MARTHA ARGERICH The Collection 1 4775870

Martha Argerich hat über die Jahrzehnte hin Aufnahmen bei der Deutschen Grammophon herausgebracht, beginnend mit einem atemberaubenden Debütalbum, als sie gerade 19 Jahre alt war. In schöner Aufmachung -- mit Reproduktionen der alten Covers -- sind diese Solo-Recitals nun auf CD wieder erschienen, und zwar in den alten Zusammenstellungen, was . . . die vernünftige Dramaturgie der einzelnen Platten sichert. Fast alle Aufnahmen sind von außerordentlichem Zuschnitt, die subtilen, doch kraftvollen Chopin- und Liszt-Wiedergaben vor allem, aber auch klar strukturierter Bach -- und Fundstücke wie die bei aller Virtuosität geradezu elegant bewältigte Prokofieff-Toccata.

Die acht Solorezitals . . . zählen mit Sicherheit zum Besten, was im 20. Jahrhundert am Klavier hervorgebracht wurde . . . Man lasse sich dieses interpretatorische Feuerwerk nicht entgehen.

Bevor funkelnde Blitze einschlagen, und der Sturm über die Tasten rast, hat die Gewitterhexe der elementaren Naturkraft ihres stupenden Talentes den letzten Schliff gegeben. Die Argentinierin Martha Argerich geistert wie ein schönes Irrlicht über die Konzertpodien der musikalischen Kontinente . . . [sie gilt] als traumwandlerisch sichere Interpretin aller von Gefühlsduselei befreiten 'Gemütsverfassungen . . . Es ist ein besonderes Erlebnis, dem Reifeprozess der pianistischen Vervollkommnung des Tastensinns zwischen dem 20. und dem 35. Lebensjahr am Beispiel Chopin nachzulauschen . . .

Personne n'aura joué aussi vite le "So rasch wie möglich" de la Sonate no. 2 de Schumann, personne -- pas même Horowitz -- n'aura rendu la Sonate de Liszt aussi théâtrale, personne n'aura aussi bien révélé les fantômes de la Sonate "Funèbre" de Chopin. Ces Préludes du même, joués sans concession ni compromissions, sont de ceux qui auront marqué définitivement le disque, come ce "Gaspard de la nuit" qui mit à genoux bien des pianistes. Et même si les prises de son semblent plus d'une fois trahir la fabuleuse sonorité d'Argerich, on reste médusé par les couleurs crépusculaires de telles Mazurkas de Chopin, ou l'inventivité de telle tournure de phrase. A ce prix, et dans cette présentation, une véritable aubaine.

Du coup de génie de son premier récital aux "Kreisleriana" de Schumann qui furent son dernier disque solo, en passant par des Préludes de Chopin qui ont marqué l'Histoire ou une sonate de Liszt comme un uppercut, l'ensemble est un must.