DEBUSSY Préludes Book I + II / Aimard

Share

CLAUDE DEBUSSY

Préludes
Heft · Book I + II
Pierre-Laurent Aimard
Int. Release 03 Aug. 2012
1 CD / Download
0289 477 9982 5 CD DDD GH
Debussy’s Préludes Masterfully Captured
With Brilliant Interpretations


. . . [Aimard] captures the sly, wistful, fiery and fantastical qualities in these ingeniously diverse pieces while treating them as the audacious contemporary works they are.

Some of Aimard's very first musical memories are of being "overwhelmed" at hearing Debussy's music . . .

. . . the intellectual powerhouse Pierre-Laurent Aimard is on hand with a clean . . . account of Debussy's complete piano Preludes. Aimard was recorded playing his own Steinway: a cosy arrangement that may explain his devotion to the instrument's reverberations. The resonances lend a special aura to Debussy's more processional pieces. He also knows how to be limpid or sprightly.

It is always a pleasure to hear an outstanding native player in these pillars of the French piano repertoire. With his brisk but never breathless tempi, Aimard fits all 24 of the Préludes onto a generously filled disc . . . his superbly controlled crescendos evoke the edifice rising majestically out of deep. He relishes the jazzy syncopations of the cake-walk numbers, while the watery cascades of "Ondine" and the sparkling explosions of "Feux d'artifice" scintillate in his hands.

Debussy's descriptive titles invite visualization. That is not what we get from French pianist Pierre-Laurent Aimard . . . [he] is a precise and intellectual pianist, and when he does conjure up an association with the title, it usually comes through a filter. His Préludes share the more abstract musical world of the Etudes, where Debussy's innovative textures and harmonies can be appreciated on musical -- or technical -- terms alone. But if Aimard's playing stifles the pictorial, it also concentrates attention on the sheer novelty of Debussy's language. Some of his interpretations . . . make us marvel.

. . . [for Aimard,] Debussy must always be allowed his own voice and few performances on record have proceeded with so little impediment or with greater transparency and lucidity . . . "Feuilles mortes" shows this remarkable pianist at his best, with all of his unfaltering control of texture and sonority . . . DG's sound is of demonstration quality . . .

Pierre-Laurent Aimard performing Debussy's Preludes is an exciting prospect . . . his combination of searching intellect, attention to detail and exceptional pianistic control ensure that there are myriad insights in the Preludes. The slightest gradations of timbre and dynamic are observed throughout, allied to a broad palette of colour. He makes "Brouillards" swirl unlike any other, with mesmeric eddies in the mists. This is remarkable pianism . . . The rhythm in "Voiles" is perfect . . . [this is] a strong set of the Preludes.

Aerial acrobatics and pensive evocations of natural and Classical beauty abound in Aimard's new reading of the 24 Debussy Preludes . . . Aimard's sturdy performance catches the inventively mercurial sensitivity the composer brought to the world of the keyboard . . . fluently clear textures . . . Aimard's "La Cathedrale engloutie" rises from the depths in one continuous crescendo and plastic arch . . . Ride the air currents with Aimard for a potent glimpse into the rarified world that Debussy evokes with refreshed energies.

Absent seeing him play live, Aimard's studio performance is, in fact, just as spellbinding . . . It is so easy to get hypnotized by Aimard's technical artistry, but it is all about the artistic alchemy for this artist . . . So many visual evocations and tonal moods . . . As the pianist did so brilliantly in concert, the recording captures the translucent pulse of Debussy . . . the "Préludes" are Debussy at his most distilled and poetic; these transporting musical scenes are fully realized through Aimard's sterling interpretive skill.

Mit Entschiedenheit, Klarheit und sanftem Humor widmet sich der französische Pianist Pierre-Laurent der Musik von Claude Debussy. . . und stellt dabei sogar große Vorbilder in den Schatten . . . Wer Aimard einmal im Konzert erlebt hat, kennt seine technische Klarheit, aber eben auch an den Klang, der exakt für den Raum im Dialog mit dem Piano geschaffen wurde.

