THOMAS QUASTHOFF Tell it like it is

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THOMAS QUASTHOFF
Tell it like it is

Bruno Müller · Frank Chastenier
Dieter Ilg · Wolfgang Haffner
Int. Release 15 Sep. 2010
1 CD / Download
CD DDD 0289 477 8614 6 GH
Quasthoff Gets Down – Soul with Savoir-faire


Lista de temas

Ann Peebles, Bernard Miller, Don Bryant
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner, Christian Grabandt, Walter Gauchel

Percy Mayfield
John Hiatt (1952 - )
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner

Stevie Wonder (1950 - ), Calvin Hardaway
Thomas Quasthoff, Martina Frank, Bruno Müller, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner

Willie Dixon (1915 - 1992)
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner

Randy Newman (1944 - )
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner, Christian Grabandt, Walter Gauchel, Martina Frank

Percy Mayfield
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner, Martina Frank

Bill Withers (1938 - )
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Martina Frank, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner, Christian Grabandt, Walter Gauchel

Tony Joe White (1943 - )
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner

Michael Quasthoff
Thomas Quasthoff, Martina Frank, Michael Quasthoff, Bruno Müller, Wieland Reissmann, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner

Randy Newman (1944 - )
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner, Martina Frank, Jay Newland

George Davis, Lee Diamond
Thomas Quasthoff, Bruno Müller, Frank Chastenier, Martina Frank, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner, Christian Grabandt, Walter Gauchel

Hoagy Carmichael (1899 - 1981)
Thomas Quasthoff, Frank Chastenier

Tiempo total de reproducción 56:44

Thomas Quasthoff's program of R&B and soul selections is an authentic revelation ¿ stylish, cool and completely snazzy . . . Believe it or not, on the basis of this recording, this paragon of lieder performance deserves to take his place in the pantheon of great R&B and soul singers . . . the German-born singer proves to be as convincing in these styles as the Americans who invented them. Listeners who enjoyed Quasthoff's jazz album, "Watch What Happens", will not be surprised by the breadth and range of his abilities. But "Tell It Like It Is" is even better and deserves wide recognition beyond the classical community. Soul is the element that informs Quasthoff's singing in any genre. He never stints on depth of feeling; every aspect of his communication lands as a personal and authentic revelation. And then there's that voice. With an astonishing range of almost three octaves (low C to high B), Quasthoff's seamless bass-baritone encompasses a startling palette of colors, and he folds weight in and out as he sees fit . . . his delivery recalls specific American performers, without seeming like mimicry. He pours out a Hefty bag full of Lou Rawls-style gravel in Percy Mayfield's "Please Send Me Someone to Love," while his nasal croon channels tenor Al Jarreau in Bill Withers's "Kissing My Love." His deep, sensual and thoughtful "Georgia on my Mind" more than stands up to Ray Charles's iconic version. Quasthoff's low, meowed "yow" at the end of "The Whistleman" is just one of many delicious touches that suggest that he and his brother Michael, who penned the tune, were secretly raised in New Orleans . . . His stylish cover of Ann Peebles's "I Can't Stand the Rain" is every bit as cool as Tina Turner's and quickly became one of my favorite cuts. Quasthoff is backed up by a quartet of ace musicians . . . Wieland Reissmann's arrangements are snazzy and topflight. Add this recording to your collection immediately ¿ but be sure to file it wherever you keep your B. B. King and not your "Erlkönig."

. . . on basis of this recording, this paragon of lieder performance deserves to take place in the pantheon of great R&B and soul singers . . . the German-born singer proves to be as convincing in these styles as the Americans who invented them. Listeners who enjoyed Quasthoff's jazz album . . . will not be surprised by the breath and range of his abilities. But "Tell it like it is" is even better and deserves wide recognition beyond the classical community . . . every aspect of his communication lands as a personal and authentic revelation. And then there's that voice . . . Quasthoff's seamless bass-baritone encompasses a startling palette of colors, and he folds weight in and out as he sees fit . . . not only does Quasthoff sound American, his delivery recalls specific American performers, without seeming like mimicry. He pours out a Hefty bag full of Lou Rawls-style gravel in Percy Mayfield's "Please send me someone to love" . . . His deep, sensual and thoughtful "Georgia on my mind" more than stands up to Ray Charles's iconic version. Quasthoff's low, meowed "yow" at the end of "The whistleman" is just one of many delicious touches . . . His stylish cover of Ann Peebles's "I can't stand the rain" is every bit as cool as Tina Turner's . . . Quasthoff is backed up by a quartet of ace musicians . . . Wieland Reissman's arrangements are snazzy and topflight. Add this recording to your collection immediately . . .

