MAGDALENA KOZENA Lamento 4741942

Gramophone's artist of the year, Kozená and Reinhard Goebel's Musica Antiqua Köln explore the lachrymose world of German baroque music, which is extraordinarily vivid in its expression of grief . . . a remarkable performance . . .

The fascinating repertory further expands the team's researches into the Bach family catalogue . . . Kozená brings to this material commitment, powerful feeling, and great flexibility: hers is truly a voice of many colours. Consume this CD whole.

As usual, Kozená offers clean tone, fine flexibility, crisp textual delivery and stylistic intelligence. Even in the tricky central aria of BWV 170 (at nearly 18 minutes, the disc's 'centrepiece'), with the vocal line pitted against an obbligato part for organ, she confronts the many difficulties head-on . . . I hasten to add that when Kozená's timbre matches her music, the results are memorable. One need only hear the bracing crystalline, indubitably soprano tone she brings to the opening of C.P.E. Bach's "Selma" to realize instantly that this is the 'real' Kozená. Another similarly enchanting discovery ¿ and one that sits ideally in her voice . . . ¿ is J.C.F. Bach's scena "Die Amerikanerin", a veritable Baroque melodrama in which the singer's operatic experience works to her advantage . . . World-wide there is no ensemble more impressive for this type of programme than Goebel's Musica Antiqua Köln; listeners should be grateful to experience original-instrument playing that so beautifully combines the ultimate in technical ease and stylistic authority with exceptionally full-bodied tone. Archiv provides full translations and superbly vivid recorded sound.

Kozená's declamatory performance is thrilling . . .

Kozená's voice, smooth and assured, is a delight in itself.

Kozená lavishes her firm lyrical mezzo-soprano and keen musicianship on a varied collection . . . Kozená fashions a seamless flow of beautifully modulated tone in the long-lined arias, but she also creates some vocal fireworks in the dazzling allegros . . . Archiv's outstanding digital recording captures the voice and instruments with remarkable clarity.

. . . overall the excellent singing of Kozená tips the balance in favor of the disc. The Conti follow the familiar format of alternating recitative and arias, the whole completed with a briliant Alleluia . . . The performance gets off to a fine start, with Kozená's rapt singing of the opening accompanied recitative immediately drawing in the listener. But the first aria finds Goebel up to his old tricks, with chords sliced through with a brusqueness that serves to undermine any Italiante lyricism the singer tries to instill. Bach would doubtless have admired not only the restraint with which Conti handles the rapturous text of the second aria, but also its lovely obligato violin solo, most winningly played by Stephan Schardt. Kozaná's singing of it is gorgeous . . . the highlight of the disc is the wonderful performance of the scena by Bach's second youngest son, Johann Christoph Friedrich Bach . . . The music is through composed and surges with a vivid, passionate intensity that at times brings reminders of Gluck. Kozená responds to the music with glorious freedom and an ardent urgency that culminates in a sensual, barely whispered climax. Goebel is on his best behavior here, too, and the disc is worth hearing for this remarkable word, and its equally remarkable performance.

I would be very hard pressed to find another single recording of this high quality that so clearly demonstrates the musicality of the Bach family.

Müßig zu sagen, dass Magdalena Kozená mit ihrem ebenmäßigen, satten Mezzo eine geradezu ideale Stimme für diese Werke hat . . . da heißt Barock: Lebensfreude.

Sie verfügt über das derzeit schönste, zarteste, beseelteste Pianissimo . . . Die Mezzosopranistin kommt völlig ohne die sattsam bekannte, dramatische Exaltiertheit vieler Kolleginnen, und sie ist auch keine Zwitschermaschine: Koloratur-Shows sind nicht ihr Ding. Stattdessen verzaubern weiches Timbre, diskretes Vibrato, hauchzarte Melancholie. Reinhard Goebels glänzende Musica Antiqua Köln assistiert: historisch korrekt auf Originalinstrumenten, stets emotional intensiv. DG-Tonmeister Hans-Ulrich Bastin sorgte dafür, dass sich Kozená's Stimme bei Vokalmusik von Bach und dessen Söhnen, Verwandten, Zeitgenossen nahezu perfekt in den Ensembleklang integriert ¿ sie zelebriert die schwebenden Klänge zwischen Liebe und Tod in eigenwilliger, sangseliger Süße. Viel innere Wahrheit ¿ Nahrung für die Seele.

