ROSSINI Il Barbiere/Wunderlich DVD-VIDEO

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GIOACCHINO ROSSINI

Il barbiere di Siviglia
Der Barbier von Sevilla
The Barber of Seville
Prey · Wunderlich · Proebstl · Köth
Hotter · Gerhein · Ostertag · Keil
Der Chor der Bayerischen Staatsoper
Das Bayerische Staatsorchester
Joseph Keilberth
Int. Release 12 Sep. 2005
1 DVD-Video
DVD-VIDEO NTSC 0440 073 4116 2 GH MONO
Picture Format: 4:3 · Black & White
Subtitles: German/Italian/English/French/Spanish/Chinese
A historic account of Wunderlich’s Almaviva in a first-time release on any format


Track List

Gioacchino Rossini (1792 - 1868)
Il barbiere di Siviglia

german version (Kollmann / Neitzel)

2.
7:04

Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Act I

Fritz Wunderlich, Karl Ostertag, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Fritz Wunderlich, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Fritz Wunderlich, Karl Ostertag, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Fritz Wunderlich, Hermann Prey, Karl Ostertag, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Hermann Prey, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Hermann Prey, Fritz Wunderlich, Max Proebstl, Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Fritz Wunderlich, Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Fritz Wunderlich, Hermann Prey, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Hermann Prey, Fritz Wunderlich, Karl Ostertag, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Erika Köth, Hermann Prey, Max Proebstl, Ina Gerhein, Hans Hotter, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Hans Hotter, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Max Proebstl, Hans Hotter, Hermann Prey, Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Erika Köth, Hermann Prey, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Max Proebstl, Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Ina Gerhein, Fritz Wunderlich, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Fritz Wunderlich, Max Proebstl, Erika Köth, Ina Gerhein, Hans Hotter, Hermann Prey, Adolf Keil, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth, Chor der Bayerischen Staatsoper München

Max Proebstl, Hermann Prey, Hans Hotter, Fritz Wunderlich, Erika Köth, Ina Gerhein, Adolf Keil, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Erika Köth, Ina Gerhein, Fritz Wunderlich, Hermann Prey, Max Proebstl, Hans Hotter, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Act II

Max Proebstl, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Fritz Wunderlich, Max Proebstl, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Fritz Wunderlich, Max Proebstl, Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Gaetano Donizetti (1797 - 1848)
Don Pasquale

sung in German

Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Gioacchino Rossini (1792 - 1868)
Il barbiere di Siviglia

german version (Kollmann / Neitzel)

Act II

Fritz Wunderlich, Max Proebstl, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Max Proebstl, Hermann Prey, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Max Proebstl, Hermann Prey, Fritz Wunderlich, Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Erika Köth, Fritz Wunderlich, Hermann Prey, Max Proebstl, Hans Hotter, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Max Proebstl, Ina Gerhein, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

32.
2:35

Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Hermann Prey, Fritz Wunderlich, Erika Köth, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Erika Köth, Fritz Wunderlich, Hermann Prey, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Hermann Prey, Fritz Wunderlich, Erika Köth, Hans Hotter, Adolf Keil, Max Proebstl, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth

Hermann Prey, Ina Gerhein, Max Proebstl, Hans Hotter, Erika Köth, Adolf Keil, Bayerisches Staatsorchester, Joseph Keilberth, Chor der Bayerischen Staatsoper München

Total Playing Time 2:19:41

A monochrome 1950s stage broadcast, sung by an amazing cast; in German, but a classic nevertheless. Glyndebourne¿s is recommendable, but this is history.

Wunderlich . . . ein ernsthafter Spieler, ein Klang-Körper, vollgestopft mit Leidenschaft und klarster Technik, ein Tier zwischen Form und Verve. Ein Genie, das nur 13 Jahre aktiv auf der Bühne stand, dann starb -- und: bis heute nicht ersetzt wurde.

