Willkommen im Künstlerbereich der Deutschen Grammophon Webseite

Wählen Sie im Drop-Down-Menü oder über eines der Künstlerfotos auf der linken Seite einen Künstler. Melden Sie sich für unseren Newsletter an, um die neuesten Nachrichten über Künstler und kommende Veröffentlichungen zu erhalten.



AUSGEZEICHNET: ZWEI GRAMMYS FÜR ANDRIS NELSONS UND DAS BOSTON SYMPHONY ORCHESTRA


Under Stalin’s Shadow, die gefeierte Schostakowitsch-Reihe von Deutsche Grammophon, findet erneut Anerkennung bei den Grammy-Verleihungen. Die Aufnahme der Symphonien Nr. 4 und 11 erhält den Preis als »Best Orchestral Performance«, außerdem den Preis als »Best Engineered Album, Classical«

Eines der gegenwärtig spannendsten klassischen Aufnahmeprojekte wurde am vergangenen Sonntag, den 10. Februar 2019, bei den 61. Grammy-Verleihungen gleich doppelt geehrt. Das Boston Symphony Orchestra und sein Musikdirektor Andris Nelsons erhielten den begehrten Grammy in der Kategorie »Best Orchestral Performance« für ihr Doppel-Album mit Schostakowitschs Symphonien Nr. 4 und 11. Die Deutsche-Grammophon-Veröffentlichung, die live in der Boston Symphony Hall im Rahmen der gefeierten Reihe Under Stalin’s Shadow aufgenommen wurde, erhielt in Anerkennung der überragenden Klangqualität zudem den Grammy in der Kategorie »Best Engineered Album, Classical«.

»Es ist eine große Ehre für das Boston Symphony Orchestra, für mich selbst und für das ganze Team hinter diesem Projekt mit Deutsche Grammophon, zwei Grammys für die jüngste Folge unseres Schostakowitsch-Zyklus zu gewinnen«, sagt Nelsons. »Zum dritten Mal erhält der Zyklus den Grammy als ›Best Orchestral Performance‹.«

Bereits 2016 gewannen Andris Nelsons und das Boston Symphony Orchestra den Preis in der Kategorie »Best Orchestral Performance« für ihr erstes Album der Reihe mit Schostakowitschs Symphonie Nr. 10 und Musik aus Lady Macbeth von Mzensk. 2017 wurde ihr Album mit den Symphonien Nr. 5, 8 und 9 sowie der Suite aus Hamlet ausgezeichnet. Seit der ersten Grammy-Verleihung 1959 hat nur ein einziger anderer Zyklus von Symphonien eines einzelnen Komponisten Preise in verschiedenen Jahren erhalten.

Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon, erklärt: »Wir sind dankbar, überwältigt und ausgesprochen stolz, dass der bahnbrechende Schostakowitsch-Zyklus von Andris Nelsons und dem Boston Symphony Orchestra nun seinen dritten und vierten Grammy erhalten hat. Diese Anerkennungen unterstreichen die außergewöhnliche Qualität nicht nur der Interpretationen, sondern auch der Produktion von Shawn Murphy und Nick Squire. Schon jetzt dürfen wir sagen, dass dieser Schostakowitsch-Zyklus sich zur Referenzaufnahme entwickelt. Einen herzlichen Glückwunsch an alle, die an dieser großen Leistung beteiligt sind.«

Der Zyklus des Boston Symphony Orchestra mit Andris Nelsons wird fortgesetzt mit den Schostakowitsch-Symphonien Nr. 6 und 7 sowie der Schauspielmusik zu King Lear und der Festlichen Ouvertüre. Internationale Veröffentlichung am 22. Februar 2019.



LITAUISCHE DIRIGENTIN MIRGA GRAŽINYTĖ-TYLA UNTERZEICHNET BEI DEUTSCHE GRAMMOPHON

Sie wird gefeiert für ihre Energie und ihren Willen zum Ausdruck –
Mirga Gražinytė-Tyla, die jüngste Chefdirigentin der Welt, lenkt den Blick auf weniger bekanntes klassisches Repertorie


Deutsche Grammophon gibt die Unterzeichnung eines langfristigen Exklusivvertrags mit Mirga Gražinytė-Tyla bekannt. Die litauische Künstlerin, Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchestra, ist die erste Dirigentin des Labels seit seiner Gründung vor 120 Jahren. Ihre Ernennung durch das CBSO sorgte im Februar 2016 weltweit für Schlagzeilen, nachdem sie – nicht einmal ein Jahr nach ihrem Debüt bei dem Orchester – einstimmig auf einen Posten berufen worden war, den vor ihr Sir Simon Rattle, Sakari Oramo und Andris Nelsons innehatten. Ihre Arbeit mit dem CBSO ist seither von Erfolg gekrönt, nicht zuletzt durch das Charisma der Dirigentin und ihre innovative Programmgestaltung.

