METROPOLITAN OPERA GALA Bing (1972) 4776540

. . . let's be grateful for the treasures included here . . . Montserrat Caballé and Plácido Domingo join forces in a "Manon Lescaut" "Tu, tu amore? Tu?" of heart-stopping passion and vocal richness, underlined by the young James Levine's orchestral ardor . . . Karl Böhm always seemed to elicit their best, which was dazzling. A theatrical wizard able to draw out Strauss's own theatrical genius, Böhm helps Nilsson bring out surprising colors by achieving an infinite spectrum of them in the orchestra for her to match. Nilsson is in spectacular vocal form and acts the living daylights out of the scene . . . it's a joy to have this tantalizing sampling, in which Corelli is joined by the perennially underrated Teresa Zylis-Gara as Desdemona. The "Otello" excerpt provides a suitable ending to a sampling of some of Bing's greatest stars.

Opern-Galen sind für Stimmfetischisten und Opernfanatiker ein herrliches Pflaster, um längst verklungene Legenden wieder aufleben zu lassen und im Opernalltag unbezahlbare Kombinationen auf einer Bühne zu versammeln -- für Sänger bieten diese Anlässe eine willkommene Gelegenheit, Partien wenigstens Ausschnittsweise zu gestalten, die sie nie auf der Bühne in voller Länge gesungen hätten. So wartet auch die Gala der New Yorker Metropolitan Opera zum Abschied des langjährigen Intendanten Sir Rudolf Bing mit der Crème de la Crème der damaligen Gesangsstars und Dirigenten auf. Die sieben Ausschnitte aus dieser Gala sind glücklicherweise sieben `große¿ Ausschnitte . . . Als Salome ist einmal mehr Birgit Nilsson zu erleben, die . . . über den üppig strahlenden Brünnhilden-Ton verfügt, der ihre Interpretation so zwingend und berauschend macht. Am Pult steht hierbei Karl Böhm, dessen Qualifikation für die Musik Richard Strauss¿ nicht gesondert erläutert werden muss . . . Der schwelgerisch glühende Des Grieux des jungen Domingo und die fein ziselierte Manon der Caballé, die all ihre Spintoqualitäten in dieser einen Nummer schonungslos ausbreitet, sind ein Erlebnis der Extraklasse. Es ist kaum zu glauben, dass beide Ausschnitte Bestandteil einer Gala sind und nicht aus dem Gesamtzusammenhang eines kompletten Opernabends herausgerissen wurden . . . Martina Arroyo reißt das Publikum mit der Arie der Leonore aus Verdis `Trovatore¿ -- der Paraderolle der Price (!) -- hin und Leontyne Price outet sich als passionierte Mozart-Sängerin mit einem beseelten `Dove sono¿ aus Mozarts `Le nozze di Figaro¿ . . . es ist verblüffend, mit welcher Klarheit und Schlichtheit Leontyne Price diese Arie gestaltet . . . Die CD-Veröffentlichung dieser Gala bei der Deutschen Grammophon hält sich genau an die alte LP-Ausgabe und ohne Zweifel: Diese sieben Ausschnitte sind wundervoll.

... un documento de gran valor que repasa la última gran década del canto, en uno de sus santuarios más sagrados.