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Igor Strawinsky

Schillernde Persönlichkeit und mutiger Visionär – Zum 50. Todestag von Igor Strawinsky

Igor Strawinsky
© DG
09.04.2021

Igor Strawinsky hat die Musik des 20. Jahrhunderts geprägt wie kaum ein anderer. In seiner Arbeit war er Revoluzzer und Entdecker, sinnlicher Klangmaler und brillanter Provokateur gleichermaßen und schuf in der stetigen Auseinandersetzung mit anderen Künsten und Stilen Werke von zeitloser Intensität und packender Dichte. Am 6. April 1971 verstarb der russische Komponist im Alter von 88 Jahren in New York. Auch 50 Jahre später wirkt sein reiches musikalisches Erbe fort.

Von Russland in die Welt – Ein bewegtes Leben zwischen den Staaten

Der spätere Weltenbürger Igor Strawinsky kam am 17. Juni 1882 in Oranienbaum bei Sankt Petersburg auf die Welt und wuchs im zaristischen Russland auf, geprägt und gefördert von seinem musikalischen Elternhaus. Erst studierte er Jura, parallel dazu aber begann er bereits zu komponieren und wurde ab 1902 Schüler von Nikolai Rimsky-Korsakow. In Russland feierte Strawinsky in diesen Jahren zwar schon einige Erfolge, war aber noch weitgehend unbekannt. Dies änderte sich, als er 1910 nach der Oktoberrevolution nach Paris ging und mit seiner Musik zum Ballett “L’Oiseau de Feu” (Der Feuervogel), das 1910 in Paris uraufgeführt wurde, über Nacht berühmt wurde. Es war der Beginn einer beeindruckenden Karriere. In Frankreich fand Strawinsky eine neue Heimat, 1934 wurde er französischer Staatsbürger. Als der zweite Weltkrieg tobte, floh Strawinsky 1940 in die USA und wurde 1945 schließlich Amerikaner. Erst in Hollywood, dann in New York wohnhaft, lebte der Komponist bis zu seinem Lebensende in den Vereinigten Staaten. Als er dort 1971 starb, betrauerte die Musikwelt eine ihrer schillerndsten und vielseitigsten Gestalten.

Radikal und vielschichtig, bunt und intensiv – Die überbordende musikalische Ausdruckskraft Strawinskys

“Ich lebe weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft: ich bin in der Gegenwart. Ich weiß nicht, was das Morgen bringen wird; ich kann nur wissen, was heute für mich wahr ist: dem bin ich verpflichtet” – so hat sich Igor Strawinsky selbst einmal verortet, ganz verankert im Hier und Jetzt. Entsprechend wandelbar und immer wieder überraschend waren auch seine musikalischen Schöpfungen, in denen Strawinsky mit unterschiedlichsten Gattungen und Stilen spielte und sich dabei doch stets treu blieb. Von der Zwölftonmusik bis zur Folklore, von der Modalität des Mittelalters bis zu Einflüssen des Jazz band der Musiker im Laufe seines Lebens verschiedenste Stil in seine Musik ein und schuf Stücke von herausragender Originalität und Strahlkraft, die mit dominanter Rhythmik, scharfen Kontrasten und melodischen Grenzgängen in den Bann ziehen. Das wohl bekannteste darunter ist bis heute “La Sacre du Printemps”, ein Stück von epochaler Wucht, dessen Pariser Uraufführung 1913 als heftiger Eklat in die Kulturgeschichte einging. Neben verschiedenen weiteren Ballettmusiken und Bühnenwerken wie “Petruschka” oder Die Nachtigall” schrieb Strawinsky aber auch für verschiedenste andere Besetzungen, schuf kammermusikalische Werke, Lieder und Solostücke für Klavier und machte sich zudem als Interpret seiner eigenen Werke, mal als Pianist, mal als Dirigent einen Namen.

Einzigartige Werke, einzigartig interpretiert – Deutsche Grammophon würdigt Strawinsky mit zahlreichen Aufnahmen

Bei Deutsche Grammophon dokumentieren verschiedene Veröffentlichungen die Mannigfaltigkeit und Brillanz des Komponisten. So wird anlässlich seines 50. Todestags die gefeierte Edition sämtlicher Werke unter dem Titel “Igor Stravinsky – The New Complete Edition” in erweiterter Form neu aufgelegt, wobei Referenzaufnahmen auf insgesamt 30 Alben einen spannenden Überblick über das Gesamtwerk Strawinskys bieten – dargeboten von herausragenden Strawinsky-Interpreten wie Abbado, Bernstein, den Labèques, Maisky, Pletnev oder Terfel. Ein besonderes Highlight ist zudem das erst 2015 wiederentdeckte Werk “Chant funebre”. Eine weitere Kostbarkeit ist eine außergewöhnliche Live-Aufnahme von Strawinskys Kultstück “La Sacre du Printemps”, bei der Esa-Pekka Salonen mit seiner ersten Aufnahme als Chefdirigent des Los Angeles Philharmonic in der Walt Disney-Concert Hall zu hören ist. Die Besonderheit dieses Mitschnitts von 2003 liegt zum einen in der Werkzusammenstellung begründet. So erklangen neben Strawinskys Stück außerdem Mussorgskys Nacht auf dem kahlen Berge” und Bartóks Suite “Der wunderbare Mandarin”, alle akustisch exzellent eingebettet in den hochkarätigen Klangraum der Walt Disney-Concert Hall. Zum anderen wird eben jenes energiegeladene Musikerlebnis sowohl als CD als auch in einem neuen 24-Bit-Remastering auf Blu-ray Audio Disc veröffentlicht, wobei die Blu-ray einen Stereo 2.0-, einen Surround 5.1- sowie einem Dolby Atmos-Mix enthält und mit Transparenz und Klarheit im Klang fasziniert.

Igor Stravinsky – The New Complete Edition
THE NEW STRAVINSKY COMPLETE EDITION
5. März 2021

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