ZEIT DES TEILENS

Rolando Villazón veröffentlicht Feliz Navidad – ein Album vom Zauber des Weihnachtsfests

  • Der Startenor Rolando Villazón bringt nach seiner erfolgreichen DG-Aufnahme von Mozarts La clemenza di Tito sein erstes Weihnachtsalbum für das gelbe Label heraus
  • Feliz Navidad steht in der großen Tradition der Weihnachtsalben von Fritz Wunderlich, Luciano Pavarotti, Plácido Domingo und Bryn Terfel
  • Villazón singt berühmte Weihnachtsklassiker in fünf Sprachen, unter anderem White Christmas, O Tannenbaum, Tu scendi dalle stelle, Petit Papa Noël und Los peces en el río
  • Zu den Stücken zählen Duette mit dem deutschen Sänger/Songwriter Sasha und dem französischen Popstar Julie Zenatti




Rolando Villazón vermittelt den Geist der Weihnachtszeit in seinem neuesten Album für Deutsche Grammophon. Feliz Navidad, das international am 9. November 2018 erscheint, ist Villazóns persönliche Sammlung von Weihnachtsliedern. Der aus Mexiko stammende französische Tenor hat die Stücke in jenen Sprachen gesungen, die er selbst fließend spricht und zu deren Kultur er eine enge Beziehung hat. Sie sind Ausdruck seiner eigenen Geschichte und der universellen Botschaft des Weihnachtsfests, einer Zeit für Mitgefühl und Gemeinschaftssinn, für Familie und Freunde und dafür, unsere Herzen jenen zu öffnen, die in Not sind.

Rolando Villazón kannte die emotionale Kraft der Weihnachtsalben seiner großen Vorbilder wie Plácido Domingo oder Luciano Pavarotti. Ihre Aufnahmen waren in der weihnachtlichen Musik seiner Kindheit in Mexiko allgegenwärtig und gehören nun zum Weihnachtsfest mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in ihrem Zuhause in Paris. »Es gab natürlich wunderbare Dinge, die ich noch vor einem Weihnachtsalbum aufnehmen wollte«, sagt er. »Aber dann schien doch die Zeit gekommen, um sich an dieses große Projekt zu machen.«

Mit seinen Weihnachtsliedern, klassischen Balladen und Volksliedern wird Feliz Navidad bestimmt zum festen Bestandteil künftiger Weihnachtsfeste der Familie Villazón. Der Tenor erzählt, dass er immer weihnachtliche Musik auflegt, während der Weihnachtsbaum aufgestellt und das Haus geschmückt wird. »Ich sah, dass die Kinder größer werden, und dachte, bevor sie bald aus dem Haus gehen, sollten wir diese Tradition fortsetzen und dabei hören können, wie Papa Weihnachtsmusik singt!« Weihnachten, fügt er hinzu, sei nicht dasselbe ohne diese Lieder voller Trost und Freude. Vor allem sei es eine Zeit, das eigene Glück mit Familie und Freunden zu teilen und mit jenen, die in Not sind. »Heiligabend essen wir in der Regel gemeinsam, manchmal besuchen wir Freunde. Manchmal verreisen wir, begegnen anderen Menschen und lernen andere Kulturen kennen. Weihnachten ist ein Fest für alle, und es bereitet Freude. Ich bin glücklich, wenn ich meine Familie bei mir habe und wir diese Stimmung teilen. Es ist eine sehr wichtige Zeit, um zusammen zu sein und das Miteinander zu stärken, festzustellen, wie gut wir es haben. Und es ist unsere Pflicht, denjenigen zu helfen, denen es schlechter geht.«

