MOZART Piano Concertos 19 + 23 / Grimaud 4779455

She's spontaneous, but she's not extreme and never nuts . . . the strongest interpretive statement is . . . Grimaud's quite slow tempo of the middle movement of the A-Major concerto. She makes it glow. The orchestra and she move as one.

. . . [Hélène Grimaud] finds a just balance between respect for the score and probing beneath the notes. There is animated interaction between this French pianist and the without-conductor orchestra. Of the concertos, the A major (K488) is one of his most popular, serene and vivacious, qualities that Grimaud and her confrères capture with taste and personality . . . "Ch'io mi scordi di te?" benefits from Mojca Erdmann's radiant soprano and her sense of theatre. Grimaud is present, too, complementing the singer in style.

Grimaud's playing is full of carefully graded subtleties. It's evident she has thought deeply about each gesture, yet the resulting performance sounds fresh and spontaneous. This is particularly evident in the last movement of no. 19 . . . There are heart-stopping moments where time seems suspended in the Adagio of no. 23 . . . Erdmann has a lovely, supple, warm soprano . . . The conductorless chamber orchestra is impressive. Grimaud takes great care to de-sentimentalise the music and make it, in her own words, "weightless"; she succeeds admirably . . .

This disc suggests she belongs in the great line of Mozart players . . . This is to say that she plays Mozart in a way that reveals the human flesh and bone beneath the composer's angelic surfaces, and that her balance of strength and charm, drama and tenderness is combined with fearlessness and imaginative use of colour. With the orchestra providing strong support, the pianist gives a tremendous performance of the F major Concerto . . . The A major Concerto is no less distinguished. The pianist plays with characteristic finesse and beauty of phrasing, making the slow movement particularly memorable for its poise and its extraordinary depth of feeling . . . ["Ch'io mi scordi di te" is] sung sensitively by Mojca Erdmann.

Wunderschön gesungen, wunderschön gespielt ¿ man kann gut verstehen, warum Grimaud dieses Mozart-Projekt als magisch empfunden hat.

. . . eine im guten Sinn traditionelle und lebendige Aufführung . . . mit höchster handwerklicher Solidität [des Kammerorchesters des Bayerischen Rundfunks].

Die französische Pianistin steckt mit ihrer Musizierlust, ihrer Sensibilität und ihrer sprühenden Energie auch das Orchester an und zeigt einmal mehr Mozarts Schalk im Nacken.

. . . [die Kammer-Abteilung der BR-Symphoniker musiziert] so hellhörig, dynamisch differenziert, mit viel Bläseranteil . . . Dem F-Dur-Konzert, insbesondere dem mit einem Marschrhythmus unterlegten Anfangsallegro, kommt Grimauds forsche, technisch zweifellos brillante Art zugute . . . Grimauds Idee, ihr Münchener Mozart-Album mit dem schon in der Klavier-Orchester-Besetzung ungewöhnlichen Bühnen-Minidrama zu kombinieren, ist so gelungen wie Mojca Erdmanns Idamante-Sopran klar, anmutig und anrührend in seinem Liebeskummer.

Nichts wirkt hier extremistisch forciert, stattdessen spielt sie alle Phrasen mit rundem Ton aus, wird jedes Detail organisch in den Gesamtzusammenhang eingebettet, woran auch das Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks großen Anteil hat: Vorbildlich, wie es sich in puncto Phrasierung und transparentem Klang an der historischen Aufführungspraxis orientiert, ohne seinen geschmeidig-warmen Ton zu opfern . . . [sie] bevorzugt einen größeren Ton und lässt auch schon mal die Bassstimmen energisch auftrumpfen. Das klangliche Gegengewicht zum Kammerorchester aber ist nie gefährdet . . . [Piano Concerto no. 23 K. 488]: Besonders persönlich gelingt ihr der zweite Satz, in dem sich Hélène Grimaud viel agogische Freiheit nimmt, um Feinheiten nachzuspüren. Dass Interpretin und Orchester dabei den Grundpuls nie verlieren, zeugt von traumhaft sicherem Zusammenspiel.

