BEETHOVEN Piano Sonatas Nos. 1-3 Pollini 4776594

Pollini shares András Schiff's propensity for lean, biting fortepiano-like textures and acute attention to detail, but with more fire and brio . . . The F minor and C major Sonatas' outer movements nearly fly off the printed page, while each work's third movement dances on air in a weightless one-beat-to-a-bar. By contrast, the pianist's eloquence and sustaining power justify his expansive trajectory in the slow movements. This is Pollini's most arresting Beethoven release since he set down the late sonatas 30 years ago.

. . . brilliant, commanding, and entirely convincing . . . He is crisp and confident, taking full advantage of the extraordinary music Beethoven has written . . . his playing is mature and logical . . . Evenness of line becomes important here, and Pollini provides that admirably . . . compellingly, sometimes grippingly . . . And we are reminded: Gosh, young Beethoven was good -- right out of the blocks.

This release -- and, for that matter, all of Pollini's more recent Beethoven sonata cycle CDs -- are indispensable items for those who care passionately about this repertoire. Is that an urgent recommendation? You bet.

Nie klangen die Sonaten op. 2 klarer, reifer, jugendfrischer . . . Pollinis Beethoven ist frei von Mätzchen, herb, 'männlich' . . . vollendeter Reichtum der Abstufungen, unaufgeregte Frische und wohlbedachte Natürlichkeit, die ihresgleichen in der pianistischen Szene kaum finden. Hier ist alles exakt -- nichts ist mechanisch. Alles ist 'Reife des Alters' -- greisenhaft nichts. Pollini trifft immer 'ins Schwarze'.

. . . [er] durchleuchtet auch bei diesen frühen Sonaten Ludwig van Beethovens die Architektur sehr markant, indem er Transparenz walten lässt, indem er sich letztlich einer zu subjektiven Zugehensweise entzieht . . . Der Interpret rückt sich trotz verinnerlichter Momente nicht zu weit in den Vordergrund . . . Er zeigt im Frühen schon das Eigene, das sich vom Vorbild Haydn entfernt. Er nutzt die langsamen Sätze unaufgeregt zu dynamischen Feinstudien. Und er entdeckt in der großräumigen Sonate C-Dur, die er in den schnellen Sätzen durchaus funkelnd-brillant und zupackend angeht, schon den großen Beethoven. Es gibt im Grazioso der A-Dur-Sonate sogar auch lässige Momente. Und das Menuetto in der f-Moll-Sonate ist bei ihm kein polternder Tanz, sondern von Noblesse geprägt. Pollini zeigt wie immer viel Geschmack.

. . . he conveys all the music's darkness and urgency . . . . [C major no. 3]: Pollini delivers a fine account of the cadenza, as well as a dazzling performance of the virtuoso rondo finale . . . there is no doubting the mastery of the playing . . .

Unaufgeregt, aber mit großer Intensität, kontrastreich, jedoch mit höchster Eleganz -- so lässt sich Pollinis Ansatz beschreiben. Da ist ein Pianist am Werk, der niemandem, sich selbst am allerwenigsten noch etwas beweisen muss. Und das Ergebnis: Ein Beethoven-Spiel, das in seiner Klarheit und Tiefe besticht.

Bei Pollini sind die ersten Beethoven-Sonaten noch ganz nah an der Frühklassik: flott und federnd elegant, mit perlend leichter Geläufigkeit. Exakt proportioniertes Ebenmaß und ausgewogene Klarheit dominieren, alles Subjektive wird zurückgedrängt zugunsten einer kühl-überlegenen Durchsichtigkeit. Ein Grazioso klingt bei dem Italiener auch wirklich so, die langsamen Sätze bringen humane, lichte Innigkeit . . . Wie immer kann man gegen Pollinis Spiel kaum etwas sagen . . .

Il caracole, accuse les contrastes, fait montre d'une franchise et d'une exceptionnelle vivacité, qui se doublent d'une attention rare portée à la sonorité. Aux sonorité plutôt, car Pollini les veut toutes: claire, dense, lumineuse, profonde, cinglante. Comme s'il dirigeait un orchestre dont les touches seraient les solistes, les accords les pupitres. C'est prodigieux d'effervescence, de simplicité essentielle. Evidemment, comme tout bon musicien, il fait confiance au texte, mais il va plus loin que cela en y apportant de la couleur, en dessinant des pleins et des délies, des ombres et des lumières.