THOMAS QUASTHOFF Tell it like it is 4778614

Thomas Quasthoff's program of R&B and soul selections is an authentic revelation ¿ stylish, cool and completely snazzy . . . Believe it or not, on the basis of this recording, this paragon of lieder performance deserves to take his place in the pantheon of great R&B and soul singers . . . the German-born singer proves to be as convincing in these styles as the Americans who invented them. Listeners who enjoyed Quasthoff's jazz album, "Watch What Happens", will not be surprised by the breadth and range of his abilities. But "Tell It Like It Is" is even better and deserves wide recognition beyond the classical community. Soul is the element that informs Quasthoff's singing in any genre. He never stints on depth of feeling; every aspect of his communication lands as a personal and authentic revelation. And then there's that voice. With an astonishing range of almost three octaves (low C to high B), Quasthoff's seamless bass-baritone encompasses a startling palette of colors, and he folds weight in and out as he sees fit . . . his delivery recalls specific American performers, without seeming like mimicry. He pours out a Hefty bag full of Lou Rawls-style gravel in Percy Mayfield's "Please Send Me Someone to Love," while his nasal croon channels tenor Al Jarreau in Bill Withers's "Kissing My Love." His deep, sensual and thoughtful "Georgia on my Mind" more than stands up to Ray Charles's iconic version. Quasthoff's low, meowed "yow" at the end of "The Whistleman" is just one of many delicious touches that suggest that he and his brother Michael, who penned the tune, were secretly raised in New Orleans . . . His stylish cover of Ann Peebles's "I Can't Stand the Rain" is every bit as cool as Tina Turner's and quickly became one of my favorite cuts. Quasthoff is backed up by a quartet of ace musicians . . . Wieland Reissmann's arrangements are snazzy and topflight. Add this recording to your collection immediately ¿ but be sure to file it wherever you keep your B. B. King and not your "Erlkönig."

. . . on basis of this recording, this paragon of lieder performance deserves to take place in the pantheon of great R&B and soul singers . . . the German-born singer proves to be as convincing in these styles as the Americans who invented them. Listeners who enjoyed Quasthoff's jazz album . . . will not be surprised by the breath and range of his abilities. But "Tell it like it is" is even better and deserves wide recognition beyond the classical community . . . every aspect of his communication lands as a personal and authentic revelation. And then there's that voice . . . Quasthoff's seamless bass-baritone encompasses a startling palette of colors, and he folds weight in and out as he sees fit . . . not only does Quasthoff sound American, his delivery recalls specific American performers, without seeming like mimicry. He pours out a Hefty bag full of Lou Rawls-style gravel in Percy Mayfield's "Please send me someone to love" . . . His deep, sensual and thoughtful "Georgia on my mind" more than stands up to Ray Charles's iconic version. Quasthoff's low, meowed "yow" at the end of "The whistleman" is just one of many delicious touches . . . His stylish cover of Ann Peebles's "I can't stand the rain" is every bit as cool as Tina Turner's . . . Quasthoff is backed up by a quartet of ace musicians . . . Wieland Reissman's arrangements are snazzy and topflight. Add this recording to your collection immediately . . .

Technisch perfekt erzählt er allein mit Lauten und allen Registern der Stimme kleine Geschichten. Mit Witz und Ironie versteht Quasthoff es, ein Orchester nachzuahmen . . . Humor, Wärme und Leidenschaft geben dem Abend sein Timbre. Dieses Jazz-Projekt ist Quasthoff eine Herzensangelegenheit, und das hört man in jedem Ton. Wie schön, eine Stimme zu hören, die technisch aus dem Vollen schöpfen kann und deswegen sensibel Nuancen der Stimmung abzutönen versteht, mit unendlicher Freude an der Musik selbst . . . Großartige Musiker. Großartige Musik.

[Quasthoff] hat Stil, Können und Geschmack -- und baut so eine zweite Karriere auf, die eigentlich seine erste ist. Der Bassbariton ist nicht nur ein bedeutender Lied- und Oratoriensänger, er ist auch großartig, wenn er Jazz und Soul singt . . . im Kuppelsaal erinnert in Tongebung und Phrasierung nichts an den klassisch geschulten Sänger. Er klingt wie ein Jazzvokalist mit besonders großer, wandlungsfähiger und tiefer Stimme . . . man kann nicht genug davon bekommen. Ein atemberaubendes Cross-over, weil Quasthoff die Großen der Jazzszene genauso ernst nimmt wie die Opernklassiker.

Thomas Quasthoff ist nicht bloß einer dieser oft herbei zitierten Grenzgänger zwischen U und E, er ist daheim in beiden Welten . . . Erstaunlich, ja verblüffend ist es immer noch, wenn einer, der so innig Schuberts "Heideröslein" singen kann, Mendelssohns "Meeresglauben" zum magischen Gebet formt, plötzlich shoutet, scattet, röhrt. Als sei der Blues sein Wiegenlied gewesen, Jazz und Soul sein ganzes Sängerglück. Thomas Quasthoff muss man tatsächlich ein Phänomen nennen . . . er ist daheim in beiden Welten. Er liebt und lebt auch den Blues, den Pop. Um das zu erfahren, muss man ihn live erleben, wie jetzt in der fast ausverkauften Luxemburger Philharmonie . . . Wie herrlich zügellos und improvisationstrunken . . . sind Quasthoff und seine formidable Band im Konzert! . . . er singt sie, als seien sie für ihn, und bloß für ihn, gemacht. Weil er, etwa in "Have a little faith in me", die Urkraft eines Shouters entfesselt, dank überragender Technik aber mühelos den noblen, warmen Samtton dagegen setzen kann. Das öffnet ihm das Ausdrucksrepertoire zweier Welten, der Klassik wie des Pop. Damit aber nicht genug: Er hat auch noch die Selbstironie Randy Newmans "Short people" zu singen. Und nie sind Talent und Meisterschaft doch schöner, als wenn sie mit so viel Charme und Witz zusammen finden.