Eine ausgesuchte Natürlichkeit und ein lebendiges, nie überzogenes Vibrato sind nur die besonderen Vorzüge von Magdalena Kozenás Mezzosopran. Die Weisheit, dass es Soprane wie Sand am Meer geben kann, echte Altistinnen jedoch nur in verschwindend geringer Zahl, unterläuft sie nonchalant. Wo ihre Registerübergänge sich versteckt halten, bleibt ein großes Rätsel. Ihre Tiefe ist befreit von der Schwere herber Altstimmen, ihre Höhe so mühelos leicht wie die eines Koloratursoprans, und Kozená vereint dabei in rarer Harmonie Kunstfertigkeit mit Freimut und Leben. Bei einem Repertoire, das ein in den Vordergrund drängendes Timbre nicht gebrauchen kann, das auf Gelenkigkeit und Wortverständlichkeit größten Wert legt, kommt diese Stimme hervorragend zur Geltung . . . Kaum weiß man, was hübscher ist und die Lust am Leben noch besser verdeutlicht: das fabelhaft gespielte Flötensolo, der quecksilbrige Gesangssatz, Kozenás Stimmschönheit oder aber die kraftvoll im Hintergrund schraffierenden Streicher.

Exceptional naturalness and a living, never exaggerated vibrato are only the most pronounced assets of Magdalena Kožená's mezzo-soprano. She nonchalantly circumvents the received wisdom that sopranos are two a penny whereas true altos are fast disappearing. It remains a real mystery where her changes of register are concealed. Her low notes are free of the heaviness of dour altos, while her top notes are as effortlessly light as those of a coloratura soprano, and Kožená combines skill with openness and life in a way that is unusually harmonious. It is a voice that really comes into its own in a repertory that has no use of a penetrating timbre and that lays great emphasis on agility and verbal intelligibility . . . It is hard to know which is the more attractive and which offers a clearer illustration of a very real love of life: the fabulously well-played flute solo, the mercurial vocal writing, the beauty of Kožená's voice or the strings providing a powerfully shaded accompaniment in the background.


Kozená hat sich seit ihrer letzten Bach-Platte vor sechs Jahren mit der Musica Florea unter Marek Stryncl weiterentwickelt. Sie geizt weder mit Farben noch mit Flexibilität, noch mit den verführerischen Brusttönen ihres immer frischen . . . Mezzos.

Das ist einfach schön, wie die außerordentliche Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel mit dem dunklen Mezzo von Magdalena Ko¿ená nicht nur musiziert, sondern kommuniziert. Stimme und instrumentale Linie sind in engster Verbindung aufeinander abgestimmt. Klar wie selten wird, was die Musik des Barock mit Affekt meinte. Es ist die direkte Konfrontation von Sinn und Klang, ihr inneres Verweben, das nur durch die erfüllte Plastik jeder beteiligten melodischen Linie ergreifend in Erscheinung tritt.

Mit den innovativen weltlichen Kantaten »Selma« und »Die Amerikanerin« blüht Magdalena Kozená zu großer, diesseitiger Form auf. Beispielhaft ist der Schluss in Johann Christoph Friedrich Bachs Hommage an eine »schöne Wilde«. Hier, beim sprachlich und musikalisch kühnen Gesang an den süßen Liebestod (»Wie Ambraduft will ich dich, Tod, aus ihren Adern trinken, auf ihren Busen sinken, und mit ihr sterben«) findet die Sängerin zu ihrem ureigenen, unmittelbar berührenden Ausdruck.

Ebenso einfühlsam wie virtuos begleitet von Reinhard Goebel und Musica Antiqua Köln entfaltet Magdalena Kozena in fast schon manieriert expressivem Ausdruck das frühbarocke Lamento . . . Dank der vokal wie instrumental glänzenden Interpretation ist der Zuhörer von einem Lamento weit entfernt, diese Einspielung sorgt für vergnügte Ruh.

Magdalena Kozená und die Musica Antiqua Köln begeistern und bewegen mit Klagegesängen aus der Bach-Familie und ihrem Umfeld . . . diese Einspielung . . . erfüllt jeden empfindsamen Zuhörer mit einer tiefen, reinigenden Demut -- vor Gott, seinen Nebenmenschen und einer so naturschönen Stimme wie jener der Kozená . . . Verschiedentlich um Streicher, Flöten und/oder Oboen verstärkt, agiert der harte Kern der MAK gewohnt profilbetont und ermisst die Befindlichkeiten drangsalierter Seelen durch genauestes Verständnis musikalischer Rhetorik.

