DEBUSSY Préludes Book I + II / Aimard 4779982

. . . [Aimard] captures the sly, wistful, fiery and fantastical qualities in these ingeniously diverse pieces while treating them as the audacious contemporary works they are.

Some of Aimard's very first musical memories are of being "overwhelmed" at hearing Debussy's music . . .

. . . the intellectual powerhouse Pierre-Laurent Aimard is on hand with a clean . . . account of Debussy's complete piano Preludes. Aimard was recorded playing his own Steinway: a cosy arrangement that may explain his devotion to the instrument's reverberations. The resonances lend a special aura to Debussy's more processional pieces. He also knows how to be limpid or sprightly.

It is always a pleasure to hear an outstanding native player in these pillars of the French piano repertoire. With his brisk but never breathless tempi, Aimard fits all 24 of the Préludes onto a generously filled disc . . . his superbly controlled crescendos evoke the edifice rising majestically out of deep. He relishes the jazzy syncopations of the cake-walk numbers, while the watery cascades of "Ondine" and the sparkling explosions of "Feux d'artifice" scintillate in his hands.

Debussy's descriptive titles invite visualization. That is not what we get from French pianist Pierre-Laurent Aimard . . . [he] is a precise and intellectual pianist, and when he does conjure up an association with the title, it usually comes through a filter. His Préludes share the more abstract musical world of the Etudes, where Debussy's innovative textures and harmonies can be appreciated on musical -- or technical -- terms alone. But if Aimard's playing stifles the pictorial, it also concentrates attention on the sheer novelty of Debussy's language. Some of his interpretations . . . make us marvel.

. . . [for Aimard,] Debussy must always be allowed his own voice and few performances on record have proceeded with so little impediment or with greater transparency and lucidity . . . "Feuilles mortes" shows this remarkable pianist at his best, with all of his unfaltering control of texture and sonority . . . DG's sound is of demonstration quality . . .

Pierre-Laurent Aimard performing Debussy's Preludes is an exciting prospect . . . his combination of searching intellect, attention to detail and exceptional pianistic control ensure that there are myriad insights in the Preludes. The slightest gradations of timbre and dynamic are observed throughout, allied to a broad palette of colour. He makes "Brouillards" swirl unlike any other, with mesmeric eddies in the mists. This is remarkable pianism . . . The rhythm in "Voiles" is perfect . . . [this is] a strong set of the Preludes.

Aerial acrobatics and pensive evocations of natural and Classical beauty abound in Aimard's new reading of the 24 Debussy Preludes . . . Aimard's sturdy performance catches the inventively mercurial sensitivity the composer brought to the world of the keyboard . . . fluently clear textures . . . Aimard's "La Cathedrale engloutie" rises from the depths in one continuous crescendo and plastic arch . . . Ride the air currents with Aimard for a potent glimpse into the rarified world that Debussy evokes with refreshed energies.

Absent seeing him play live, Aimard's studio performance is, in fact, just as spellbinding . . . It is so easy to get hypnotized by Aimard's technical artistry, but it is all about the artistic alchemy for this artist . . . So many visual evocations and tonal moods . . . As the pianist did so brilliantly in concert, the recording captures the translucent pulse of Debussy . . . the "Préludes" are Debussy at his most distilled and poetic; these transporting musical scenes are fully realized through Aimard's sterling interpretive skill.

Mit Entschiedenheit, Klarheit und sanftem Humor widmet sich der französische Pianist Pierre-Laurent der Musik von Claude Debussy. . . und stellt dabei sogar große Vorbilder in den Schatten . . . Wer Aimard einmal im Konzert erlebt hat, kennt seine technische Klarheit, aber eben auch an den Klang, der exakt für den Raum im Dialog mit dem Piano geschaffen wurde.

. . . [ein] herausragender Spezialist für zeitgenössische Musik . . . Seine neueste CD zeichnet die Préludes von Debussy mit klaren, natürlich fließenden Konturen in warmen, erdigen Farben, die in wohltuendem Gegensatz zum "impressionistischen" Klischee der ätherisch zerbröselnden Klänge stehen. Es ist Aimards große Kunst, jedes Werk individuell zu charakterisieren, es quasi in seiner eigenen Sprache sprechen zu lassen, ohne dabei Entstehungs- und Bedeutungszusammenhänge aus den Augen zu verlieren . . .

