MOZART Piano Son. KV 330-331,457 Pletnev 4775788

Mikhail Pletnev's new disc of Mozart Sonatas finds the Russian taking more liberties with the composer than anyone since the late Glenn Gould . . . The man is taking a stand, giving us attitude and playing for individuality in a crowded field.

Pletnev devotees will doubtless relish the audacity and inventiveness of this superbly recorded recital.

Pletnev starts with gorgeous playing that deserves all the traditional critic¿s accolades (limpid touch, pellucid tone, melting legato, etc.).

[Erstaunlich] ist es, wie unangekränkelt Mikhail Pletnev seit dreißig Jahren die Balance zwischen Perfektion, Individualität und Exzentrik durchhält. Tatsächlich scheint die genialische Willkür seiner Interpretationen weder zu- noch abzunehmen. In seinem letzten Mozart-Album wird jede Note auf die Goldwaage gelegt, jedes Tempo in Frage gestellt.

Wenn Michail Pletnjow, einer der souveränsten Pianisten weltweit, Mozart-Sonaten spielt, heißt es aufpassen: Verführerisch, bisweilen mutwillig, jedenfalls ganz ohne pädagogischen Zeigefinger, lässt er die Töne perlen, dehnt hier kokett, swingt dort und prescht auch mal launig voran. Alle vier Sonaten (KV 330, 331, 332 und 457) hat er auf einem Blüthner-Flügel in einer Nacht eingespielt und so die improvisatorische Sternstunde weise festgehalten.

Klaviersonaten . . . -- berührend in ihrer Tiefe und Mitteilsamkeit. Mikhail Pletnev, die russische Pianistenlegende, interpretiert sie elegant, subtil und voll freier romantischer Empfindung -- eine lohnende Bereicherung unserer Sicht auf Mozart.

Die Schönheit in Pletnevs Spiel ergibt sich aus der genauen Strukturierung, aus der feinsinnigen Agogik, mit intelligent und spannungsgeladenen zum Teil durch Miniatur-Rubati gesetzten Feinheiten. So ergeben sich auch in den folgenden Sonaten Einblicke in die Kompositionsweise Mozarts und in das musikalisch intensiv strukturierte Denken des Mikhail Pletnev . . . Pletnev . . . setzt mit dieser Einspielung einen positiven Akzent für das Mozart-Jahr, die zeigt, wie zeitlos energiegeladen dessen Musiksprache ist . . . Es ist eine großartige Einspielung, die Pletnev hier vorlegt, eine, die Maßstäbe setzt.

Bei Pletnev ist Mozart ein Espressivo-Musiker am Rande des Abgrunds. Damit eröffnet Pletnev zwar erneut die Diskussion, inwieweit Mozarts Musik ein Spiegelbild seiner
Lebensumstände, seiner seelischen Verfassung ist. Doch wenn solche faszinierenden Resultate dabei herauskommen, scheint das Kapitel noch längst nicht abgeschlossen zu sein.

Bei Pletnev ist Mozart ein Espressivo-Musiker am Rande des Abgrunds. Damit eröffnet Pletnev zwar erneut die Diskussion, inwieweit Mozarts Musik ein Spiegelbild seiner Lebensumstände, seiner seelischen Verfassung ist. Doch wenn solche faszinierenden Resultate dabei herauskommen, scheint das Kapitel noch längst nicht abgeschlossen zu sein . . . Pletnev ist aber weder ein querköpfiger Provokateur noch ein um die unbedingte Tiefe ringender Musiker. Er setzt Fragezeichen, die etwas in Bewegung bringen. Er sucht nach dem epischen Kern, mit dem Mozart über das klassische Entwicklungsdenken hinausging.

Der russische Pianist scheint in letzter Zeit für sich und für den Hörer eine Position erobert zu haben, in der er sich frei und ungebunden von allen stilistischen Vorgaben
bewegen kann. Es ist, als lausche und folge er im Verlauf dieser Sonaten einem inneren Ohr, scherte sich keine Sekunde um die Normen des Erlaubten und des musikologisch Erwünschten . . . Mikhail Pletnev erweist sich mit dieser Mozart-Verfügung einmal mehr als einer der wenigen wirklich unabhängigen, ganz auf eigene Erfahrungen, Entdeckungen und Spekulationen hin justierten Pianisten. "Interpretation¿ also im wahrsten Sinne des Wortes ¿ ein Künstler der sich zwischen Werk und Hörer behauptet, zu denken, zu zweifeln gibt, aber letzten Endes den ungeahnten Kräften und Möglichkeiten einer Partitur zu Diensten ist, indem er sie ungeachtet aller Vorbilder zu lesen und zu intonieren versteht.

eine hervorragende . . . Realisierung der vier Sonaten.

Er durchleuchtet die Werke, und wie unter einem Scanner werden ihre Strukturen aufgedeckt und das "Dahinter" bloßgelegt. Jeder Notenwert ist feinstens herausgeschält, ohne dass der Gesamtklang zerfallen würde, im Gegenteil. So ergibt sich ein herausragendklares Klavierspiel, und gerade dieses ermöglicht dem Hörer, das Raffinement und auch die Radikalität der mozartschen Gestaltung zu erfassen . . . [sie sind] ein bedeutender, Impulse gebender Beitrag zum Jubeljahr, mit dem man sich auseinandersetzen sollte.

Pletnev schaut hinter die glatte Fassade und rekonstruiert mit einer bis ins letzte Detail ausgehörten Verbindung von Phrasierung, Agogik und Farbgestaltung eine Art Klangrede . . .

Die Klaviersonaten KV 330 (300h) und 332 (300k) erklingen mit bewundernswerter Finesse des Anschlags, fast wie mit dem Silberstift gezogen . . .

Comme il l'avait fait avec Domenico Scarlatti ou Carl Philipp Emanuel Bach, le pianiste russe fouille les textes sans jamais les trahir, et nous mène de surprise en surprise . . . Mikhail Pletnev ose, n'hésitant pas à retenir le chant, à étirer les phrases, à créer des reliefs, à accuser les ombres -- le tout dans un piano royal de précision, il va sans dire . . . Pletnev impose un Mozart personnel et dense, assurément le Mozart d'un grand maître.

Mikhail Pletnev aborde pour la première fois au disque les Sonates de Mozart, et le résultat s¿avère fascinant. Dès les premières notes de l¿allegro moderato de la Sonate K. 330, comme tout au long de ce CD, son art très personnel se manifeste clairement : il multiplie les nuances, donnant à chaque motif une intensité et une couleur sonore propre, en une véritable orchestration du texte, soulignant le pathos particulier de la moindre phrase. En quelques secondes se succèdent de joyeuses sonneries de cuivres, un sifflotement espiègle ou narquois, une sérénade langoureuse, un soupir tendre ou las, grâce à la prodigieuse précision de son toucher et à la perfection de son cantabile. Chaque mouvement devient une scène d¿opéra, où se confrontent de multiples personnages . . . Pletnev nous offre plutôt un classicisme rêve et réinventé, précieux et sophistiqué.

. . . la K. 457, de un virtuosismo endiablado y una técnica protorromántica no estaba ya más que al alcance de los grandes intérpretes, como el propio Pletnev, que la realza en todo cuanto tiene de visionario, recreándose en momentos de una languidez idílica como el ensoñador Adagio.

... un muy personal y a ratos fascinante ejercicio de estilo de un pianista que sienta cátedra en su instrumento ...