WAGNER Tristan und Isolde Thielemann 4749742

Thielemann is always worth hearing . . .

Conductor Christian Thielemann brings out all the nightmarish danger of Wagner's drama . . .

The intense, overtly romantic qualities of his conducting contribute to the appeal of this live recording of "Tristan und Isolde" . . . Thielemann's cause is helped in a strong market by heartfelt singing from Thomas Moser and Deborah Voigt in the opera's title roles.

. . . the recording is cast as well as one could hope . . . Conductor Christian Thielemann conveys all the opera's gravity and is thoroughly alert to the score's details . . . A classic? It's close.

. . . against Furtwängler's grand, elemental view of the score Thielemann is more immediate, more personal. Every moment of the drama in Thielemann's hands is very present, with orchestral detail seldom if ever so clearly delineated. Nothing escapes this conductor's eager eye and impulsive baton. His approach is undoubtedly helped by the warm, immaculate contribution of the VPO, even more perhaps by the clear and spacious recording which just about matches that on the most recent, studio-made version, under the Furtwängler-like Barenboim . . . there is much that is viscerally exciting in this fastish and rather special "Tristan", and Thielemann makes every bar and scene vibrate with inner life.

Christian Thielemann's "Tristan" wraps youthful directness, dramatic insight and theatrical flair in the cellophane of high standards of execution and almost self-consciously precise musicianship. His vibrant conception also encompasses chivalric dignity . . . and glorified pragmatism . . . Thielemann's interpretation falls somewhere between the detailed texturing and flexible sculpting of Carlos Kleiber and the febrile intensity of Karl Böhm, but is well worth hearing for its own sake.

If (like me) you feel the orchestra is the ultimate star in Wagner's operas, then this set is unmissable. The strings in particular are a phenomenon of passion, precision, and sheer loveliness. Thielemann handles all this intensity with a sure touch, and his cast responds superbly. Moser's Tristan excels in lustre and stamina; Deborah Voigt sings with incisive radiance; and Petra Langs's Brangäne and Peter Weber's Kurwenal offer outstandingly strong support.

[Miller]:. . . [Deborah Voight is] the star of the performance, her voice usually shining through Thielemann's loud orchestra . . . there is no doubt about the freshness of her voice and the beauty of sound she can command in a passage like the "Liebesnacht", where she out-sings nearly all her rivals . . . she's a fine Isolde . . .
[Yongren]: The music, beautifully played, moves at a steady, agreeable pace . . . Thielemann's effort is . . . to present it to us as something complete, whole, and comprehensible. By comparison, many "Tristans" seem just a bit vulgar. Not only the orchestral playing beautiful and sensitive throughout: the principal singers are all first-rate. Voigt's voices are perfectly contrasted, and they follow, without missing a trick, every twist and turn in the taxing Isolde-Brangäne duets. Moser has a fine voice and is suitably powerful . . . he is the only Tristan I have ever heard who sounds completely convincing in the third act: feeble and worn out . . . yet blessedly free of all those affected "death's door" mannerisms. Weber is a superb Kurwenal . . . he is the soul of consolation . . . I think the Thielemann is splendid . . . Thielemann's "Tristan" is the finest, most satisfying performance of the work that I have ever heard.

By sheer accident -- though probably to no one's great surprise -- my Want List for this year begins with a recording of Wagner's "Tristan und Isolde". I wrote in Fanfare 28:2: "I think Thielemann's "Tristan" is the finest, most satisfying performance of the work that I have ever heard." I haven't forgotten my reverence for Melchior, Flagstad, Leider, or any of the rest of the greats, but here we have what I've never quite encountered before: an operatic recording in which all external demands of plot and internal demands of character are amply met.

Die Rückkehr Christian Thielmanns an das Pult der Wiener Staatsoper mit "Tristan und Isolde" geriet dem mittlerweile zum ersten deutschen Wagner-Dirigenten avancierten zum Triumph . . . Auf der CD zu hören ist von der ersten Note des Vorspiels an eine unter Thielemanns forderndem Dirigat brillante Orchesterleistung. Der Maestro zielt auf dynamische Extreme, lässt die Streicher ätherisch leuchten, an gebotener Stelle peitscht er dann die Orchesterwogen gehörig auf. Er kennt alle Geheimnisse der Musik, verzettelt sich aber nicht in ihnen. Alles bewahrt den großen, stringenten Fluss . . . Ein hoch achtbarer, intelligenter Tristan.

