf Anhieb immer wiedererkennen. Daran wird man sich erinnern, mit geschlossenen Augen. Egal, was sie singt. Egal, wie lange sie noch singt . . . eine blühende, unverwechselbare Stimme und eine ebenso technisch brillante wie geistig bewegliche Persönlichkeit . . . Die Vielfalt der dargestellten Affekte, Farben und Formen ist . . . enorm. Sie reicht vom hochvirtuosen Liebeswahn mit klirrenden Koloraturen . . . bis hin zu einer veritablen, von Trillern und Seufzern erschütterten Echo-Szene ("Restino imbalsamate" aus "La Calisto" von Francesco Cavalli). Und in allen Rollen ist die Stimme Prohakas ganz zu Hause, stilistisch präzise bei der Sache, ganz bei sich. Klingt beispielsweise, im Wechselspiel mit dem Blockflötenconsort der Cavallischen Echo-Musik, selbst süß und soubrettenhaft flach, wie ein Flauto dolce, kann sich aber auch . . . zum triumphalen Vokalglanz großer Diven aufdonnern, mit staunenswerter Beweglichkeit . . . Atemraubend ihre Spitzentöne, auch die nicht eben leicht erreichten. Ohne Einschränkung bewundernswert Intonationssicherheit, Geschmack, Musikkenntnis, Stilgefühl. Und ganz famos einige der sportlichen Verzierungsvarianten in den B-Teilen der Arien. Anna Prohaska hat sich, was das Koloratursingen anbelangt, offenbar neue Bereiche erschlossen und perfekt trainiert . . . [Händel: "Furie terribili"]: an Ausdruckswut und Charisma gibt es keine, die der Prohaska auch in dieser Arie das Wasser reichen könnte . . . Diese Arien sind für Prohaskas Stimme, ihre Stimme ist für diese Musik wie geschaffen. Es ist ein wunderbares Album geworden, voller Kostbarkeiten. In dem Ensemble "Arcangelo" unter Leitung von Jonathan Cohen wurden die passenden Begleiter gefunden. Und dass die Tenöre Thomas Walker und Samuel Boden sowie Bass Ashley Riches in einigen Nummern, etwa in Monteverdis "Lamento della ninfa" der köstlichen Prohaska Stimme ein paar Blumen auf den Weg streuen, macht das Glück vollkommen.

Unter den jungen Sängerinnen ist Anna Prohaska eine der großen Gestalterinnen . . . ein (mit dem exzellenten Ensemble Arcangelo) klug gestaltetes Programm, in dem man ein Wechselbad der Gefühle erlebt . . . Shakespeares Seelenwelten verwandeln sich in Klänge.

Anna Prohaska und das mit faszinierendem Farbreichtum, Klangfülle und rhythmischer Verve aufspielende englische Ensemble Arcangelo unter der Leitung von Jonathan Cohen bieten ein klug komponiertes Programm . . . In einigen Gesängen Henry Purcells, in Monodien aus Cavallis "Calisto" und "Gli amori d'Apollo e di Dafne" und besonders schön als Ninfa in Monteverdis Lamento aus dem 8. Madrigalbuch gelingen der Sängerin bewegende Momente.

Anna Prohaska ist kaum zu fassen. Sie ist vielseitig, technisch schwer zu überfordern, eigentlich im Zeitgenössischen zu Hause, dann wieder mit Selbstverständlichkeit im Barock . . . Das Ensemble Arcangelo begleitet sie unter Jonathan Cohen sehr souverän -- ja, so spielt man Barock heute . . . [eine] individuelle Note . . . liefert Prohaska. In feinen Nuancen. Diese Platte muss man laut hören. Dann öffnet sich ein silbriger Zauberraum stimmlicher Verführungskunst, zart, schimmernd und auch sinnlich. Eine Fee, die nicht nur lächelt.

Prohaskas Stimme hat nichts aufgesetztes, theatralisches, sie begegnet einem (soweit in den artifiziellen Werken möglich) in aller gebotenen Natürlichkeit mit ihrer lyrischen Ader. So scheint Alcina in ihrer einmaligen "Tornami a vagheggiar"-Arie trotz diverser Schmerzen von der Leichtigkeit des Seins zu predigen. Wunderschön gelingt auch das hintangestellte Madrigal "Lamento della ninfa" des Vorvaters Purcell, begleitet von Herrenstimmen. Die allgemeine Harmonie liegt auch an der Unterstützung durch das Ensemble Arcangelo, Dirigent Jonathan Cohen -- hier ist alles vertreten von zarten Lautenklängen bis zu fast romantischen Tutti.

