The Liszt Project Pierre-Laurent Aimard 4779439

. . . a champion of the avant-garde . . .

Mr. Aimard brings his consummate skills and musical insights to performances of Liszt¿s formidable Piano Sonata and lesser-known later works . . .

The result is altogether astonishing and wonderful . . . utterly overwhelmed by their magnificent ingenuity and musical insight.

. . . this is refreshingly different . . . this is an excellent way into the B minor sonata and sections of "Années de pèlerinage".

. . . the greatest Liszt disc so far this year is The Liszt Project by Pierre-Laurent Aimard (Deutsche Grammophon). At every turn, Aimard primes your ear to hear Liszt through his refractive influences, from the murky strangeness of Scriabin (represented by his Piano Sonata No. 9 "Black Mass") to Messiaen's ultra-descriptive La Traquet stapazin. When Liszt actually arrives, Aimard speaks the music in considered, flexible, well-formed sentences ¿ a typical manner of expression in the 19th century. The music never makes an impression through force, but with vivid coloring, in keeping with contemporary descriptions of Liszt's playing. Physically animated passages have a three-dimensional sense of motion: You feel as well as observe the resulting gesture. In the passages of thematic repetition, pianists often pay lip service to coloristic variation, but Aimard seems to assume there's not just a good reason for the repetition, but a great reason. Where any given piece falls on the greatness scale suddenly becomes secondary to the performance's sense of existential imperative. If only for the moment, this music is passionately convinced of its necessity to live. And that's good enough for me. Usually.

The brilliant French pianist Pierre-Laurent Aimard has an ingenious knack for juxtaposing old and new works to tease out fascinating resonances.

His illuminating performances demonstrate Liszt's influence on two centuries' worth of Liszt influence on the avant-garde . . .

Leave it to this commanding French pianist to show how a Liszt tribute can open out into the worlds of Wagner, Berg, Scriabin, Bartók, and Messiaen, with superb playing throughout. This is the Liszt disc for those who think they don't like Liszt.

. . . [As a contextualizing strategy, the program of the disc] is impeccable; as a listening experience, it is illuminating, exciting and moving . . . The Berg Sonata is expertly delineated . . . [Liszt: Piano Sonata]: The playful sparkle is truly impressive . . . The second disc, a journey from darkness to light, is just as impressive. A superbly bleak "Aux cypress de la Villa d'Este" leads to some rarely heard Bartók, an unexpected but perfect extension. Liszt's "Francois", given a performance of rare beauty, links to Messiaen's "Le traquet stapazin" (given with masterly authority). The Stroppa is a fascinating, darkly atmospheric piece . . . Aimard's use of colour is positively painterly. The live recording is beautiful in itself.

This impressive double album is surely one of the most intelligent recorded contributions to the Liszt Bicentenary of 2011 . . . [Wagner's Piano Sonata is] in Aimard's hands a more substantial utterance than usual . . . a thoughtful Berg op. 1 and a smouldering performance of Scriabin's "Black Mass" Sonata . . . a spellbinding account of Bartók's "Nénie" . . . a brilliant number from Messiaen's "Catalogue d'oiseaux" . . . In the Liszt, Aimard virtually eschews rhetoric -- even in the Sonata, which is all the more impressive for his rigorous control of dynamics, phrasing and pedal . . . The deeply sinister "Lugubre gondola" and "Unstern!" are projected with poetic insight, as is "Nuage gris". Nothing in Aimard's performances is done for mere effect: throughout, he projects Liszt with a solidity and refinement of invention. A superb achievement.

Wenn ein so brillanter Analytiker wie Pierre-Laurent Aimard dem musikalischen Jahresregenten Franz Liszt huldigt, dann reiht er im Gegensatz zu seinen meisten anderen Pianistenkollegen nicht einfach dessen größte Hits aneinander. Der weltweit gefragte "styriarte"-Stammkünstler stellt Liszt in einen größeren Zusammenhang, unterstreicht die visionären Elemente im Werk des Virtuosen . . . Selbstverständlich mit stupender pianistischer Meisterschaft.

. . . was hat Aimard auf den unwegsamen Pfaden mit ihren dramatisch gefährlichen Klippen und abrupten Einschlägen nicht alles entdeckt. Mephistophelische Dämonie, fahle Brillanz und trügerische Gesanglichkeit. Beim Franzosen kündigt sich so nicht nur jene Bitternis des Herzens an, die für Liszt zum Motor seiner letzten Schaffensjahre wurde. Mit seiner faszinierend ultra-nuancierten Klangfülle machte Aimard den Einfluss der späten Beethoven-Sonaten genauso erlebbar wie die visionäre Modernität Liszts. Und genau darum geht es ihm eigentlich bei seinem sensationell durchleuchteten und genau durchdachten, aber nie kopflastigen Programm . . . Nicht weniger packend feinnervig lotet Aimard dann auf der zweiten CD die (allesamt überraschenden) Berührungspunkte zwischen unterschiedlichsten (Klang-)Phänomenen [aus] . . . Das Liszt-Jahr 2011 -- mit Aimard ist es eigentlich beendet.