Technisch perfekt erzählt er allein mit Lauten und allen Registern der Stimme kleine Geschichten. Mit Witz und Ironie versteht Quasthoff es, ein Orchester nachzuahmen . . . Humor, Wärme und Leidenschaft geben dem Abend sein Timbre. Dieses Jazz-Projekt ist Quasthoff eine Herzensangelegenheit, und das hört man in jedem Ton. Wie schön, eine Stimme zu hören, die technisch aus dem Vollen schöpfen kann und deswegen sensibel Nuancen der Stimmung abzutönen versteht, mit unendlicher Freude an der Musik selbst . . . Großartige Musiker. Großartige Musik.

[Quasthoff] hat Stil, Können und Geschmack -- und baut so eine zweite Karriere auf, die eigentlich seine erste ist. Der Bassbariton ist nicht nur ein bedeutender Lied- und Oratoriensänger, er ist auch großartig, wenn er Jazz und Soul singt . . . im Kuppelsaal erinnert in Tongebung und Phrasierung nichts an den klassisch geschulten Sänger. Er klingt wie ein Jazzvokalist mit besonders großer, wandlungsfähiger und tiefer Stimme . . . man kann nicht genug davon bekommen. Ein atemberaubendes Cross-over, weil Quasthoff die Großen der Jazzszene genauso ernst nimmt wie die Opernklassiker.

Thomas Quasthoff ist nicht bloß einer dieser oft herbei zitierten Grenzgänger zwischen U und E, er ist daheim in beiden Welten . . . Erstaunlich, ja verblüffend ist es immer noch, wenn einer, der so innig Schuberts "Heideröslein" singen kann, Mendelssohns "Meeresglauben" zum magischen Gebet formt, plötzlich shoutet, scattet, röhrt. Als sei der Blues sein Wiegenlied gewesen, Jazz und Soul sein ganzes Sängerglück. Thomas Quasthoff muss man tatsächlich ein Phänomen nennen . . . er ist daheim in beiden Welten. Er liebt und lebt auch den Blues, den Pop. Um das zu erfahren, muss man ihn live erleben, wie jetzt in der fast ausverkauften Luxemburger Philharmonie . . . Wie herrlich zügellos und improvisationstrunken . . . sind Quasthoff und seine formidable Band im Konzert! . . . er singt sie, als seien sie für ihn, und bloß für ihn, gemacht. Weil er, etwa in "Have a little faith in me", die Urkraft eines Shouters entfesselt, dank überragender Technik aber mühelos den noblen, warmen Samtton dagegen setzen kann. Das öffnet ihm das Ausdrucksrepertoire zweier Welten, der Klassik wie des Pop. Damit aber nicht genug: Er hat auch noch die Selbstironie Randy Newmans "Short people" zu singen. Und nie sind Talent und Meisterschaft doch schöner, als wenn sie mit so viel Charme und Witz zusammen finden.

Das Lied, das der Mann mit der schönsten Stimme der Welt nicht singen kann, muss erst noch erfunden werden. Bassbariton Thomas Quasthoff vermag eine Bach-Arie genauso vollendet zu interpretieren wie einen Jazz-Standard . . . [das Ergebnis klingt] so selbstverständlich und natürlich, dass man im ersten Moment glaubt, ein Klassiker wie "I Can't Stand The Rain" oder "Ain't No Sunshine" könne gar nicht anders tönen. Eine Spielfreude, die ansteckt.

