VIVALDI Opera & Oratorio Arias Kozená 4778096

Over the past few years, Magdalena Kozená has almost become the Barack Obama of mezzo-sopranos. With that mesmerising voice, that magnetic personality, everybody wants a piece of her, in whatever repertoire or language. She¿s as versatile as she¿s ubiquitous . . . in slower, reflective numbers such as the "sleep" arias from Tito Manlio and L¿Olimpiade, both imaginatively coloured and sustained . . .

Kozená is a technically assured singer who can give Bartoli a run for her money in a virtuoso martial aria such as "Armatae face" from Juditha Triumphans , but it is in more lyrical and reflective material that she excels.

Magdalena Kozená's programme of arias . . . offers a deliciously varied antipasto . . . This is exciting stuff and she negotiates the demanding passagework with even and lightly articulated declamation. Simpler in expression but hardly less engaging is a little A major aria from "La verità in cimento" which Kozená sings with charm and expressive immediacy. Of greater substance and redolent with that distinctive Vivaldian poetry are hauntingly beautiful arias from "Farnace, L'Olimpiade" and "Orlando furioso". Their lyrical appeal and expression of deep emotions are affecting, enlivened and intensified at every turn by Kozená's vocal colour and intuitive responses. The Venice Baroque Orchestra is both complementary and supportive throughout.

There is plenty of dramatic bite on offer even in slow music, especially in the compellingly taut "Gelido in ogni vena" . . . as Kozená eloquently conveys Farnace's icy shock that he has unwittingly condemned his son to death . . . this is definitely among the most intriguing, theatrically varied and convincing.

. . . Kozená gives a sensitive performance, the voice sounding typically lovely, the long lines nicely coloured by vibrato or lack thereof . . . The virtuosic "Armatae face et anguibus" from the oratorio Juditha triumphans has plenty of excitement and the coloratura singing is exemplary . . . She offers a poised, elegantly phrased account of "Mentre dormi" (L'Olimpiade), a gorgeously languid aria in the newer galant style. And she excels in the irresistable "Forse, o caro, in questi accenti" (Farnace), which has one of Vivaldi's most beguiling melodies. A fine disc, then, which reunites Kozená with Andrea Marcon and the Venice Baroque Orchestra, able collaborators on her earlier Handel disc.

Kozená¿s voice has a beautiful sheen, while her expressive coloratura is well able to deal with the huge technical demands of some of these arias. Her well-chosen programme covers a variety of Vivaldi characters, and she creates credible and distinct identities for each one, giving the lie to the rumour that Vivaldi wrote the same tune 400 different ways. This is a memorable recital by an artist at the height of her powers.

Kozená makes us "ooh" and "ah" at the brilliance of the Vivaldi literature here, stepping back a bit to shine as an exemplary interpreter. Kozená treats this material lovingly, offering individuality, consummate vocal elegance and emotional conviction . . . she excels in both [lyrical numbers and bravura arias], and one of the pleasures to be found in her coloratura work is the absence of gimmicks such as aspiration of breath between pitches to achieve her virtuoso speed of delivery . . . Kozená's runs, shakes and trills are dazzling in their accuracy, clarity and ease . . . Andrea Marcon and his Venice Baroque Orchestra . . . are spectacularly successful here in making a strong individual impression as an ensemble while being entirely at one with the soloist: the playing, the pacing and the music itself sound completely organic.

Mezzo-Star Magdalena Kozená (36) hat eine CD mit Vivaldi-Arien herausgebracht, selten gehört, herrlich gesungen.

Die Stimme . . . [blüht] in der Mittellage leuchtkräftig auf. In der Arie "Gelida in ogni vena" aus "Farnace" . . . kommen Kozenás stimmliche Qualitäten am besten zum Tragen. Doch sie stellt sich auch den virtuosen Anforderungen erfolgreich und lässt sich schließlich von Orlandos Rasereien aus der gestalterischen Reserve locken . . . Die Musiker stellen Vivaldis Musik gleichsam unter Starkstrom.

. . . Kozenas Stimme [trifft] wie ein Lichtstrahl -- direkt auf den Hörer . . . so fesselnd sind Magdalena Kozena und das Venice Baroque Orchestra und man möchte einfach nur die "Repeat-Taste" drücken . . . In den meisten Arien des Albums geht es darum, . . . die Stimmung zu halten. Viel Ruhe und Zurückhaltung seitens der Mezzosopranistin ist dafür gefordert, das gelingt. Langweilig wird es deshalb nicht, denn Kozenas Auswahl an Gesangsnummern aus dem Sopran- und Altfach und den nicht existierenden Vivaldi-Arien-Hits machen das Album vom Einlegen der CD bis zur letzten Arie höchst abwechslungsreich. Dazu erweist sich das Venice Baroque Orchestra unter der Leitung von Andrea Marcon aufs Neue als hervorragender Partner. Ihnen scheint die Musik des norditalienischen Landsmannes -- Vivaldi -- im Blut zu liegen.

