Oboe Concertos Holliger Camerata Bern 4775002

Mutter plays the work [Tango Song and Dance] with dedication and gleaming facility while Previn handles the less flashy piano part with aplomb . . . Mutter's sinuous way with [Hungarian Dance] No. 7 would charm birds out of the trees. ... In Heifetz's arrangements of excerpts from Gershwin's Porgy and Bess, Previn returns to join Mutter in wonderfully fresh and beguiling performances.

Mutter can do anything, including flattening blues notes as if she'd been born in New Orleans, while Previn is always at his most charming when noodling at the jazz piano . . . "Hungarian Dances" (arranged by Joachim) where Mutter convincingly plays the wild gypsy with her regular accompanist, Lambert Orkis, at the piano . . . Pure entertainment.

. . . a joyous ending to a disc which is an excellent way to acquire some little-known late-Baroque repertoire, played with relish.

[Tango]: Der Geigenpart ist gespickt mit schnellen Läufen, großen Lagenwechseln und breiten Doppelgriffen. Mutter gestaltet das Stück wundervoll charmant und mit einem ironischen Augenzwinkern. Ihr Ton ist perfekt, jede Note erklingt absolut kontrolliert und gleichzeitig extrem ausdrucksstark. Ihrer "Lord DunRaven"- Stradivari entlockt sie Klänge von irisierender Schönheit und strahlendem Glanz . . . [Song]: Mit gewohnter Souveränität und Perfektion sowie einem makellosen intensiven Ton umschifft sie jede noch so vermeintliche Klippe. Previns Komposition bildet eine interessante Bereicherung des Geigenrepertoires und ist durch seine Vielschichtigkeit ein spannendes Hörerlebnis . . . [Brahms Dances]: Mutters und Orkis brillante Interpretation schwankt zwischen leidenschaftlich und ergreifend schwermütig sowie aufbrausend und zurückgenommen. Überraschende Tempowechsel und dynamische Schwankungen werfen ein völlig neues Licht auf die altbekannten Stücke. Mutter spielt gekonnt mit den Clichés und der übersteigerten Theatralik der ungarischen Volksmusik. Den Brahms Kompositionen folgen vier Stücke aus George Gershwins "Porgy and Bess", "Summertime", "It ain't necessarily so", "Bess you is my woman now" und "My man is gone now". In "Summertime" spielt Mutter in beeindruckender Weise mit einem Geigenton voll schimmernder Durchsichtigkeit und lasziver Berechnung. "It ain't necessarily so" ist voll swingender Lässigkeit . . . [Fritz Kreislers "Schön Rosmarin", "Caprice viennois", "Liebesleid"]: Wienerische Leichtigkeit gepaart mit Melancholie durchweht sie . . . Die Stücke . . . bedeuten ihr . . . sehr viel. Ihre Interpretation wirkt sowohl spielerisch als auch sehr abgeklärt, so dass sie auf große Effekte fast gänzlich verzichtet.
[Fauré, Violin Sonata no. 1]: Mutter und Orkis demonstrieren ein absolut perfektes Zusammenspiel. In dieser hochromantischen Komposition überzeugt Mutter mit einem warmen runden Ton voll höchster Expressivität. Lambert Orkis bewältigt den extrem virtuosen Klavierpart mit wunderbarer Klarheit und Einfühlungsvermögen.