Das Ergebnis ist überragend. Schon beim ersten Stück "I Can't Stand the Rain", dem Tina Turner zur Berühmtheit verhalf, spürt man die Power des Albums . . . Kein Schnickschnack, keine Note zu viel. Auch Quasthoffs Stimme kommt auf den Punkt. Der Klassikstar weiß genau, was er tut. Seine Stimmgebung ist hier eben nicht am klassischen Gesang orientiert, sondern am direkteren, ungekünstelten Ausdruck eines Barsängers. Wer Quasthoff im Frühjahr mit dem Programm live im Festspielhaus Baden-Baden erlebt hat, konnte sich schon davon überzeugen, wie selbstverständlich er den Frontman macht, wie mühelos er improvisiert, wie stilsicher er den richtigen Ton trifft . . . kein Streicher verliert sich auf dem Album, kein Synthesizer verwischt die Linien . . . Das erdet und verleiht Authentizität, das wärmt und heizt auch mal ein. Thomas Quasthoff kann alles . . . Quasthoff hat das richtige Timing -- und das richtige Team.

. . . er [feierte] durch seine schöne warme Stimme und die ausdrucksvolle Art zu singen Erfolge auf allen großen Konzertpodien Europas, der USA und Asiens. Sein zweites Jazz-Album ist vor allem Zeichen der phänomenalen Vielseitigkeit des Sängers . . . [der] Spaß bei der Sache ist dem Album auch anzumerken. Gediegen begleitet von vier brillanten Instrumentalisten . . . singt Quasthoff einen Jazz, der gute Laune macht. Mit seiner geschmeidigen Stimme kann der klassisch Ausgebildete viel anstellen. Im Song "I Can't Stand The Rain" protzt er mal mit seinem opulenten Bass-Bariton, dann kann er aber auch in hohen Lagen scharf fauchen und miauen wie ein nass gespritzter Kater. Gerne raut er sein Timbre auf, um ihm so einen raspelnden Louis-Armstrong-Touch zu verleihen . . . die ganze Aufnahme klingt so wonnevoll, dass sich Quasthoffs zweiter Abstecher in die Jazz-Gefilde auf jeden Fall gelohnt hat.

[Tell it like it is] zeigt nicht nur einen ausgereiften Soulsänger mit adäquater Band. Ein Restbetrag klassischer Tugenden bürgt für einen unverwechselbaren Sound. Die ausgefeilte Phrasierung, die beigemengte Basswärme: sinnlicher Soul aus dem Geist hoher Klangkultur.

. . . der Bassbariton [beherrscht] die Fremdsprache des Soul hochrespektabel . . . Besonders gut gelingt Randy Newmans Country-Karikatur "Rider in the Rain".

Entspannt, unaffektiert, ehrlich und mit vollem Sound weiß Quasthoff stimmlich und interpretatorisch zu überzeugen . . . Er und Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner und Bruno Müller haben hörbar Spaß am Musizieren.

. . . wieder muss man dem klassisch geschulten Lied- und Oratorien-Gesangsstar zugestehen, dass diese Repertoire-Erweiterung kein anmaßender Irrtum ist. Im Gegenteil, Quasthoff weiß auch im Pop-Fach, was er tut . . . Dieses mit allen musikalischen Wassern zwischen Jazz und Soul gewaschene Quartett sorgt auch auf der CD "Tell It Like It Is" (Deutsche Grammophon) für die . . . Thermik, in der Quasthoff die Flügel seines Wundergesangs spreizen kann. Es ist keinesfalls so, dass er die berühmten Originalinterpreten der von ihm gewählten Songs vergessen lassen würde. Doch Quasthoffs klassisch geschulte . . . Stimme . . . [schenkt den Titeln] eine neue vokale Dimension.

Parlando im Beat von "Seventh son", Funk in "Kissing my love", Bigband-Feeling bei "Short people" oder Stimmkapriolen zwischen heiserer Louis-Armstrong-Rohre, Bassbariton-Tiefe und säuselnder Kopfstimme beim "Have a talk with God" lassen den Hörer mitswingen, die Füße wippen, die Finger schnipsen. Sogar schönster kitschiger Country in "Rider in the rain" wird nicht persifliert und klingt liebevoll und ehrlich. Und die prickelnd erotische Anmache im Titelsong ist in ihrer männlichen Coolness einfach unwiderstehlich.

