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Deutsche Grammophon nimmt die Harfenistin Magdalena Hoffmann unter Vertrag

Angelika Meissner,  Director Classical, Artists & Repertoire, Magdalena Hoffmann, Dr Clemens Trautmann, President Deutsche Grammophon
© Stefan Höderath
04.03.2021
»Die Harfe ist Magdalenas persönliche Spielwiese,
sie bietet unendlich viel Raum für Entdeckungen«
BR Klassik
Berlin, 4. März 2021. Deutsche Grammophon nimmt Magdalena Hoffmann unter Vertrag. Die vielseitige Interpretin ist sowohl als Kammermusikerin als auch als Solistin gefragt, obgleich ihr Instrument nur selten eine Solokarriere erlaubt. Es ist die Harfe. »Die Harfe macht erfinderisch«, sagt die 30-jährige Musikerin. »Einerseits ist sie ein Instrument mit uralten Wurzeln, andererseits bietet sie noch so viele Möglichkeiten, die darauf warten, ausgekostet zu werden. Sie kann theatralisch, poetisch, humorvoll komisch, lyrisch, magisch oder gespenstisch klingen – sie fordert die Vorstellungskraft geradezu heraus.«
»Wir freuen uns, dass Magdalena die große Harfentradition bei Deutsche Grammophon fortsetzt, für die etwa Nicanor Zabaleta im vergangenen Jahrhundert stand«, erklärt Dr. Clemens Trautmann, President Deutsche Grammophon. »Ich bin sicher, dass sie einen zeitgenössischen und ganz persönlichen Weg findet, um für eines der ältesten und anspruchsvollsten Instrumente der Musikgeschichte spannende Neuaufnahmen zu realisieren und ein breiteres Repertoire zu erschließen. Magdalena versteht es, auf durchaus unkonventionelle Weise das ganze Spektrum der Harfe mit ihren so unterschiedlichen klanglichen Möglichkeiten auszuschöpfen.«
»Mit ihren vielen Klangfarben und Texturen war die Harfe schon immer das Instrument der Dichter und Geschichtenerzähler«, sagt Magdalena. »Sie ist ein wunderbarer Begleiter auf den Reisen in die verschiedensten musikalischen Regionen. Ich freue mich darauf, noch viele Erlebnisse und Überraschungen mit den Hörern der Deutschen Grammophon zu teilen.«
Angelika Meissner, Director Classical, Artists & Repertoire, würdigt die atemberaubende Virtuosität und Musikalität der Harfenistin: »Magdalenas Spiel berührt. Sie steckt voller Ideen, auch für zukünftige Projekte. Für ihre erste Aufnahme für Deutsche Grammophon haben wir sowohl Originalwerke für Harfe als auch Transkriptionen ausgewählt. Und das Ergebnis verzaubert. Mit Magdalena zusammenzuarbeiten ist wirklich inspirierend.«
Magdalena Hoffmanns DG-Debüt erscheint im Januar kommenden Jahres mit einem Repertoire, das die Nacht vertont. Und auch das Thema Tanz spiegelt sich in der Musik. Eine Ausdrucksform, die zur Harfe passt, denn anders als man vermuten mag, ist das Spiel auf der Harfe sehr körperlich. 40 Kilo wiegt das Instrument. Und obgleich es 47 Saiten hat, ist das Musizieren auf ihr auch Fußarbeit. Sieben Pedale wollen bedient sein. Jede Saite lässt sich mit diesen Pedalen um einen Halb- oder Ganzton erhöhen. Tritt man daneben, ist die Tonart falsch.
Bisher hat sich Magdalena Hoffmann Fehltritte allerdings nicht geleistet. Bereits mit sechs Jahren entschied sie sich für die Harfe. Später studierte sie bei Fabiana Trani an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf, an der Royal Academy of Music in London und bei Cristina Bianchi an der Hochschule für Musik und Theater in München. Sie war Stipendiatin des Cusanuswerks und gewann Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter zwei Sonderpreise beim Internationalen ARD-Wettbewerb München. Sie war Soloharfenistin beim Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und u.a. Gastharfenistin bei den Münchner Philharmonikern, dem WDR Sinfonieorchester und den Düsseldorfer Symphonikern. Als gefragte Kammermusikerin und Solistin gastiert sie bei verschiedenen Festivals und tritt mit namhaften Musikern auf. Neben ihrer Dozententätigkeit am Tiroler Landeskonservatorium ist Magdalena Hoffmann seit November 2018 Soloharfenistin des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

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