R. STRAUSS Also sprach Zarathustra / Dudamel

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RICHARD STRAUSS

Also sprach Zarathustra

Don Juan

Till Eulenspiegels lustige Streiche
Berliner Philharmoniker
Gustavo Dudamel
Int. Release 13 Sep. 2013
1 CD / Download
0289 479 1041 1 CD DDD GH
Live recording
The Strauss Album
Also sprach Zarathustra • Don Juan
Till Eulenspiegels lustige Streiche


トラック・リスト

Richard Strauss (1864 - 1949)
Also sprach Zarathustra, Op.30

Berliner Philharmoniker, Gustavo Dudamel

再生時間合計 1:09:39

. . . a suave and strikingly subtle collection of Richard Strauss tone poems, with "Also Sprach Zarathustra" as the formidable headliner. Between its thunderous opening episode and its intricate combinations of instrumental sonorities, this is famously a vehicle for orchestral display, and the Berlin players rise to the occasion -- both the big ensemble blowouts and the numerous detailed passages for a handful of players are skillfully done. But "Zarathustra" is also an odd, perhaps unique, attempt to render philosophy in sound, and Dudamel is equally insistent on bringing out the piece's intellectual and expressive strains. He opts for leisurely tempos and a broad formal approach . . . Dudamel maintains a taut narrative thread throughout the music's discursive length, and the result is a performance both expansive and exciting. The other two pieces here . . . are marked by sumptuous sound and elegant vitality.

. . . a match made in heaven . . . [Strauss's tone poems] make a brazenly magnificent sound in the right hands, and that is the case here. Dudamel has all the swagger you might want, and the Berlin Philharmonic plays these bravura works with ease, confidence and mastery.

. . . impressively mounted and recorded in gorgeous sound and production values to sell its charismatic conductor . . . ["Also Sprach Zarathustra"]: [Dudamel] arouses a visceral excitement in his players . . . The voluptuousness of "Von der Grossen Sehnsucht" ("Of the Great Longing") and its immediate successor, "Von Den Freuden und Leidenschaften" ("Of Joys and Passions") rival the famed recording by Fritz Reiner from Chicago, perhaps in improved warmth of orchestral tone . . . ["Till Eulenspiegel"]: Dudamel keeps a virtuosic light hand on the proceedings . . . ["Don Juan"]: Dudamel coaxes intimate, transparent sounds from his responsive BPO, lovingly shaping the low winds and harp mix. The evocations of the various women prove quite lush . . . all in the cause of Dudamel's passionate musical persona.

. . . ["Also sprach Zarathustra"]: Das Atmosphärische, Bildhafte, Erzählerische -- das liegt Dudamel, da ist er ganz in seinem Element . . . Die Berliner Philharmoniker mögen Dudamel als Dirigenten und lassen sich offenbar gerne von ihm durch diese ganz unterschiedlichen Ausdruckswelten führen. Dudamel seinerseits erweist den Musikern seinen Respekt, indem er sie fordert. Der ganz besondere Klang und die vielen fantastischen Farben des Orchesters sind eine tragende Säule, auf die er fest baut . . . Alle drei Stücke sind live in der Berliner Philharmonie aufgenommen und vermitteln einen intensiven Eindruck davon, dass das tolle Konzerte gewesen sein müssen -- in einer Akustik, die konstruiert ist für die überbordenden Klänge spätromantischer Musik . . . [Richard Strauss mit Gustavo Dudamel]: sehr farbig, sehr vital und voller Zugkraft.

Man muss Strauss nicht mehr verteidigen -- man muss seine hochanspruchsvolle Musik einfach nur gut spielen! Sowohl das stürmische Durchbruchs-Werk "Don Juan" als auch die sarkastischen Eulenspiegeleien verlangen über die technischen Hürden hinaus viel Klangfantasie von den Interpreten. Und als Meisterwerk harmonischer Konfrontation, motivischer Verknüpfung und kontrapunktischer Verdichtung erweist sich die freie Nietzsche-Fantasie über den Sonnen-Hymnus des vorzeitlichen Zarathustra . . . Wenn, ja wenn man das alles so überzeugend strukturiert und klanglich ausbalanciert wie Gustavo Dudamel . . . Nicht von ungefähr gelten die Berliner als Kollektiv aus Solisten -- die von Strauss mit gewichtigen Soli bedachten Konzertmeister oder die gerühmten Holzbläser lassen seine Instrumentationskünste in berückenden Klangfarben leuchten . . . [Dudamel] hat die Partituren genau im Kopf und pflegt einen überaus präzisen, eher zurückhaltenden, ganz aufs Wesentliche abzielenden Dirigierstil. Dudamels Strauss-Interpretationen bestechen durch organischen Fluss, rhythmische Verve und strukturelle Klarheit. Der Klang ist weiträumig gestaffelt und jederzeit durchhörbar. Nichts verschwimmt, raunt bedeutungsschwanger oder wallt pathetisch auf -- gern lässt man sich von Dudamels brillant auf den Punkt gebrachten Strauss verführen. Ganz klar, hier steht ein ernsthafter Anwärter auf die Rattle-Nachfolge bei den Berlinern in den Startlöchern.

. . . [es] lässt sich über seine Strauss-Dirigate nur schwärmen . . . ein Dokument der Liebe: zum einen der zwischen Dirigent und Orchester -- da scheint es regelrecht gefunkt zu haben! --, zum anderen der zwischen Dudamel und der Strauss'schen Musik. Wer von Dudamel in dieser Musik ein Musizieren auf Effekt erwartet hat, sieht sich auf angenehmste Weise getäuscht. Natürlich bleibt er dem erzählerischen Element etwa im "Till Eulenspiegel" nichts schuldig, doch legt er bei allen drei Sinfonischen Dichtungen den Akzent auf das Attribut "sinfonisch". Man spürt geradezu die diebische Freude des Dirigenten, das bei aller Programmatik dichteste thematische Netz der Kompositionen in aller Klarheit darzulegen und dabei stets neue, bislang unbekannt geglaubte Nebenstimmen und Seitenmotive aus dem Hut zu zaubern . . . wunderbar und überhaupt nicht sentimental der verklingende Schluss des "Zarathustra", herrlich sinister die "Wissenschafts"-Fuge in der ersten Hälfte des Werks. Chapeau!

Szene für Szene werden [Eulenspiegels] Streiche individuell gestaltet, genussvoll behaglich nacherzählt, ausgekostet. Eben "Humor in der Musik" . . . Auch dem "Don Juan" wird glühende Leidenschaft nicht versagt. Und, dank des phänomenalen Orchesters, das "seinen" Strauss ohnedies drauf hat, ebenso brillant ausformuliert.