LISA BATIASHVILI - BACH 4792479

. . . [the first ever recording of C.P.E. Bach's "Trio Sonata in B flat minor for violin, flute and basso continuo"]: This dazzling piece sees Lisa teaming up with the great flautist Emmanuel Pahud . . . [J.S. Bach / "Erbarme Dich, mein Gott"]: Batiashvili duets with her husband, the celebrated oboist Francois Leleux. It's a startling arrangement which more than communicates what this music means to the couple, as well as what they mean to each other. Batiashvili always plays with precision, emotion and a beautifully pure tone, and brings a modern, heartfelt sound to some Bach family masterpieces.

The violinist's abilities are probably best demonstrated on the "Sonata No. 2 for Solo Violin", which poses a succession of intriguing performances questions that she answers with dextrous panache. But the most rewarding pieces are those on which her husband, Francois Leleux, provides the oboe part: the "Double concerto for Violin, Oboe, Strings & Continuo", for example, is clearly the result of much rehearsal and study, the couple's lines braiding with perfect equilibrium, an elegant dance rather than a dialogue.

. . . Batiashvili's violin is seductive, the spirit lively . . . a pleasing [selection] . . .

. . . an attractive mix of the exhilarating and the meditative, with Batiashvili's playing unifying it all with her authority of interpretative insight, vital spirit and sophisticated shading of violin timbre . . . [J.S. Bach / Double Concerto]: secure rhythmic underpinning and sharp orchestral clarity of texture inject it with genuine verve . . . the blend of Batiashvili's violin and her husband Francois Leleux's oboe in the slow movement is sublime. The sinfonia pinpoints the beguiling vocal quality and finely spun lines that Batiashvili can produce from her Guarneri del Gesù instrument . . . [the CPE Bach Trio] is a delightful addition to a wholly captivating disc.

After the intense concentration of Papa Johann Sebastian's great A minor Sonata for solo violin -- played with conspicuously warm tone and statuesque gravitas . . . Carl Philip Emmanuel's elegant Trio Sonata WQ 143 acts as a palate-cleaning sorbet. It relaxes the mood artfully and is dispatched with airy grace and charm -- flautist Emmanuel Pahud is particularly seductive on the ear . . . [a] cheerfully bustling account of the double concerto . . .

. . . [Batiashvili generously shares the spotlight with her guest] musicians, and their inclusion gives the whole CD an enjoyable feeling of conversation and flexibility of approach . . . this is a vibrant and appealing mainstream presentation of Bach that shows Batiashvili and her colleagues in a positive light.

Scintillating stuff.

Lisa Batiashvili hat, und das ist in diesem Fall keine 08-15-Floskel, einen der schönsten Geigen-Töne, die man von Spitzenmusikern so hören kann. Wenn sie Prokofjew, Bartók oder Schostakowitsch spielt, dann klingt das bei aller komponierten Ruppigkeit und aggressiven Motorik immer noch elegant, grazil und intakt. Eine perfekte Voraussetzung für die Musik von Bach, die davon am meisten lebt, und die technische und klangliche Unstimmigkeiten wohl am wenigsten verzeiht . . . Sie hat sich umgehört und probiert, sie hat gelebt und musiziert, und darüber hat sie ihn gefunden: ihren Weg zu Bachs Musik, mit moderner Geige und trotzdem ganz schlank, ganz klar, ganz unmittelbar.

Kaum eine andere Geigerin wird so mit Superlativen bedacht wie Lisa Batiashvili. Egal ob Konzert oder Aufnahme, immer wieder verzaubert sie mit ihrem Spiel Publikum und Kritiker . . . man spürt in dieser Aufnahme, wie sehr Batiashvili diese zeitlose Musik am Herzen liegt . . . Batiashvili lässt den Melodien einen weiten Raum, sich zu entfalten. Nichts wirkt aufgesetzt oder gewollt. In den temporeichen Passagen nimmt die Geigerin den Charakter der Kompositionen auf . . . Die Musik hüpft, schwingt und pulsiert -- auch weil das Kammerorchester unter der Leitung von Radoslaw Szulc so differenziert begleitet. Und dann ist da noch Francois Leleux -- nicht nur ein hervorragender Oboist, sondern auch Ehemann der Geigerin und Partner in Bachs Doppelkonzert. Weil die Beiden schon von Beginn an vor Spielfreude sprühen, steigt gleich beim ersten Track der CD die Laune . . . Lisa Batiashvili überzeugt auch bei der Musik von Vater und Sohn Bach mit einer Fülle von Klangfarben und Ausdrucksmitteln, die sie klug und fantasievoll einsetzt: berührende Momente und Stücke mit Ohrwurmcharakter -- was will man mehr?!

