MOZART Le nozze di Figaro Gardiner 4398712

. . . [Gardiner's "Figaro" shows] the capacity of a strong conductor to make the whole so much more than the sum of its parts . . . this version can stand comparison with any, not only for its grasp of the drama but also for the quality of its singing . . . Bryn Terfel and Alison Hagley make an outstanding Figaro and Susanna . . . [Terfel gives] an alert, mettlesome performance -- and he also brings off a superlative ''Non piu andrai'', done with tremendous spirit to its rhythms and richly and pointedly coloured . . . [Hagley] offers a reading of spirit and allure. The interplay between her and the woodwind in ''Venite inginocchiatevi'' is a delight, and her cool but heartfelt ''Deh vieni'' is very beautiful . . . Rodney Gilfry provides a Count with plenty of fire and authority, firmly focused in tone; the outburst at the Allegro assai in ''Vedro mentr'io sospiro'' is formidable. Pamela Helen Stephen's Cherubino sounds charmingly youthful and impetuous . . . this is so much more a realization of the work than simply a performance of its music . . . certainly there is no want of dramatic life in Gardiner's direction.

In einen weiteren Rahmen hat John Eliot Gardiner seine Aufnahme gestellt: zum einen, weil die English Baroque Soloists für einen kräftigen und vollen Streicherklang sorgen, zum anderen, weil für einige Rollen grössere Stimmen aufgeboten sind: insbesondere für die von Bryn Terfel mit Verve gesungene und voller Wut agierte Titelpartie. Es ist eine lebendig-theatralische Aufführung mit quicken, Fortepiano-begleiteten Rezitativen, voller rhythmischer Schärfungen und heftigen Akzenten. Susanna etwa singt im ersten Duett das "din din" so wütend und laut, dass Figaros "pian pian" verständlich wird. Es ist, nach einem Kammerspiel unter Östman, eine unter Hochspannung stehende Aufführung.

Historisch informiert mit überzeugenden Ergebnissen . . . [Terfel sang] einen Figaro, der auch über sich selbst lachen kann. Wann hat man die Vermessungs-Szene zu Beginn jemals so heiter-wohlgemut, so herrlich naiv gehört wie hier? Ein Figaro, der den Ahnungslosen ebenso verkörpert wie den erwachenden Mann in ihm.