Müsste man einem Klassik-Einsteiger erklären, wie sich ein Tenor anhört: Man sollte ihm dieses Wunderlich-Recital in die Hand drücken. (The Magic of Wunderlich) . . . Gleichzeitig wird ein Live-Mitschnitt des Münchener "Barbier von Sevilla" aus dem Jahre 1959 erscheinen. Dort ist noch einmal zu sehen, was Wunderlich und seine Generation ausgemacht hat: Absolute Authentizität selbst im größten Pathos, das die Oper zu bieten hat und -- so wie sein Bühnenmitstreiter, der Bariton Hermann Prey -- eine Diktion, die vergessen macht, daß in der Oper gesungen wird: Die beiden machen auf der Bühne jede Arie, jedes Duett und im Studio jedes Lied und jeden Schlager zu einem kleinen Drama, zu einer allumfassenden Erzählung, in der Text und Wort gleichberechtigt nebeneinander stehen.

. . . eine DVD als herzerfrischendes Dokument . . . Da ist Wunderlich, der betörend sinnliche, verführerische Graf. Da brilliert der unvergessene Hermann Prey als famoser Figaro und Erika Köth als kehlfertige Rosine. Und man muss hören, wie der Wagner-Heroe Hans Hotter als Basilio die Verleumdung beschwört! Dazu am Pult der punktgenaue Joseph Keilberth: Da vergisst man, dass hier italienische Oper in deutscher Sprache gesungen wird.

Vielleicht besaß der so unglücklich früh verunglückte Künstler die schönste Tenorstimme des 20. Jahrhunderts. Jedenfalls setzte er sie mit einer Geschmeidigkeit, Eleganz, mit so viel Ausdrucksstärke, aber auch mit Witz ein, dass seine Kunst -- im deutschen Sprachraum mindestens -- einzigartig zu nennen war . . . Uns bleiben Erinnerungen an singuläre Interpretationen . . . jene Video-Aufzeichung einer Münchner Aufführung von Rossinis "Barbier von Sevilla", wo Wunderlich an der Seite von grandiosen Partnern, allen voran Hermann Preys Figaro und Hans Hotters komödiantisch-donnerndem Basilio, den Grafen Almaviva gibt. In deutscher Sprache, schwarz-weiß gefilmt, von Joseph Keilbarth mit sicherer Kapellmeisterhand geführt, von Erika Köths glockenhell-koketten Koloraturen gekrönt, ereignet sich hier natürliches Musiktheater der feinsten, weil damals noch selbstverständlichen Sorte. Solche Dokumente, bei allen Abstrichen der historischen technischen Beschaffenheit, müssten sämtlichen Intendanten der Gegenwart zur wöchtlichen Konsumation zwingend vorgeschrieben werden: Nicht, weil manche Stimmen hier unwiederbringlich scheinen, sondern weil an dieser hinreißenden Produktion abzulesen ist, wie ein Ensemble aus guten Singschauspielern den Geist eines Werkes einfangen kann, mit gemeinschaftlicher Lust am Theater, dank Beherrschung der Kunst, auf der Basis dessen, was in Partitur und Text zu lesen ist.

Schon die Auftrittsarie kommt mit jener selbstverständlichen Leichtigkeit und Stimmschönheit daher, die bis heute nie wieder erreicht wurde. Und obwohl die deutsche Sprache für ein heutiges Publikum zunächst gewöhnungsbedürftig klingt, vermittelt Wunderlichs Phrasierung eine italienische Belcanto-Eleganz, wie man sie sich schöner kaum vorstellen kann. Aber nicht nur in seinen Soloszenen setzt Wunderlich auch heute noch Maßstäbe. In den Ensemblepassagen, besonders zusammen mit seinem Freund Hermann Prey, entwickelt er einen immer treffsicheren und sprühenden musikalischen Witz; dazu kommt eine geradezu diebische Freude am Spiel.

