MOZART Nozze di Figaro Harnoncourt M 22 0734245

. . . now we get a mostly very well-sung "Figaro" . . . Harnoncourt is clearly in complete agreement with Guth and Schmidt . . . Within this framework, one can only congratulate the singers. Bo Skovhus's Count is a sweaty, nervous, angry cheat, and he portrays it ideally, with big, gruff voice and movements . . . Ildebrando d'Arcangelo's "Figaro" . . . is superb . . . He's sexy and uses his beautiful voice to great dramatic effect. Anna Netrebko . . . is a darker-toned than usual Susanne and she's musical and glamorous . . . Christine Schäfer's Cherubino is simply terrific . . . The Vienna Philharmonic's playing is ravishing throughout and at such slow tempos Harnoncourt gets great detail from the players, particularly the winds. The High Definition picture is spectacular, as are the sonics.

. . . this performance from the 2006 Salzburg Festival ranks among the best accounts of Mozart¿s opera available. Ebony-voiced Ildebrando d¿Arcangelo makes a dashing, idiomatic Figaro. The stunning Anna Netrebko, in her true element as a lyric soprano, is as wonderful as Susanna as she was at sea in the Met¿s Puritani. Dorothea Röschmann creates an impassioned, sonorous Countess. Nikolaus Harnoncourt offers musically excellent, flexible tempi and a full text (including both oft-omitted Act IV arias); the orchestral playing is flawless. Claus Guth¿s somber black-and-white modernist staging stresses anomie, especially in Bo Skovhus¿s neurasthenic Count -- brilliantly acted . . . Christine Schäfer . . . sounds excellent for once. Well-filmed and often insightful . . .

. . . this performance from the 2006 Salzburg Festival ranks among the best accounts of Mozart¿s opera available. Ebony-voiced Ildebrando d¿Arcangelo makes a dashing, idiomatic Figaro. The stunning Anna Netrebko, in her true element as a lyric soprano, is as wonderful as Susanna as she was at sea in the Met¿s "Puritani". Dorothea Röschmann creates an impassioned, sonorous Countess. Nikolaus Harnoncourt offers musically excellent, flexible tempi and a full text (including both oft-omitted Act IV arias); the orchestral playing is flawless.

. . . this is a hugely thought-provoking production with an unbeatable cast.

Guth's "Personenregie" is of an astute calibre. The relations among the characters and how they go wrong during one day suggest a pent-up range of interconnected feelings . . . that works well . . . the opera could hardly be more strongly cast. Anna Netrebko is dreamy, vulnerable and beautifully sung Susanna, and Ildebrando D'Arcangelo's smouldering Figaro is a really macho rival of the Count. Bo Skovhus plays that central role almost as a man psychologically disturbed . . . vocally she [Dorothea Röschmann] is a Countess to die for. Christine Schäfer's Cherubino, still in short pants, sings and acts with confidence. Franz-Josef Selig's chair-bound Bartolo and Marie McLaughlin's Marcellina are keenly observed.

Vocally and dramatically, they are generally superb. Ildebrando d'Arcangelo is a firm-voiced . . . Figaro, his stalwart, inwardly focused earnestness contrasting with the sexual obsessions of everyone around him. I did appreciate the warm colors of his voice . . . He is partnered with the winsome Anna Netrebko . . . Christine Schäfer reprises her Cherubino . . . well and powerfully sung.

Dorothea Röschmann's stirring Countess is filled with wistful hope . . . Christine Schäfer, a light lyric soprano, sounds most comfortable as Cherubino in her few excursions into her pretty upper register. Nikolaus Harnoncourt's conducting features beautiful, sinewy string playing and thoughtful delivery of Mozart's orchestration . . .

Gesungen wird im Übrigen hervorragend, wobei die drei großen Frauenrollen (Christine Schäfers Cherubino, Anna Netrebkos Susanna und die Gräfin von Dorothea Röschmann) die Stimmnase vorn haben.

. . . [Netrebko] singt ihre Partie sehr klangschön und, in "Deh vieni, non tardar", mühelos in der bis auf das tiefe A sinkenden tiefen Lage . . . [Christine Schäfers] helle Stimme mit dem Schimmer von Altsilber wird nicht nur sicher und genau geführt -- mit überraschend viel Resonanz in der unteren Oktave, sondern auch gestalterisch differenziert eingesetzt. Ein magischer Moment, wenn Schäfer das von Harnoncourt in die Erstarrung getriebene Adagio der ersten Arie ("E se non ho chi m'moda") zum Ausdruck der Todesahnung werden lässt. Überzeugend ist sie nicht zuletzt in der Ausformung der Rezitative . . . [Ildebrando d'Arcangelo] singt kraftvoll, solide, sonor . . .

Man freut sich an der akribischen Mozart-Jubiläums-Arbeit der Wiener Philharmoniker, denen dieser Salzburger Figaro hörbar Ehrensache ist; an einem scharf profilierten, diskret ironischen Ensemble, aus dem Christine Schäfers schulbubenhaft unwiderstehlicher Cherubino, Ildebrando D'Arcangelos viriler Figaro, Bo Skovhus' vokal kraftvoller, dabei nervös-ambivalent agierender Graf nur leicht herausragen -- denn buchstäblich jede Figur erscheint präzise entworfen und verwirklicht: Amor, als sichtbarer Regisseur, bringt diese Gesellschaft sehr durcheinander, und bei sozusagen gebremster äußerer Turbulenz wird die Figaro-Maschinerie in ihrer fast schon gespenstischen Konzentration (und Konsequenz) gezeigt. Hier ist das Zögern eingebaut, und man bekommt Zeit zum Staunen.