Le charme vocal est évident, qui tient au grain du timbre, à une maîtrise musicale qui sait se faire oublier. Ce n'est plus le chanteur d'opéra, de lieder ou d'oratorio qu'on entend, simplement quelqu'un qui fait ce qu'il aime. Les mânes de Randy Newman, de Ray Charles, de Percy Mayfield ne peuvent que se réjouir de cet hommage.


Quasthoff Gets Down – Soul with Savoir-faire

  • With Tell It Like It Is, Thomas Quasthoff floors the music world again with this recording of American Country, Rock and Soul with a jazz feeling. This world-class interpreter of Lieder brings the words to life with an immediacy that connects to the listener
  • The album is Thomas Quasthoff’s personal selection of songs – his “favourite things” – he really loves and likes to sing. Each individual song adds up to a stylistically diverse and colourful album that portraits Quasthoff’s musical joy and brilliance outside of the classical repertoire Thomas Quasthoff digs into his music with a super quartet: Frank Chastenier, keyboards, Wolfgang Haffner, drums, Dieter Ilg, bass, and Bruno Müller, guitar
  • Tracks on this album, produced by the legendary Jay Newland, range from Bill Withers’s Kissing My Love to ballads such as Have A Little Faith In Me and Tell It Like It Is.

Insights

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THOMAS QUASTHOFF SINGS SOUL

"Why do we make music?" A rhetorical question that Thomas Quasthoff poses unexpectedly in the midst of a longish discussion of Schubert, blinkers, soul and the pros and cons of popular repertoire and classical traditions. "Of course, it's possible to make music with the noble purpose of giving people something intellectual. In the end, though, music has also got to move people. Right here and now. Head and heart. To do that you have to toss out all those pigeonholes." He takes a deep breath and flashes a broad smile. "And that's just where I come in, as the title says: Tell It Like It Is. Nothing more and nothing less." The "man with the most beautiful voice in the world", as the German magazine Stern described him, knows exactly what he's doing. And what he wants. Power of interpretation and unerring sense of taste go hand in hand in performing American songs as well as Italian arias. The extent to which the bass-baritone does justice to his objective of genuinely moving people with his voice is clear from the audience reaction. The material that makes up this album was, unconventionally, "rehearsed live" before the studio sessions. With each of their appearances in February 2010, the singer and his hand-picked instrumentalists worked their way deeper into the pieces. In addition, the applause and "unbounded cheering" (Die Welt) had the effect of singling out certain numbers. And so this album represents "favorite songs" in two senses.

"We grow up with music", Quasthoff replies when asked about the repertoire in this recording. "And for me the transitions were, let's say, very fluid." He then talks about his brother Michael, two years his senior, who had a decisive influence on his musical tastes, from old-time jazz to the avant-garde, "from Bix Beiderbecke to Louis Armstrong, Oscar Peterson and Cannonball Adderley, Dizzy Gillespie, Miles Davis and John Coltrane, and of course Don Cherry, Ornette Coleman and Cecil Taylor, as well as Peter Brötzmann and Alexander von Schlippenbach." Then there were the pop songs that filtered through from the radio, the classical repertoire associated with the early recognition of his talent, and, also from his brother, lots of soul, funk and country songs. "The range really was very, very broad," he emphasizes. "It was always important for me to have a wide horizon. I've always considered it dangerous to be one-sided. If you just put your feelers out a bit, it can be tremendously exciting." And so now, following the huge international success of his "Jazz Album" - its subtitle taken from the Michel Legrand-Norman Gimbel song Watch What Happens - which brought him a Grammy® nomination, Thomas Quasthoff is delving even deeper into his own musical world. "I'm not the new soul discovery, and I'm surely not the one to raise jazz singing in Germany another five levels", he says, a bit dismissively. "But, as I said, that isn't what it's all about. Sometimes there actually are people who simply do things because they like doing them and because it's fun. We're making this album because we get such incredible pleasure from these songs - they're important to me - and because I really enjoy collaborating with these musicians."