. . . [ein] herausragender Spezialist für zeitgenössische Musik . . . Seine neueste CD zeichnet die Préludes von Debussy mit klaren, natürlich fließenden Konturen in warmen, erdigen Farben, die in wohltuendem Gegensatz zum "impressionistischen" Klischee der ätherisch zerbröselnden Klänge stehen. Es ist Aimards große Kunst, jedes Werk individuell zu charakterisieren, es quasi in seiner eigenen Sprache sprechen zu lassen, ohne dabei Entstehungs- und Bedeutungszusammenhänge aus den Augen zu verlieren . . .

. . . [Aimard zeigt] sich auf kleinstem Raum wendig, ohne hektisch zu werden und stellt Momente der Musik heraus, die unerwartete Charakterzüge des berühmten Bohèmien Debussy zeigen. Aimard lässt uns die feinsten Nuancen dieser impressionistischen Studien in einer selten gehörten, direkten Intensität entdecken. Seinen Anspruch löst er aufs Schönste ein.

Debussys Préludes bezeichnet Aimard als "wundervolle Klanglabyrinthe", als "äußerst farbenreiche, orchestrale Musik, die vom Interpreten verlangt, sämtliche Instrumente des Orchesters hörbar zu machen". Er misst sich dabei bewusst mit früheren Referenzaufnahmen, legt aber hier selber eine vor . . . Hoffentlich hilft sie, das Verständnis für die Musik des Impressionisten hierzulande noch etwas zu vertiefen.

. . . [Aimard] setzt auf einen sehr intimen, zugleich klaren und präzisen Klang . . . Dieser Debussy ist sehr wohl spektakulär -- in seinem Reichtum an Farben und der Vielzahl an Nuancen. Bei Aimard glitzern die Läufe nicht hell und brillant, sie schimmern, leuchten von innen, und in unendlich vielen Abtönungen . . . Pierre-Laurent Aimard hat einen eigenen, sehr persönlichen, zugleich einen dem Komponisten nahe stehenden Interpretations-Weg gesucht und gefunden. Exzellent sein behutsamer Umgang mit dem Pedal, äußerst subtil seine Kunst der farblichen Durchleuchtung. In winzigen dynamischen Abstufungen und mit der gebotenen "clarté" gelingt ihm eine effekt-freie Innenschau dieser Stücke. Der beinahe sanft, aber nie kitsch-nah klingende Flügel ist Aimard dabei ein idealer Partner.

Das gängige Bild vom Impressionisten und synthetisch agierenden Klangalchemisten bekommt man [nicht geboten] . . . Bei dem dickköpfigen Anti-Sfumato-Pianisten Aimard liegt somit all das offen zu Tage, womit Debussy auch nachfolgende Komponistengenerationen wie Olivier Messiaen und Pierre Boulez prägte. Doch statt Pedanterie bekommt man klangliche Tiefenwirkungen geboten, die trotz ihres spieltechnisch heikles Anspruchs von Aimard einfach mühelos erzielt werden. "Die Hügel von Anacapri" sind mehr als eine mediterrane Hörszene, sondern offenbaren in aller Unbeschwertheit sämtliche experimentellen Züge im Harmonischen und Dynamischen. Und selbst das zuhauf frisierte "Mädchen mit den Flachshaaren" folgt nun dem Prinzip der konzentrierten Clarté bei gleichzeitiger Anmut. Was die Balance zwischen Substanz und Form angeht, sind diese Préludes bei Aimard in den aktuell wohl besten Händen. Zwar muss man sich diese scheinbar so vertrauten Welten durchaus erarbeiten. Der Ertrag aber ist immens.

Hohes Strukturverständnis und ein unsentimentaler Zugriff kennzeichnen das Spiel von
Pierre-Laurent Aimard . . . Aimard nähert sich den poetischen Charakterstücken mit schlankem Ton und strukturerhellender Klarheit. Das Parfum bleibt im Schrank, dafür hat sein Spiel eleganten Fluss und eine farbliche Feindifferenzierung, die gelegentlich an die berühmten Debussy-Aufnahmen Arturo Benedetti Michelangelis erinnert.

