PUCCINI Edgar Domingo Veronesi 4776102

. . . a convincing performance. Ther is no hint of strain, and throughout an arduous three acts he uses his voice with all his accustomed commitment and fervour . . . Domingo is well partnered by Marianna Cornetti as Tigrana and Adriana Damato as Fidelia.

One has to admire a singer who, despite being in his sixties, is still undertaking new roles, both on record and, more laudably, on stage . . . Of the men, Rafa³ Siwek's dark bass is noted, even in his small role. Juan Pons's tone has a slight huskiness in places . . . it is firm and strong enough to meet Domingo's in their scenes together. Edgar is a more interesting role and suits Domingo well. His voice still burns with intensity, remains surely supported and steady and suggests no hint or evidence of strain . . . The recorded sound is full and clear . . .

Jetzt ist er 65 und immer noch kein bißchen müde. Das zeigt eine neue Gesamt-Einspielung von Puccinis zweiter . . . Oper "Edgar" mit Plácido Domingo in der Titelrolle. Musikalisch wird diese Aufnahme der zwischen dem Erstlingserfolg "Le villi" und "Manon Lescaut" komponierten Oper Puccini- wie Domingo-Fans voll auf ihre Kosten kommen lassen . . . Um den hervorragend gestaltenden und leidenschaftlich singeden Domingo sind auch die anderen Rollen (mit der blutjungen Adriana d'Amato, Marianna Cornetti und Juan Pons) mehr als adäquat besetzt. Alberto Veronesi, Direktor des Puccini-Festivals in Torre del Lago, begleitet mit der römischen Accademia di Santa Cecilia zündend und stilkundig.

Die Balance zwischen den Instrumentengruppen ist vorbildlich, die Wärme der Holzbläser und der Streicher nimmt besonders für sich ein . . . Der von Roberto Gabbiani einstudierte Chor überzeugt sowohl in den fröhlichen Momenten des Kirchgangs als auch in der Verfluchtungsszene Edgars und Tigranas durch sicher fokussierte Höhen und eine optimale Austarierung zwischen den Stimmungsgruppen . . . Plácido Domingo verfügt als Edgar noch immer über die notwendige vokale Durchschlagskraft, um die für Puccini so typischen heroischen Momente mit beeindruckender vokaler Präsenz zu meistern . . . Domingo bietet insgesamt eine in den Bann ziehende Interpretation, läuft gerade im letzten Akt zu Höchstform auf. Als Tigrana hat er eine gleichwertige Partnerin. Die US-Amerikanerin Marianne Cornetti bringt die notwendige vokale Variabilität mit . . . Cornetti besticht durch warme Timbrierung, satte Tiefen und flexible sowie sicher gesetzte Aufschwünge. Die junge Italienerin Adriana Damato . . . verfügt über einen sicher geführten lyrischen Sopran, der wie geschaffen scheint für die feinen Kantilenen der Fidelia, die Puccini ohne Zweifel später als Vorbild für Liù gedient hat . . . Damato nimmt die Übergänge mit bemerkenswerter Weichheit im Tonansatz . . . Juan Pons singt die Partie des Frank mit . . . voller Ausdruckskraft, Leidenschaft und mit einer bemerkenswerten vokalen Geschmeidigkeit. Entstanden ist eine überzeugende und mitreißende Aufnahme . . .

Die "gute" Fidelia wird von Adriana Damato mit wunderbar gefluteten Spitzentönen ausgestattet, während Marianne Cornetti für die Mörderin Tigrana den rechten Tropfen Gift auf den Lippen trägt. Beeindruckend Chor und Orchester, die von Alberto Veronesi zu imponierendem Auftrumpfen angespornt werden.

Die neue Studioaufnahme aber mit Plácido Domingo in der Titelpartie könnte Puccinis Sorgenkind revitalisieren, denn seine hochengagierte, dramatisch glaubwürdige Interpretation ist schier überwältigend. Edgar steht zwischen zwei Frauen: Marianne Cornetti der exotischen Verführerin Tigrana nichts schuldig, während Adriana Damato für den "guten Engel" Fidelia anrührende Belcantotöne findet. Alberto Veronesi sorgt für aufregende Orchester-Effekte.

. . . Plácido Domingo [zeigt sich] mit seinen 66 Jahren noch keineswegs müde . . . Ihn gelüstet es nach neuen Spielfeldern für sein immer noch kerniges, oft wohlklingendes Organ . . . Insgesamt eine bravouröse Leistung . . .

. . . [Domingo fasziniert] einmal mehr als intelligenter und sensibler Interpret. Er ist stimmlich hervorragend und kann sich so mit der Rolle identifizieren, dass die Stimme total jugendlich klingt und man dem Sänger seine 65 Jahre keineswegs anhört.

. . . "Edgar" wartet mit viel Schmelz auf, mit zartem, echten Puccini-Sentiment . . .

Das Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia spielt fulminant, ja rauschhaft, in Fragen der Artikulation bzw. der klanglichen Staffelung akribisch und wunderbar ausgewogen . . . Adriana Damato singt die Fidelia mit subtilen dynamischen Schattierung und mühelosem Volumen . . . Die Amerikanerin Marianne Cornetti verleiht der Tigrana, Puccinis einziger größeren Rolle für Mezzosopran, ein warmes Timbre und kraftvoll-glutige Tiefe . . . Die Unverwechselbarkeit seiner [Domingos] Stimme, sein untrügliches Gespür für die Musik und ihre dramatischen Höhe- und Wendepunkte sind nach wie vor gegeben, sei es nun ein Geschenk Gottes oder das Ergebnis gelebter Disziplin.

[Es] sind zuallererst einmal Chor und Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Alberto Veronesi, die das noch recht unausgegorene Werk mit Feuer und Brio zu Gehör bringen . . . Adriana Damato klingt wie die Tochter des Tenors -- lieblich, jung mädchenhaft . . . Gut schlägt sich Juan Pons als Fidelias Bruder Frank mit großzügiger Phrasierung und durchaus noch jugendlichem Timbre. Sonores steuert Rafal Siwek als Gualtiero bei. Bemerkenswert ist besonders das Vorspiel zum 3. Akt -- das ist schon vollkommener Puccini und wird auch so gespielt.

C¿est ici correctement chanté et dirigé . . .

L'événement du mois
. . . les admirateurs du ténor espagnol ne seront pas déçus par leur héros qui n¿a rien perdu de sa mâle séduction et d¿un art de l¿incarnation toujours irrésistible . . . La Fidelia d¿Adriana Damato a pour elle une couleur attachante, une vraie sensibilité . . .

Plácido Domingo pone todo su entusiasmo en la recuperación de esta partitura, dirigida con templanza por Alberto Veronesi, que se recrea en las escenas de mayor tensión dramática, Juan Pons es un Frank de primer orden ... e igualmente Adriana Damato y Marianne Cornetti cumplen a las mil maravillas supliendo con pasión y lirismo la unidimensionalidad de sus respectivos roles. Merece la pena escucharla.

Plácido Domingo ... se entrega con pasión desbordante al personaje de Edgar ...