. . . sobald diese Aufnahme erklingt, befindet man sich im freien Fall. Man taucht ein in eine völlig neue Dimension klanglicher Ekstase, ein Meer an wohligem, zutiefst ergreifenden künstlerischen Ausdrucks. Ich möchte die herausragende Leistung der Musica Antiqua Köln nicht schmälern -- sie sind so gut wie selten zuvor, eine atemberaubende Leistung! Nein, es ist der Mezzosopran von Magdalena Kozená, der hier alles überstrahlt, den Hörer magnetisch anzieht und fassungsloses Staunen hinterlässt . . . Ja kennt denn diese Sängerin keine Grenzen? Gibt es für sie keine Atemprobleme, keine anstrengenden Höhen, keine technisch alles fordernden Koloraturen, keine Textprobleme? Sie ist so sicher in allem was sie tut. Sie tut es leicht, ohne Anstrengung, ohne Pose. Sie singt als ob es keine andere Existenzform für sie gäbe als zu singen. Gesang, Barockgesang vor allem, scheint das Lebenselixier, das ureigenste Element von Magdalena Kozená zu sein. Da fällt mir nur der Text aus der Schubert-Messe ein: "Staunen nur kann ich und staunend mich freu'n": Ich ziehe meinen Hut vor dieser großartigen Leistung!

Die zu Recht hohen Erwartungen wurden deutlich erfüllt . . . Ko¿ená profilierte sich bereits 1999 mit einer Platte, auf der sie eine Reihe von Arien Johann Sebastian Bachs mühelos und glücklich interpretierte. Hinzu trat nun Reinhard Goebel mit seiner künstlerisch schon so häufig eindrucksvoll hervorgetretenen Musica Antiqua Köln, die sich in letzter Zeit in Aufnahmen und Konzerten den anderen, heute weniger bekannten Vertretern der Bach-Familie zuwandten . . . In figurativer Phantasie und einer Haltung echter Klage zeigt die Musik ihre Stärken . . . Doch kommen in den mehrsätzigen Werken auch andere Seiten des Empfindens und des musikalischen Ausdrucks zum Zuge. Eine Kantate des italienischen Zeitgenossen Johann Sebastian Bachs, Francesco Bartolomeo Conti präsentiert sich außerordentlich temperamentvoll und im abschließenden »Alleluja« mit virtuoser Rasanz. Die ebenfalls nicht fehlenden Arbeiten Johann Sebastian Bachs entfalten eine erstaunlich Anmut . . . Magdalena Ko¿ená findet in diesem feinen und ausgewogenen Programm ausreichende Gelegenheit, ihre wunderbare Stimme in Szene zu setzen: Biegsam, ohne gekünstelte Force, mit warmer Ausstrahlung in der tieferen Lage und bei all dem wundervoll behutsam bringt sie die Musik zum Leuchten. Hinzu treten eine glanzvolle Oberlage und Ko¿enás Fähigkeit, mit ihrem eindrucksvollen technischen Rüstzeug virtuos und selbstbewusst zu gestalten. Die Schlussnummer in Contis Kantate gerät ihr so zum technisch-raffinierten Bravourstück. Reinhard Goebel führt seine Musica Antiqua zu einer technisch-interpretatorischen Meisterleistung. Mit feinster Artikulation und in perfektem Zusammenklang, der sich kontrolliert und doch gleichzeitig voll präsentiert, beherrschen die Instrumentalisten das ganze gestalterische Repertoire, das kraftvolle dynamische Entwicklungen selbst auf engstem Raum ermöglicht. Alle Nuancen, vom beinahe stehenden Tempo des getragenen, klagenden Ausdrucks bis hin zum druckvollen Presto werden souverän aufgespürt. Ohne übermäßige und damit falsche Gefühligkeit wird in den intensiveren Passagen gestaltet, jedoch immer mit dem Mut zur deutlichen Zeichnung des musikalischen Materials . . . Eine Platte, die allen musikalischen Ansprüchen mehr als gerecht wird und die hohen Erwartungen erfüllt.

Magdalena Kozená, une pure splendeur . . . La rencontre de Reinhard Goebel et de Magdalena Kozená est le contraire de ces mariages de raison qui peuplent le monde discographique. C'est un feu en musique, de ceux qu'impose à la vie la reconnaissance de deux êtres de même passion, aussi véhéments à s'accorder que prompts à se combattre . . . Magdalena Kozená atteint ici à une profondeur d'interprétation qui laisse admiratif. La voix est incroyable de couleur, de sensualité, de maîtrise. Quant à la musicienne, elle a tout d'une grande.