. . . [die] glückliche Mischung aus sensibler Eleganz und hochdifferenziertem Strukturverständnis . . . [kommt] seiner aktuellen Interpretation der "Préludes" sehr zugute . . . [die hochvirtuosen Figurationen in "Feux d'artifice" ("Feuerwerk") lässt] Pierre-Laurent Aimard ebenso brillant glitzern . . . wie die dynamisch intendierten Raumeffekte dieses veritablen Tastenfeuerwerks . . . Statt verschwimmender Farben oder Konturen betont er den Reichtum und die Subtilität der Klangfarben mit leuchtender Klarheit und zugleich meditativer Ruhe. Das fast schon lakonische, unparfürmierte, und apollinisch-lichte Debussy-Spiel Aimards erinnert an die legendäre Aufnahme der "Préludes" von Arturo Benedetti Michelangeli . . . Fazit: Eine rundum empfehlenswerte Interpretation der Debussy-Préludes, die weder vermeintlich impressionistisch noch vordergründig abbildlich daher kommt, sondern das atmosphärisch Klangliche diese Musik subtil und differenziert zur Geltung bringt.

Hohes Strukturverständnis und ein unsentimentaler Zugriff kennzeichnen das Spiel von Pierre-Laurent Aimard. Bei seiner Einspielung von sämtlichen Préludes Debussys reduziert er den französischen Komponisten keineswegs auf das Impressionistische, sondern nähert sich den poetischen Charakterstücken mit schlankem Ton und strukturerhellender Klarheit. Das Parfum bleibt im Schrank, dafür hat Aimards Spiel eleganten Fluss und eine farbliche Feindifferenzierung, die gelegentlich an die berühmten Debussy-Aufnahmen Arturo Benedetti Michelangelis erinnert.

"Sonore sans durete" ("Klangvoll ohne Härte") lautet eine Vortragsanweisung in Debussys "Cathedrale engloutie"-Prelude: Nichts könnte den luminosen Klavierton Pierre-Laurent Aimards treffender charakterisieren, nichts die Aura von Kongenialität, die seine Preludes-Einspielung umglänzt, besser auf den Punkt bringen . . .
seine nüchtern-helle Sensitivität, seine exakt differenzierende Artikulation, seine Klarheit des Facettierens [erfasst] jenen Einstand von Flair und Struktur, der Debussys kostbare Miniaturen auszeichnet. Schon die modalharmonisch an Satie angelehnten "Danseuses de Delphes" schieben bei Aimard keine bloße Akkordfolge durch den Sarabandentakt, sondern erheben sich zu mild kolorierter Klanglichkeit. Im furiosen Finale wiederum, dem "Feux d'artifice", lässt der Interpret in souveräner Virtuosität nicht nur die als Vorhaltsketten notierten Läufe schnurren und die Akzente krachen. Den Mittelteil timbriert und schattiert er im delikatesten Piano mit einer schier unendlichen Fülle der Nuancen. Er lässt das mediterrane Licht der "Collines d'Anacapri" leuchten, trifft die Secco-Aspekte der beiden spanischen Stücke ohne perkussives Gehacke, gibt den Ragtime-Nummern knackige Kontur und der Briten-Parodie "Hommage a S. Pickwick" Spleen und Ironie. Es ist ein Kosmos an Klangcharakteren, den Aimard in überragender Gestaltungs- und Einfühlungskraft erschließt: eine Referenzaufnahme, die obendrein Debussys Modernität ins gebührende Licht rückt.

Mit ausgeklügeltem, maßvollem Pedalgebrauch und einer an klangfarblichen Abstufungen überreichen Palette koloriert Pierre-Laurent Aimard die 24 Préludes von Debussy nicht als impressionistischer Maler, sondern als um Modeströmungen unbekümmerter Architekt. Sonore Bässe und selbst in hohen Lagen wunderbar transparente Akkorde schaffen viel Raum und Tiefe.

