ALICE SARA OTT / TCHAIKOVSKY,LISZT/PIANO CONCERTOS 4778779

. . . as her first recording with orchestra amply attests, she's an independently minded musician with a great deal to say . . . Ott possesses a rare grasp of Liszt's rhetorical syntax, which imbues her interpretation with unusual eloquence and authority. The most fleeting and gossamer fioritura passagework is distinctly audible and invariably expressive . . . What the Ott/Hengelbrock collaboration offers in abundance is self-effacing musical intelligence coupled with boundless imagination, undergirded by all requisite technical resources for extraordinarily high-level, persuasive music-making. Very highly recommended.

[Tchaikovsky]: [She is] riding its waves of emotion with a firm hand as it sails through the bittersweet Andantino semplice into the wistful but rousing final movement.

What makes these performances stand out is Ott's thoughtful approach to both concertos, eschewing empty display and bringing weight, detail and a range of colours to the solo parts.

. . . [Alice Sara Ott] renders them with invigorating freshness and clarity. She has technique to spare, but what makes Ott's playing so arresting is the individuality and nuance she brings to familiar music. Not a whiff of bombast touches her Tchaikovsky or Liszt ¿ only fine attention to each score's salient qualities. The Munich Philharmonic and conductor Thomas Hengelbrock team with Ott in music making of aristocratic elegance.

The German-Japanese pianist Alice Sara Ott brings a thunderous passion to the work. And her performance of Liszt's poetic First Piano Concerto is both tender and eloquent.

. . . the young pianist makes you hear the piece [Tchaikovsky's Concerto] in a new way . . . Ott is a powerhouse and her double octaves command thunder in a manner
that matches those of any of today's young virtuosos . . . Her performance of Liszt's E flat Concerto is just as fresh and beautiful.

. . . es ist in jedem Fall eine besondere Interpretation. Weil sie Umwertungen im Werk vornimmt. Weil sie das Stück auch als Ganzes anders beurteilt, in einen anderen Kontext stellt. Zwar ist das Dramatische keineswegs suspendiert. Aber es ist zurückgedrängt zugunsten einer lyrisch-elegischen Konstante, die alle drei Sätze durchzieht wie ein roter Faden. Hier wird der Kammermusiker Tschaikowsky gewürdigt, nicht der vorlaute Sinfoniker. Die Wolken sind gleichsam vertrieben, das Konzert erscheint unter freiem sonnigen Himmel als eine Ballade über die Schwermut, die aber deswegen nicht durchgängig schwermütig sein muss. Da ist viel Licht im Spiel sowohl bei der jungen Solistin als auch im Orchester, viel Transparenz, eine wohltuende Clarté. Und noch etwas zeichnet diese Wiedergabe aus: Es ist der Ton der Nachdenklichkeit, der Reflexion, und ein bisschen auch der Subversion. Seine Bestätigung findet dies in allen Punkten in Liszts erstem Klavierkonzert. Womit festgestellt sei: Dieses Stück und auch das andere gerne wieder, wenn es denn so kultiviert und intelligent gespielt ist.

. . . glücklicher Weise versteht die Pianistin auch am Piano ihre Denk-, Tast- und Gehwerkzeuge sinnvoll einzusetzen. Man kann also durchaus nicht nur die Verpackung, sondern auch die Platte selbst gut konsumieren -- nicht zuletzt dank des überraschend einfühlsamen Spiels der begleitenden Münchner Philharmoniker unter Thomas Hengelbrock.

. . . [was] die junge Münchner Pianistin Alice Sara Ott präsentiert, glänzt nicht golden, sondern strahlt, ja schimmert silbern. Nicht das Schwere betont sie, sondern das Leichte, metrisch wie thematisch . . . Mit viel Aufmerksamkeit widmet sich Ott den anmutigen Feinheiten, die sonst so oft neben den prankengewuchteten Akkord- und Oktavorgien ein Schattendasein führen. Diese Liebe zum Detail schafft Momente, die unmittelbar an ein chopinsches Nocturne erinnern . . . Erfreulich, zu welch kammermusikalischem Miteinander die Pianistin und die Münchner Philharmoniker gerade in diesem häufig als überzüchteten Prunkstück entstellten Werk finden . . . Orchester und Dirigent entwickeln eine Wärme mit unbedingtem Wohlfühlfaktor für die Pianistin. Davon getragen verwandelt Ott furiose Aggressivität in leidenschaftliche Elastizität und pflegt in beiden prominenten Klavierkonzerten eine selten gewordene Kultur des Nachhorchens, welche diese Glamourwerke zu ihren wirklich individuellen Glanzstücken macht.

. . . gute bis sehr gute Interpretationen . . . Ott ist eine Meisterin der leisen Töne, der elegant fließenden Läufe und leichtgängigen Oktaven . . .