. . . [Aimard zeigt] sich auf kleinstem Raum wendig, ohne hektisch zu werden und stellt Momente der Musik heraus, die unerwartete Charakterzüge des berühmten Bohèmien Debussy zeigen. Aimard lässt uns die feinsten Nuancen dieser impressionistischen Studien in einer selten gehörten, direkten Intensität entdecken. Seinen Anspruch löst er aufs Schönste ein.

Debussys Préludes bezeichnet Aimard als "wundervolle Klanglabyrinthe", als "äußerst farbenreiche, orchestrale Musik, die vom Interpreten verlangt, sämtliche Instrumente des Orchesters hörbar zu machen". Er misst sich dabei bewusst mit früheren Referenzaufnahmen, legt aber hier selber eine vor . . . Hoffentlich hilft sie, das Verständnis für die Musik des Impressionisten hierzulande noch etwas zu vertiefen.

. . . [Aimard] setzt auf einen sehr intimen, zugleich klaren und präzisen Klang . . . Dieser Debussy ist sehr wohl spektakulär -- in seinem Reichtum an Farben und der Vielzahl an Nuancen. Bei Aimard glitzern die Läufe nicht hell und brillant, sie schimmern, leuchten von innen, und in unendlich vielen Abtönungen . . . Pierre-Laurent Aimard hat einen eigenen, sehr persönlichen, zugleich einen dem Komponisten nahe stehenden Interpretations-Weg gesucht und gefunden. Exzellent sein behutsamer Umgang mit dem Pedal, äußerst subtil seine Kunst der farblichen Durchleuchtung. In winzigen dynamischen Abstufungen und mit der gebotenen "clarté" gelingt ihm eine effekt-freie Innenschau dieser Stücke. Der beinahe sanft, aber nie kitsch-nah klingende Flügel ist Aimard dabei ein idealer Partner.

Das gängige Bild vom Impressionisten und synthetisch agierenden Klangalchemisten bekommt man [nicht geboten] . . . Bei dem dickköpfigen Anti-Sfumato-Pianisten Aimard liegt somit all das offen zu Tage, womit Debussy auch nachfolgende Komponistengenerationen wie Olivier Messiaen und Pierre Boulez prägte. Doch statt Pedanterie bekommt man klangliche Tiefenwirkungen geboten, die trotz ihres spieltechnisch heikles Anspruchs von Aimard einfach mühelos erzielt werden. "Die Hügel von Anacapri" sind mehr als eine mediterrane Hörszene, sondern offenbaren in aller Unbeschwertheit sämtliche experimentellen Züge im Harmonischen und Dynamischen. Und selbst das zuhauf frisierte "Mädchen mit den Flachshaaren" folgt nun dem Prinzip der konzentrierten Clarté bei gleichzeitiger Anmut. Was die Balance zwischen Substanz und Form angeht, sind diese Préludes bei Aimard in den aktuell wohl besten Händen. Zwar muss man sich diese scheinbar so vertrauten Welten durchaus erarbeiten. Der Ertrag aber ist immens.

Hohes Strukturverständnis und ein unsentimentaler Zugriff kennzeichnen das Spiel von
Pierre-Laurent Aimard . . . Aimard nähert sich den poetischen Charakterstücken mit schlankem Ton und strukturerhellender Klarheit. Das Parfum bleibt im Schrank, dafür hat sein Spiel eleganten Fluss und eine farbliche Feindifferenzierung, die gelegentlich an die berühmten Debussy-Aufnahmen Arturo Benedetti Michelangelis erinnert.

