CHOPIN Piano Concertos / Blechacz 4778088

[The tasteful and stylish Blechacz] highlights much detail that is often overlooked . . . the Concertgebouw strings are wonderfully atmospheric.

This is a very fine account of the two concertos from the young Polish pianist Rafal Blechacz . . . he has such effortless authority, and such a lack of distracting mannerisms that his joyous playing is that of a youthful master . . . some hypnotically beautiful lines in the slow movements of both concertos, and there's plenty of fire in his playing where it's needed. His Chopin sound is beautifully voiced: he captures the unique sonority of this music exceptionally well and does so with a sure sense of direction, too.

He does possess a real sympathy for the composer and a strong set of fingers . . . The E Minor Concerto benefits from the long orchestral introduction, plastic and warm, courtesy of the Royal Concertgebouw strings, winds, horns, and recording engineer Rainer Maillard. The transition to E Major is perhaps the first movement¿s most fascinating contribution, the three main themes supported by a minimalist orchestral tissue that provides a kind of halo around the keyboard. The general tone of the movement lies in the nocturne, which Blechacz applies with a silken line, shaded by personal rubato and degrees of dynamic variety that prove most engaging. When the rhythm picks up, quasi-krakowiak, the mutual filigree between piano and inflamed orchestra becomes dramatically intense, certainly on a par with the classic collaborations by Brailowsky and Rubinstein. The balance of bravura and poetry Blechacz negotiates with pearly fervor . . . I well like the move to the recapitulation, with Semkow¿s underlining the bass harmonies and insisting on clear articulation from the woodwinds. The Larghetto, too, exploits E Major as a source of poetic reverie, and Blechacz integrates his cantilena into a color brew that includes some strong writing for the bassoon. Several thoughtful ritards inform this rendition, whose declamatory-parlando episodes convey as rich a tapestry as the brilliant fioritura that owes its vocal, even chime-like quality to the influence of Bellini¿s operas. The last movement . . . sings in the syncopated duple meter quite fleetly in Blechacz¿s modulated performance. What I particularly admire in this rendition is the feeling of freedom both Blechacz and Semkow impart, the national figures seeming to arise spontaneously out of their own lyric impulse . . . [The F Minor Concerto]: Blechacz emphasizes the vertical unity and contiguity of the two hands, their often bold accommodation of Lydian harmony to Chopin¿s own uses. The martial swagger of the first movement has rarely enjoyed such a superb notion of harmonic closure. The heart of the F Minor Concerto, again, lies in the wonderful Larghetto movement . . . The sparkling filigree back to the da capo mark Blechacz as a special sound at the keyboard.

Selten gelingt eine Aufführung dieser Stücke wirklich, denn sie sind keine Artisten-Feuerwerke oder sinfonische Massive. Rafal Blechacz weiß das und hat eine Lösung: Der polnische Jungstar erkennt in ihnen lange Kammer-Meditationen, die er wie neu erlauscht. Das Concertgebouw Orchester unter Jerzy Semkow sekundiert ihm dabei prächtig.

Der junge Landsmann Chopins bringt den Polen ihren Meister so nahe wie kaum einer vorher -- und nicht nur den Polen, sondern allen Musikfans der Welt.


. . . perlend-leichte, elegante und auch, wo nötig, kraftvolle Anschlagskultur, die selten geworden ist im Virtuosen-Wanderzirkus . . . Ein beglückender Beitrag zum Chopin-Jubiläumsjahr 2010.

. . . [Blechacz] präsentiert sich als herausragender pianistischer Gestalter . . .


Schnörkellose Klarheit und das richtige Gespür für Chopins Klangpoesie zeichnen die Aufnahmen aus.

Längst ist Rafal Blechacz mehr als nur ein vielversprechendes Pianistentalent. Denn in seinen zwei Solorezitals . . . hat er solche Versprechen auf beeindruckende Weise eingelöst . . . Blechacz spielt mit Stil und Würde, nimmt Ton für Ton ernst und bedeutsam.

. . . in seiner Innigkeit ist Blechaczs Spiel wie für den Großromantiker gemacht: Bei aller Finger-Akrobatik bleibt doch träumerische Zartheit gewahrt. Blechacz erzielt sie durch feinen Anschlag, mehr aber noch durch Tempo-Gespür . . . der Fluss der beiden Klavierkonzerte erlahmt . . . nie. Hübsche Übergänge und Balanceakte sind da zu hören, in ihrer Anmut noch gesteigert durch die Begleitung des Concertgebouw Orchestras unter (wie könnte es hier anders sein) polnischer Stabsführung von Jerzy Semkow.