Diese Live-Aufnahme . . . ist ein schönes Beispiel dafür, wie frei, spontan und beschwingt Musik klingen kann, wird sie von Interpreten gespielt, die die Fähigkeit besitzen, auf der Bühne zu swingen. Eine wahre Klassiksensation! . . . Man spürt einfach . . . , wie alle Musiker hier mitmachen und am Gestaltungsprozess aktiv mitarbeiten. Hélène Grimauds Mozart ist überwältigend, in ihrem Spiel vereint sie Augenzwinkern mit tiefempfundenem Ernst, Humor mit atemberaubender Stille, flotte Rhythmen mit transzendentaler Schönheit, jugendliche Frische mit größter Kunstfertigkeit. Doch das Faszinierendste an dieser CD ist, wie Grimaud das macht, wie sie es schafft, mit minimalen Nuancen in ihrem Spiel ein Maximum an Expressivität auszudrücken. Dabei wirkt ihr Spiel nie vordergründig oder exaltiert . . . mit feinem Anschlag und einem sicheren, fast unmerklichen Gespür für Rhythmik und melodische Zusammenhänge gelingt ihr zweifelsohne eines der schönsten und unaufdringlichsten Mozart-Dokumente der Gegenwart. Die Musiker des Kammerorchesters des Bayerischen Rundfunks agieren wie jene einer Jazzband: hellhörig, dynamisch und virtuos umrahmen sie ihre Solistin. Zusammen gelingt ihnen dann ein kleines musikalisches Wunder . . . [Mojca Erdmann passt] hervorragend in die Konzeption dieses Albums, übernehmen ihre helle, angenehme Stimme und ihr natürlicher Vortrag doch genau denselben musikalischen Stil, den auch Hélène Grimaud in den beiden Konzerten vertritt. Eine Sternstunde und eine wirkliche Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart und seine Kunst.

Grimaud und das Ensemble setzen auf einen kammermusikalisch intimen Klang, der auf große dynamische Gesten verzichtet. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Trägheit; musikalische Beredsamkeit sucht man nicht vergeblich. Die Phrasen sind schlank geformt, die Melodik bewegt sich mit natürlichem Fluss. Grimauds Anschlag ist von präziser Klarheit und findet eine lückenlose, exakt intonierende Bindung zum Orchester. Die haben nicht nur Solopart und Klangkörper zueinander, auch Streicher und akkurat ausbalancierter Bläsersatz verschmelzen zu einer homogenen Einheit . . . [Mojca Erdmann koloriert ihre Partie mit einer Ausdruckspalette] von lyrischer Zartheit bis in Regionen kraftvoll strahlender Spitzentöne.

Pas de chef ici mais une colonie de solistes en quête de communion tout au moins en complicité. Jeu déterminé très affirmé et pourtant tendre et éclairé par des accents d'enfance préservée, Hélène Grimaud possède la ductilité mozartienne, entre enchantement et conscience palpitante; jardin enchanté et pastorale sertie de souvenirs précieux, l'Allegretto est magnifiquement exprimé dans ses chatoiements intérieurs où pèse l'action de la nostalgie. Simplicité et souffle en liberté: la pianiste captive . . . [Le K488, superbe la majeur] est heureusement d'une cohérence artistique . . . flexible et même naturelle . . . voici une élocution nuancée, proche du Mozart, inondé de grâce, et pourtant très allant, sans suspension excessive. Le nerf tout en douceur que la pianiste sait distiller produit enfin cette entente orchestre et clavier, qu'on attendait plus . . . Respiration, compréhension naturelle, dynamiques diversifiées, et même cohésion et richesse hagogique . . . la pianiste se distingue nettement, enfin en parfait dialogue avec les instrumentistes de l'Orchestre de chambre du Bayerischen Rundfunks: contenant une indicible douleur, l'énonciation se fait emperlée, suggestive, d'une pudeur secrète mais éloquente (et quelle tenue de la pulsion, ce malgré un tempo passablement étiré). La vision ténébriste et intime n'en a que plus de force et de puissance. Le style est irréprochable et l'intelligence du jeu, évidente.

Dans l'un comme dans l'autre, Hélène Grimaud . . . trouve le ton juste. Cette évidence est le signe des plus grands interprètes.