. . . der beste und intelligenteste Beitrag zum Liszt-Jahr 2011: Pierre-Laurent Aimard hat nicht einfach nur eine Sammlung bekannter und weniger bekannter Klavierkompositionen Liszts souverän und ganz ohne virtuose Effekthascherei eingespielt . . . Dadurch legt er Querverbindungen und Bezüge zur Moderne offen, die man in Zusammenhang mit Franz Liszt in dieser Klarheit so bisher noch nicht wahrgenommen hat.

Als ausgewiesener Spezialist für Messiaen und modernere Klavierwerke gelingt es Aimard, Liszts Musik in einen neuen Kontext zu stellen. Noch fragiler wirkt Liszts Musik: Die Struktur seiner Werke, die Brüchigkeit seiner Harmonik und seiner Motive arbeitet Aimard mit Klangsinn und klarem Anschlag heraus. Liszt wirkt so ungemein modern und zukunftsweisend. Auch die berühmte h-Moll-Sonate klingt rastlos und wie ein Aufbruch in neue Gefilde, erst recht neben Alban Bergs Erster Sonate. Beeindruckend ist jedoch, wie Aimard Liszt mit Bartók und Ravel in Kontext setzt, die erst wenige Jahre vor Liszt Tod überhaupt das Licht der Welt erblickten. Umso kühner wirken Liszts Kompositionen. Man erkennt das Impressionistische in Liszts "Les Jeux d'eau à la Villa d'Este", das sich in den "Jeux d'eau", den Wasserspielen von Ravel spiegelt . . . Es ist nicht nur die ausgetüftelte Konzeption dieser Doppel-CD, die einen beim Zuhören in den Bann zieht. Es ist vor allem Aimards Gestaltung, seine Detailfreude beim Spiel, die Transparenz der einzelnen Stimmen, die er durch die vielen Anschlagsnuancen schafft. Selbst der sprödeste Ton klingt immer noch rund und ausbalanciert, nie wirkt Aimards Spiel unterkühlt. Ein leidenschaftlicheres, tiefgründigeres und zukunftweisenderes Liszt-Album gab es noch nie.

Wer zur Kontrolle die ersten Takte der Alban-Berg-Sonate heranzieht, kann sogleich konstatieren, dass hier ein außerordentlicher Pianist am Werk ist. Die Balance, die Pierre-Laurent Aimard zwischen der melodischen Linie der h-Moll-Kadenz und dem rhythmisch sensibel modellierten kontrapunktischen Gegeneinander der einzelnen Stimmen herstellt, lässt analytisch Klares erhoffen . . . die staunenswerte Konfrontation der "Zypressen der Villa d'Este" aus dem dritten Band der "Années de pélèrinage" mit Bartóks expressiv-spröder Nänie Nr. 4 ist einer der Höhepunkte der Diskografie zum Liszt-Jahr!

Auffällig ist die gläserne Durchsichtigkeit seines Spiels. Auch sein Liszt schwitzt nicht, sondern atmet, ist selbst in der Sprachlosigkeit der späten Albumblätter ("Trauergondel", "Nuages gris", "Unstern!") noch beredt . . . Bewundernswert ist auch hier die Transparenz, die lichte, entschlackte Virtuosität . . . der wohl wichtigste diskografische Beitrag zum Liszt-Jahr!

Pierre-Laurent Aimards Spiel ist wie immer makellos . . . [seine von Objektivität getragene Haltung bewährt sich] gerade bei den Werken von Liszt, die durch die Vielschichtigkeit der Interpretation ungemein an Tiefgang, Farbigkeit und Dynamik gewinnen . . . Die Selbstverständlichkeit, mit denen Aimard Berg und Scriabin, Bartók und Messiaen interpretiert, ist schon bewundernswert. Eine hoch interessante Veröffentlichung!

Ein überaus gelungener philosophischer und musikalischer Streifzug durch romantische Vorstellungswelten.

Au service de cette intelligence du plan, la concentration extrême du pianiste . . . , sa recherche de la plus grande lisibilité, des couleurs chatoyantes . . . Dans "Le Traquet stapazin", voyez comment Aimard campe chacun des personnages de la comédie ornithologique de Messiaen pour en faire une grande symphonie de la nature . . .