Verständlich, wenn alle in der Fankurve der Netrebko entgegenfieberten. Nun ist ihre Susanna eine Charmeuse par excellence, lobenswert im Spieltemperament. Wie sie das amüsant-hintergründige Spielchen aufzieht, soubrettenhaft frisch, mit kostbarem, sorgsam moduliertem Ton alles steuerte -- das war niveauvoller Mozart, musikalisch wie darstellerisch . . . Nun trägt diese Fest-Edition . . . dank der intelligenten Regie von Claus Guth innovative Züge. Das auf Harmonie gestimmte Opernrokoko wird hier zur Gänze ausgemerzt. Dafür poltert es umso heftiger in diesem frechen Stück. Man spürt, dass da ein progressiver Theatermacher am Werk ist, der einiges auf den Kopf stellt . . . Guth [zielt] abseits der Klassenkampflinie auf ein `Neues Hinschauen und neues Hinhören¿ . . . was Claus Guth der Liebe und dem realen Leben abschaut, verrät beachtliche psychologische Nuancierungskunst und hellsichtiges Führen der Personen auf der Bühne von Christian Schmidt . . . Trefflich gelingt es Claus Guth, die überkommene Rollenschematik aufzubrechen. Keine Frage, dass die Charaktere unverblümt ihre Absichten und ihre Motive äußern. Das lässt nicht nur die ein wenig dezent die Drähte ziehende Susanne der Anna Netrebko spüren. Der Figaro von Ildebrando D¿Arcangelo bietet zungenfertig, mit markiger Stimmenfülle, dem Grafen gehörig Paroli -- ein verführerischer imposanter Despot, dieser Bo Skovhus, an dessen Seite die Gräfin Dorothea Röschmanns mit ihren leuchtenden Sopranstimme anmutig leidet. Ihr `Porgi amor qualche risoro¿ zeugt von feiner Phrasierungskunst. Charaktergenau zeichnet Claus Guth seine Figuren, vor allem den Cherubino. Wie hinreißend vermag doch Christine Schäfer die umschlagende Stimmung des pubertären Schwerenöters zu deuten. Dieses Hinschmachten, diese unverwechselbare Mischung aus Erregung, Erotik und pubertärer Leidenschaft, gelingt mit beachtlicher Differenzierungskunst.

Auch im Wohnzimmer-Format überzeugt die Produktion mit ihrer Poesie, dem psychologisch schlüssig herausgearbeiteten Tiefsinn und dem subtilen Detailreichtum in den Gesten und Aktionen von Claus Guths Personenführung. Anna Netrebko ist auch als Susanna eine Klasse für sich, allerdings dicht gefolgt vom Cherubino Christine Schäfers. Wichtiger ist, dass niemand abfällt im Festspiel-Ensemble und dass sie alle wunderschön getragen werden von einem einmal mehr sehr eigenwilligen, aber immer spannend und lebendig dirigierenden Nikolaus Harnoncourt und den Wiener Philharmonikern.

Dank ihr ist die Oper wieder in aller Munde. Sie spielt in guten Inszenierungen, ist eine ausgezeichnete Darstellerin . . . Die Traviata in Salzburg war eine Bilderbuchinszenierung und die Netrebko war einfach gut. Genau so verhält es sich mit der Produktion des letzten Jahres von Mozarts "Le nozze di Figaro" . . . Sie hat die Leichtigkeit, die diese Rolle verlangt, stimmlich überzeugt sie und sie ist eine ausgezeichnete Ensemble-Sängerin. Nimmt sich zurück und dient dem Ganzen. Was sich wieder einmal sehen lassen kann. Ihr zur Seite als Figaro Ildebrando D'Arcangelo. Ein blendend aussehender junger Sänger mit einer schönen, vollen Stimme. Darstellerisch klasse mit leichter, federnder Stimmführung. Als Almaviva ein Bo Skovhus in Bestform. Dorothea Röschmann ist eine ausgezeichnete Gräfin und Christine Schäfer, die war und ist die Sensation als Cherubino. Am Pult kein Geringerer als Nicolaus Harnoncourt. Ein Meister als Dirigent und ein Mozartfachmann sondergleichen. Er bringt die Konzertvereinigung Wiener Staatsoper zum Blühen. Das ist wunderbarer Mozart, der aus dem Graben entsteigt. Die Inszenierung besorgte Claus Guth, der in stilsicheren Kostümen und einer ebenso überzeugenden Ausstattung einen Figaro zwischen Klassik und Moderne hinlegt. Was nun auf dieser DVD vorliegt, ist eine äußerst gelungene Umsetzung von Mozarts Meisterwerk, Musikalisch, darstellerisch und optisch, und wieder mit einer Anna Netrebko in Bestform . . . man [darf] die DVD jedem Opernliebhaber ans Herz legen. Sie ist gut!

On ne peut qu'admirer les chanteurs . . .

. . . [la distribution fait] preuve d'une réelle homogénéité théâtrale -- la direction d'acteurs est formidable, et Brian Large, sortant de son habituelle torpeur, n'en laisse rien ignorer. Le Cherubino perpétuellement émerveillé de Christine Schäfer, le Comte désabusé et désarmé de Bo Skovhus, la Susanna . . . de Netrebko, la Marcellina encore belle de Marie McLaughlin, le Figaro tout d'une pièce (et si bien chantant") d'Ildebrando D'Arcangelo sont bien plus que des personnages, de vrais caractères . . . [Harnoncourt] s'accorde au mieux avec le propos dramatique de Claus Guth . . . Un beau décor . . . des scènes qui marchent bien (le finale du I), d'autres plus difficilement crédibles (le quatrième acte), es idées touchantes (l'ange prêtant une plume des ses ailes à la Comtesse pour écrire son billet): . . . l'un des spectacles les plus captivants de ce cru salzbourgeois 2006.

... una propuesta seria, inquietante, y que cautivará a muchos . . .