Technische Vollkommenheit und eine sorgfältige Ausarbeitung jeder einzelnen Phrase bestimmen die Werkinterpretationen; den oft gehörten Kompositionen (wie dem Violinkonzert BWV 1042) wird ein ganz eigener, zumeist kraftvoll-geschmeidiger Ausdruck verliehen. Aber auch und gerade die leisen Töne, wie im Andante der a-Moll-Solosonate BWV 1003, machen die CD zu einem Volltreffer.

. . . der herbe, weit ausschwingende Ton Batiashvilis gewinnt der Musik so viel beherzte Stimmungen, eine so große Vielfalt und Multiversalität ab, dass dieses "Familientreffen", wie es im Booklet heißt, eben kein Ausrutscher ist und kein Strickmuster-Bach nach dem Motto: "Zwei rechts, zwei links, eine fallen lassen . . . " Dieser Bach, mit anderen Worten, ist traditionell auf seine Weise. Romantisch melodiös. Aber nicht verzopft oder altmodisch . . . Im Verein mit Emmanuel Pahud, Sebastian Klinger, Peter Kofler, ihrem Ehemann Francois Leleux und dem Kammerorchester des BR-Symphonieorchesters entsteht ein luftig federleichter, dabei farbsatter Bach. So, wie er für die Fans Batiashvilis und solche, die es vielleicht werden wollen, auf den Leib zugeschnitten erscheint.

Lisa Batiashvili stellt sich ihre eigener Aufgabe im Umgang mit Bach und bietet ein individuell maßgeschneidertes Programm . . . Unzählige Male haben [Lisa Batiashvili und Francois Leleux] das Werk im Konzert gespielt. Kongenial, wie ein Herz und eine Seele, so klingt es auch hier, klangschön, rund und wunderbar ausphrasiert. Alle hier versammelten Werke werden auf einem unanfechtbar hohen musikalischen Niveau dargeboten, über technische Belange zu reden braucht man erst gar nicht. Wie gekonnt und klangvoll, ohne jedes saitenknirschende Beiwerk Lisa Batiashvili etwa die Fuge der a-Moll Solosonate entwickelt, ist bemerkenswert . . . [sie] verbindet Elemente der historischen Rhetorik und Tonbildung mit der Romantik und dem Klang einer modernen Geige. Da werden auch Noten ohne Vibrato angesetzt und erhalten dann eine dezente Schwingung.

Son violon déploie une sonorité franche, chaleureuse, dominante . . . A ses côtés officient des musiciens de premier ordre entièrement dévoués à leurs partitions et à la gloire des Bach . . . [Francois Leleux] tire de son instrument de merveilleuses sonorités en particulier dans les mouvements lents. Bien sûr la présence d'Emmanuel Pahud . . . apporte une contribution agile et rafraîchissante. Participent également à l'aventure le violoncelliste allemand Sébastien Klinger, musicien précoce, demandé et apprécié et son compatriote Peter Kofler dont l'aisance au clavecin (et à l'orgue) ne laisse de séduire. Soutenus avec suffisamment de discrétion par un splendide et harmonieux orchestre de chambre issu de l'Orchestre symphonique de Bavière, les solistes offrent par exemple de l'"Allegro" du Concerto pour violon, cordes et continuo en mi majeur BWV 1042 une vision homogène, sensible, tout à fait à la hauteur de leur réputation . . . La Sonate pour violon no. 2 en la mineur BWV 1003, jouée en soliste par Lisa Batiashvili, confirme le sérieux de ses exigences servies par une technique irréprochable et une maîtrise de toutes les subtilités de ce répertoire baroque très fréquenté. Collectivement les solistes établissent sans effort ni renoncement apparents un équilibre de sérénité et d'entrain, un niveau poétique remarquable, un dédain bienvenu envers une vaine virtuosité et des effets surajoutés non indispensables. Ils magnifient individuellement et collectivement les strates sonores des fameuses partitions. Au total, cette interprétation se positionne aux premiers rangs d'une riche et abondante discographie.