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“The London Session” – Joep Beving betört mit Liedern ohne Worte

Joep Beving
© Rahi Rezvani
26.08.2020
Die Werke des niederländischen Pianisten Joep Beving umweht eine geheimnisvolle Aura. Musikalischen Meditationen gleich ziehen sie klangschön in ihren Bann und begeistern ein Millionenpublikum. Nun wird unter dem Titel “The London Session” das jüngste Projekt des außergewöhnlichen Künstlers bei Deutsche Grammophon veröffentlicht: Ein drei Stücke umfassendes Album mit Bevings neuem Song “September” in zwei unterschiedlichen Versionen sowie einer besonderen Bearbeitung seines “An Amalgamation Waltz 1839” für Stimme, Klavier und Streichquartett. “The London Session” erscheint am 28. August.

Die Karriere des Joep Beving – Eine musikalische Erfolgsgeschichte

Der niederländische Künstler Joep Beving ist ein Phänomen. Lange Zeit über war die Musik für den studierten Wirtschaftswissenschaftler nur ein Hobby. Dann spielte er seine Kompositionen Freunden vor und bemerkte, “welche emotionale Wirkung meine Musik auf die Zuhörer haben kann”. Bald darauf folgte Bevings erstes Album – mit bahnbrechendem Erfolg. Heute zählt er zu den prominentesten und erfolgreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen klassischen Musik. Mehr als 60 Millionen Mal wurde sein erstes Album “Solipsism” gestreamt, gerade erst wurde sein zweites Album “Prehension” mit Gold ausgezeichnet und auch der Erfolg seines jüngsten Albums “Henosis”, das die Album-Trilogie abschloss, war überragend. Über 1,5 Millionen Zuhörer pro Monat lauschen seinen melodischen Schöpfungen bei Spotify, zudem gibt der Musiker ausverkaufte Shows auf der ganzen Welt, vom Opernhaus Sydney bis zum Montréal-Jazz Festival.
"The London Session", Bevings viertes Album bei Deutsche Grammophon, markiert nun einen weiteren Meilenstein in seiner außergewöhnlichen Karriere. Dabei bleibt der feinsinnige Komponist seinem bisherigen Stil treu und arbeitet auch in seinen neuen Werken mit minimalistischen Tonfolgen, sphärischen Melodien und suggestiv wirkenden Harmoniemustern. “Die Welt ist zurzeit ein hektischer Ort”, sagt Beving. “Ich habe den dringenden Wunsch, auf ganz einfache menschliche Weise mit den Leuten in Kontakt zu treten. Musik als unsere universelle Sprache hat die Macht zu verbinden.” Seine eigenen Kompositionen bezeichnet der Pianist als “einfache Musik für komplexe Gefühle” – schlicht und eingängig in der Tonsprache, berührend und tiefsinnig in ihrer Ausdruckskraft. Damit steht Beving in enger Verbindung zu Komponisten wie Nils Frahm, Max Richter oder Ólafur Arnalds, die wie er jenseits stilistischer Genregrenzen eine ganz eigene musikalische Sprache entwickelt haben.

Poetische Meisterwerke — Von London in die Welt

Die Aufnahmen für das neue Mini-Album entstanden im Herbst 2019 in den Tileyard Studios in London. Im Zentrum stand dabei Bevings neuestes Werk “September”, eine innige Meditation für Klavier und Streichquartett, die sehnsuchtsvoll und in warm tönenden Harmonien hochkonzentriert der Kraft der Stille nachspürt. Auf dem Album ist dieses poetische Meisterwerk in gleich zwei Versionen zu finden, einmal für Klavier und Streichquartett, einmal für Piano Solo arrangiert.
Neben “September” spielte Beving in London eine neue Bearbeitung seines Stücks “An Amalgamation Waltz 1839” ein, das bereits auf seinem Album “Prehension” zu hören war – für seine “London Sessions” hat Beving es für Stimme, Klavier und Streichquartett arrangiert. Als Sängerin ist bei diesem frei strömenden Lied ohne Worte die Sopranistin Grace Davidson zu erleben, deren strahlende Stimme sich hoch über die sensibel eingespielte Begleitung in Klavier und Quartett erhebt.
So offenbart sich Beving auf seinem neuen Album “The London Session” einmal mehr als intuitiver Tonschöpfer von ebenso zarten wie dichten Werken, bei denen klassische Kompositionsformen mit eingängigen Melodien und sinnlichen Harmoniefolgen verschmelzen und die gerade durch ihre Konzentriertheit und Ruhe eine betörende Kraft ausstrahlen.

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