CHARISMATISCHER BRÜCKENBAUER UND BERÜHRENDER INTERPRET

Ausgereifte Stimmkunst, sinnliche Präsenz und sympathische Nahbarkeit – der französische Tenor Benjamin Bernheim vereint diese Facetten wie kaum ein anderer. Im April 2019 hat der Sänger einen langfristigen Exklusivvertrag bei Deutsche Grammophon unterzeichnet; im Herbst erscheint sein Debütalbum beim Gelblabel, auf dem Bernheim verschiedene große Tenorpartien interpretiert und einen vielseitigen Eindruck seiner außergewöhnlichen Begabung vermittelt.

»Die Partnerschaft mit dem historischen Label Deutsche Grammophon ist eine riesige Ehre für mich und eine sehr große Verantwortung. Sie treibt mich dazu an, auf dem absolut höchsten Level zu singen – das ist ein immenser Ansporn«, so Bernheim. Bereits heute kann Bernheim die großen Opernhäuser der Welt sein zweites Zuhause nennen. 1985 in Paris geboren, war der Sänger nach seinem Studium in Lausanne Mitglied am renommierten Internationalen Opernstudio der Oper Zürich. Seither ist Bernheim als einer der gefragtesten Tenöre im lyrischen Fach unter anderem an der Mailänder Scala, der Berliner und Wiener Staatsoper, am Royal Opera House und bei den Salzburger Festspielen zu Gast. Allerorts fasziniert er mit seiner stimmlichen Präsenz und Strahlkraft.

Auf seinem Debütalbum ist Bernheim, begleitet von der Prague Philharmonia unter dem Dirigat von Emmanuel Villaume, bei der Interpretation italienischer, russischer und französischer Tenorpartien zu erleben, die ein breites Spektrum abdecken und die Vielfalt seiner stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten aufzeigen. Darunter ist etwa die berühmte Arie des Lenski aus Eugen Onegin von Peter Tschaikowsky, mit der Bernheim bereits große Erfolge an der Deutschen Oper in Berlin feierte, oder die Arie »Tombe degli avi miei« aus Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti. Außerdem ist Bernheim unter anderem als Rodolfo in Giacomo Puccinis La bohème zu erleben, für Bernheim »eine extrem traditionsreiche Rolle«, bei der es »eine große und reizvolle Herausforderung« war, eine ganz eigene Version zu finden. Besonders am Herzen liegt dem Künstler das Repertoire seiner Heimat, das unter anderem mit der Arie »En fermant les yeux« aus der Oper Manon von Jules Massenet, »L’Amour! Oui, son ardeur« aus Roméo et Juliette von Charles Gounod oder der Arie »Salut! Demeure chaste et pure« aus der Oper Faust, ebenfalls von Gounod, auf dem Album repräsentiert wird. »Das französische Repertoire erfordert eine extrem große Klarheit des Textes und der Intention dahinter«, sagt Bernheim. »Es ist so viel Poesie in diesen Stücken und es gibt hier ungemein viel zu entdecken. All das möchte ich in meinen Interpretationen herausarbeiten. Hier kann ich 150 Prozent geben und alle Facetten meiner Stimme zeigen.«

Mit gerade einmal 34 Jahren ist Benjamin Bernheim einer der spannendsten Sänger seiner Generation, der gekonnt die Brücke schlägt zwischen der gewichtigen Tradition des Opernfachs und einer zeitgemäßen Deutung und Präsenz weit über die Opernbühne hinaus. »Die Oper hat Zukunft«, davon ist Bernheim überzeugt, und er selbst verkörpert diese Zukunft charismatisch und lebendig. »Die Oper stirbt nicht aus und ihre Essenz sollte auf keinen Fall verändert werden. Aber sie muss der Zeit angepasst werden«, so Bernheim. Dazu nutzt der Sänger die sozialen Medien und steht als nahbarer und charismatischer Künstler in engem Austausch mit seinem Publikum. Sein stärkstes Mittel aber ist seine Stimme. »Die Stimme ist wie unser Fingerabdruck. Sie ist absolut einzigartig. Das macht die Magie und den Zauber jeder neuen Interpretation aus.« Bernheims eigener stimmlicher Fingerabdruck ist von großer Sinnlichkeit und Wärme. Mit ausgefeilter Technik und behänder Virtuosität beim Wechsel der Stimmregister feilt Bernheim an jeder Nuance eines Werks und begibt sich gleichzeitig mit sinnlicher Hingabe und untrüglicher Intuition in den Moment hinein. Das Ergebnis ist betörend und zeugt von Bernheims vitalem Geist, der immer auf der Suche ist nach neuer Inspiration. »Ich will auf keinen Fall festgefahren sein, möchte immer offen bleiben und in Bewegung«, sagt Bernheim. Sein Debütalbum bei Deutsche Grammophon ist erst der Anfang.