Jedes Stück auf Feliz Navidad steht in Beziehung zu Rolando Villazóns Lebensgeschichte. O Tannenbaum beispielsweise führt ihn zurück in die Zeit, die er an einer deutschen Schule in Mexico City verbrachte. »Als Kind hatte ich einen Lehrer, der es gern sang, sehr leise. Das ist eine der Erinnerungen, die sich oft in der Weihnachtszeit einstellen. Das Duett Leise rieselt der Schnee, eine besondere Zusammenarbeit mit Sasha, ist ein Höhepunkt der deutschen Auswahl. Auch White Christmas erinnert mich an meine Kindheit, als wir immer von Mexiko in die USA reisten, um Verwandte zu besuchen. Bei diesem Lied denke ich daran, wie ich mit ungefähr zehn Jahren zum ersten Mal Schnee sah, das werde ich nie vergessen.« 

Der Anfang von Tu scendi dalle stelle beschwört sofort die Erinnerung an Luciano Pavarotti herauf. »Von ihm hörte ich dieses Lied zum ersten Mal«, berichtet Villazón. »Es schafft für mich eine ganz besondere Beziehung zu einem der größten Sänger aller Zeiten. Dieses schöne, schlichte italienische Lied erinnert uns daran, was Weihnachten bedeuten sollte – auf andere zugehen, Liebe teilen, andere beschenken.« Die bemerkenswerte Kraft solcher Schlichtheit zeigt sich auch in den spanischen Stücken des Albums, lyrischen Werken aus dem reichen Schatz der canciones de Navidad. Schon als Junge in Mexiko verliebte der Tenor sich in Los peces en el río und Qué canten los niños. Letzteres ist zwar kein Weihnachtslied, aber seine Botschaft passt in die Jahreszeit. »Ich liebe dieses Lied«, sagt Villazón. »Es handelt davon, die Kinder singen zu lassen, weil sie die Wahrheit sagen – sie für jene sprechen zu lassen, die kein Brot haben, für alle diejenigen, denen Unrecht widerfährt.«

Als es um das französische Repertoire ging, entschied sich Rolando für die zeitlose Schönheit von Adolphe Adams Minuit, chrétiens und die zarten Klänge des etwas jüngeren Klassikers Petit Papa Noël. »Ich lebe jetzt seit 20 Jahren in Frankreich«, sagt er. »Ich weiß noch, wie ich im Cirque d’Hiver in Paris zum ersten Mal Petit Papa Noël hörte. Am Ende der Vorstellung singt der Zirkusdirektor immer dieses Lied. Ich sah, dass alle mitsangen und fand es schön. Dann wurde es zur Tradition, dass ich mit meinen Kindern Weihnachten in den Zirkus ging, und jetzt gehört Petit Papa Noël zu ihren Erinnerungen, deshalb ist es fest in meinem Herzen verankert.« Seit der ersten Veröffentlichung des Lieds vor mehr als 70 Jahren ist es in Frankreich zur meistverkauften Single aller Zeiten geworden. Die vorliegende Version singt Villazón zusammen mit dem französischen Popstar Julie Zenatti.

Villazón räumt ein, dass die alljährliche Überdosis an Weihnachtshits, die unaufhörlich in Einkaufszentren, Supermärkten und Schnellimbissen gespielt werden, leicht zur Tortur werden kann, aber er hofft, dass die Zuhörer seines neuen Albums die einfache Botschaft von Freude und Liebe in den ausgewählten Liedern spüren, der gleichen Liebe und Freude, mit denen er sie aufnahm. »Weihnachten ist das Fest der Liebe und des Mitgefühls für andere; seine Botschaft ist, dass wir alle gleich sind. Wir feiern die Geburt desjenigen, der uns lehrte, andere Menschen zu lieben, vor allem die, denen es weniger gut geht als uns selbst. In einer Zeit, in der so viel von Trennung, Grenzen und Abschottung die Rede ist, brauchen wir die Weihnachtsbotschaft mehr denn je, um uns daran zu erinnern, dass es keine Unterschiede zwischen uns gibt, dass wir alle Menschen sind und dass wir in Einigkeit leben sollten, egal woher wir kommen oder was wir glauben.«