. . . le pianiste semble évacuer totalement les "titres" que Debussy avait déjà relégués entre parenthèses après la double barre. Le résultat? Impeccable comme toujours avec Aimard, jusque dans la moindre micronuance. Ligne précise, timbres profonds. Mais ces Préludes déconstruits se transforment en études de timbres, de rythmes, d'intervales, évidées de leur substance poétique. Les "Danseuses de Delphes", prisonnières de leur lente majesté, gardent les deux pieds au sol; jolie comme un rêve de pierre, "La Fille aux cheveux de lin" nous regarde fixement au lieu de se défier de nous . . . L'engagement de la lecture, la concentration de l'écoute ne laissent aucun doute dans l'atelier d'Aimard.


About the Albumy

»They are wonderful labyrinths in sound.«
- Pierre Laurent Aimard

The pianist's profound affinity for the music of Claude Debussy is revealed on this album. It is his celebration of the composer's 150 birthday in 2012.

Debussy wrote two 24 Préludes in two books, Aimard has recorded them on one CD, including "Claire de lune" as a digital bonus track.

Featured are Aimard's stellar interpretations of the complete cycle of both books of Préludes:

»... a pianist of illumination and color. He makes everything he plays clear and vibrant.« (Los Angeles Times)

For Aimard, playing all Préludes is an extraordinary experience but also an edifying one. He believes that the music must be left to find itself, while its performers must put themselves in a frame of mind appropriate to this or that piece, soak up its atmosphere and let it pass right through them in order to be able toshape it.


Aimard on tour with Debussy:


14 Aug

Dubrovnik Festival

Book 2

16 Aug

Lucerne Festival

Book 2

03 Sep

London Proms /Cadogan Hall

Book 2 (and other Debussy)

31 Oct

Cologne

Book 2 – part of a residency

11 Nov

North Carolina

Book 2

13 Nov

Philadelphia

Book 2

15 Nov

NY Carnegie Hall

Book 2

19 Nov

Taipei

Book 2

21 Nov

Tokyo

Book 1

23 Nov

Tokyo

Book 2

05 Dec

Brussels

Book 2 – part of a residency

11 Dec

Vienna Konzerthaus

Books 1 & 2

11 Jan

Amsterdam

Books 1 & 2

21 Jan

Paris

Book 1

Insights

Debussy's endless pleasures


"Passion" – that is undoubtedly the word that best sums up Pierre-Laurent Aimard's attitude to Debussy's Préludes. A clear delight can be read in his features, and it also finds expression in his words as he talks about how ideally realised these pieces are, how indefinable and divorced from all rules and norms. "At the same time they are very demanding and very rich. They are wonderful labyrinths in sound." The idea of recording them came to him only slowly. He felt no overwhelming need to do so, but a desire to record them gradually imposed itself upon him.

Pierre-Laurent Aimard can never tire of talking about the Préludes. For him, they evoke above all "exceptional memories of pianists of the past who played them in such marvellous ways". In his eyes, this is also music that is infinitely colourful and infinitely orchestral in character, requiring the interpreter to conjure up all the instruments of the orchestra. Aimard praises the power of Debussy's sonic imagination. "It is an imagination that stimulates our own. Our fingers exist to recreate this marvellous realm of fancy."

The Préludes, he believes, also appeal in large part to the intuition. Almost humbly, he insists that they do not demand any great degree of virtuosity. "Technique is necessary only to produce the different kinds of tone colours", he says, stressing the cultural context of these pieces. "Debussy was a man supremely well versed in the arts, for which he clearly had a permanent thirst. And I think that one can give a lot more to each piece if one tries to understand the sort of artistic environment in which the composer lived."

