CONCERTO VENEZIANO Carmignola Marcon 4745172

All this is well caught by the rich and detailed recording, as is Carmignola . . . there's a lot of character, together with a sweet and focused sound. He's very careful with vibrato and articulation, and his rubato bends the pulse without breaking it . . . The Locatelli . . . gives Carmignola an opportunity for fireworks . . . he's technically on top of everything, and the trumpet-like sound of his first entry in the Tartini is a real feat of tonal control . . .

This disc is really something special . . . This disc stands out for imaginative repertoire selection and outstanding interpretation . . . Do yourself a favor and buy this magnificently played, perfectly recorded disc. It's an instant classic.

Giuliano Carmignola is a thoroughly polished and consistently adventurous soloist in this demanding repertory. He dazzles us with his remarkable technical facility, expression and flexibility of interpretation l . . Andrea Marcon and the Venice Baroque Orchestra provide alert and sensitive period-instrument support, employing a colourful range of continuo instruments. The well-balanced recording is faithful and true and has plenty of appropriate ambience.

This is a good disc from Carmignola and Marcon . . . There¿s plenty of energy and period instrument bite, and unlike many current Baroque musicians, there¿s a willingness to savor the middle movements that I like . . .

. . . Carmignola is a terrific violinist whose technique and intonation are as near flawless as one has any right to expect. His tone, neither too fat nor too spare, is ravishing, drawn out in cantilenas llike an exquisitely spun silver thread that never shows the slightest sign of insecurity . . . So moving, so touching . . . this movement alone should be heard not only by every aspiring violinist, but also by every singer, who will learn much about control and phrasing from the playing . . . the playing is dazzling . . . lovely violin-playing will (and certainly should) attract widespread interest in a disc that is in many ways a wondrous achievement . . .

This is a lovely collection . . . These works are rendered with a passion and fire that does not abate . . . All of these works seem very fresh, perhaps because they get such good treatment from this orchestra. The rendition is spirited, graceful, and expressive.

Giuliano Carmignola has been recording Vivaldi with the Venice Baroque Orchestra for some time, producing striking recordings of familiar masterpieces as well as spiky premieres of previously unrecorded works . . . [concerto RV 325]: the Orchestra and its soloist make a great deal of its rhythmic drive . . . Both virtuosically and rhetorically convincing, Carmignola deserves, and receives, top engineering billing . . . The depth and range of the recorded sound ranks among the most striking in any of Vivaldi's works. Just adjust your pacemaker accordingly. Urgently recommended.

Barock boomt! Diese CD bringt endlich mal unbekanntes Repertoire aus der Epoche zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus Italien, in der Venedig seinen architektonischen Zauber offenbar auch in die Musik übertrug. Das wenig bekannte Concerto in B-Dur von Vivaldi läßt Violinen-Virtuose Giuliano Carmignola hier schweben und glitzern wie eine Gondel in der Sonne. Das eingespielte »Dreamteam« mit dem Venice Baroque Orchestra und Andrea Marcon bettet Carmignolas Klang perfekt in einen harmonisch-instrumentalen Guß. Die Konzerte von Locatelli und Tartini bezaubern durch freskenhafte Virtuosität. Traumhaft schön das letzte Stück der CD, das "Largo andante" von Tartini.

The Baroque is booming! This CD at last presents unfamiliar repertoire from the period at the beginning of the 18th century in Italy when Venice¿s architectural magic was also being translated into music. The little-known Concerto in B flat major by Vivaldi here allows violin virtuoso Giuliano Carmignola to glitter and glide like a gondola in the sun. The experienced ¿dream team¿ of the Venice Baroque Orchestra and Andrea Marcon provide a perfectly harmonious instrumental cushion for Carmignola¿s tone. The concertos by Locatelli and Tartini are enchanting in their fresco-like virtuosity. And the last piece on the CD, Tartini¿s ¿Largo andante¿, is dreamily beautiful.

Virtuosität über alles . . oder fast alles, was passt in diesen Konzerten, vor allem, weil dieser Teufelsgeiger selbst mit den akrobatischsten Schlenkern noch so leicht und lustvoll spielt, als seien es harmloseste Liedchen. Virtuosität aber auch im weiteren Sinn, etwa für die ungemein atmosphärischen langsamen Sätze oder die Sinnlichkeit bei Tartini und dem späten Vivaldi, die sich auch auf das nicht minder virtuos begleitende Orchester erstreckt.

Hier läuft Carmignola zur Höchstform auf und distanziert sich von allen anderen Barockgeigern durch seine geradezu selbstverständliche Vertrautheit mit dem Idiom Vivaldis und seine grenzenlos virtuose Umsetzung des Notentextes, die eigentlich weitaus mehr ist: ein lebendiger Hauch Vivaldis selbst . . . Das Venice Baroque Orchestra sprüht in dem sich verzweifelnd gebärdenden Kopfsatz nur so vor Musikalität, erfasst die Musik aber gleichzeitig emotional. Der Solist setzte dem mit seiner Interpretation der originalen Kadenz Vivaldis noch das Sahnehäubchen auf. Besser kann man heute keinen Vivaldi spielen . . . Carmignola fühlt sich in diesen außergewöhnlichen Virtuosenstücken [Locatelli, Tartini] ebenfalls hörbar zuhause . . .

