PLÁCIDO DOMINGO Italia, ti amo 4776086

The songs on this recording . . . are a beautiful fit for Domingo's own robust tenor.

. . . Domingo . . . servees up a variety of attractive, less often heard canzoni . . . it's remarkable how strong and supple Domingo's voice sounds. The singer's great affection for these lilting melodies is clear in every bar, and he brings impassioned advocacy, expressive depth and subtelty of feeling . . .

. . . Domingo, phenomenal in this as in so much else, in his sixties still has the voice, if not of youth, then of a man in his prime . . . He sings with uninhibited emotion but knows when the limits of good taste are reached.

. . . he brings his signature passion, commitment and musicality to every one of these songs.

Domingo, immer noch stattlich bei Stimme, erdig und herb im Timbre, nimmt diese Tenorlieder bitterernst. Er entdeckt eine gewitterschwangere Melancholie darin, eine Tragik, die mit Italienkitsch gar nichts zu tun hat. Die Budapester Philharmoniker unter Eugene Kohn stehen ihm dabei souverän zur Seite.

Domingo hören, und träumen! . . . Wie ein großer, lange gereifter Rotwein strömt die Musik aus der CD. Man schließt unwillkürlich die Augen und sieht die Bilder, die in den wunderschönen kleinen Mini-Arien stecken: Sonnenuntergang am Meer, die Lichter der Stadt, eine Trattoria am Hafen -- Italo-Romantik pur . . . Er singt diese kleinen Liebeslieder von Herzen, mit Leidenschaft und der Grandezza eines ganz großen Tenors . . . [Domingo] interpretiert so ehrlich, so ergreifend -- da kann man nur glücklich mitschluchzen.

Für ihn ist Italien nicht nur das Land der Lebensfreude unter heißer Sonne, sondern vor allem das Land der Leidenschaften und Schicksale, der dramatischen Gefühle von ewig geschworener Liebe, von Verlust und Eifersucht, von verzehrender Sehnsucht und glückseligen Augenblicken. Das alles vermittelt er mit der theatralischen Größe eines Vollblut-Tenors. Jede Canzone transformiert sich in seiner Interpretation zu einer Miniatur-Oper, in der der Domingo-Fan lustvoll den Cavaradossi-Domingo oder den Don-José-Plácido heraushören kann. Die orchestrale Begleitung des Budapest Philharmonic Orchestras unter der Leitung von Eugene Kohn, die statt der ursprünglichen, gattungsspezifischen Gitarren- oder Klavierbegleitung gewählt wurde, hat an dieser Wirkung natürlich auch ihren großen Anteil.

Nun hat der Spanier Plácido Domingo eine späte und sehr persönliche Liebeserklärung an die italienischen "canzoni" dokumentiert, die stilistisch zwischen Kunstllied und Schlager reizvoll changieren . . . Alle Lieder, ursprünglich für Klavier- oder Gitarrenbegleitung geschrieben, werden in neuen Orchesterarrangements gespielt, die Eugene Kohn mit den Budapester Philharmonikern süffig, aber unaufdringlich präsentiert. Erfreulicherweise versucht Domingo nicht, jugendlichen Überschwang zu simulieren, sondern geht die Lieder mit der heiteren Gelassenheit eines alternden "latin lover" an, der noch lange nicht an den erotischen Vorruhestand denkt. Auch in vokaler Hinsicht ist das eine runde Sache, denn der Sänger setzt seine durchaus noch beträchtlichen Mittel ökonomisch (und in einer bequemen Lage) ein und kann sich auch hier auf seinen sicheren musikalischen Geschmack verlassen. Domingos "bella Italia" leuchtet in milden herbstlichen Farben.