For Pierre-Laurent Aimard, the Préludes are a reflection of what Debussy saw and read and felt. But they are also reactions to poetic texts. Or else they reveal him amusing himself with literary or historical figures or sights he may have seen. "It is a way of distilling moments of life as seen through different filters." Here lies one of the difficulties of this music. "Sometimes we know the sources, which may even be very obvious. But at other times it's not clear at all, so we do not know exactly where Debussy is leading us, and this was no doubt intentional. He transforms what inspired him. He was a very secretive man, very turned in on himself", Aimard explains, emphasising just how demanding Debussy's music is. And yet it is not necessarily demanding for its listeners. For the latter, Aimard believes, this is above all music that affords pleasure – pleasure of both great subtlety and great profundity.

By the same token, the demands on the performer are immense. "Debussy's music is so admirably realised, so perfectly crafted and so carefully weighed", the pianist asserts, adding with a note of mischievousness: "In spite of everything, it still gives pleasure, because hard-won pleasures are sometimes the best."
Pierre-Laurent Aimard is seduced by the fantastical variety of the Préludes, but at the same time he is struck by the way each piece is part of a greater whole, and by the unity of the total ensemble. "It is a unity that must be sought above all in Debussy's use of certain intervals or certain melodic cells that combine to generate melodies. Sometimes the harmonies, too." For Aimard, playing all twenty-four Préludes is an extraordinary experience but also an edifying one. He believes that the music must be left to find itself, while its performers must put themselves in a frame of mind appropriate to this or that piece, soak up its atmosphere and let it pass right through them in order to be able to shape it.

A leading exponent of contemporary works, Aimard repeats his view that Debussy's music is resolutely turned towards the future. One could even describe it as modern music. It certainly influenced composers of succeeding generations.
By way of an example, Aimard cites "Les fées sont d'exquises danseuses", which was directly inspired by a drawing by the English illustrator Arthur Rackham. "It was Messiaen who alerted me to references to Weber's Oberon. When I examined the score more closely, I discovered a number of borrowings, secreted and hidden with an absolutely fantastic elegance, but they reveal that Debussy had made Weber's sound-world his own and that he then took pleasure in playing with it. He takes possession of the object and allows it to cast a spell on him, while at the same time being unable to prevent himself from bending it a little – after all, he was very much a child at heart."

And this is perhaps the other major feature of Debussy's music that Pierre-Laurent Aimard finds so appealing: its ambiguity. The composer only hints at the truth, he hides himself away and plays with the ambiguities. These ambiguities are of course apparent in the very titles of these pieces. Aimard stresses that they can be interpreted in different ways, thereby demonstrating that the music contains multiple truths. Take the case of "Brouillards" ("Mists"). In order to illustrate his point, the pianist sits down at the piano.

"In this Prélude, the left hand amuses itself by playing perfect chords. There are also reminiscences of Stravinsky's ballet, Petrushka. Meanwhile the right hand plays something entirely different, hiding the left hand's unduly obvious harmonies. As a result, the image is very blurred. Sometimes you can just make it out, but then it disappears again." What kind of a mist is this? Is it the musical transcription of a landscape that Debussy had actually seen? Or is it a musical game of hide-and-seek? Pierre-Laurent Aimard asks questions that remain hanging in the air. He sees Debussy as a musician who derives amusement from his own composition, a musician concealing his original point of reference before suddenly causing it to appear. "It is one of the elements of his magic. I adore it", adds Aimard, striking a humorous note.


Les Plaisirs infinis de Debussy


Passion. Tel est très certainement ce qui définit le mieux le rapport que Pierre-Laurent Aimard entretient avec les Préludes de Debussy. Une évidente délectation se lit sur son visage, et s'exprime dans ses mots, quand il explique que ce sont des pièces idéalement réalisées, indéfinissables, en dehors de toute règle, de toute norme. « En même temps elles sont très exigeantes, très riches. Ce sont des labyrinthes sonores merveilleux ». L'idée de les enregistrer est venue progressivement. Il n'a pas ressenti de nécessité absolue. Mais une envie s'est imposée peu à peu.
Sur ces Préludes, Pierre-Laurent Aimard est intarissable. Pour lui, « ce sont d'abord des moments extraordinaires avec des pianistes du passé qui les ont joués de façon merveilleuse ». C'est aussi, à ses yeux, une musique infiniment colorée, infiniment orchestrale, qui oblige l'interprète à rendre présents tous les instruments de l'orchestre. Pierre-Laurent Aimard loue la puissance d'imagination sonore de Debussy. « Une imagination qui stimule la nôtre. Nos doigts sont là pour restituer cet imaginaire merveilleux ».