Man möchte meinen, was könnte ein blutjunger Pianist wie Rafal Blechacz bloß Neues zu Chopin sagen. Überraschend viel. Als Pole und gleich alt wie Chopin, als er seine beiden Klavierkonzerte schrieb, hat er nicht nur einen tief emotionalen Zugang gefunden, sondern versteht mit seiner eleganten Spielkultur diese Musik so zu verinnerlichen, ohne dabei die Dramatik hintanstehen zu lassen. Technisch über den Dingen stehend gelingt ihm, hervorragend unterstützt vom Concertgebouw Orchester Amsterdam unter Jerzy Semkow, eine jedes Detail glasklar zeichnende Interpretation.


Der junge Pianist und das Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung von Jerzy Semkow werden im komplett ausverkauften Saal mit "Standing Ovations" bedacht . . . das Amsterdamer Publikum [hatte] eine Darbietung der beiden Chopin-Klavierkonzerte erlebt, die man auf diesem Niveau auch im starverwöhnten Concertgebouw selten hört . . . Das Royal Concertgebouw Orchestra präsentiert sich auch hier wieder einmal als erstrangiges Ensemble: präzise und sehr ausgewogen im Orchesterklang . . . Es liegt nicht in seinem Interesse, Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen ¿ auch wenn die Brillanz beeindruckt, mit der er die . . . Triolenketten im Finalsatz des zweiten Konzertes realisiert. Die agogische Fantasie, mit der er die Themen im Kopfsatz des ersten Konzerts gestaltet, kann sich durchaus mit Argerichs berühmter Interpretation messen, bisweilen agiert der junge Pole sogar etwas organischer . . . In den langsamen Sätzen verwendet er viel Sorgfalt darauf, den pianistischen "Koloraturen" eine innere Dramaturgie zu geben, insbesondere im Larghetto des zweiten Konzertes faszinieren die Leichtigkeit und Eleganz, mit den Blechacz Chopins stetig neu variiertes Laufwerk darbietet. Die Finalsätze spielt er mit slawischem Feuer . . . Die Natürlichkeit von Blechaczs Chopin-Spiel ruft . . . Erinnerungen an den großen Artur Rubinstein hervor.

Das Royal Concertgebouw Orchestra präsentiert sich auch hier wieder einmal als erstrangiges Ensemble: präzise und sehr ausgewogen im Orchesterklang . . . Es liegt nicht in [Blechaczs] Interesse, Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen ¿ auch wenn die Brillanz beeindruckt, mit der er die nicht enden wollenden Triolenketten im Finalsatz des zweiten Konzertes realisiert. Die agogische Fantasie, mit der er die Themen im Kopfsatz des ersten Konzerts gestaltet, kann sich durchaus mit Argerichs berühmter Interpretation messen, bisweilen agiert der junge Pole sogar etwas organischer . . . insofern ist sein Spiel weit entfernt von den Manierismen mancher "Chopin-Spezialisten". In den langsamen Sätzen verwendet er viel Sorgfalt darauf, den pianistischen "Koloraturen" eine innere Dramaturgie zu geben, insbesondere im Larghetto des zweiten Konzertes faszinieren die Leichtigkeit und Eleganz, mit denen Blechacz Chopins stetig neu variiertes Laufwerk darbietet. Die Finalsätze spielt er mit slawischem Feuer. Das Rondo im ersten Konzert hat unter Blechaczs Händen [Pfeffer] . . . und rückt dadurch in Argerichs Nähe . . . Sehr souverän im Sinne einer gelungenen Synthese aus slawischem Temperament und französischer Leichtigkeit gelingt Blechacz das Allegro vivace im Konzert Nr. 2 . . .

. . . le jeune Polonais déploie un jeu coloré, raffiné, contemplatif et presque étale . . . Profonde, dense, chatoyante, la toile de fond que tisse Semkow . . .

Blechacz s¿appuie sur une technique éminemment musicale . . . Il sait façonner une phrase, lui conférer une courbure expressive, jouer sur les clairs-obscurs, relancer le discours quand il le faut (la coda dans le premier mouvement du Concerto N° 1). Son jeu séduit par sa fraîcheur, sa grâce. Et une prodigieuse gamme de nuances qui confine parfois à la préciosité . . . Blechacz apporte sa signature personnelle -- tel phrasé très élastique, une main gauche articulée. Le Royal Concertgebouw Orchestra mené par Jerzy Semkov lui apporte un soutien charnu . . . le 2e est particulièrement réussi. Une certaine malice caractérise les mouvements finaux, celle d¿un jeune homme qui s¿épanche avec tact et sincérité.