. . . [Prohaska] schafft es etwa in Henry Purcells trauertrunkenem "O Let Me Weep" (aus "The Fairy Queen") mit geradezu berückender Intensität, die Zeit stillstehen zu lassen. Und auch die pastorale Innigkeit von Händels "Felicissima quest´alma" kommt mit einer Eleganz und Tonschönheit daher, dass man vor der gerade mal 30-jährigen Ausdruckskünstlerin den Hut ziehen muss . . . die Sängerin [ist] schon auf dem allerbesten Weg: Wie sie schließlich in Monteverdis "Lamento della ninfa" das Schmerzhafte und gleichzeitig die ungeheure Modernität dieser Musik bis in die letzte Pore auskostet, kommt einem goldenen Schuss mitten ins Herz gleich.

Anna Prohaska, virtuos in der Kunst der Verführung und mit einer engelsgleichen Stimme gesegnet, genießt mit einer glücklichen Verbindung von Spielfreude und Professionalität das Rollenspiel als lyrischer Sopran . . . [Concert review Sirène Hamburg]: so rein, so klar, spielerisch leicht schweben ihre Töne himmelwärts . . . die hohe Kunst der Verführung. Es ist unmöglich von Anna Prohaska nicht gefesselt zu sein . . . [Enchanted forest CD]: Das Londoner Ensemble Arcangelo unter Jonathan Cohen begleitet mit Verve. Das Barocke liegt ihr. Ihre Stimme ist von kristalliner Klarheit, höchst beweglich, unangestrengt im Höhenflug. Keine ihrer Farben ist dick aufgetragen, kein Ton manieriert, jeder Triller von perlender Leichtigkeit.

. . . [la soprano Anna Prohaska] est douée d'un bel engagement, un timbre charnu aux aigus percants, un tempérament riche qui palpite et s'enivre . . . d'une sincérité qui touche directement. De plus, son sens du texte est captivant voire magnétique. Des qualités qui font les délices du présent album, au programme choisi et savamment élaboré: "La Calisto" de Haendel et de Cavalli se croisent ; idem pour Dafne, personnage diversement traité par les deux mêmes compositeurs à travers un cheminement au fil dramatique idéalement calibré et rythmé . . . un nouvel album Archiv, portant la sensibilité très originale et personnelle d'une interprète pétulante, technicienne déjà accomplie, qui ose, déchiffre une palette expressive assez surprenante . . . En nymphe grecque, la cantatrice sait nous séduire ici au fil de ses incarnations, d'autant plus que les instrumentistes méconnus, émergeants d'Arcangelo, étonnent par leur grande séduction expressive . . . Ses Haendel et Purcell enchantent littéralement grâce à la tenue du continuo ; mais la magie gagne une nouvelle couleur, entre articulation linguistique et ciselure expressive et poétique dans ses Italiens du premier Baroque, Seicento enchanté donc où perce et s'accomplit l'art de diseuse de la jeune soprano chez les divins Vénitiens : le premier entre tous, Monteverdi . . . et surtout l'opulent et si suave Francesco Cavalli: les deux airs extraits de Calisto et Dafne sont impressionnants de présence textuelle comme de musicalité dramatique : une combinaison exemplaire. L'air de Dafne . . . est l'un des meilleurs accomplissements de la jeune diva dans un album qui n'usurpe pas son titre. Anna Prohaska sait enchanter la forêt musicale et vocale ici suscitée. Belle réussite.

. . . les couleurs sont belles, la diction est ferme et le ton sait se faire caressant ou mordant, qualités qu'on goûte avant tout dans les airs plus déclamatoires. En anglais surtout, le texte est admirablement mis en bouche, et l'on se dit qu'Anna Prohaska est avant tout une diseuse, suprêmement capable de mettre en valeur les mots qu'elle a à chanter. Les Purcell sont très beaux, sans aucun histrionisme, et distillent cette émotion qu'on ne trouve pas toujours dans les passages virtuoses.