Hörbar ist er in dieser Musikwelt und erst recht in dieser Partitur völlig zu Hause. Genauso wie die Wiener Philharmoniker, die bei Thielemann ganz bei sich selbst sein dürfen. Musiziert wird mit jener Selbstverständlichkeit, wie sie nur ein zusammen alt gewordenes Paar nach wie vor für den Liebesakt genauso wie für die alltäglichen Dinge des Lebens aufbringen kann: intimste Kenntnis, die nicht zur Routine wurde, und nach wie vor leidenschaftlich und frisch sich austobt.

Musikalisch war es ein starker Abend, vielleicht, weil das Orchester angesichts dieses Stücks wahrlich Luft vom anderen Planeten fühlte, sich schnell akklimatisierte und über sich hinauswuchs.

Schwermütig und doch glanzvoll veredelt Thielemann vorher Einzelteile, extrapoliert Momente, vereinzelt Orchesterstimmen, und die Wiener Philharmoniker, denen man das Wort Todeslust grundsätzlich nicht erst freudvoll vorbuchstabieren muss, zügeln sich ein Weilchen und bilden mustergültig eine weite Fläche Zeit ab. Das "öde Meer" und überhaupt: der Hintergrund der Dialoge, selten ist er plastischer geworden . . . Thielemann hebt mit den Wienern buchstäblich ab. . .

Das war gewiss die musikalisch aufregendste Premiere, die an der Wiener Staatsoper während der vergangenen Jahre stattgefunden hat . . . Christian Thielemanns Wagner-Dirigat hat schließlich die Wiener Philharmoniker zu einer singulären Leistung animiert, die vor allem im Duett des zweiten Aktes zu einer klanglichen Subtilität und Intensität findet, wie sie seit langem weder live noch im Studio erreicht worden ist.

Sein Orchesterkommentar fügt sich zu einer singulär souveränen, zwischen Sieden und Sinnen, Brüten und Brodeln, intelligent wie instinktiv austarierten Gesamtleitung . . .

Thielemann dirigiert ohne jedes Pathos, schwerelos, farbig schillernd, zart schwebend, nachdrücklich fordernd, unnachgiebig drängend, auf einen Atem und dabei mit ins beinahe Unerträgliche hinausgezögerten Pausen, in denen die Spannung niemals abreißt. In den stärksten, dichtesten Momenten, gerade auch in diesem Innehalten, diesen Verzögerungseffekten zum Wahnsinnigwerden.

Diese nie nachlassende Intensität mit einem bis zum Zerreißen angespannten Aufbau von Steigerungen, stets am Rande des Abbruchs vorbei, überträgt sich spürbar auf das Orchester der Wiener Staatsoper, das hier den sich verzehrenden "Tristan"-Klang mit traumwandlerischer Sicherheit produziert. Vokaler Glanzpunkt der Aufnahme ist eindeutig die Isolde von Deborah Voigt.

Man steht vor einem Monument aufgeladener Ekstatik . . . der stürmisch-emphatische Zugriff hat Überzeugungskraft . . .

. . . hemmungslose Emotionalität . . .

Orchesterkommentar, mal wuchtig opernhausfüllend, mal als traumschöne Begleitmusik, und vom Pult aus klug geführte Sängerstimmen fügen sich zu einer singulär souveränen, zwischen Sieden und Sinnen, Brüten und Brodeln intelligent wie instinktiv austarierten Gesamtleitung . . . Christian Thielemann hält die Zügel des gesund wie sensibel klingenden Staatsopernorchesters locker, aber strikt. Mustergültig strebt diese Handlung in drei Akten ihren dramatischen Höhepunkten und kontemplativen Wonnemomenten entgegen. Tagesglanz und Nachtbleiche, Liebesrausch und Katermorgen, Frauenwut auf dem Meer und Heldendämmerung auf der Felsenburg: alles da, plastisch ausziseliert, feenfein begleitet, unerbittlich dominant vorangetrieben. Ein kontrollierter Rausch, gewaltig anschwellend, alles vereindende Ekstase, dumpfes Verlöschen, leuchtende Transzendenz -- dieser "Tristan" bietet solches . . . Ein Naturereignis als Kunstgenuss.