Les Préludes font ainsi largement appel à l'intuition, juge-t-il. Presque humblement, il affirme qu'ils ne requièrent pas une grande virtuosité. « La technique est nécessaire pour réussir à produire les différents types de couleurs sonores », affirme-t-il en insistant sur le contexte culturel des Préludes. « Debussy était un homme tellement versé dans les arts. Il en avait une soif visiblement permanente. Et je crois qu'on peut donner beaucoup plus à chaque pièce, si on essaie de saisir un peu dans quel bain artistique il vivait ».
Car pour Pierre-Laurent Aimard, les Préludes sont des moments de vision, de lecture, de sensations. Mais également des réactions à des textes poétiques. Ou encore des façons de s'amuser avec un personnage, ou un spectacle que Debussy a vu. « C'est une façon de distiller des moments de vie, et ceci derrière différents filtres ». C'est là ou réside l'une des difficultés de cette musique. « Parfois on sait où sont les sources. C'est même très clair. Mais d'autres fois ce n'est pas évident du tout. On ne sait pas exactement ou il nous emmène, et c'était sürement volontaire. Il transforme ce qui l'a inspiré. C'était un homme très secret, très replié sur lui-même », explique Pierre-Laurent Aimard, en soulignant combien la musique de Debussy est exigeante. Pas forcément pour celui qui l'écoute, d'ailleurs. Il estime au contraire que, pour l'auditeur, elle est avant tout une musique de plaisirs. Des plaisirs d'une grande subtilité, et d'une grande profondeur.

En revanche, l'exigence s'impose à l'interprète. « Sa musique est tellement admirablement réalisée, formée, soupesée », affirme Pierre-Laurent Aimard, avant de reprendre avec malice : « C'est malgré tout un plaisir, car les plaisirs difficiles sont parfois les meilleurs ».
Pierre-Laurent Aimard est séduit par la variété fantastique des Préludes, mais en même temps frappé par l'appartenance de chaque pièce à un tout, par l'unité de l'ensemble. « Une unité qu'il faut chercher notamment dans l'emploi de certains intervalles, ou de certaines cellules mélodiques qui génèrent les mélodies dans leur ensemble, et parfois les harmonies ». Pour lui, jouer les 24 Préludes est une expérience extraordinaire, mais aussi édifiante. Il estime qu'il faut laisser la musique venir à soi. Se mettre dans l'état d'esprit qui convient à telle où telle pièce, s'en imprégner et la laisser passer à travers soi, afin de la former.

Grand interprète du répertoire contemporain, Pierre-Laurent Aimard affirme encore que la musique de Debussy est résolument tournée vers le futur. Une musique moderne, même, qui a influencé les compositeurs des générations suivantes.
Il cite par exemple le Prélude « Les fées sont d'exquises danseuses », qui est directement inspiré d'un dessin de l'illustrateur britannique Arthur Rackham. « Grâce à Messiaen, j'ai découvert des références à Obéron de Weber. En me penchant sur la partition, j'ai vu un certain nombre d'emprunts à cette œuvre, distillés, cachés avec une élégance absolument folle, mais qui montrent que Debussy se l'est appropriée et s'est ensuite amusé à la manipuler. Il se laisse charmer par l'objet dont il se saisit et ne peut s'empêcher de le fausser un peu à sa façon, car il était quand même très enfant ».
Et c'est peut-être là l'autre grande caractéristique de la musique de Debussy, qui plaît tant à Pierre-Laurent Aimard : son ambiguïté. Le compositeur ne dit la vérité qu'à demi-mot. Il se cache, il joue justement avec les ambiguïtés. Ces ambiguïtés s'illustrent évidemment dans les titres des Préludes. Pierre-Laurent Aimard souligne qu'ils peuvent être interprétés de différentes façons, montrant ainsi que la musique a plusieurs vérités. C'est le cas de Brouillards. Pour mieux illustrer son propos, Pierre-Laurent Aimard s'assied au piano.