Wunderlich, exhibe ... un vitalismo y una capacidad de comunicación extraordinarias, además de un poder de seducción basado en una enorme claridad de dicción y una musicalidad servida a través de un timbre de tremenda incisividad y proyección ... Wunderlich no se olvida tampoco que está cantando una comedia, y nos regala una divertida, juvenil y traviesa interpretación escénica del conde de Almaviva. ... un testimonio impagable del arte vocal de Fritz Wunderlich, el mejor tenor nunca aparecido en territorio germano después de la guerra, y cuya desaparición creó una vacante en el canto alemán que todavía no ha sido ocupada. Imprescindible para sus fans y muy recomendable como documento histórico.
As Real a Presence Today as in His Own Lifetime

New releases to mark Fritz Wunderlich's 75th birthday
Lovers of classical music hardly need reminding that the label "bestseller" is no guarantee of artistic quality. But when a live recording of a song recital from 1966 can maintain its place in the classical charts' Top Ten for a whole six months in spite of its less than perfect sound quality, we are certainly entitled to speak of a minor sensation.

Not even the tenor's most ardent admirers would have thought that Fritz Wunderlich's final lieder recital ("The Last Recital", DG CD 9806790) would be in the bestseller lists for more than twenty-eight weeks. At best it can have been only insiders and fans who knew that the legendary singer had achieved new heights of expression at the recital that he gave on 4September 1966, only thirteen days before his death from a tragic accident. So how can we explain the fact that almost forty years later Fritz Wunderlich is as real a presence now as he was in his own lifetime - not only on record shelves but in the awareness of a broad range of listeners?

Jens Malte Fischer has described the Wunderlich phenomenon on the radio in arguably more detail than any other commentator. For him, the singer's appeal boils down to the fact that his recordings "still speak to us today as directly as if they had been recorded yesterday. They have an immediacy, an aura and a sense of life and freshness that are unique. How else can we explain the fact that even young people who have no direct memory of the singer are attracted to him and to his voice as though he were still alive and singing today?"

Listeners can discover this for themselves by means of three new recordings that Deutsche Grammophon is issuing to mark what would have been the singer's 75th birthday on 26 September 2005:


Original Masters: The Art of Fritz Wunderlich (7 CDs)

This is the most comprehensive compilation of Fritz Wunderlich's recordings to have been issued so far. It covers the whole range of this phenomenally versatile singer's repertory, from Handel to Puccini, from Die Zauberflöte to Gräfin Mariza, from Bach's St Matthew Passion to Schumann's Dichterliebe and from An die Musik to Granada. At the same time, these seven CDs also document Fritz Wunderlich's artistic and vocal development during the eleven years of his professional career: from his first recording for Deutsche Grammophon (Monteverdi's L'Orfeo in 1955) and radio rarities of 1956 to his 1966 recording of Viennese songs under Robert Stolz and his final recording of operatic excerpts from Eugene Onegin and Zar und Zimmermann.


The Magic of Wunderlich (2 CDs + DVD)

A mixture of Wunderlich highlights and rarities, this release is an ideal way of getting to know the singer, but it will also be of interest to collectors: alongside his recording of Strauss songs under Jan Koetsier, they will also find previously unreleased treasures from the archives of the Bavarian State Opera in Munich - Wunderlich in Don Ottavio's scenes from a 1963 Don Giovanni and the Italian Singer's aria from Der Rosenkavalier recorded in 1966. The bonus DVD, too, contains much of interest to Wunderlich's fans in the form of highlights from television broadcasts of Rossini's Il barbiere di Siviglia recorded in Munich in 1959 and Tchaikovsky's Eugene Onegin recorded in Munich three years later.

A television rarity: Rossini's Barbiere from the Cuvilliéstheater (DVD)

The 1959 Munich Barbiere with Fritz Wunderlich, Hermann Prey, Erika Köth and Hans Hotter is a recording of incalculable value for music lovers and eyewitnesses alike, a pioneering feat from the infancy of live broadcasting and at the same time a plea for the standards of good old ensemble opera. But even lovers of classical music who have no personal memories of this production will enjoy it: in spite of its "historical" look, the distinguished ensemble under the direction of Joseph Keilberth offers a feast of comic acting and spontaneity that is a sheer delight.

Thomas Voigt

7/2005