>Jan Lisiecki

Jan Lisiecki, international von der Kritik für sein ausgereiftes und poetisches Spiel gelobt, wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter 2010 mit dem Révélations Radio-Canada Musique und im Jahr darauf als Jeune Soliste des Radios Francophones. 2011 unterzeichnete Jan Lisiecki einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon. Sein erstes Album gilt Mozarts Klavierkonzerten – Nr. 20, K. 466 und Nr. 21, K. 467 – mit dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Christian Zacharias.

Höhepunkte der Saison 2011/2012 sind unter anderem das Eröffnungskonzert mit dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Paavo Järvi im Salle Pleyel, Debüts mit dem BBC Symphony Orchestra in der Barbican Hall, London, mit dem MDR Sinfonieorchester im Gewandhaus zu Leipzig und mit den Göteborgs Symfonikern. In Europa zählen hierzu außerdem Recitals in Berlin, Brüssel, Frankfurt, Gstaad, Hamburg, Lissabon, Wien und Zürich. Jan Lisiecki gastierte im Sommer 2011 u.a. beim Verbier, Montepellier und La Roque d’Anthéron Festival sowie bei »Chopin and His Europe«. Auf seiner Japan-Tournee im Herbst 2011 trat er in Tokio, Nagoya und Osaka auf. Auftritte dieser Saison führen ihn ferner nach Nordamerika für Recitals in Chicago und Seattle und Orchesterkonzerte mit dem Toronto Symphony Orchestra unter Peter Oundjian sowie dem Montreal Orchestre Métropolitain unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. 2012 debütiert Jan Lisiecki mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Antonio Pappano und am Ende des Jahres mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Daniel Harding.

Jan Lisiecki wurde 1995 in Calgary als Sohn polnischer Eltern geboren. Er konzertierte in der Carnegie Hall, in der Warschauer Philharmonie, im Seoul Arts Center und im Salle Cortot neben solch renommierten Künstlern wie Emanuel Ax, Yo-Yo Ma und Pinchas Zukerman. Seine Auftritte führten ihn nach China, Deutschland, England, Frankreich, Guatemala, Italien, Japan, Kanada, Korea, Polen und Schottland. 2010 vertrat er Nelson Freire bei vier Konzerten in Frankreich. Er eröffnete das Seoul International Music Festival in Südkorea und spielte in Ottawa vor Ihrer Majestät der Königin von England und vor rund 100 000 Zuhörern auf dem Parliament Hill.

2010 veröffentlichte das Fryderyk Chopin Institut Jan Lisieckis Live-Aufnahme der beiden Chopin-Klavierkonzerte mit der Sinfonia Varsovia unter Howard Shelley. Das Album wurde im Mai des Jahres als Diapason découverte ausgezeichnet. Diapason nennt Lisiecki einen »Virtuosen bar jeder Manieriertheit. Er besticht durch seine kraftvolle und vor allem unwiderstehlich natürliche Spielweise«. Das BBC Music Magazine lobt »Lisieckis reife Musikalität« und die »fein destillierte« Interpretation der gegensätzlichen Klavierkonzerte, er spiele »mit glänzender Technik sowie mit idiomatischem Pathos«. »Selbst in einem überfüllten CD-Katalog«, so das Magazin, »ist dieses erfrischend leise daherkommende Debüt eine Besonderheit.«

Als engagierter Interpret von Kammermusik arbeitete Jan Lisiecki mit dem New Zealand String Quartet zusammen, dem Quatuor Ébène sowie dem Penderecki String Quartet und spielte auf Festivals in Auvers-sur-Oise, Menton, Merano und Seoul und bei vielen weiteren Festspielen in Kanada und den USA.

Jan Lisieckis Auftritte wurden von dem Bayerischen Rundfunk, BBC Radio, CBC Canada, dem ORF, Radio France und Radio Luxemburg übertragen sowie im Fernsehen auf France 3 und TV 1 und 2 in Polen ausgestrahlt. In Kanada stellte die CBC Next!-Serie Jan Lisiecki als einen der vielversprechendsten jungen Künstler des Landes vor. 2009 zeigte CBC National News über ihn den Dokumentarfilm The Reluctant Prodigy von Joe Schlesinger.

Jan Lisiecki engagiert sich für verschiedene wohltätige Organisationen, darunter die David Foster Foundation, die Polnische Humanitäre Organisation und die Wish Upon a Star Foundation. Im Juni 2008 wurde er zum National Youth Representative der UNICEF Kanada ernannt.

Nach seinem Schulabschluss in Calgary im Januar 2011 hat Jan Lisiecki im September 2011 sein Studium als Stipendiat der Glenn Gould School of Music in Toronto aufgenommen.
12/2011