Über ihre ersten beiden Spielzeiten in Birmingham schrieb unlängst die Sunday Times, dass »Mirga, wie sie hier überall genannt wird ... leidenschaftliche Begeisterung für eine atemberaubende Vielfalt musikalischer Richtungen gezeigt hat und insbesondere eine Vorliebe für das nach ihren Worten ›weniger bekannte klassische Repertoire‹«. Und der Observer nannte sie »faszinierend und durch nichts aufzuhalten«.

Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon, erklärt: »Mirga ist eine ganz besondere Musikerin, eine Frau, deren Engagement sich mit unwiderstehlicher Überzeugungskraft vermittelt. Sie hat tiefen Eindruck beim CBSO gemacht, neues Repertoire eingeführt und symphonische Standardwerke in zeitgemäßem Licht erscheinen lassen. Ich bin sicher, dass ihre ersten DG-Aufnahmen neue Hörer ansprechen werden und Maßstäbe setzen.«

Mirgas Einstand bei DG im Mai 2019 ist ein Album mit Orchesterwerken des polnischen Komponisten Mieczysław Weinberg. Weinberg wäre im Dezember dieses Jahres 100 Jahre alt geworden; die Aufnahmen entstanden mit großzügiger Unterstützung des Adam-Mickiewicz-Instituts. Mirga dirigiert die Kremerata Baltica in der frühen Symphonie Nr. 2 sowie das CBSO, die Kremerata Baltica und den Violinsolisten Gidon Kremer in der Symphonie Nr. 21 »Kaddish«, die 1991 vollendet wurde und den Opfern des Warschauer Ghettos gewidmet ist. Die Dirigentin wird ferner Musik von Raminta Šerkšnytė mit dem Litauischen Nationalen Symphonieorchester, dem Städtischen Chor Vilnius und der Kremerata Baltica präsentieren. Im Mittelpunkt eines weiteren DG-Projekts steht eine Aufnahme von Werken britischer Komponisten anlässlich des Jubiläums des Orchesters.

»Mit Deutsche Grammophon bin ich aufgewachsen«, sagt Mirga Gražinytė-Tyla. »Es ist wirklich eine Ehre, zu diesem Label zu gehören und Werke aufzunehmen, die für viele Hörer neu sein werden, die Musik von Mieczysław Weinberg beispielsweise oder Raminta Šerkšnytė, einem kommenden Star unter den litauischen Komponisten. Beide haben es verdient, von einem großen Publikum gehört zu werden. Gemeinsam mit DG werde ich einige der musikalischen Abenteuer dokumentieren, die das großartige CBSO und ich vorhaben, so feiern wir das 100-jährige Jubiläum des Orchesters mit einem Album, das Meilensteine der britischen Musik des 20. Jahrhunderts bietet. Ich freue mich sehr auf die spannende Zusammenarbeit mit DG und die musikalischen Entdeckungen, die wir zusammen machen können.«

In Vilnius geboren, gehört Mirga Gražinytė-Tyla heute zu den aufregendsten jungen Dirigenten. Sie studierte zunächst Chorleitung und bildende Kunst in ihrer Heimatstadt an der Nationalen Mikalojus-Konstantinas-Čiurlionis-Kunstschule und setzte ihr Studium dann an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz fort, bevor sie ihre Ausbildung als Dirigentin in Bologna, Leipzig und Zürich abschloss. Ihr Durchbruch gelang ihr 2012, als sie den renommierten Salzburg Young Conductors Award gewann. Im Jahr darauf wurde sie Erste Kapellmeisterin am Konzert Theater Bern, und von 2015 bis 2017 war sie Musikdirektorin am Salzburger Landestheater.

Gražinytė-Tyla war Gustavo Dudamel Fellow des Los Angeles Philharmonic Orchestra in der Saison 2012/13, zwei Spielzeiten hindurch Assistenzdirigentin des Orchesters und während der Saison 2016/17 seine Stellvertretende Dirigentin.

Der Vertrag mit Deutsche Grammophon ist ein weiterer Meilenstein in Mirga Gražinytė-Tylas Karriere. Ihre erste Aufnahme für das Label entstand in der Symphony Hall in Birmingham im Rahmen des Weinberg Weekend des CBSO im November 2018.


REBELLIN AUS DEM NORDEN

Mari Samuelsen erstmals auf Deutsche Grammophon

Berlin, Januar 2019. Die norwegische Geigerin Mari Samuelsen unterzeichnet einen Exklusivvertrag bei Deutsche Grammophon. Ihre erste Single, Max Richters »November«, erscheint international am 11. Januar 2019, fast zeitgleich mit der ARTE-Sendung (am 13. Januar, 17:40 Uhr MEZ) ihres spektakulären Auftritts in Pekings Verbotener Stadt im letzten Oktober im Rahmen der DG120-Feierlichkeiten.