In his second album of "non-classical" repertoire with a "troupe of good friends and extraordinary musicians", Quasthoff is collaborating with Wolfgang Haffner on drums, Frank Chastenier on piano and Hammond B-3 organ, Dieter Ilg on bass and Bruno Müller on guitar. The results, produced by Grammy® - winner Jay Newland-who has worked with Norah Jones, Pat Metheny, Charlie Haden, Junior Wells and Etta James-are exciting new versions of familiar classics. It's as though Quasthoff, starting out from Stevie Wonder's ballad You And I on the "Jazz Album", has opened a new chapter in which soul and pop favorites also have a place alongside jazz and blues hits. In most of these songs the borders between genres are fluid.

The title song, Tell It Like It Is - familiar in Aaron Neville's original and in later versions by both hard-rock bands and country singers, not to mention Nina Simone, Percy Sledge and Miami Vice star Don Johnson - could have been written for Quasthoff. With his breathtaking rendition, he makes the song his own. That sense of ownership can be heard and felt throughout this production. The soul of the song and that of the singer become one - he penetrates this repertoire, thematically, musically and vocally. You hear that in the wistful Please Send Me Someone To Love by Percy Mayfield (who also wrote Hit The Road, Jack) and Willie Dixon's blues hit Seventh Son. We groove along on his exultant version of Bill Withers's Kissing My Love and on The Whistleman, written by his big brother Michael, his early musical influence, to whom the album is dedicated. You simply believe his every word and every note, whether he's singing John Hiatt's Have A Little Faith In Me or Otis Redding and Jerry Butler's I've Been Loving You Too Long. Then there's the "rain trilogy": Tony Joe White's Rainy Night In Georgia, best known in Brook Benton's 1970 original and Randy Crawford's version from 1981; Ann Peebles's I Can't Stand The Rain, later covered by Tina Turner; and Randy Newman's country caricature Rider In The Rain. And yes, there's also Randy Newman's biggest, "baddest" hit - his ironic Short People - which brought down a heap of controversy on the songwriter-singer back in 1977 and still draws bemused looks when Thomas Quasthoff sings it over 30 years later. "The main thing", insists Quasthoff once again, "is that we have a good time with this music: the listeners, the musicians and, not least, me."

Götz Bühler


THOMAS QUASTHOFF CHANTE LE SOUL

«Pourquoi fait-on de la musique?» – question purement rhétorique que Thomas Quasthoff lance à l’improviste au cours d’une longue discussion sur Schubert, avoir des œillères, la soul, le pour et le contre du répertoire populaire et des traditions classiques. «On peut évidemment pratiquer la musique avec le noble objectif d’apporter quelque chose aux gens sur le plan intellectuel. Mais au bout du compte, la musique est faite pour émouvoir. Ici et maintenant. Elle parle à la tête et aux tripes. Alors finissons-en une fois pour toutes avec ces histoires de niches et de catégories.» Il respire profondément, puis sourit jusqu’aux oreilles. «Et c’est là que j’interviens, dans la série: Tell It Like It Is. Ni plus ni moins.» Celui que Stern a baptisé «la plus belle voix du monde» sait fort bien ce qu’il fait – et ce qu’il veut. Dans les airs italiens comme les chansons américaines, l’intensité de l’interprétation va chez lui toujours de pair avec un goût très sûr. Quant à savoir s’il remplit son objectif d’émouvoir les gens, il suffit pour s’en rendre compte de mesurer les réactions du public. Aussi surprenant que cela puisse paraître, les chansons qui composent le programme de son nouvel album sont toutes passées par «l’épreuve du feu de la rampe»: à chacun de leurs concerts en février 2010, le baryton-basse et la poignée d’instrumentistes triés sur le volet qui l’accompagnent ont approfondi leur interprétation; les applaudissements et «l’allégresse sans fin» (Die Welt) de l’auditoire ont par ailleurs servi de baromètre pour élire les chansons qui figureraient sur l’album. Nous avons donc ici affaire à des morceaux «doublement favoris».