« Dans ce Prélude, une main s'amuse avec des accords parfaits, il y a des réminiscences de Pétrouchka, le ballet de Stravinsky. Tandis que l'autre main joue tout à fait autre chose, elle cache la première musique trop évidente. Ce qui fait que la référence est très estompée. Parfois, on l'entrevoit un petit peu, puis elle disparaît à nouveau ». De quel brouillard s'agit-il ? De la transcription musicale d'un paysage vu ? Ou d'un jeu de cache-cache musical ? Pierre-Laurent Aimard pose les questions, qui restent en suspend. Il décrit Debussy comme un musicien s'amusant avec sa propre composition. Un musicien cachant sa référence, avant de la faire subitement apparaître. «C'est un des éléments de sa magie. J'adore cela », ajoute, facétieux, Pierre-Laurent Aimard.


Das unermessliche Vergnügen des Debussy


Leidenschaft. Mit diesem Wort ist Pierre-Laurent Aimards Beziehung zu Debussys Préludes zweifellos am treffendsten charakterisiert. Genuss zeigt sich in seinem Gesicht und spiegelt sich in seinen Worten, wenn er erklärt, dass es sich um vollendet umgesetzte Stücke handelt – undefinierbar, außerhalb jeder Regel und Norm. »Zugleich sind sie sehr anspruchsvoll, sehr reich. Es sind wundervolle Klanglabyrinthe.« Die Idee, sie aufzunehmen, kam ganz allmählich. Es gab keine innere Notwendigkeit. Nach und nach entstand der Wunsch.

Diese Préludes bieten für Aimard unendlich viele Aspekte. »Zunächst bemerkenswerte Begegnungen mit Pianisten der Vergangenheit, die sie auf wundervolle Weise gespielt haben«, sagt er. In seinen Augen ist es auch eine äußerst farbenreiche, orchestrale Musik, die vom Interpreten verlangt, sämtliche Instrumente des Orchesters hörbar zu machen. Aimard rühmt Debussys klangliche Vorstellungskraft: »Eine Vorstellungskraft, die unsere eigene Fantasie anregt. Mit unseren Fingern erwecken wir diese wunderbare Fantasiewelt zum Leben.«

Daher sprechen die Préludes, Aimards Ansicht nach, in erster Linie das Gefühl an. Fast bescheiden versichert er, dass sie keine besondere Virtuosität verlangen. »Die Technik«, erklärt er, »ist erforderlich, um die verschiedenen Arten von Klangfarben hervorzubringen«, und er betont den kulturellen Kontext des Werks. »Debussy kannte sich bestens in der Kunst aus. Er hatte ein nie endendes Verlangen danach. Und ich glaube, man kann jedem Stück viel mehr geben, wenn man nachvollzieht, in welchem künstlerischen Umfeld er lebte.«

Für Pierre-Laurent Aimard sind die Préludes Momentaufnahmen des Komponisten – von dem, was er sah oder las oder fühlte. Aber auch Reaktionen auf Dichtung. Oder auch Möglichkeiten, sich mit einer historischen oder literarischen Figur zu amüsieren, oder sie sind einfach ein Widerhall einer Szene, die Debussy beobachtet hat. »Es ist eine Art, Augenblicke des Lebens zu destillieren, und zwar durch verschiedene Filter hindurch.« Dort liegt eine der Schwierigkeiten dieser Musik. »Manchmal kennt man die Quelle. Oft sogar genau. Aber in anderen Fällen überhaupt nicht. Man weiß nicht wirklich, wohin er uns führt, und das ist bestimmt Absicht. Er hat das, was ihn inspirierte, verwandelt. Er war ein sehr zurückhaltender Mensch, sehr in sich gekehrt«, und Aimard unterstreicht zugleich, wie anspruchsvoll Debussys Musik ist. übrigens nicht unbedingt für den Zuhörer. Im Gegenteil, Aimard meint, dass es für den Zuhörer vor allem eine Musik voller Genuss ist. Genuss von großer Feinsinnigkeit, von großer Tiefe.