L-R: Clemens Trautmann (President Deutsche Grammophon), Nanja Maung Yin (Head of Marketing New Repertoire), Mari Samuelsen, Christian Badzura (Executive Producer Deutsche Grammophon)
© Stephan Hoederath / DG

Mari Samuelsens erstes DG-Album wurde mit dem Konzerthausorchester Berlin und dem Dirigenten Jonathan Stockhammer aufgenommen und wird im Frühsommer 2019 veröffentlicht. Das Repertoire reicht von Bachs Chaconne in d-Moll bis zu Orchesterwerken führender Komponisten der Gegenwart, darunter Max Richter, Brian Eno, Jóhann Jóhannsson und Peter Gregson.

Mari Samuelsen ist eine der fantasievollsten und ausdrucksstärksten Geigerinnen unserer Zeit, bekannt für ihre einfallsreiche Programmgestaltung und Präsentation. Ihr Spiel verbindet Virtuosität mit musikalischer Finesse. Sie ist als Solistin in den renommiertesten internationalen Konzertsälen aufgetreten, beispielsweise in der Carnegie Hall in New York, der Hollywood Bowl, dem Barbican Centre in London, dem Berliner Konzerthaus, der Pariser Philharmonie und dem Théâtre des Champs-Elysées.

»Ich bin überglücklich, Mitglied der DG-Familie zu werden!«, sagt Samuelsen. »Es ist für mich wirklich aufregend, meinen musikalischen Weg mit so kreativen Leuten, Komponisten, Elektronik-Künstlern und Produzenten fortzusetzen und meine Aufnahmen bei diesem berühmten Klassiklabel zu veröffentlichen. Ich bin schon immer gegen den Strom geschwommen und es war mir wichtig, neue und innovative Programme zu schaffen – der Fokus auf eine Stilrichtung interessiert mich nicht. Es wird spannend, das Repertoire meines kommenden Albums zu präsentieren.«

Christian Badzura, Director New Repertoire bei Deutsche Grammophon, erklärt: »Ich habe Maris Interpretation der Chaconne von Bach vor einigen Jahren gehört und war überwältigt von der Klarheit der Artikulation und der Farbigkeit ihres Spiels. Wir hätten ein ganzes Album mit Bachs zeitloser Musik machen können, aber wir wollten unbedingt das große Spektrum ihrer künstlerischen Interpretationsfähigkeit zeigen. Ihr erstes Album verbindet bekanntes Repertoire mit neu komponierten Stücken, eine großartige musikalische Mischung.«

Insbesondere die Musik von Max Richter steht auf Mari Samuelsens persönlicher Playlist und ihrem Konzertrepertoire. Das 2012 erschienene DG-Album Recomposed begeisterte sie. Inzwischen hat sie das von Vivaldi inspirierte Werk live mit Richter gespielt, zuletzt im Dezember 2018 in Hongkong. Auch Memoryhouse haben Richter und Samuelsen aufgeführt, und sie arbeiteten zusammen bei Richters Album Three Worlds – Music from the Woolf Works. »Mari ist nicht nur eine bemerkenswerte Geigerin«, sagt Richter, »sie versteht intuitiv meine kompositorische Welt. Und sie hat eine erstaunliche Fähigkeit, das, was ich will, durch ihr Spiel zu vermitteln.«

Mari Samuelsen eröffnete 2017 das Jazz-Festival in Montreux und brachte als künstlerische Direktorin der norwegischen Yellow Lounge die klassische DG-Clubnacht nach Oslo. Sie arbeitete mit den legendären Elektronik-Künstlern Jeff Mills und Dubfire zusammen und schuf bahnbrechende Projekte mit dem Berliner Multimedia-Künstler Philipp Geist. Nordic Noir, aufgenommen mit den Trondheim Soloists und 2017 bei DECCA erschienen, war ihr erstes Soloalbum – beunruhigende, melancholisch-dunkle Klänge, wie man sie in den Fernsehserien Kommissarin Lund, Die Brücke und Broadchurch hört.

Im ersten Halbjahr 2019 wird Samuelsen – neben anderen Auftritten – Werke von Richter (in Tokio im März und in Lyon im Mai) und Musik von Arvo Pärt und Pēteris Vasks auf Tournee mit dem Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi aufführen;  Stationen sind unter anderem die Berliner Philharmonie und die Elbphilharmonie in Hamburg (Juni/Juli).

»Wir waren beeindruckt von Maris Arbeit mit Max Richter. Dass sie nun bei unserem Label ist, freut uns sehr«, sagt Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon. »Mari kann Hörer spirituell und emotional auf tiefe Weise erreichen. Wir werden ihre innovativen Aufnahmeprojekte und faszinierenden Programme einem internationalen Publikum nahebringen.«