SIMPLY ANNE-SOPHIE 4777166

. . . gerade Mozarts Violinkonzerte waren es, mit deren tief greifender Auseinandersetzung sich Mutter . . . auch ihren unwiderruflichen Ruf als exzellente Interpretin manifestierte. Hier trübt nichts die Perfektion des Klanges, die reine Harmonik, die wohlgesetzten Proportionen versprühen `mozartianische¿ Grazie. Tiefster Ausdruck innerster Empfindungen evoziert Anne Sophie Muter dann mit glasklarer Intonation und seidigem Timbre bei Jules Massenets Méditation und Kreislers Liebeslied. Die aufbrausende Interpretation des Ungarischen Tanz Nr. 6 von Johannes Brahms changiert zwischen Leidenschaft und ergreifender Schwermut und spielt gekonnt, durch überraschende Tempowechsel und nuancierte, dynamische Schattierungen, mit den Klischees der ungarischen Volksmusik ohne dabei ins rustikal Derbe abzugleiten . . . [Saraste]: Seine Carmenfantasie op. 25, dank Mutter selbst im höchsten Flageolett hochvirtuos perlend, frei von populistischen Virtuosenschmalz vorgetragen, bildet den krönenden Abschluss der gelungenen Zusammenstellung. Klanglich ohne Makel, liefert die `Deutsche Grammophon¿ eine in sich stimmige CD, die man gerne in den Händen hält, nicht zuletzt wegen des edlen Digipack mit informativem und bebildertem Booklet.

. . . das Adagio aus Mozarts fünftem Violinkonzert . . . ist eines der hervorragenden Stücke des Albums . . ., weltvergessen dargeboten, fast unerträglich schön. Die ersten Violinen des London Philharmonic Orchestra . . . singen wie auf einer Seite. Mutters Einsatz kommt stecknadelspitzenklar, ihr Ton strahlt und zittert vor Klang und Leben. Er wird den ganzen Satz über etwas Sehrend-Süßes haben, die gesamte Darbietung etwas so bedächtig Ausgekostetes . . . Die Interpretationen sind vorbildlich . . .