Der dunkle Glimmer ihres changierenden, sinnlich pulsierenden Mezzosoprans entdeckt eine beinahe mediterrane Siesta-Stimmung . . . Die gedämpfte Lyrik, das fast melancholische Stilempfinden Ko¿enás machen den Charme dieses wundervollen Albums aus . . . Magdalena Ko¿ená . . . befreit den Rotbart von allen Klischees. Mit Arien aus elf Vivaldi-Opern ist ihr das vielleicht wichtigste CD-Highlight ihrer formidablen Karriere geglückt.

[Niemand könnte] diese Arien schöner und inniger singen als Magdalena Kozená mit ihrer unglaublich perfekt geführten Stimme.

Andrea Marcon leitet die auf Originalinstrumenten spielenden Musiker mit großer Umsicht und Sinn für die Nuancen . . . Magdalena Kozená erweist sich bei den insgesamt 15 Vivaldi-Arien als flexible und stets geschmackvoll intonierende Interpretin . . . Die Sorgfalt und Intensität, mit der hier musikalisch zu Werke gegangen wird, macht die CD zu einem "Muss" nicht nur für Freunde der Barockmusik.

Alles geht ganz schnell: Schon mit den ersten Sekunden, mit den repetierenden Akkorden und fahlen Streicherklängen aus "Tito Manilo" entführen Andrea Marcon und sein Orchester den Hörer in die Gedanken- und Gefühlswelt der CD, und diese changiert vor allem zwischen elegischer Verträumtheit und herzzerreißender Verzweiflung. Dann kommt der Einsatz von Magdalena Kozená. Das "Sonno" des Titelhelden tönt aus ihrer Kehle wie der Gesang einer unendlich Traurigen Seele -- alleine durch den Klang.
Und das ist kein Einzelbeispiel, denn die gesamte CD ist ein Paradebeispiel für die exemplarische Klangmalerei der Tschechin, in deren Singen sich der Sinn einer jeden Phase im Klang spiegelt. Dabei ist das Venice Baroque Orchestra in jedem Moment ein kongenialer Partner. Wie die Musiker zu Beginn von Licidas "Mentre dormi Amor fomenti" die quälenden Akkorde aneinanderreiben, jede gespannte Harmonie genüsslich auskosten, lässt den Hörer bis zur Unerträglichkeit leiden.
Und auch die virtuosen Momente fallen dagegen nicht ab. Mit überschäumender Spiellust stürzt Marcon sich mit seinem Ensemble in die Arie aus "Juditha triumphans", und die Sängerin folgt ihm mit dem Mut zu harschen Akzenten und kruden Farben sowie energisch ausgesungenen Koloraturen, welche die Schwierigkeiten von Vivaldis instrumentalen Verzierungen fast vergessen machen. Ein klar konturiertes, transparentes Klangbild, dem von der Technik dennoch genügend Raum gegeben wird, sorgt für unmittelbaren Genuss.

Eintönig ist diese monochrome, von schwarzer Melancholie erfüllte Vivaldi-Arien-CD nicht eine Sekunde lang . . . Jedes Stück wirkt frisch wie eine Entdeckung und klingt völlig anders als das zuvor oder danach. Treffsicher setzt Marcon die Pointen, farbig sind die Nummern instrumentiert, Windmaschinen werden eingesetzt in der Zornarie der Zauberin Ersilla, eine zierliche Soloblockflöte in dem arkadischen Couplet der Schäferin Rustena. Die kostbare Stimme der Kozená aber mit ihrer bezwingend intensiven Aura ist wandelbar in Timbre und Ausdruck von Nummer zu Nummer . . . Gleich die erste Nummer (aus der Oper "Tito Manlio") malt ein Nachtstück, ein klassisches Genrebild. . . Fast vibratolos, silberklar wie eine Trompete schwebt Kozenás Stimme ein, lässt sich in die Lamentosekunde hineinfallen, und dazu zupft die Laute ein Akkompagnato, als sänge sich einer da selbst etwas vor. Die für neue wie alte Musik perfekt kompatible, kühle Mezzostimme Magdalena Kozenás hat sich in den vergangenen Jahren in eine Traumstimme verwandelt . . . Das Volumen ist deutlich größer geworden. Vor allem aber hat sie neue Farben dazugewonnen, ist voller, runder geworden, ohne an Kraft und Beweglichkeit einzubüßen. In der Arie "Gelido in ogni vena" (aus "Farnace") reicht diese Stimme bis in den dunkelsten Keller des Altregisters hinab, das Wort "terror" schwarz grundierend . . . Ergreifend die Totenklage, brillant das Feuerwerk, das Kozená in den Koloraturen der "Griselda"-Arie entzündet, hinreißend die pseudonaive Koketterie in dem Gondellied der "Rosane": Alle Facetten des Lebens lassen sich einfangen von dieser Stimme. Magdalena Kozená ist sowieso ein Vielseitigkeitswunder und nicht auf Barockmusik spezialisiert . . .

