STRAUSS Josephs Legende Ballet Neumeier

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RICHARD STRAUSS

Josephs Legende
The Legend of Joseph

Ballet by John Neumeier
Judith Jamison · Kevin Haigen
Karl Musil · Franz Wilhelm
Mitglieder des Wiener Staatsopernballetts
Wiener Philharmoniker · Heinrich Hollreiser
Choreography and Direction: John Neumeier
Int. Release 02 May. 2007
1 DVD-Video
DVD-VIDEO NTSC 0440 073 4315 9 GH
STEREO: PCM / SURROUND: DTS 5.1 · Picture Format: 4:3
A production of UNITEL, Munich


トラック・リスト

Richard Strauss (1864 - 1949)
Josephs Legende, Op.63

Wiener Philharmoniker, Heinrich Hollreiser

Heinrich Hollreiser, Wiener Philharmoniker

5.
4:23

6.
8:27

10.
5:18

Wiener Philharmoniker, Heinrich Hollreiser

Heinrich Hollreiser, Wiener Philharmoniker

再生時間合計 1:02:27

This is purest high camp, and probably always was . . . lustrously played by the VPO . . .

So ausverkauft wie damals war Ballett in Wien nie mehr wieder. Denn die "Josephslegende" zur Musik von Richard Strauss war mit Kevin Haigen als Joseph und mit der unglaublich langbeinigen, unglaublich expressiven Judith Jamison als Potiphar eine Sensation. Wer die eben auf DVD erschienene Video-Version sieht, weiß, warum die Wiener in jenen Wochen nicht nur die langersehnte Rückkehr Karajans an die Wiener Staatsoper beschäftigt hat, sondern auch dieses ungewöhnlich Tanzstück.

Fabelhaft wie die Solotänzer und Mitglieder des Balletts der Wiener Staatsoper dem diffizilen charakterlichen Profil gerecht werden. Das erfordert enormes technisches Können. In diese Rollen muss man erst mal hineinwachsen. Ein Glücksfall für den Choreographen, der die majestätisch dunkelhäutige Judith Jamison mit dem knabenhaft grazilen Kevin Haigen zusammenführt. Der bringt nicht nur einen unwiderstehlichen Charme auf die Bühne, sondern zeigt auch würdevolle Distanz, wenn er sich Potiphar und seinem Weib nähert. Heiterkeit und Anmut strahlt sein Hirtentanz aus. Und man liest aus seinem Gesicht, dass sein erotisches Verlangen nach Potiphars Weib etwas Verbotenes ist. Judith Jamison strahlt glaubwürdig eine hochmütige Grandezza aus. Wie elegant doch ihre Bewegungen ihren ganzen Körper durchfluten. Und man spürt auch die Leidensfähigkeit, wenn der Engel den zu Tode gefolterten Joseph seiner göttlichen Berufung zuführt. Geschmeidig weiß sich Karl Musils Engel auf der Bühne zu präsentieren. Die nötige Aura darf man dieser Erscheinung wohl nicht absprechen. Heinrich Hollreiser lotst die Wiener Philharmoniker mit großer Übersicht und viel Gespür für transparente Stimmführung (5.1 DTS Surround) durch die vielschillernde Musik. Strauss-Liebaber und Ballett-Fans sollten sich dieses optische wie akustische Erlebnis nicht entgehen lassen.