EIN GEFRAGTER TENOR

Benjamin Bernheim unterzeichnet Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon

»… der große französische lyrische Tenor, auf den die Welt wartet.« Chicago Tribune

  • Bernheims erstes DG-Album, aufgenommen mit dem Prague Philharmonia und dessen Chefdirigenten Emmanuel Villaume, erscheint im Herbst 2019

  • In der gegenwärtigen Saison gibt der Tenor eine Reihe bedeutender Haus- und Rollendebüts in renommierten europäischen Spielstätten


    L-R: Clemens Trautmann (President Deutsche Grammophon),Valérie Gross (DG’s A&R Director Vocal & Opera Productions), Benjamin Bernheim

    Deutsche Grammophon gibt die Unterzeichnung eines langfristigen Exklusivvertrags mit Benjamin Bernheim bekannt. Der 33-jährige französische lyrische Tenor genießt internationales Ansehen als einer der führenden Tenöre einer neuen Sängergeneration.

    Am Beginn von Bernheims Partnerschaft mit DG steht ein Album mit französischen, italienischen und russischen Arien. Es erscheint im Herbst 2019 und bietet Bernheims Interpretationen klassischer junger Tenorrollen, unter anderem von Gounod, Massenet, Donizetti, Puccini, Verdi und Tschaikowsky. Sie gehören zum Kern von Bernheims Opernrepertoire.

    »Die Oper kann die Seele der Menschen berühren und ihr Leben bereichern. Ich bin glücklich, dass ich durch die Partnerschaft mit Deutsche Grammophon ein so großes Forum finde«, sagt Bernheim. »Mein erstes DG-Album entstand in Zusammenarbeit mit dem Prague Philharmonia und Emmanuel Villaume. Es ist vielfältig, zeigt ein Spektrum von Rollen, die meiner Stimme zurzeit sehr liegen.«

    Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon , begrüßte Bernheim beim Gelblabel. »Benjamin hat weit mehr Begabungen als nur eine wunderbare Stimme. Immer sucht er nach den feinen Nuancen in der Musik, er hat Intuition, Einfühlung und meisterhafte Technik. Uns ist es ein besonderes Anliegen, diesen bemerkenswerten jungen Künstler einer großen neuen Hörerschaft vorzustellen und zu zeigen, warum er an den führenden internationalen Opernhäusern so gefragt ist.«

    Valérie Gross, A&R Director Vocal & Opera Productions bei DG , erklärt: »Er hat einfach alles: Stimme, Charisma, gutes Aussehen und eine bemerkenswerte Fähigkeit, eine Beziehung zum Publikum zu knüpfen. Von diesem Ausnahmesänger ist viel zu erwarten!«

    Benjamin Bernheim wurde 1985 in Paris geboren. Nach dem Studium in Lausanne ging er 2008 ans Internationale Opernstudio der Oper Zürich und wurde zwei Jahre später Mitglied des renommierten Züricher Ensembles. Heute tritt Bernheim in führenden Rollen bei den angesehensten Opernhäusern auf. So sang er bereits Rodolfo (La bohème) am Covent Garden, an der Opéra national de Paris und der Wiener Staatsoper; Alfredo ( La traviata) an der Mailänder Scala, Berliner Staatsoper und am Opernhaus Zürich; Nemorino (L’elisir d’amore) an der Wiener Staatsoper; Lenski (Eugen Onegin) an der Deutschen Oper Berlin; sowie die Titelrolle in Faust an der Lyric Opera in Chicago und am Théâtre des Champs-Elysées. Bernheim wirkte außerdem in mehreren Produktionen der Salzburger Pfingst- und Sommerfestspiele mit. Die laufende Spielzeit begann er als Rodolfo in Zürich und sang später am Covent Garden unter der Leitung von Antonio Pappano erstmals in Verdis Requiem. Am 5. April gibt er an der Opéra national de Bordeaux sein Rollendebüt als Des Grieux in Manon. Im Juni singt er am Opernhaus Zürich erstmals die Partie des Ismaele in Nabucco. Bernheims Arbeit wurde mit Begeisterung von den Medien zur Kenntnis genommen, etwa sein Auftritt als Tamino (Die Zauberflöte) an der Wiener Staatsoper: »Mit seinem wohltimbrierten, warmen Tenor von großer Strahlkraft zeigt er, … warum er einer der interessantesten Tenöre unserer Zeit genannt wird«, schrieb Die Presse. Im Dezember 2018 wurde er Rolex Testimonee.

    In der Saison 2019/20 wird Bernheim an die Opéra national de Paris zurückkehren, um in Neuinszenierungen von La traviata und Manon die Rolle des Alfredo bzw. Des Grieux zu verkörpern. Als Herzog in Rigoletto an der Bayerischen Staatsoper in München wird er sein Rollen- und Hausdebüt geben. Andere Höhepunkte der kommenden Spielzeit sind Auftritte in La bohème in München und Paris sowie in La traviata an der Berliner und Wiener Staatsoper.