«On grandit avec la musique», répond Thomas Quasthoff quand on l’interroge sur ses choix de répertoire. «En ce qui me concerne, il n’y avait pas vraiment de limites à ce que j’écoutais.» Et il se lance, il parle de son frère aîné, Michael, qui a deux ans de plus que lui et a beaucoup influencé ses goûts musicaux, depuis le bon vieux jazz jusqu’à l’avant-garde : «De Bix Beiderbecke, en passant par Louis Armstrong, Oscar Peterson et Cannonball Adderley, jusqu’à Dizzy Gillespie, Miles Davis, John Coltrane, et bien sûr Don Cherry et Ornette Coleman, ou même Cecil Taylor, Peter Brötzmann et Alexander von Schlippenbach.» Plus toutes les chansons pop qu’il découvrait à la radio, la musique classique que ses dons précoces lui ont permis très tôt d’assimiler, et – toujours par l’intermédiaire de son frère – beaucoup de soul, de funk et de country. «Ça partait vraiment dans toutes les directions», insiste-t-il. «J’ai toujours jugé important d’avoir un vaste horizon. Il me paraît dangereux de se cantonner dans une seule direction. Ouvrir ses antennes est tout de même beaucoup plus passionnant.» Ainsi, après le succès international de son Jazz Album ironiquement sous-titré Watch What Happens (d’après la chanson de Michel Legrand) et nominé pour un Grammy®, Thomas Quasthoff effectue une nouvelle plongée dans les profondeurs de son univers musical personnel. «Je ne suis pas la dernière découverte de la soul, ni celui qui portera le chant jazz en Allemagne vers de nouvelles hauteurs», prévient-il d’emblée pour écarter tout malentendu. «Mais, encore une fois, ce n’est pas le but du jeu. Vous savez, les gens qui font des choses simplement pour le plaisir, ça existe! Nous avons fait cet album parce que nous adorons ces chansons – pour moi, elles sont même très importantes – et parce que j’adore bosser avec ces musiciens.»

C’est la deuxième fois que Thomas Quasthoff enregistre un répertoire «non classique» avec «une troupe de bons amis et d’excellents musiciens». Il s’agit en l’occurence du batteur Wolfgang Haffner, du pianiste Frank Chastenier (qui joue aussi de l’orgue Hammond B3), du bassiste Dieter Ilg et du guitariste Bruno Müller. Sous la houlette du producteur Jay Newland, qui a travaillé en studio avec des pointures comme Norah Jones ou Etta James et a déjà un Grammy® à son palmarès, ils enregistrent des reprises de standards célèbres. On dirait que Thomas Quasthoff, après s’être engagé dans cette voie en enregistrant la ballade You And I de Stevie Wonder sur The Jazz Album, ouvre maintenant un nouveau chapitre où les succès de jazz et de blues côtoient des classiques de la soul et du pop. D’ailleurs, la frontière de genre entre ces chansons n’a jamais été clairement définie.

Le morceau qui donne son titre au nouvel album, Tell It Like It Is – chanté dans sa version originale par le falsetto du colosse Aaron Neville, puis repris par des groupes de hard, des chanteurs de country, et même par Nina Simone, Percy Sledge ou le comédien Don Johnson – semble idéalement fait pour Thomas Quasthoff, qui en donne une version à couper le souffle. De toute évidence, cette nouvelle production veut mettre l’accent sur l’émotion: l’âme du baryton-basse est au diapason de toutes les chansons qu’il interprète. On sent qu’il maîtrise totalement son répertoire, sur le plan thématique, musical et vocal. Aussi à l’aise dans le languide Please Send Me Someone To Love de Percy Mayfield (l’auteur préféré de Ray Charles) que dans le blues assuré Seventh Son de Willie Dixon, il dégage une bonne humeur contagieuse dans des versions groovy de Kissing My Love de Bill Withers et The Whistleman, écrit par son frère aîné à qui l’album est dédié. Chaque mot et chaque note sonne vrai, que ce soit dans Have a Little Faith In Me de John Hiatt ou dans I’ve Been Loving You Too Long d’Otis Redding et Jerry Butler. Citons encore la «trilogie de la pluie»: Rainy Night In Georgia, joyau sentimental de Tony Joe White mieux connu dans les interprétations de Brook Benton ou Randy Crawford, I Can’t Stand The Rain, le tube de Ann Peebles et Tina Turner, et Rider In The Rain, où Randy Newman caricature la country. Nous avons même droit au plus grand succès de Newman, Short People, une chanson caustique qui valut de nombreuses plaintes à son auteur en 1977 – et autant de regards irrités à Thomas Quasthoff plus de trente ans plus tard. «Mais comme je le disais», insiste Thomas Quasthoff, «la seule chose qui compte, c’est que tout le monde s’éclate avec cette musique: le public, les musiciens, et moi!»