Mezzo Magdalena Kozená setzt in ihrem neuen Recital mit Vivaldi-Arien nicht auf Theatralik, sondern auf Beschaulichkeit und leise Töne . . . Erste Überraschung: Nichts "knallt", wie aus dem Nichts kommen die Instrumentaltöne und die makellos, mit perfekten Schwelltönen, fast "sopranig" mit Lucia-Popp-Timbre durch die Melodien segelnde Stimme der Mezzosopranistin. Intimität ohne vokales Auftrumpfen. Erst in der zweiten Nummer, in der es nicht um Träume, sondern um "furore" geht, werden alle Bremsen gelöst, auch bei den stets locker und luftig musizierenden Profis des Venice Baroque Orchestra mit seinem Chef Andrea Marcon . . . Der bei solcher Fülle bestehenden Abstumpfungs-Gefahr begegnen die Musiker mit großer instrumentaler Vielfalt und Klangphantasie bei der "Begleitung" -- und mit nicht erlahmendem rhetorischem Nachdruck. Es darf auch blühen und schmachten, bloß ohne "Schmalz", und wer wissen will, wie sich "Vier-Jahreszeiten"-Klänge in Opernarien transferieren lassen, kommt bei "Farnace" auf seine Rechnung . . . Ergebnis: eine CD, die die Fantasie auf Reisen schickt.

"Schön!" Der Seufzer liegt einem auf der Zunge, wenn Magdalea Kozena Vivaldi-Arien singt, wie auf ihrer jüngsten CD, begleitet vom Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon . . . bei Vivaldi ist das Elegische, der sanfte Flötenton am ehesten "ihr Ding". Wie war das mit den "voci parallele"? In ihren besten Momenten kann die Stimme von Magdalena Kozena . . . wie die der verehrten, zu früh verstorbenen Sopranistin Lucia Popp klingen . . .

Da hat uns die tschechische Mezzosopranistin was richtig Schönes ausgesucht . . . Was sie singt . . . sind Lieder, in die man sich reinvertiefen kann und staunen, immer wieder neu. Jede Sekunde lohnt.

. . . [Kozená] huldigt seiner [Vivaldis] affektgeladenen Virtuosität eher am Rande und leuchtet stattdessen in wundervollen langsamen Arien die tief emotionalen Aspekte seines Opernschaffens aus.

. . . eine recht systematische Vermessung des Kontinents Vivaldi und seiner verblüffend unterschiedlichen Musiklandschaften. Und die gelingt nicht zuletzt deshalb so überwältigend, weil Dirigent Andrea Marcon mit seinem Venezianischen Barockorchester nicht auf einen Einheitstonfall setzt, sondern die jeweiligen Lichtverhältnisse der einzelnen Arien mit subtiler Ausdeutung nachzeichnet -- Marcon ist deutlich gereifter, seit er mit dem Geiger Giuliano Carmignola seine legendären Konzertaufnahmen vorlegte. Aber auch Magdalena Kozená, einst furiose Pathetikerin der Alte-Musik-Szene, hat sich neue Ausdruckswelten erobert, gerade im Langsamen, im Leisen. Weit davon entfernt eine herzlose Koloraturmaschinerie anzuwerfen, trägt sie in fast alle Stücke eine melancholische Wärme. Sie belebt jede Phrase ohne zu outrieren, sie deutet Tänzerisches mit geschmeidiger Erotik, sie arbeitet gegen die Kälte in "Gelido in ogni vena" (einer Übernahme aus dem Winter der "Jahreszeiten") mit glühender Verzweiflung. Und vor allem ist ihr Jubel immer ein verhaltener, der jeden Effekt meidet. So viel Seelenweite, solch ein Reichtum war bei Antonio Vivaldi bisher noch nie zu hören.

Der rote Priester hat nichts an Attraktivität verlorenen. Im Gegenteil. Als Opernkomponist boomt er. Was die langsamen Arien zauberhaft beweisen. Alles andere als Archivware.

Man weiß nicht, was man mehr bestaunen soll, die schlanke Stimmführung, die Empfindungstiefe, den wunderbaren Farbenreichtum ihres Mezzos oder die Selbstverständlichkeit, mit der die bedeutende Sängerin die anscheinend problemlos gemeisterten virtuosen Teile in die jeweiligen Arien einfügt . . . [Die getroffene Auswahl] erlaubt einen Einblick in die große Vielfältigkeit Vivaldis Opernschaffen. Am Erfolg der sehr gelungenen Aufnahmen hat das Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon durch prägnantes Mitgestalten entscheidenden Anteil.