BRAHMS Violin Sonatas / Mutter, Orkis 4778767

Never before have Mutter and Orkis seemed so joined at the hip, giving and taking, conducting dialogue, chasing each others¿ thoughts . . . She plays with a new degree of maturity and depth, especially visible in the slow movements. The disc¿s high point is the adagio from the first sonata, in G major, where Mutter¿s gold thread is reduced to a dusky murmur before shifting through tones as subtle as they are various. Orkis¿s contribution is equally vital, whether keeping pace with limpid filigree or, at the close, pedalling up a penumbra of resonance to balance Mutter¿s whispers. Magical music-making, this. Elsewhere, Mutter shows that she is able to become passionately alive without shaking with neuroses. In the third sonata, in D minor, the finale lives up to Brahms¿s instruction -- "presto agitato" -- but never races over the top. Throughout, speeds and dynamics are controlled with regard for the music¿s inner substance, not its outward show . . . The CD¿s delectable virtues also include Deutsche Grammophon¿s clear, well-balanced recording. A masterly issue . . .

The fruits of her deep consideration are everywhere. There is something epic about these reverberant, closely recorded performances, even at their most intimate, as each detail is turned and examined, each line thoroughly explored and shaped, and familiarity is constantly trumped by fresh insight.

. . . the playing is phenomenal . . .

There is something epic about these reverberant, closely recorded performances, even at their most intimate, as each detail is turned and examined, each line thoroughly explored and shaped, and familiarity is constantly trumped by fresh insight.

. . . she has brought an exciting interpretation to the works. The G Major sonata, in particular the adagio, has a wistful warmth which is echoed by the American pianist Lambert Orkis.

. . . they always know exactly where the other is, and the excellent engineering gives them equal billing.

For the thoughtful Anne-Sophie Mutter here, nothing seems automatic . . . qualities have to be worked at intensely and achieved. She does so triumphantly . . . Lambert Orkis proves an equal partner, an essential in Brahms.

These Brahms Sonatas from Anne-Sophie Mutter capture her at the peak of her form, offering vivid uncompromisingly fervent readings of the works . . . Whatever "detachment" emanates from Mutter's sec vibrato, she compensates for by way of passionate entries and canny adjustments to the rising or weaving melodic line, enhanced by Orkis' splendid keyboard dynamics . . . [The high notes of the "Andante tranquillo"] assume an eerie purity that one must concede has its own beauty . . . The essentially Lydian character of the "Adagio" gains a somber intimacy in Mutter's dialogue with Orkis . . . we receive great Brahms . . .

. . . eine sehr intime Aufnahme . . . diese Aufnahmen haben Tiefe, interpretatorische Tiefe. Und man hört, wie oft die Beiden diese Sonaten schon zusammen gespielt haben, als Duo auf der Bühne . . . Es ist ein sehr perfekter Ton. Aber hier kommt eben auch noch Schmerz hinzu: ein Ton, der nicht vorrangig schön ist, harsche Brüche in der Musik durch starke dynamische Wechsel und dann auch in vielen Passagen sehr intim . . . Er kommt hier . . . besonders gut zur Geltung, weil er sich sehr viel natürlicher in die Gesamtkonzeption einfügt . . . Sie spielen seit über 20 Jahren regelmäßig zusammen, und das hört man auch -- gerade bei diesen Brahms-Sonaten, die sie schon häufig im Konzert gespielt haben. Das sind sozusagen gereifte Früchte, die jetzt geerntet und als Klangdokument verewigt werden . . . Mutter und Orkis spielen hier in perfekter Einheit zusammen, sind sozusagen auf dem Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit . . . Sie ergänzen sich zu perfekten Partnern . . . [sie] spielen einander sehr schön die Bälle zu.

Sie spielt bei durchweg etwas breiteren Tempi souveräner und klangsinnlicher . . . So kommt zur Klangschönheit, zur Stil- und Zielsicherheit auch Bravour. Eine reife Leistung.


. . . Anne-Sophie Mutter und ihr immer noch einfühlsam und inspirierend begleitender Partner Lambert Orkis am Klavier treffen auf Brahms' drei Violinsonaten in einer Weise, die fast rührend ist -- weil einfach alles stimmt. . . . es [ist] die ungeheure Logik und Homogenität von Mutters und Orkis' Brahms-Spiel [gemeint], die bewegend sind. Diese tollen Werke entfalten ihre ganze Kraft aus einer scheinbar unprätentiösen Haltung heraus. Und wenn man Mutters Ton sich entwickeln und glühen hört, wenn man die Beseeltheit wahrnimmt, weiß man, dass alle jungen Geiger(innen) noch weit weg sind von dieser musikalischen Reife. Ein tolles Album!

Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis zeigen mit der Einspielung der drei Brahms'schen Geigensonaten, wieviel Leidenschaft bei allem Klassizismus in den Noten des gebürtigen Hamburgers steckt. Mutter und ihr Dauer-Begleiter am Klavier zeigen die Zerrissenheit der Musik, klassisches Fließen ist eher die Ausnahme. Vor allem die G-Dur-Sonate, die sogenannte Regensonate, fesselt mit pastellener Wehmut, die von leidenschaftlichen Ausbrüchen akzentuiert wird . . .

. . . [eine Aufnahme], die aufhorchen lässt . . . Zum einen verschmilzt Mutters Violinspiel hier mit demjenigen des Pianisten zum in sich stimmigen Gesamtgemälde. Zum andern wird man beim Abhören der Aufnahmen den Eindruck nicht los, dass da in der disziplinierten und dennoch seismografischen Feinarbeit an der expressiven Ausdeutung des Geigenparts die Erfahrung mit der Arbeit an Sofia Gubaidulinas Violinkonzert und anderen zeitgenössischen Werken nachklingt. Da scheint sich bei Anne-Sophie Mutter . . . eine authentische innere Stimme zu festigen, ihre weitere künstlerische Entwicklung wird man da mit neu gewecktem Interesse verfolgen.

Sie spielt einfach aus dem Vollen . . . Es zeugt von Identifikation, von Leben . . . hinreißende Momente, etwa den ruhigen Beginn der Regenlied-Sonate und das lange Sostenuto vor dem Reprisenbeginn in ihrem Eingangssatz. Hier zeigen Mutter und Orkis ein Gespür für Dinge, die in der Schwebe sind, wo alles möglich scheint und man wie Moses auf dem Berge Nebo in ein gelobtes Land von großer Herrlichkeit schauen darf.

. . . diese CD [ist] die reine Freude . . . [man kann sich] an dem breiten, schillernden Geigenton berauschen. In ihren besten Momenten spielt Mutter, als ginge es in diesen Sonaten um alles oder nichts. Brahms erscheint als Schöpfer eines Venusbergs, in dem die Geigerin herrlich Hof hält.

Anne-Sophie Mutter, Fachfrau für den hauchzarten Geigenton, und ihr Langzeit-Klavierpartner Lambert Orkis haben die drei Violinsonaten in bestechender Qualität eingespielt. Es sind hier vor allem Stücke des innigen Gesangs und der weit
gespannten Bögen: Über dem diskreten, mitunter sehr diskreten Klavierpart vermittelt Mutters Farbenspiel mannigfaltige Emotionen. Da steigt Schmerz aus den fein aufgerauten Tönen; da jubelt das Romantische hier und da im inbrünstigen Schleifer auf. Und, das ist die Hauptsache: Hier wird alles entwickelt, alles angebahnt über feine Lichtwechsel und Temposchwankungen. Keine Sehnsucht nach Fülle -- nur nach dem innigen Gefühl.