Götz Bühler
6/2010

Götz Bühler


THOMAS QUASTHOFF SINGT SOUL

Warum machen wir denn Musik?« Eine rhetorische Frage, die Thomas Quasthoff ganz unverhofft stellt, mitten in einer längeren Diskussion über Schubert, Scheuklappen, Soul und das Für und Wider von populärem Repertoire und klassischen Traditionen. »Natürlich kann man Musik mit dem hehren Anspruch machen, den Leuten intellektuell etwas mitzugeben. Aber letztendlich muss Musik die Menschen auch berühren. Hier und Jetzt. Kopf und Bauch. Und dazu muss man einfach mal diese ganzen Schubladen koppheister schmeißen.« Er atmet tief durch und lächelt breit. »Und genau da komme ich ins Spiel, nach dem Motto: Tell It Like It Is. Nicht mehr und nicht weniger.« Der »Mann mit der schönsten Stimme der Welt«, wie ihn der Stern titulierte, weiß ganz genau, was er tut. Und was er will. Dass dabei Interpretationskraft und Geschmackssicherheit zusammengehen, zeigt sich ebenso bei italienischen Arien wie bei amerikanischen Songs. Wie der Bass-Bariton seinem Anspruch, Menschen mit seiner Stimme wirklich zu berühren, gerecht wird, machen die Publikumsreaktionen deutlich. Tatsächlich und ungewöhnlich wurde der Stoff, aus dem dieses Album ist, vor den Studioaufnahmen in jeder Hinsicht »live-erprobt«. Mit jedem ihrer Auftritte im Februar 2010 arbeiteten sich der Sänger und seine hand­verlesenen Instrumentalisten gründlicher in ihr Material ein; der Applaus und »grenzenlose Jubel« (Die Welt) erkor außerdem Favoriten. So bietet dieses Album doppelt designierte Lieblingslieder.


»Man wächst ja mit Musik auf«, holt Thomas Quasthoff aus, wenn man ihn auf das Repertoire dieser Aufnahme anspricht. »Und bei mir waren die Übergänge, sagen wir mal, sehr fließend.« Dann legt er los, ganz im Fluss. Er erzählt von seinem zwei Jahre älteren Bruder Michael und dessen prägendem Einfluss auf seinen Musikgeschmack, von Old-Time-Jazz bis zur Avantgarde, sprich: »Von Bix Beiderbecke über Louis Armstrong oder Oscar Peterson und Cannonball Adderley zu Dizzy Gillespie, Miles Davis, John Coltrane, natürlich auch Don Cherry und Ornette Coleman, bis hin zu Cecil Taylor, Peter Brötzmann oder Alexander von Schlippenbach.« Dazu kamen die Popsongs, die er sich aus dem Radioprogramm siebte, das klassische Repertoire, das seine früh erkannte Begabung mit sich brachte, und, ebenfalls über den Bruder, reichlich Soul-, Funk- und Country-Lieder. »Die Bandbreite war wirklich sehr, sehr groß«, betont er. »Mir war es auch immer wichtig, so eine Horizontweite zu haben. Einseitigkeit halte ich nach wie vor für gefährlich. Es ist doch enorm spannend, wenn man seine Fühler ein bisschen ausstreckt.« Jetzt also, nach dem großen internationalen Erfolg des sogar mit einem Grammy® nominierten Jazz Albums, das Thomas Quasthoff mit dem etwas ironischen Michel-Legrand-Song Watch What Happens untertitelte, folgt ein noch tieferes Eintauchen in seine ganz eigene Musikwelt. »Ich bin nicht die neue Soul-Entdeckung und sicher auch nicht derjenige, der den Jazzgesang in Deutschland fünf Stufen weiter bringt«, wiegelt er ab. »Aber, wie gesagt, darum geht es auch nicht. Es gibt manchmal wirklich Menschen, die einfach Dinge tun, weil sie die gerne tun und weil ihnen das Spaß macht. Wir machen dieses Album, weil wir unheimliche Freude an diesen Songs haben – sie sind mir sogar sehr wichtig – und weil ich wirklich gerne mit diesen Musikern zusammenspiele.«