Die Forderungen richten sich dagegen an den Interpreten. Aimard sagt: »Seine Musik ist so bewundernswert realisiert, geformt, ausbalanciert. Trotz allem ist sie ein Genuss. Denn der schwierige Genuss ist oft der schönste«, fügt er mit einem Lächeln hinzu.

Pierre-Laurent Aimard ist hingerissen von der unglaublichen Vielfalt der Préludes, aber zugleich fasziniert ihn, dass jedes Stück Teil eines Ganzen ist, dass das Werk eine Einheit bildet. »Eine Einheit, die man besonders in der Verwendung bestimmter Intervalle finden kann oder in der Verwendung bestimmter melodischer Zellen, aus denen die Melodien selbst und manchmal auch die Harmonien aufgebaut sind.« Die 24 Préludes zu spielen, ist für ihn eine außerordentliche, aber auch eine erhebende Erfahrung. Er findet, man müsse die Musik auf sich zukommen lassen. Sich in den seelischen Zustand versetzen, der zu dem jeweiligen Stück passt, es in sich aufnehmen und sich von ihm durchdringen lassen, um es zu gestalten.

Als großer Interpret zeitgenössischer Werke betont Aimard, dass Debussys Musik deutlich der Zukunft zugewandt ist. Eine wahrhaft moderne Musik, die die nachfolgenden Generationen von Komponisten beeinflusst hat.

Als Beispiel führt er »Les fées sont d'exquises danseuses« an, das direkt von einer Zeichnung des britischen Buchillustrators Arthur Reckham inspiriert ist. »Dank Messiaen habe ich Anspielungen auf Webers Oberon entdeckt. Beim genauen Studium der Partitur habe ich eine Reihe von Entlehnungen aus diesem Werk gefunden – umgewandelt und mit absolut närrischer Eleganz versteckt –, die zeigen, dass Debussy es sich zu eigen gemacht hat und anschließend seinen Spaß daran hatte, es zu verfremden. Er lässt sich betören von dem Objekt, dessen er sich bemächtigt, und kann es nicht lassen, es ein wenig auf seine Art zu verfälschen, denn im Grunde war er ein richtiges Kind.«

Und dann gibt es ein weiteres wichtiges Merkmal von Debussys Musik, das Aimard so gut gefällt: ihre Mehrdeutigkeit.
Der Komponist sagt die Wahrheit immer nur verdeckt. Er versteckt sich, spielt geradezu mit unterschiedlichen Bedeutungen. Diese Mehrdeutigkeit zeigt sich in den Titeln der einzelnen Stücke. Aimard betont, dass sie sich auf unterschiedliche Weise deuten lassen, so dass die Musik mehrere Wahrheiten besitzt. Das gilt etwa für »Brouillards« (»Nebel«). Und um zu veranschaulichen, was er meint, setzt sich Aimard ans Klavier.

»In diesem Prélude amüsiert sich die eine Hand mit Dreiklängen, es gibt Reminiszenzen von Strawinskys Ballett Pétrouchka. Die andere Hand spielt währenddessen etwas ganz anderes, sie versteckt die erste, zu offensichtliche Musik. So wird die Anspielung verwischt. Gelegentlich nimmt man sie noch etwas wahr, dann verschwindet sie wieder.« Um welchen »Nebel« handelt es sich? Um die musikalische Wiedergabe einer realen Landschaft? Oder um ein musikalisches Versteckspiel? Aimard stellt Fragen, die offenbleiben. Er beschreibt Debussy als einen Musiker, der mit seiner eigenen Komposition spielt. Einen Musiker, der seine Anspielung versteckt, bevor er sie plötzlich erscheinen lässt. »Das gehört zu den Elementen seiner Magie. Ich finde es hinreißend«, fügt der Künstler hinzu und Humor klingt an.