Dass Carmignola sich im barocken Repertoire zu Hause fühlt, merkt man bereits in den ersten Takten. Die langsame Einleitung zu Vivaldis Konzert für Violine und Streicher (»in due cori«) RV 583 wird von Carmignola in all seiner gestenreichen barocken Klangrede ausgekostet. Das folgende »Allegro non molto« wechselt mit kantablen Solopassagen ab, in denen Carmignola seine Violine zart singen lässt, ehe der Schwung des Ritornells lockere, flüssige Abwechslung bietet. Der langsame Satz, in seiner sanglichen, langgezogenen Melodielinie eine Seltenheit im frühen 18. Jahrhundert, wird zart interpretiert, sowohl vom Solisten als auch vom hervorragend begleitenden Venice Baroque Orchestra. Richtig stürmisch wird der Anfang von Vivaldis e-Moll-Konzert RV 278 genommen, ehe sich im »Largo« Solovioline, Streicher und Continuo (hier im Vordergrund: eine wunderschön und geschmackvoll gezupfte Laute) umranken. All diese Virtuosität erscheint bei Giuliano Carmignola nicht als Selbstzweck, sondern eingebunden in ein Spiel mit Figuren und hochexpressiven Passagen. Man hat bei jeder Note den Eindruck, dass Carmignola die rhetorischen Figuren barocker Musiksprache auch dem heutigen Hörer vermitteln kann. In der Interpretation gibt es keine leere Virtuosität, die den Musiker ins Zentrum rückte, sondern nur die Ausdruckskraft der Musik. Dies gilt vor allem auch für die Konzerte von Locatelli und Tartini, in denen das virtuose Element gegenüber den Konzerten von Vivaldi deutlicher hervortritt. Dass es Carmignola und dem glänzend musizierenden Venice Baroque Orchestra dennoch gelingt, alle Ausdrucksqualitäten dieser großartigen Konzerte auszuloten, verdient hohes Lob. Gute Klangbalance. Was das Ensemble unter vielen auf historischen Instrumenten musizierenden Formationen unterscheidet, ist eine exzellente Klangbalance, gepaart mit einem natürlich atmenden Tempo. Hier wird nicht sportiv durch die Werke gehetzt, sondern jedes Detail mit beherztem Schwung hörbar gemacht. Auch die Continuo-Gruppe agiert sehr differenziert. Besonders weich geriet hier der transparente Klang des Begleitensembles; die Streicher zeichnen sich durch eine betont zarte Klanggebung aus. In diesem Umfeld wirkt Carmignolas Virtuosität mit allen technischen Kniffen wie Springbogen, Doppelgriffe etc. wie ein aufrührerisches Element. Dass diese Produktion so kurzweilig wirkt, liegt sicherlich zum einen an dem ausdrucksstarken Spiel des Solisten, zum anderen an der Auswahl der Werke. Die Gegenüberstellung dreier Komponisten, die sich mit dem Solokonzert auf solch hinreißend unterhaltsame Art auseinander setzten, ist vollauf gelungen.

[Tartini] selbst strebte an, in seinem Geigenspiel den natürlichen Gesang der Stimme nachzuahmen. Das von Carmignola gespielte Violinkonzert in A-Dur (D 96) ist dafür ein perfektes Beispiel. Als Zugabe spielt er noch ein Largo Andante, das Tartini als Alternative zum Adagio komponierte und dieses noch in Ausdruckskraft und Kantabilität übertrifft. In diesem Werk fühlt Carmignola sich genauso zu Hause wie in den Konzerten von Vivaldi (RV 278, 583), die in ihrer Virtuosität die viel bekannteren Werke Vivaldis ¿ vor allem die während seines Lebens veröffentlichten Konzerte, z.B. opus 4 oder opus 8 ¿ weit übertreffen . . . das Capriccio . . . stellt einen weiteren Höhepunkt in dieser Aufnahme dar. Auch hier brilliert Carmignola mit seinem technisch souveränen, aber zugleich einfühlsamen Spiel. Und das Venice Baroque Orchestra stellt hier unter Beweis, dass es eines der besten Orchester der Barockszene ist.

. . . un conjunto excelente, al que Andrea Marcon ha sabido dotar de una personalidad sonora propia y que cuenta, obviamente, con instrumentistas de gran calidad.

Claro en el sonido, brillante, incluso en ocasiones mordente, en los ataques, da a cada carácter y cada pasaje el color más oportuno, apoyado en una orquesta cuyas dificultades no son pocas, y que en todo momento responden y respaldan al solista con brillantez y eficacia . . .
En fin, un magnífico disco tanto por el interés de su contenido . . . como por la maestría en la ejecución.

Carmignola dimostra ancora una volta . . . le ottime capacità tecniche, il bel suono, l'estrema eleganza nel fraseggio . . .