FRITZ WUNDERLICH The Magic of Wunderlich 4775575

Wunderlich . . . ein ernsthafter Spieler, ein Klang-Körper, vollgestopft mit Leidenschaft und klarster Technik, ein Tier zwischen Form und Verve. Ein Genie, das nur 13 Jahre aktiv auf der Bühne stand, dann starb -- und: bis heute nicht ersetzt wurde.

Müsste man einem Klassik-Einsteiger erklären, wie sich ein Tenor anhört: Man sollte ihm dieses Wunderlich-Recital in die Hand drücken. (The Magic of Wunderlich) . . . Gleichzeitig wird ein Live-Mitschnitt des Münchener "Barbier von Sevilla" aus dem Jahre 1959 erscheinen. Dort ist noch einmal zu sehen, was Wunderlich und seine Generation ausgemacht hat: Absolute Authentizität selbst im größten Pathos, das die Oper zu bieten hat und -- so wie sein Bühnenmitstreiter, der Bariton Hermann Prey -- eine Diktion, die vergessen macht, daß in der Oper gesungen wird: Die beiden machen auf der Bühne jede Arie, jedes Duett und im Studio jedes Lied und jeden Schlager zu einem kleinen Drama, zu einer allumfassenden Erzählung, in der Text und Wort gleichberechtigt nebeneinander stehen.

Wunderlichs Kunst ist von einer Unmittelbarkeit, "modern" und überhaupt nicht gestrig; er fasziniert durch seine Natürlichkeit, mit der er auch komplizierteste Passagen -- mit phänomenaler Technik -- gestaltet, durch Feuer, jugendliche Strahlkraft und Seele.

Die Jubiläums-Edition The Magic of Wunderlich wird dem Tenor hervorragend gerecht: Highlights wie die Bildnis-Arie mischen sich mit populären Schlagern, die der Pfälzer Urmusikant nie gering achtet. Ausschnitte aus Verdi- und Puccini-Opern lassen ahnen, wohin sich Wunderlichs Karriere hätte entwickeln können. Eine gute diskographische Möglichkeit also, die Stimme, die in den Ohren vieler niemals gestorben ist, weiter lebendig zu halten.

Este álbum es una magnífica manera de iniciar a aquellos que todavía no conozcan el soberbio arte de este tenor entre tenores, y además un estupendo regalo para los que quieran verlo sobre un escenario, en las arias de "El barbero de Sevilla", por supuesto en alemán, o en ese momento magnífico que es el aria de Lensky de "Eugene Onegin", que esperamos ver pronto ver editado en su integridad por la DG.