WAGNER Tristan u.Isolde Barenboim DVD-VI 0734439

Meier's contained richly nuanced approach to both acting and singing is ideally suited to this production. Her Tristan, Siegfried Jerusalem, is not less impressive, with a poised demeanour avoiding the woodenness that afflicts so many Wagner tenors. Add a marvellously sonorous Marke in Matthias Hölle, no weakness in the other roles, and the virtues stack up to something special.

It is hard to imagine a finer Tristan than Jerusalem, whose voice is equal to all the part's demands. In the case of Meier, it seems churlish to demand more . . . Deutsche Grammophon is to be thanked . . . for making this production available to a much wider public and for doing so, moreover, in excellent sound and a 16:9 picture ratio.

War es nun Heiner Müllers Regie oder doch eher das Bühnenbild von Erich Wonder, was den Zauber der "Tristan"-Produktion der Neunzigerjahre in Bayreuth ausmachte? Vielleicht beides in glücklichem und harmonischem Einklang mit . . . dem auch optischen Dreamteam Waltraud Meier und Siegfried Jerusalem in den mörderischen Partien der Protagonisten. Die satte und bruchlose Mittellage einer Sängerin ist die Grundlage für eine lebendige Interpretation der stolzen Isolde . . . Hochmusikalisch muss auch Siegfried Jerusalem den Tristan angehen . . . und gerät zur eindrucksvollen Vermittlung der textlichen Inhalte in der "Nachkollozeit". Gut studiert von Daniel Barenboim . . . werden auch die hektischen und heikleren Duette des ersten und zweiten Aktes gemeistert . . . Am Pult des Festspielorchesters weiß Barenboim blechgepanzerte Brillanz zu entfesseln und kühle Dynamik . . . So bleibt Hauptmerkmal dieser Produktion eine abwechslungsreiche auch heute noch sehr stylisch wirkende Interpretation, die die Konkurrenz jüngerer Inszenierungen weltweit oder am gleichen Ort nicht scheuen muss.

Waltraud Meier, damals schon Kundry Nummer eins, wagte die eigentlich außerhalb ihrer Mezzoreichweite liegende Isolde -- und gewann glorios. Schon heute gilt sie -- die Rolle immer noch innigst singend -- als die beste Interpretin ihrer Zeit. Doch auch das magische Licht von Manfred Voss . . . Erich Wonders grenzenlose, dabei minimalistisch kahlen Wunderräume -- und natürlich das so spannungsreiche wie klangsensible Dirigat des mit dem Werk bestens vertrauten Daniel Barenboim in seiner besten Bayreuth-Zeit, sie lassen diese ritualhaft karge, alles den gedanklichen Weltenräumen des Betrachters wie Zuhörers überlassende Aufführung auch in der technisch brillanten DVD-Version zum Erlebnis werden . . . Wer das nach wie vor Kultische an Bayreuth begreifen will, der ist hier richtig.

Waltraud Meier gab ihr Debüt als Isolde. Obwohl die Rolle für einen Mezzo zu hoch liegt, feierte sie einen Triumph. Die Höhe kam mühelos, und außerdem brachte sie alle anderen Qualitäten mit: dramatische Intensität, liedhafte Stimmkultur, berückende Klangfarben, darstellerische Intelligenz . . . Beim Wiederhören beeindruckt er vor allem im dritten Akt. Hier gelingt ihm das erschütternde Porträt eines manischen Charakters. Matthias Hölle brilliert als dunkler und kraftvoller König Marke, Falk Struckmann ist ein kraftvoll-jugendlicher Kurwenal, Uta Priew eine restlos engagierte Brangäne . . . die Höhepunkte der Liebesszene und die glühenden Herbstfarben im letzten Akt machen diesen "Tristan" auch orchestral zu einem Erlebnis. Endlich auf DVD.

C'est bien l'un des plus beaux "Tristan" qu'on ait vu à la scène, et la captation, hors public, mais en scène, réalisée deux ans après sa création en 1993, garde heureusement une grande partie de sa magie et de sa beauté . . . la boîte est invisible, mais palpable, oppressante, grâce aux magnifiques fond signés Erich Wonder, grands aplats à la Rothko, ocres, bleus, gris, avec au sol, deux minces frisottis de lumière pour évoquer la mer invisible dans le pavillon d'Isolde . . . C'est aussi un théâtre d'acteurs, agité, lin du hiératisme du modèle perdu . . . l'ensemble prend une dimension musicale et dramatique investie et mémorable. Cela fait de ce "Tristan" une des références absolues de Bayreuth -- qui en a bien manqué depuis -- comme du catalogue vidéo. Indispensable.

. . . rien n'est laissé au hasard, chaque regard, caque posture prend sens. Ajoutons à cela que la protagoniste est tout simplement une des plus grandes Isolde du XXe siècle: Waltraud Meier, alors au sommet de ses moyens, resplendissante de beauté, accomplit ici une incarnation qu'il faut à tout prix connaître. A ses côtés, le Tristan de Siegfried Jerusalem ne démérite pas, artiste sensible qui trouve au III une ressource insoupconnée pour s'arracher les cris de douleurs de son agonie . . . [Barenboim] est encore fidèle au poste. Sa direction ample et généreuse fait souffler un grand vent lyrique qui offre une bonne synthèse entre l'héritage d'un Furtwängler et les tempêtes d'un Kleiber . . . des meilleurs "Tristan" actuellement disponibles en DVD, sans doute le plus recommandable pour une première approche.