. . . unverrückbar: Christian Thielemann hat das untrügliche musikalische Feeling für Richard Wagner und Richard Strauss . . . Sein "Tristan", live mitgeschnitten in der Wiener Staatsoper, wird zum Triumph . . . Da tritt Thielemann, der frisch gebackene Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, in die Fußstapfen eines Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Karl Böhm. Thielemann dirigiert Wagners opus metaphysicum elanvoll, großbogig, hitzig, differenziert.

. . . er hängt sich tatsächlich so in die Partitur, dass sich für keinen Takt Routine einstellt. Sein großes Vorbild Furtwängler . . . wirkt im Vergleich mit ihm beinahe statuarisch.

Christian Thielemann hat ein kluges Ouvertüren-Programm zusammengestellt . . . Edelromantisch nämlich, aber gleichzeitig auch edel und schön. Die Wiener Philharmoniker bieten lukullischen Klangzauber mit Verwöhnaroma, und Thielemann ist ganz bei der Sache, lotet jedes Detail bedeutungstief aus. Wo sonst würde man das Doppelschlag-Motiv aus der "Rienzi"-Ouvertüre so ausdruckstief und würdevoll intoniert hören können? Selbstverständlich ist das volles Klangpathos -- aber ein erfülltes, kein hohles.

. . . [Deborah Voigt] hat eine kräftige und höhensichere Stimme, ungefährdet selbst bei den beiden Cs zu Beginn des Duetts . . . [Thomas Moser/Tristan]: Die Qualitäten eines lyrischen Tenors mit nun dunkel grundiertem, erstaunlich resonantem Klang brachte er . . . für den Tristan mit. Er singt differenziert, sensibel und oft gar klangschön ¿ betörend im Liebesduett . . . Den Monolog des dritten Aktes meistert er stimmlich wie darstellerisch in imponierender Weise . . .

Große Emotionen, raffinierte Klangwirkungen sind [Thielemann] wichtig. Aus ihnen formt er Interpretationen, die keinen Zuhörer unberührt lassen . . . Als sensibler Partner von Sängern ist Thielemann durchaus Karajan vergleichbar . . . gut besetzte Zeugnisse einer gewachsenen Aufführungstradition, die Thielemann zu musikalischen Ereignissen zu steigern vermag . . .

Les cordes de Vienne, évidemment, sont un poème à elles seules.

. . . su dirección es novedosa en muchos aspectos, ya que consigue transmitir una nitidez asombrosa al profundo tejido orquestal de la obra, que pocos directores tan jóvenes hubiesen conseguido desenmarañar con tal concisión, concentrando el éxtasis en momentos muy concretos a los que llega tras un hipnótico proceso de iniciación. Una versión a tomar en cuenta, de la que esperamos continuidad en otros títulos del genio alemán.

El discurso orquestal es tremendamente preciso, de una vigor extremo en la cuerda, de una coloración en tonos oscuros, con una evidente vocación didascálica, tendente a marcar poderosamente las situaciones dramáticas . . . Sus tiempos son vivos, sin demasiados encantamientos preciosistas, ni escapadas a la nebulosa impresionista, pero no por ello se renuncia a la variedad de acentos y a la precisión en el detalle, a lo que ayuda una toma sonora magnífica que beneficia por igual a voces y orquesta.

Christian Thielemann sigue demostrando su maestría con la batuta, y esta vez lo hace con una versión ¿en directo¿ de Trístan und Isolde que se merece todos los elogios. . . . Eso es lo que logra Thielemann con su lectura, nuevas ideas que derivan de la originalidad y la libertad conceptual y expresiva, pero siempre desde la óptica de la devoción, el equilibrio y el respeto a la partitura. Su orquesta luce una planificación modélica, con dinámicas y rubati perfectamente graduados, homogeneidad y belleza en el sonido, y una excelente reproducción de las texturas instrumentales, claramente diferenciadas y ordenadas en cada una de las intervenciones; basta con escuchar el preludio del tercer acto para convencerse de estas y muchas otras virtudes. A todo eso se añade la calidad del elenco vocal . . .