. . . [die] glückliche Mischung aus sensibler Eleganz und hochdifferenziertem Strukturverständnis . . . [kommt] seiner aktuellen Interpretation der "Préludes" sehr zugute . . . [die hochvirtuosen Figurationen in "Feux d'artifice" ("Feuerwerk") lässt] Pierre-Laurent Aimard ebenso brillant glitzern . . . wie die dynamisch intendierten Raumeffekte dieses veritablen Tastenfeuerwerks . . . Statt verschwimmender Farben oder Konturen betont er den Reichtum und die Subtilität der Klangfarben mit leuchtender Klarheit und zugleich meditativer Ruhe. Das fast schon lakonische, unparfürmierte, und apollinisch-lichte Debussy-Spiel Aimards erinnert an die legendäre Aufnahme der "Préludes" von Arturo Benedetti Michelangeli . . . Fazit: Eine rundum empfehlenswerte Interpretation der Debussy-Préludes, die weder vermeintlich impressionistisch noch vordergründig abbildlich daher kommt, sondern das atmosphärisch Klangliche diese Musik subtil und differenziert zur Geltung bringt.

Hohes Strukturverständnis und ein unsentimentaler Zugriff kennzeichnen das Spiel von Pierre-Laurent Aimard. Bei seiner Einspielung von sämtlichen Préludes Debussys reduziert er den französischen Komponisten keineswegs auf das Impressionistische, sondern nähert sich den poetischen Charakterstücken mit schlankem Ton und strukturerhellender Klarheit. Das Parfum bleibt im Schrank, dafür hat Aimards Spiel eleganten Fluss und eine farbliche Feindifferenzierung, die gelegentlich an die berühmten Debussy-Aufnahmen Arturo Benedetti Michelangelis erinnert.

"Sonore sans durete" ("Klangvoll ohne Härte") lautet eine Vortragsanweisung in Debussys "Cathedrale engloutie"-Prelude: Nichts könnte den luminosen Klavierton Pierre-Laurent Aimards treffender charakterisieren, nichts die Aura von Kongenialität, die seine Preludes-Einspielung umglänzt, besser auf den Punkt bringen . . .
seine nüchtern-helle Sensitivität, seine exakt differenzierende Artikulation, seine Klarheit des Facettierens [erfasst] jenen Einstand von Flair und Struktur, der Debussys kostbare Miniaturen auszeichnet. Schon die modalharmonisch an Satie angelehnten "Danseuses de Delphes" schieben bei Aimard keine bloße Akkordfolge durch den Sarabandentakt, sondern erheben sich zu mild kolorierter Klanglichkeit. Im furiosen Finale wiederum, dem "Feux d'artifice", lässt der Interpret in souveräner Virtuosität nicht nur die als Vorhaltsketten notierten Läufe schnurren und die Akzente krachen. Den Mittelteil timbriert und schattiert er im delikatesten Piano mit einer schier unendlichen Fülle der Nuancen. Er lässt das mediterrane Licht der "Collines d'Anacapri" leuchten, trifft die Secco-Aspekte der beiden spanischen Stücke ohne perkussives Gehacke, gibt den Ragtime-Nummern knackige Kontur und der Briten-Parodie "Hommage a S. Pickwick" Spleen und Ironie. Es ist ein Kosmos an Klangcharakteren, den Aimard in überragender Gestaltungs- und Einfühlungskraft erschließt: eine Referenzaufnahme, die obendrein Debussys Modernität ins gebührende Licht rückt.

Mit ausgeklügeltem, maßvollem Pedalgebrauch und einer an klangfarblichen Abstufungen überreichen Palette koloriert Pierre-Laurent Aimard die 24 Préludes von Debussy nicht als impressionistischer Maler, sondern als um Modeströmungen unbekümmerter Architekt. Sonore Bässe und selbst in hohen Lagen wunderbar transparente Akkorde schaffen viel Raum und Tiefe.

. . . le pianiste semble évacuer totalement les "titres" que Debussy avait déjà relégués entre parenthèses après la double barre. Le résultat? Impeccable comme toujours avec Aimard, jusque dans la moindre micronuance. Ligne précise, timbres profonds. Mais ces Préludes déconstruits se transforment en études de timbres, de rythmes, d'intervales, évidées de leur substance poétique. Les "Danseuses de Delphes", prisonnières de leur lente majesté, gardent les deux pieds au sol; jolie comme un rêve de pierre, "La Fille aux cheveux de lin" nous regarde fixement au lieu de se défier de nous . . . L'engagement de la lecture, la concentration de l'écoute ne laissent aucun doute dans l'atelier d'Aimard.