YANNICK NÉZET-SÉGUIN UNTERZEICHNET NEUEN EXKLUSIVVERTRAG MIT DEUTSCHE GRAMMOPHON

Die neue Partnerschaft des Dirigenten mit dem gelben Label umfasst Rachmaninows Symphonien und Klavierkonzerte mit dem Philadelphia Orchestra


L-R: Ute Fesquet (Vice President A & R Deutsche Grammophon), Yannick Nézet-Séguin, Clemens Trautmann (President Deutsche Grammophon)

Spektakuläre Projekte mit der Metropolitan Opera in New York sind geplant

Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor des Philadelphia Orchestra, künftiger Musikdirektor der Metropolitan Opera und Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des Orchestre Métropolitain de Montréal, hat einen neuen Exklusivvertrag mit dem gelben Label unterzeichnet. Der frankokanadische Dirigent – »Inbegriff von Energie auf dem internationalen Podium«, so die Financial Times – wird ein breites Orchester- und Opernrepertoire aufnehmen im Rahmen seiner Arbeit mit dem Philadelphia Orchestra, der Metropolitan Opera, dem Orchestre Métropolitain de Montréal und dem Chamber Orchestra of Europe (COE), dessen Ehrenmitglied er ist. Die Unterzeichnung des Vertrags wurde am 30. Mai 2018 in Hamburg bekannt gegeben während einer Tournee des Musikers mit dem Philadelphia Orchestra in neun europäische und israelische Städte.

Zu Nézet-Séguins künftigen Projekten bei Deutsche Grammophon gehören sämtliche Symphonien und Klavierkonzerte von Rachmaninow mit dem Philadelphia Orchestra und dem Pianisten Daniil Trifonov; die nächste Oper in seinem gefeierten Mozart-Zyklus, Die Zauberflöte, die in diesem Sommer mit dem COE und einer überragenden Besetzung im Festspielhaus in Baden-Baden aufgenommen wird; das erste Arien-Album des russischen Basses Ildar Abdrazakov mit dem Orchestre Métropolitain de Montréal; Mahlers Symphonie Nr. 8 und eine Fortsetzung der Reihe von Strawinsky-Balletten – geplant sind Pétrouchka und L’Oiseau de feu – mit dem Philadelphia Orchestra; ferner Mozarts Klavierkonzert in d-Moll KV 466 mit Seong-Jin Cho und dem COE. Außerdem sind Aufnahmen mit dem Team der Metropolitan Opera vorgesehen; eine spannende Aussicht angesichts der begeisterten Rezensionen seiner ersten DG-Aufnahme mit der Met – der erfolgreichen Carmen mit Elīna Garanča und Roberto Alagna.

»Mit Deutsche Grammophon Musik zu machen begeistert mich«, sagt Yannick Nézet-Séguin. »Wir können auf den Aufnahmen aufbauen, die wir in den letzten sieben Jahren gemacht haben, und außerdem neue interessante Projekte entwickeln. Das gelbe Label hat wichtige Aufführungen meiner Zeit als Musikdirektor des Philadelphia Orchestra festgehalten – unter anderem Strawinskys Le Sacre du printemps, Stokowskis Transkriptionen von Werken von Bach und Strawinsky sowie Leonard Bernsteins Mass. Von DG wurden auch meine zehn Jahre als Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Rotterdam dokumentiert, beispielsweise mit der Ersteinspielung des Klavierkonzerts von Mark-Anthony Turnage mit Marc-André Hamelin. Ich freue mich darauf, mit dem Team neues Terrain zu erkunden, wenn ich im September mein Amt als Musikdirektor der Metropolitan Opera antrete. Wir wollen außerdem Aufnahmen verwirklichen mit dem Chamber Orchestra of Europe und dem Orchestre Métropolitain de Montréal und weitere Aufnahmen mit so wichtigen DG-Künstlern wie Lisa Batiashvili, Elīna Garanča und Rolando Villazón. Und natürlich freue ich mich auf die Auftritte mit Musikern wie Martha Argerich, Hélène Grimaud, Jan Lisiecki und Yuja Wang. Ich bin fest überzeugt, dass Künstler heutzutage aktiv den Kontakt zu Hörern in aller Welt suchen sollten, um ihre Leidenschaft für klassische Musik und Oper zu teilen – eine Erfahrung, die das Leben schöner macht.«

Yannick Nézet-Séguins erstes Album für Deutsche Grammophon war 2011 die Aufnahme von Don Giovanni, die am Beginn seines Zyklus von Mozart-Opern stand. Zu dieser Reihe zählen inzwischen auch die für den Grammy nominierte Aufnahme von Le nozze di Figaro und La clemenza di Tito, die in diesem Sommer erscheint. Andere Höhepunkte von Nézet-Séguins Arbeit für das gelbe Label sind Gesamtaufnahmen der Symphonien von Schumann und Mendelssohn mit dem COE; Rachmaninows Rhapsodie über ein Thema von Paganini mit Trifonov und dem Philadelphia Orchestra; und das Album Duets mit Rolando Villazón, Ildar Abdrazakov und dem Orchestre Métropolitain de Montréal. Zu seinen ersten DG Aufnahmen mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra gehörten Tschaikowskys Symphonie Nr. 6 “Pathétique” sowie gemeinsame Projekte mit Lisa Batiashvili und Andreas Ottensamer. In der kommenden Woche erscheint The Rotterdam Philharmonic Orchestra Collection, eine sechs CDs umfassende Sammlung von bisher unveröffentlichten Live-Aufnahmen. Sie wurden persönlich von Nézet-Séguin ausgewählt, dessen Berufung als Chefdirigent 2008 den Beginn eines neuen goldenen Zeitalters in der Geschichte des Orchesters markierte. Der Zeitpunkt dieser Veröffentlichung ist auf die Jubiläumskonzerte in Rotterdam am 9./10. Juni abgestimmt, die den Höhepunkt der Feiern zum 100. Geburtstag des Orchesters in diesem Jahr darstellen.

»Während der letzten zehn Jahre ist Yannick Nézet-Séguin zum internationalen Spitzendirigenten avanciert, eine charismatische Naturgewalt, die große Musik auf eine Weise lebendig macht, wie es nur wenige andere vermögen«, sagt Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon. »Als Musikdirektor des Philadelphia Orchestra und der Metropolitan Opera bekleidet er zwei der wichtigsten und einflussreichsten Ämter in der klassischen Musikszene. Er ist zudem überaus erfolgreich als Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des Orchestre Métropolitain de Montréal, das er zu einem bedeutenden internationalen Orchester formte, als Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Rotterdam, dessen Ehrendirigent er am Ende dieser Spielzeit wird, und als regelmäßiger Gastdirigent des Chamber Orchestra of Europe, das ihn schon vor zwei Jahren zum Ehrenmitglied machte. Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit Yannick, auf die Vielfalt seiner künstlerischen Fähigkeiten – insbesondere auf seine sehr spezielle Begabung, mit Sängern im Gesangs- und Chorrepertoire der Klassik und der Romantik zu arbeiten. Der Katalog der Deutschen Grammophon wird durch die neuen gemeinsamen Aufnahmen bereichert.«