GESUALDO VICTORIA Tenebrae

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CARLO GESUALDO
Responsories of the office of
Tenebrae for Holy Saturday
Miserere

TOMÁS LUIS DE VICTORIA
Lamentations for Holy Saturday
Tenebrae
Nigel Short
Int. Release 01 Mar. 2013
1 CD / Download
0289 479 0841 8 CD DDD AH
ARCHIV Produktion
Tenebrae
Game-Changing Spiritual Music by Gesualdo & Victoria
Recorded by One of the Finest Choral Groups in the World


Track List

Don Carlo Gesualdo (1566 - 1613)
Tenebrae Responsories For Holy Saturday

In primo nocturno

In secundo nocturno

In tertia nocturno

10.
0:00
8:47

Tomas Luis de Victoria
Lamentations For Holy Saturday

Lamentations For Holy Saturday

Lamentations For Holy Saturday

Tenebrae, Nigel Short

Total Playing Time 1:07:33

. . . all performed with typical grace and poise by Nigel Short's Tenebrae.

. . . [the Gesualdo anniversary] will not be better marked than by this beautifully sung CD . . . [a] superbly tune choir . . . [the] interpretations are full of carefully weighted sonorities, spaciousness, shape and subtlety.

Tenebrae's faultless control and balance bring the sacred texts to life, including some wild modulations and sudden side-slips. They're followed by Victoria's own settings for the day before Easter, which in their powerful serenity and depth I find rather more compelling. The 16 singers of Tenebrae under Nigel Short's direction shine in the darkness.

Here Tenebrae (the choir) sings Tenebrae (the pre-Easter office) with a thorough understanding of this music's expressive potential, subtly inflected with its touches of drama. The performance is of a rapt concentration and intensity that underline the music's contemplative emotional power.

There have been several fine recordings of these items . . . but this one excels, partly because it gets exactly right the balance between the mannered, madrigalesque features of the music and the eerie drama and morbidity of the religious story . . . Nigel Short's superb musical sensitivity to phrasing and texture illuminates everything . . . the endless dovetailing of the musical lines, all within an overall architectural vision, is exquisitely sustained . . . all in reverberant yet clear acoustics.

. . . [die Vokalstimmen erweisen] sich als unerhört wandelbar, sind farbenfroh, ja teils geradezu saftig im Ausdruck . . . es sind gerade die Brüche, diese harmonischen und kontrapunktischen Dramen en miniature, an denen Nigel Short und seine Crew so besonders interessiert sind. Und im Ergebnis fördern sie bei dieser akribischen Exegese des Gesualdoschen Jenseits eine doch recht diesseitige Plastizität und dralle Lebendigkeit zutage. Das hat Seltenheitswert, nicht alle Chöre wagen so etwas . . . Es passt! Mag übrigens sein, dass auch der leichte Raumhall, der diese Aufnahme ziert, zur spezifischen Aura dieses Albums beigetragen hat.

. . . [Diese CD] gehört zum Besten, zum Kultiviertesten, was man in letzter Zeit an Vokalpolyphonie zu hören bekam. Die 16 Sängerinnen und Sänger sind ebenso präsente Solisten wie sie gemeinsam ein extrem geschmeidiges Vokal-Orchester formen. Ihr Leiter Nigel Short kann mit ihnen diese Musik in kraftvollem Fluss strömen lassen und sie gleichzeitig in allen Schattierungen, Farben und Formen modellieren, die die menschliche Stimme hergibt. So gewinnen die immer als extravagant und geradezu schrill expressiv geltenden Kompositionen Gesualdos eine geradezu klassische Eleganz. Eine gute Idee, diese Musik mit Kompositionen des gleichaltrigen Spaniers Tómas Luis de Victoria zu kombinieren. Gerade im Gegensatz zu dessen ungetrübt schöner Klassizität tritt Gesualdos Wille zum Ausdruck umso mehr hervor. Die künstlerische Leistung der Sänger wird getragen von der Tontechnik, die die Aura eines gotischen Kirchenschiffs schafft und somit der Musik den richtigen Raum zur Entfaltung gibt. So intensiv, so regelrecht greifbar war diese Musik von ihren Schöpfern bestimmt gedacht.

Der Chorklang, mit dem sich der Hörer umgibt, strahlt Fülle und Präzision zugleich aus. Es entsteht eine unglaubliche, fast verstörende klangliche Wirkung . . . Man fühlt sich förmlich durcheinandergewirbelt . . . Dem Renaissancekomponisten Gesualdo mit seinen kompositorischen Extravaganzen kommt nur bei, wer -- wie hier -- einen kräftigen Chorklang mit der Fähigkeit des subtilen Auslotens der einzelnen Akkorde verbinden kann . . . Man merkt dem 16-köpfigen Ensemble Tenebrae an, mit welcher Leidenschaft und Sorgfalt es sich dieser für heutige Ohren einfach nur schönen Musik hingeben kann.

Sehr gut gesungen, ausdrucksvoll, . . . [mit] differenzierter Dynamik . . .