PIANO CONCERTOS /CHOPIN, LISZT / Argerich,  Abbado

Share

PIANO CONCERTOS · KLAVIERKONZERTE

FRÉDÉRIC CHOPIN
No. 1 op. 11

FRANZ LISZT
No. 1
Martha Argerich
London Symphony Orchestra
Claudio Abbado
Int. Release 01 Jul. 1996
1 CD / Download
0289 449 7192 7 CD ADD GOR
The Originals


Track List

Frédéric Chopin (1810 - 1849)
Piano Concerto No.1 In E Minor, Op.11

Franz Liszt (1811 - 1886)
Piano Concerto No.1 in E flat, S.124

Martha Argerich, London Symphony Orchestra, Claudio Abbado

Total Playing Time 55:37

Here is beautifully projected playing, the emotional quality of the music judged to a poetic nicety, the bravura never gratuitous. Between them Argerich and Abbado generate a heady world of romance and electricity.

Ein Ausnahmealbum, an dem nicht nur ausgewiesene Klaviermusik-Kenner ihre Freude haben werden. Denn wie die junge Martha Argerich 1968 mit Chopin und Liszt brillierte, das elektrisiert unmittelbar. Rauschhaft, wie entfesselt meistert sie Passagenwerk und Akkordgänge dieser beiden pianistischen Prunkstücke, weiß aber ebenso in lyrischen Passagen zu schwelgen. Trotz ihres hochemotionalen Zugangs hat ihr Chopin die nötige Noblesse, wird die Gestaltung der sinfonischen Architektur bei Liszt keineswegs der virtuosen Selbstdarstellung geopfert -- auch ein Verdienst von Claudio Abbado, der das London Symphony Orchestra zu intelligentem wie beseeltem Spiel animierte. Der Klang dieser Referenzaufnahme ist der Interpretation ebenbürtig. Schlicht schön und natürlich tönen da Klavier, Streicher, Holzbläser, wobei die dynamische Bandbreite des Vinyls gut ausgelotet wird.

Martha Argerich brilliert mit dieser Interpretation von Liszt Klavierkonzert. Die Facetten diesen Virtuosenkonzertes reichen von hochdramtisch-akrobatischen Abschnitte bis hin zu lyrisch, nahezu kammermusikalisch-intimen, Passagen, welche Argerich pianistisch bis an die Grenze des Vorstellbaren ausreizt. Zu jeder Zeit herrscht ein beeindruckender Ausgleich zwischen der Ausschöpfung der nahezu gesamten spieltechnischen Ausdruckspalette und der intelligenten Gestaltung von Spannungsbögen . . . Mit Martha Argerich kommen auch die virtuosen Passagen zur vollen Entfaltung. Eindrücklich ist insbesondere Argerichs Gestaltung des Rubatos, das nie unkontrolliert wirkt, sondern geradezu ihrem detailverliebten Gestaltungsvermögen Räume schafft. Eine Besonderheit ihrer pianistischen Fähigkeiten ist die durchdacht-maßvolle und zugleich frei-virtuose Agogik. Insgesamt entsteht ein breites Spektrum an inspirierter Klanggestaltung, die zweifelsohne zu den Höhepunkten der Interpretation von Klavierkonzerte von Chopin und Liszt zu zählen ist.