Das Lied, das der Mann mit der schönsten Stimme der Welt nicht singen kann, muss erst noch erfunden werden. Bassbariton Thomas Quasthoff vermag eine Bach-Arie genauso vollendet zu interpretieren wie einen Jazz-Standard . . . [das Ergebnis klingt] so selbstverständlich und natürlich, dass man im ersten Moment glaubt, ein Klassiker wie "I Can't Stand The Rain" oder "Ain't No Sunshine" könne gar nicht anders tönen. Eine Spielfreude, die ansteckt.

Das Ergebnis ist überragend. Schon beim ersten Stück "I Can't Stand the Rain", dem Tina Turner zur Berühmtheit verhalf, spürt man die Power des Albums . . . Kein Schnickschnack, keine Note zu viel. Auch Quasthoffs Stimme kommt auf den Punkt. Der Klassikstar weiß genau, was er tut. Seine Stimmgebung ist hier eben nicht am klassischen Gesang orientiert, sondern am direkteren, ungekünstelten Ausdruck eines Barsängers. Wer Quasthoff im Frühjahr mit dem Programm live im Festspielhaus Baden-Baden erlebt hat, konnte sich schon davon überzeugen, wie selbstverständlich er den Frontman macht, wie mühelos er improvisiert, wie stilsicher er den richtigen Ton trifft . . . kein Streicher verliert sich auf dem Album, kein Synthesizer verwischt die Linien . . . Das erdet und verleiht Authentizität, das wärmt und heizt auch mal ein. Thomas Quasthoff kann alles . . . Quasthoff hat das richtige Timing -- und das richtige Team.

. . . er [feierte] durch seine schöne warme Stimme und die ausdrucksvolle Art zu singen Erfolge auf allen großen Konzertpodien Europas, der USA und Asiens. Sein zweites Jazz-Album ist vor allem Zeichen der phänomenalen Vielseitigkeit des Sängers . . . [der] Spaß bei der Sache ist dem Album auch anzumerken. Gediegen begleitet von vier brillanten Instrumentalisten . . . singt Quasthoff einen Jazz, der gute Laune macht. Mit seiner geschmeidigen Stimme kann der klassisch Ausgebildete viel anstellen. Im Song "I Can't Stand The Rain" protzt er mal mit seinem opulenten Bass-Bariton, dann kann er aber auch in hohen Lagen scharf fauchen und miauen wie ein nass gespritzter Kater. Gerne raut er sein Timbre auf, um ihm so einen raspelnden Louis-Armstrong-Touch zu verleihen . . . die ganze Aufnahme klingt so wonnevoll, dass sich Quasthoffs zweiter Abstecher in die Jazz-Gefilde auf jeden Fall gelohnt hat.

[Tell it like it is] zeigt nicht nur einen ausgereiften Soulsänger mit adäquater Band. Ein Restbetrag klassischer Tugenden bürgt für einen unverwechselbaren Sound. Die ausgefeilte Phrasierung, die beigemengte Basswärme: sinnlicher Soul aus dem Geist hoher Klangkultur.

. . . der Bassbariton [beherrscht] die Fremdsprache des Soul hochrespektabel . . . Besonders gut gelingt Randy Newmans Country-Karikatur "Rider in the Rain".

Entspannt, unaffektiert, ehrlich und mit vollem Sound weiß Quasthoff stimmlich und interpretatorisch zu überzeugen . . . Er und Frank Chastenier, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner und Bruno Müller haben hörbar Spaß am Musizieren.

. . . wieder muss man dem klassisch geschulten Lied- und Oratorien-Gesangsstar zugestehen, dass diese Repertoire-Erweiterung kein anmaßender Irrtum ist. Im Gegenteil, Quasthoff weiß auch im Pop-Fach, was er tut . . . Dieses mit allen musikalischen Wassern zwischen Jazz und Soul gewaschene Quartett sorgt auch auf der CD "Tell It Like It Is" (Deutsche Grammophon) für die . . . Thermik, in der Quasthoff die Flügel seines Wundergesangs spreizen kann. Es ist keinesfalls so, dass er die berühmten Originalinterpreten der von ihm gewählten Songs vergessen lassen würde. Doch Quasthoffs klassisch geschulte . . . Stimme . . . [schenkt den Titeln] eine neue vokale Dimension.

Parlando im Beat von "Seventh son", Funk in "Kissing my love", Bigband-Feeling bei "Short people" oder Stimmkapriolen zwischen heiserer Louis-Armstrong-Rohre, Bassbariton-Tiefe und säuselnder Kopfstimme beim "Have a talk with God" lassen den Hörer mitswingen, die Füße wippen, die Finger schnipsen. Sogar schönster kitschiger Country in "Rider in the rain" wird nicht persifliert und klingt liebevoll und ehrlich. Und die prickelnd erotische Anmache im Titelsong ist in ihrer männlichen Coolness einfach unwiderstehlich.

Le charme vocal est évident, qui tient au grain du timbre, à une maîtrise musicale qui sait se faire oublier. Ce n'est plus le chanteur d'opéra, de lieder ou d'oratorio qu'on entend, simplement quelqu'un qui fait ce qu'il aime. Les mânes de Randy Newman, de Ray Charles, de Percy Mayfield ne peuvent que se réjouir de cet hommage.