Thomas Quasthoff nimmt zum zweiten Mal »nicht-klassisches« Repertoire auf, gemeinsam mit »einer Truppe guter Freunde und außerordentlicher Musiker«, nämlich dem Schlagzeuger Wolfgang Haffner, dem Pianisten und Hammond-B3-Organisten Frank Chastenier, dem Bassisten Dieter Ilg und dem Gitarristen Bruno Müller. Unter der Produktion von Grammy®-Preisträger Jay Newland, der schon mit Norah Jones oder Etta James im Studio war, entstehen dabei spannende neue Versionen bekannter Klassiker. Es ist, als würde Thomas Quasthoff ausgehend von Stevie Wonders Ballade You And I, einem der Highlights von The Jazz Album, ein neues Kapitel aufschlagen, in dem neben Hits des Jazz und Blues eben auch Favoriten aus Soul und Pop ihren Platz haben. Bei den meisten dieser Songs sind die Genregrenzen ohnehin fließend.

Schon der Titelsong Tell It Like It Is – in der Originalversion im Falsett des hünenhaften Aaron Neville bekannt und später ebenso von Hardrock-Bands wie Country-Barden in die Charts gesungen, außerdem von Nina Simone, Percy Sledge oder dem Schauspieler Don Johnson – scheint wie für Thomas Quasthoff geschrieben. Mit der atemberaubenden Art, wie er diese Ballade interpretiert, macht er sie sich überdies zu eigen. Das Gefühl steht bei dieser Produktion hör- und spürbar im Vordergrund. Die Seele des Songs und die des Sängers werden eins – er durchdringt dieses Repertoire, thematisch, musikalisch, stimmlich. Das gilt für das sehnsüchtige Please Send Me Someone To Love von Ray Charles Lieblingsautor Percy Mayfield ebenso wie für den selbstbewussten Blues-Hit Seventh Son aus der Feder von Willie Dixon. Man freut sich mit ihm bei den groove-glücklichen Versionen von Bill Withers Kissing My Love oder The Whistleman, geschrieben von seinem großen Bruder, dem er viele seiner frühen musikalischen Einflüsse verdankt und dem er auch das Album widmet. Man glaubt ihm einfach jedes Wort, jede Note, egal ob er John Hiatts Have a Little Faith In Me oder Otis Reddings und Jerry Butlers I’ve Been Loving You Too Long singt. Schließlich wäre da noch die »Regen-Trilogie«: Rainy Night In Georgia, ein sentimentales Kleinod von Tony Joe White, bestens bekannt in den Interpretationen von Brook Benton oder Randy Crawford, der Ann Peebles- und Tina Turner-Hit I Can’t Stand The Rain und Randy Newmans Country-Karikatur Rider In The Rain. Auch Newmans größter und garstigster Hit Short People fehlt nicht, ein Song, der dem Songwriter 1977 viele Klagen einbrachte und Thomas Quasthoff über dreißig Jahre später zumindest noch irritierte Blicke. »Das allerentscheidendste ist, ich sagte es bereits«, so Thomas Quasthoff, »dass wir mit dieser Musik Spaß haben: Die Zuhörer, die Musiker, und nicht zuletzt auch ich.«

Götz Bühler