Magdalena Kožená: pure splendour . . . The encounter between Reinhard Goebel and Magdalena Kožená is the opposite of those marriages which, based on reason, fill the discographical world. The result is a fire in music of a kind that makes us grateful to life for two beings filled with the selfsame passion, two artists as vehement in agreement as they are quick to fight . . . Magdalena Kožená here achieves a depth of interpretation that leaves one open-mouthed with admiration. Her voice is incredible in terms of its colour, sensuality and mastery. She has all that it takes to be a truly great musician.

part translation:
Sie hat alles, was ein wirklich großer Musiker braucht.

Cette première rencontre discographique entre Reinhard Goebel et Magdalena Kozená se montre à la hauteur des espérances. Le violoniste et son ensemble se plaisent à dynamiser le discours, à marquer les contrastes et à marier l'intensité. Dans un cadre aussi propice, la mezzo-soprano peut déployer une riche palette de couleurs, de nuances . . . et d'expressions, depuis la prière jusqu'à l'air d'opéra (Carl Philipp Emanuel, Johann Christoph Friedrich). La célèbre Cantate BWV 170 de Bach constitue le moment le plus intense et le plus singulier de ce programme rare . . . Magdalena Kozená investit chaque mot (récitatif et air) d'une rare justesse dramatique.

Magdalena Ko¿ená, à la voix chaude et fémissante . . . répond idéalement aux exigences de cette lecture qui oscille sans cesse entre pathos et objectivité, entre brûlure chaude de la chair et incandescence froide de l'esprit.

... Kozená demuestra su enorme versatilidad ... La conclusión última del disco es que Kozená deja la impronta de su delicioso timbre en cada obra, haciéndola suya y reinventando, en el caso de Johann Sebastian, un Bach eternamente joven, sin límite de posibles lecturas.

Magdalena Kozená es, sin duda, una de las personalidades artísticas más sobresalientes (y también, dicho sea de paso, más atractivas) que la interpretación historicista nos ha brindado en los últimos años. ... El programa es uno de los primeros atractivos. ... La calidad de las interpretaciones, otro de los atractivos de este excelente disco, difícilmente podrá defraudar a los espíritus más exigentes. Si a las consabidas excelencias de Magdalena Kozená se vuelven a unir la experiencia y el buen hacer de Musica Antiqua Köln y Goebel en un repertorio en el que ambos son siempre referencia y un sonido claro y brillante que contribuye a ensalzar el aire germánico y místico de estas obras tendremos uno de los compactos más destacados del nuevo año. El binomio Kozená/Musica Antiqua Köln vuelve a deslumbrar.

Las interpretaciones tienen el sentido dramático propio de Goebel, con un bajo destacado, articulación muy marcada y elevada emotividad que atrapa al oyente, a lo que contribuye la gran prestación de Kozená, de doliente expresividad, poseedora de una voz redonda en todos los registros, con graves tímbrados y suficientemente sonoros, que suelen ser su parte más débil, y un timbre atrayente, plenamente integrada en la propuesta de Goebel.

Magdalena Kozená ofrece una interpretación transparente de las partituras, respetuosa con los diferentes estilos y sometida a las inflexiones del texto, mostrando una voz flexible y de cuidada línea. La cantante se adapta al carácter de cada fragmento, recreando las partituras con solvente naturalidad ... El acompañamiento instrumental del conjunto dirigido por Reinhard Goebel -con instrumentos originales- profundiza en la notable carga expresiva de las piezas, ofreciendo un bello y empastado juego de timbres.

Un fascinante recorrido, dentro de las obvias limitaciones de tiempo,
por obras vocales sacras compuestas por cuatro miembros de la familia
Bach: Johann Sebastian, Carl Philipp Emmanuel, Johann Cristoph y
Johann Cristoph Friederich. Un registro de comparaciones, diferencias
y similitudes entre virtuosos compositores y solistas, así como sorpresas
como la transcripción que hiciera el más grande de los Bach de Languet
anima mea, cantata para soprano, dos oboes, cuerdas y bajo continuo
del compositor vienés Francesco Bartolomeo Conti. La interpretación
está a cargo de la sensual mezzo Magdalena Koená, acompañada por
Musica Antiqua Kln.

A fascinating recording, inside the obvious limitations of time, of
sacred vocal works composed by four members of the Bach family:
Johann Sebastian, Carl Philipp Emmanuel, Johann Cristoph and Johann
Christoph Friederich. A comparative document of differences and
similarities between virtuous composers and soloists, as well as
surprises of the transcription of the eldest Bach¿s Languet anima mea,
cantata for soprano, two oboes, continuo by the Viennese composer
Francesco Bartolomeo Conti. The interpretation is by the sensual
mezzo Magdalena Kozená, accompanied by Musica Antiqua Koln.