. . . [Ott] bricht Hörgewohnheiten auf . . . sie betont das lyrische Moment. Aber wie sie ihrem Skalenspiel immer neue Farben abgewinnt, noch jeder Floskel Bedeutung verleiht, ohne das Stück zu überlasten, lässt das Tschaikowsky-Konzert in neuem Licht erscheinen. Dirigent Thomas Hengelbrock fördert mit den glänzend aufgelegten Münchner Philharmonikern bislang ungehörte Details im Orchester zutage. Gemeinsam gelingt den Beteiligten eine so überlegte wie energetisch aufgeladene Deutung. Von dieser Übereinstimmung profitiert auch Liszts Konzert Nr. 1, dessen schmissige Schneidigkeit von Ott und Hengelbrock quasi entmilitarisiert wird und an poetischer Ausdruckskraft gewinnt.

Die Pianistin setzt der dramatisch-virtuosen Lesart ihrer Vorgänger eine eher lyrische Deutung entgegen ¿ und diese überzeugt.

Ott ist eine Meisterin der leisen Töne, der elegant fließenden Läufe und leichtgängigen Oktaven . . .

[Tchaikovsky]: Der Mittelteil des "Andantino semplice -- Prestissimo -- Tempo I" aus Tschaikowskis Werk gelingen der Solistin und Hengelbrock wunderbar leicht, verspielt. Mit schnellen leichten Drehungen geben sie dem meist eher brütend gespielten Stück einen bezaubernden Schwung . . . [Hier greifen Orchester und Klavierpart] perfekt ineinander . . . Das Liszt-Konzert wird vom Orchester sehr fein nuanciert gespielt. Selten hört man in anderen Interpretationen die verschiedenen Instrumentengruppen so gut heraus. Hengelbrock lässt seine Musiker mit quasi solistischem Ausdruck agieren. Alles klingt wunderbar musikalisch ausmusiziert. Vom triumphalen Trompetengeschmetter bis zum Fagott-Solo hat Hengelbrock genaue Klangvorstellungen, die nichts mit der durchweg romantischen Schwärmerei anderer Einspielungen gemein hat. Alice Sara Ott interpretiert dazu ihren Klavierpart mit technischer Souveränität . . . eine spannende, musikalische Gestaltung des Orchesterklangs . . .

Tchaikovski régénéré: Le premier mouvement a des envolées rhapsodiques (pré rachmaninoviennes précisément) et des instants de suspensions caressantes auxquels la grâce structurée de la jeune pianiste Alice Sara Ott apporte une clarté et une assise très louable. La sûreté du jeu, son équilibre, sans aucune ostentation fait merveille dans une partition, surtout pour son premier mouvement, que beaucoup trouvent à torts ou à raisons, trop démonstrative voire exacerbée. Heureux programme . . . [Tchaikovsky]: la jeune pianiste lui insuffle une rythmique très sûre et une largeur de vue qui imposent une intériorité déjà très riche. La direction légère et souple de Thomas Hengelbrock souligne une lecture qui ne tend jamais à surcharger ni épaissir. Et sa finesse de vue, ciselant l'arête vive de l'orchestration si raffinée de Tchaïkovski se dévoile superbe dans le 2è mouvement (flûte, cor, basson . . .). Tendresse chopinienne, caractère d'éblouissement affectueux, le style de la pianiste convainc absolument, sachant prendre appui sur un tapis instrumental idéalement équilibré là encore, d'autant plus éveillée et facétieuse pour le prestissimo central, d'une légèreté presque aérienne. La versatilité caractérisée du dernier mouvement finit de séduire totalement: le feu bondissant et le dialogue si animé entre orchestre et piano, sur la trépidation musclée d'un motif ukrainien dévoile le jeu et la sensibilité d'Alice Sara Ott, un tempérament pertinent entre incisivité, mordant, précision, finesse du toucher. Sa subtilité évite tout pathos théâtral et restitue en complicité avec le chef, ce Tchaïkovski qui nous aimons: jamais sirupeux et toujours juste, ivre et vertigineux mais si sincère. Tout ce qui fait aussi la valeur de son dernier ballet Le belle au bois dormant, contemporain du concerto no. 1 . . . [Liszt]: là encore la complicité des deux interprètes, bénéficiant d'un orchestre de premier plan . . . : le jeu d'Alice Sara Ott époustoufle encore plus nettement dans ce premier Concerto par son intériorité limpide, sans esprit démonstratif d'aucune sorte; cette agilité lumineuse et ronde qui s'écarte de toute "manière" ou revendication solistique. Béatitude émerveillée et si tendre. . . Le travail du chef est exemplaire . . . et la mise en place avec la soliste, grisante, jusqu'à l'allegro marziale enchaîné sans effets de cuirasses mais dans l'esprit d'une marche victorieuse, traversée d'éclairs dansants. Superbe récital. Après ses précédents albums en soliste, Alice Sara Ott confirme qu'elle aussi une excellente concertiste.

La mise en place est irréprochable, les détails soignés, et le dialogue avec l'orchestre précis, fouillé . . . Les sections rapides . . . sont traversées sur la pointe des pieds, avec beaucoup de malice et d'esprit . . .